Ist ein Manuskript geschrieben, ist die Arbeit noch lange nicht getan. Nach der Fertigstellung des Manuskripts wartet dessen Formvollendung. Die Überarbeitungsphase beginnt, deren wesentliche Bausteine sind ein professionelles Korrektorat und Lektorat. Beide Bereiche sind für die Qualität eines Buchs verantwortlich. Denn Autor*innen sind auch nur Menschen, und kein Mensch ist frei von Fehlern. Fälschlicherweise werden die Begriffe oft für ein und dieselbe Tätigkeit gebraucht. Dabei herrschen erhebliche Unterschiede zwischen Korrektorat und Lektorat, die wir in diesem Artikel klären wollen.
Unterschied zwischen Korrektorat und Lektorat
Sowohl Lektor*innen als auch Korrektor*innen bringen beträchtliche Fachkompetenz in den Bereichen sprachlicher und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit mit. Beides sind freie Berufe, die keiner spezifischen Ausbildung bedürfen. Jedoch weisen sehr viele Lektor*innen als auch Korrektor*innen den Abschluss eines geisteswissenschaftlichen Studiums, wie etwa Germanistik, Literatur- oder Sprachwissenschaft auf. Zwar sind sowohl Lektorat als auch Korrektorat für die Qualitätssicherung von Texten verantwortlich, die Aufgabe eine*r Lektor*in reicht aber über formale Ansprüche hinaus.
Die Aufgabenbereiche des Lektorats
Um die Unterschiede zwischen Korrektorat und Lektorat zu erfassen, wollen wir uns zunächst dem*der Lektor*in widmen. Das Lektorat in einem Verlag ist von einem Wissenschaftslektorat oder einem Werbelektorat zu unterscheiden. Letztere beschäftigen sich mit hoch spezialisierten Texten. Während ein Wissenschaftslektorat sich mit Inhalt, Methodik und Beweisführung von wissenschaftlichen Arbeiten auseinandersetzt, stellt ein Werbelektorat seinen Mehrwert beim Texten von Werbebotschaften unter Beweis. Verlagslektor*innen widmen sich ausschließlich literarischen Textarten. Gemeinsam ist jedoch allen Lektor*innen, dass sie sich primär den Inhalten von Texten widmen, nicht der Form. Folgende Aufgaben umfasst das Tätigkeitsfeld eine*r Lektor*in:
- Qualitätssicherung von Ausdruck und Inhalt
- Überprüfung der Verständlichkeit eines Texts
- Wahrung von Logik und Struktur eines Romans
- Optimierung des Sprachstils im Hinblick auf Wortwahl, Satzbau und Ausdruck
- Verbesserung des Leseflusses
- Verbesserungsvorschläge für Figuren, Zeitstrahl und Schauplatz der Handlung
- Entwicklung weiterführender und bereichernder Ideen
In einem Verlag übernehmen Lektor*innen überdies die Funktion des sogenannten Eingangslektorats. Nachdem ein Manuskript bei einem Verlag eingereicht wurde, wird es im Eingangslektorat auf sein Marktpotential geprüft. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Manuskript wird es auf Basis verschiedener Kriterien, wie etwa der Sprachqualität oder der Originalität bewertet. Lektor*innen arbeiten entweder in Festanstellung oder als freie Lektor*innen für einen Verlag. Die Dienstleistung eine*r Lektor*in kann aber auch von Privatpersonen, zum Beispiel von Self-Publishern, in Anspruch genommen werden. Weitere Infos zum Thema Self-Publishing finden Sie auch in diesem Artikel.
Die Aufgabenbereiche des Korrektorats
Auch das Korrektorat dient der Verbesserung eines Werks, wobei dessen Aufgaben eher am Ende des Entstehungsprozesses stehen. Während Lektor*innen inhaltliche Anregungen für Autor*innen liefern, konzentrieren sich Korrektor*innen auf Rechtschreibung, Grammatik und Syntax eines Werks. Auch die finale Freigabe eines Werks, bevor es in den Druck geht, die sogenannte Revision, obliegt dem Korrektorat. Zusammenfassend können folgende Verantwortungsbereiche von Korrektor*innen beschrieben werden:
- Überprüfung von Grammatik und Rechtschreibung
- Korrektur der Zeichensetzung und Interpunktion
- Umbruchkorrektur vor dem Druck
- Richtigstellung der Syntax
- Finale Druckfreigabe des Manuskripts (Revision)

Kosten: Die Unterschiede zwischen Korrektorat und Lektorat
Korrektorat sowie Lektorat stellen die Qualität eines Buchs sicher. Bei beiden Posten sollten Sie nicht sparen, denn sie sind entscheidend, wenn es um den Erfolg Ihres Buchs geht. Lektor*innen und Korrektor*innen bieten ihre Dienstleistungen im Internet an und sind schnell gefunden. Die Preise eines*einer seriösen Lektor*in liegen zwischen € 6,- und € 8,- pro Seite. Mit zunehmender Zeichen- und Seitenzahl ist der Preis pro Seite meistens niedriger. Um sich einen guten Preis zu sichern, sollten Sie auf jeden Fall gleich mehrere Angebote einholen und die Preise vergleichen. Korrektor*innen verrechnen rund € 5,- pro Seite. Oftmals bieten Dienstleister*innen beide Leistungen im Paket an.
Wenn Sie Ihr Buch bei einem Verlag einreichen wollen, empfiehlt sich ein erstes Korrektorat schon vor der Einsendung. Für eine erste Prüfung der Rohfassung bieten sich etwa Programme wie Scribbr, Language Tool oder Duden-Mentor an.
Als Autor*in im novum Verlag müssen Sie sich über Korrektorat und Lektorat keine Gedanken machen. Beide Leistungen sind bei uns bereits inkludiert. Jedes Manuskript wird von unseren Lektor*innen bearbeitet und im Korrektorat perfektioniert. Die Empfehlungen unserer Lektor*innen sind im Unterschied zu klassischen Verlagen übrigens nicht bindend. Ob Sie die Verbesserungsvorschläge unserer Profis in Ihr Manuskript einarbeiten oder nicht, bleibt ganz Ihnen überlassen. Sie wollen mehr über unser Angebot für Neuautor*innen erfahren? Sichern Sie sich hier Ihr kostenloses Infopaket für Neuautor*innen.
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