Roman schreiben: Fünf typische Fehler von Autoren

Frau mit Laptop

Diese Anfängerfehler sollten Sie vermeiden, wenn Sie ein erfolgreiches Buch schreiben wollen.

„Arbeit“, „Entspannung“ und „Nicht denken“ sind nach Autor Ray Bradbury die wichtigsten Arbeitsschritte eines*einer Autor*in. Schriftsteller*innen, die diese Technik verinnerlichen, sich in Gelassenheit und dem Erleben des gegenwärtigen Augenblicks erfahren, praktizieren bewusst oder unbewusst die Philosophie des Zen-Buddhismus. Nicht zufällig lautet der Titel von Bradburys berühmtem Autorenratgeber „Zen in der Kunst des Schreibens“. Denn es braucht schon ein bisschen Zen, um ein Buch zu schreiben. Doch auch Bestsellerautor Ray Bradbury brauchte Jahre, um dieses Wissen zu erlangen. Um Ratschläge zu erteilen, muss man nicht nur Erfahrungen, sondern auch Fehler machen. Denn nicht umsonst besagt ein populäres Sprichwort: „Aus Fehlern kann man lernen“. Die klassischen Fehler von Autoren und Autorinnen, die Sie vermeiden sollten, wenn Sie erfolgreich sein wollen, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Fünf typische Fehler von Autoren und Autorinnen

Für andere schreiben

Sie suchen einen zielsicheren Weg zu einer Schreibblockade? Dann schreiben Sie für Geld, Ruhm und Anerkennung. Wer nur schreibt, um anderen zu imponieren, verliert mit Gewissheit den Spaß am Schreiben. Beim Schreiben geht es nicht darum, was andere hören wollen, sondern darum, was Sie zu sagen haben.

Der inneren Kritikinstanz glauben

Glauben Sie nicht alles, was Sie denken. Selbstzweifel sind ein weitverbreitetes Phänomen unter Schriftsteller*innen. Selbst Beststellerautor*innen, die schon viele ihrer Werke verkauft haben, leiden an Selbstzweifeln. Trotzdem schreiben sie. Und genau das sollten Sie auch tun. Was Sie tun können, wenn Sie Angst vor dem Scheitern haben? Akzeptieren Sie Ihre Angst. Akzeptanz ist ein Grundpfeiler des Zen-Buddhismus. Sie können Angst vor dem Scheitern haben, akzeptieren, dass sie da ist, und trotzdem ein Buch schreiben. Um sich mental zu stärken, können Sie es auch mit dieser Übung versuchen: Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie drei Krisen nieder, die Sie schon erfolgreich gemeistert haben. Haben sich Ihre schlimmsten Ängste und Zweifel in schwierigen Situationen bewahrheitet? Überprüfen Sie die Stimme Ihrer inneren Kritikinstanz auf deren Wahrheitsgehalt. Es wird Sie überraschen, aber Gedanken sind nicht immer wahr.

Den Spaß an der Sache verlieren

„Bleiben Sie berauscht vom Schreiben, damit die Realität Sie nicht vernichten kann“, schreibt Ray Bradbury in „Zen in der Kunst des Schreibens“. Ein*e Schriftsteller*in ohne echte Leidenschaft ist laut Bradbury kein*e echte*r Schriftsteller*in. Autor*innen, die krampfhaft an ihrem Manuskript arbeiten, verlieren schnell einmal den Spaß an der Sache. Spaß ist aber die Seele der Kreativität. Freudlosigkeit verscheucht jede Muse. Sobald sich Frust am Schreiben einstellt, sollten Sie Ihr Manuskript zur Seite legen und alles schreiben, worauf Sie stattdessen Lust haben. Gedichte, Geistergeschichten, Erlebniserzählungen – schreiben Sie ohne Zweck und Ziel, schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt, und machen Sie sich erst dann wieder an die Arbeit. Ohne Begeisterung schreibt man kein Buch.

Fehler von Autoren - Mann macht Korrektur

Hilfe ablehnen

Manche Autor*innen erachten es als Schwäche, wenn sie Fehler machen oder um Feedback bitten. Fehler sind allerdings ein wichtiger Teil des Schreibens. „Der erste Entwurf ist immer scheiße“, schrieb Ernest Hemingway und brachte damit brachial zum Ausdruck, worum es beim Schreiben geht: Schreiben bedeutet vor allem Überschreiben. Überarbeiten ist ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Bestandteil im Schreibprozess. Ohne Hilfe von außen wird es allerdings schwierig, eigene Schwächen und Fehler zu erkennen und auszumerzen. Ein*e professionelle*r Autor*in sucht sich Unterstützung von Testleser*innen und Lektor*innen. Öffnen Sie sich für konstruktive Kritik, holen Sie sich Hilfe und machen Sie den Fehler zu Ihrem Freund: Das Schreiben wird dadurch um so vieles einfacher.

Nicht schreiben

Auch wenn der Alltag Ihre Zeit auffrisst, sollten Sie schreiben. Regelmäßigkeit ist wichtig, um sowohl Ihre Technik als auch Ihre Leidenschaft am Leben zu erhalten. Außerdem leiden Schriftsteller*innen, die nicht schreiben. Schließlich ist das Schreiben nicht nur ein Beruf, sondern auch Berufung. Machen Sie Ihre Lust am Schreiben nicht von äußeren Umständen abhängig. Ganz gleich, ob Sie Kritik erfahren oder einen Literaturwettbewerb nicht für sich entscheiden konnten, schreiben Sie. Autor*innen, die an einer Schreibblockade leiden, finden hier wirksame Gegenmittel.


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