»Oma Strawaridis – die unglaublichste Oma der Welt« von Sonja Maria Tegischer wurde mit dem novum Buchpreis für die beste Neuerscheinung im Herbst 2025 ausgezeichnet. Das warmherzige Kinderbuch erzählt von einer außergewöhnlichen Großmutter, die gemeinsam mit ihrem Enkel und tierischen Freunden Tiere rettet und Kindern Mut, Zusammenhalt und Naturverbundenheit vermittelt. Im Interview spricht die Autorin über die Entstehungsgeschichte der Geschichten, die Inspiration durch ihre Enkel und die Botschaft hinter ihrem Buch.
»Oma Strawaridis – die unglaublichste Oma der Welt« gewinnt den novum Buchpreis Herbst 2025
Manchmal entstehen Geschichten nicht am Schreibtisch, sondern mitten im Leben. Beim gemeinsamen Erzählen, beim Lachen, beim Staunen. Genau so begann die Reise von »Oma Strawaridis – die unglaublichste Oma der Welt«, dem Gewinnerbuch des novum Buchpreises für die Beste Neuerscheinung im Herbst 2025.
Das warmherzige Kinderbuch von Dr. Sonja Maria Tegischer erzählt von Mut, Fantasie und Zusammenhalt. Und davon, wie eine außergewöhnliche Großmutter gemeinsam mit ihrem Enkel und deren tierischen Freunden die Welt ein Stück besser macht.
Eine außergewöhnliche Heldin
Im Mittelpunkt des Buches steht Oma Strawaridis. Eine temperamentvolle, naturverbundene Frau mit einem großen Herz und einer ganz besonderen Fähigkeit: Sie kann mit Tieren sprechen.
Gemeinsam mit ihrem Enkel Strawaridis macht sie sich immer wieder auf den Weg, um Tieren und Menschen in Not zu helfen. Unterstützt wird sie dabei von einem außergewöhnlichen Team: dem klugen Raben Fidelius, der über sein Headset mit Tieren aus aller Welt verbunden ist, der stolze Katzenchefin Tonne, die über die tierische Gemeinschaft wacht und vielen weiteren Helfern.
Dabei geraten die Figuren immer wieder in spannende Situationen. Mal geht es um verletzte Tiere, mal um Umweltprobleme oder um Menschen, die Hilfe brauchen. Doch egal, wie schwierig die Lage scheint – mit Einfallsreichtum, Mit und Zusammenarbeit findet sich immer ein Weg.
Gerade diese Mischung aus Abenteuer, Humor und Herzlichkeit macht die Geschichten so besonders. Kinder erleben nicht nur spannende Rettungsmissionen, sondern lernen ganz nebenbei auch wichtige Werte kennen: Zusammenhalt, Verantwortung und Respekt gegenüber der Natur.
Ein Naturparadies voller Geschichten
Oma Strawaridis lebt in einem über hundert Jahre alten Bauernhaus, umgeben von einem Garten voller Leben. Duftende Rosen und Lavendel säumen den Eingangsbereich, alte Eichen und Buchen erzählen ihre Geschichten und ein kleiner Bach schlängelt sich durch das Grundstück.
Hier hat Oma Strawaridis eine einzigartige Zuflucht für Tiere geschaffen. Angepasst an ihre natürlichen Bedürfnisse leben sie in liebevoll gestalteten Unterkünften und bilden eine harmonische Gemeinschaft.
Die Leitung dieser tierischen Gemeinschaft übernimmt Katze Tonne, die neue Bewohner mit den berühmten „7 Regeln von Tonne“ vertraut macht. Eine Mischung aus Humor und kluger Ordnung, die das Zusammenleben friedlich gestaltet.
Diese detailreiche Welt macht das Buch besonders lebendig. Leser tauchen in eine Umgebung ein, in der Natur, Fantasie und Freundschaft eine zentrale Rolle spielen.
Geschichten, die aus Familienmomenten entstanden
Die Entstehungsgeschichte des Buches ist genauso berührend wie die Geschichten selbst. Ursprünglich entstanden die Abenteuer von Oma Strawaridis im Dialog zwischen der Autorin und ihren Enkeln Elias und Jonas.
Im Gespräch mit uns erzählt Sonja Maria Tegischer, wie aus diesen Familienmomenten ein Kinderbuch wurde, warum gerade eine Großmutter zur Heldin ihrer Geschichten wurde und welche Botschaft sie jungen Lesern mitgeben möchte.
Interview mit Sonja Maria Tegischer
novum Verlag: Die Geschichten von Oma Strawaridis sind ursprünglich im Dialog mit Ihren Enkeln entstanden. Wann wurde aus den gemeinsamen Erzählmomenten die Überzeugung: „Das gehört in ein Buch“ und wie hat sich das Gefühl beim Schreiben vom mündlichen Erzählen unterschieden?
Sonja Maria Tegischer: Der entscheidende Moment entstand während einer der Geschichten – der Mardergeschichte. Meine Enkelkinder liebten diese Geschichte besonders. Sie mussten immer wieder lachen, waren ganz gespannt und baten mich eines Tages nach dem Erzählen dieser Geschichte, alle Geschichten niederzuschreiben und für sie ein Buch daraus zu machen. Anfangs wollte ich das gar nicht, doch sie haben mich immer wieder darum gebeten.
Schließlich begann ich, die Geschichten genauso aufzuschreiben, wie ich sie meinen Enkeln immer erzählt hatte. Während des Schreibens merkte ich, wie viel Freude mir das machte und wie mein Herz immer wieder von meinen eigenen Worten berührt wurde. Da entstand plötzlich der Gedanke: Wenn diese Geschichten unseren gemeinsamen Momenten so viel Freude schenken, warum sollte ich diese positiven Geschichten nicht auch mit anderen Kindern teilen?
Das Wohl der Kinder war mir schon immer ein großes Anliegen. Für mich ist es wichtig, dass ein Kind ein liebevolles Zuhause hat, sich geborgen fühlt und lernt, dass man im Leben vieles erreichen kann, wenn man an seine Träume glaubt und seine Visionen verfolgt. So entstand schließlich der Entschluss, aus unseren gemeinsamen Geschichten ein richtiges Kinderbuch zu machen.
Der Unterschied zwischen dem mündlichen Erzählen und dem Schreiben wurde mir allerdings erst später richtig bewusst. Anfangs dachte ich, mein Buch sei bereits fertig, und gab das Manuskript einer Freundin meiner Tochter – Antonia – zum Korrekturlesen. Sie sagte zu mir:
„Die Geschichten sind wunderschön, aber an einigen Stellen brauchen Kinder noch genauere Beschreibungen – zum Beispiel von der Papa-Eiche. Du hast die Bilder alle schon im Kopf, weil du sie deinen Enkeln erzählt hast. Kinder, die deine Geschichten noch nicht kennen, sehen diese Bilder noch nicht so lebendig.“
Da wurde mir plötzlich klar: Beim Erzählen entstehen die Bilder gemeinsam im Kopf. Beim Schreiben musste ich lernen, diese Bilder so lebendig und genau in Worte zu fassen, dass auch andere Kinder sie sich vorstellen können.
novum Verlag: Kinderbücher zeigen häufig Eltern oder magische Wesen als Hauptfiguren. Sie stellen eine fünfzigjährige, temperamentvolle Oma ins Zentrum. Was hat Sie gereizt, gerade eine Großmutter zur Heldin und Identifikationsfigur zu machen?
Sonja Maria Tegischer: Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr genau, warum ausgerechnet eine Großmutter zur Hauptfigur geworden ist. Ich habe sie intuitiv gewählt.
Eine Großmutter hat für mich etwas Besonderes. Sie hat ein großes Herz und viel Lebenserfahrung, die sie mit Klarheit auf das Leben blicken lässt. Ich selbst liebe meine Oma-Rolle und habe dadurch gelernt, die Welt wieder mit Kinderaugen zu betrachten.
Vielleicht ist genau aus diesem Gefühl heraus die Figur der Oma Strawaridis entstanden – eine Großmutter, die mit Mut, Fantasie, Lebensfreude und ganz viel Herz durchs Leben geht und die Welt für die Kinder dieser Erde ein wenig lichter machen möchte.
novum Verlag: Plastikmüll im Meer, verletzte Tiere, Rettungsaktionen – Ihre Geschichten greifen reale Themen auf. Wie gelingt es Ihnen, ernste Umweltfragen warmherzig und hoffnungsvoll zu erzählen, ohne Kindern Angst zu machen?
Sonja Maria Tegischer: Das entsteht bei mir ganz aus dem Bauchgefühl heraus. Sicherlich spielt dabei meine Arbeit als Ärztin eine große Rolle. Als Ärztin kann ich ein Gespräch so führen, dass es Angst macht – oder einen Menschen so begleiten, dass er hoffnungsvoll und gestärkt nach Hause geht.
Genauso sehe ich auch das Leben und meine Geschichten. Man kann Kindern Angst machen und ihnen erklären, wie schwierig die Welt ist. Oder man kann ihnen Hoffnung schenken.
Mir ist es wichtig, Kinder stark zu machen. Meine Geschichten greifen aktuelle Herausforderungen unserer Zeit auf, doch durch Oma Strawaridis und ihr Helferteam erleben Kinder, dass man mit Mut, Entschlossenheit, Freude und Herz vieles bewegen kann, wenn Menschen zusammenhalten und Verantwortung übernehmen.
So entsteht aus einer schwierigen Situation nicht Angst, sondern Zuversicht – und genau diese Zuversicht möchte ich Kindern mit meinen Geschichten mitgeben.
novum Verlag: Ob Enkel Strawaridis, Rabe Fidelius oder Katze Tonne – Oma Strawaridis ist nie alleine. Welche Rolle spielt Gemeinschaft in Ihrem Buch und welche Botschaft möchten Sie jungen Lesern über Zusammenhalt geben?
Sonja Maria Tegischer: Gemeinschaft spielt in meinem Buch eine sehr wichtige Rolle. Mir ist es wichtig, Kindern zu zeigen, dass wir Menschen nicht nur für uns selbst leben. Wir sind miteinander verbunden und wir werden stärker, wenn wir zusammenhalten und unsere Fähigkeiten teilen.
Dabei geht es auch um den Austausch zwischen den Generationen. Ältere Menschen bringen ihre Erfahrungen mit, Kinder ihre Offenheit, ihre Fantasie und ihre Begeisterung. Wenn beides zusammenkommt, entsteht etwas sehr Kraftvolles.
Die Botschaft, die ich jungen Lesern mitgeben möchte, ist ganz einfach: Wir können viel bewegen, wenn wir weniger nur an uns selbst denken und mehr gemeinsam handeln. Zusammenhalt, Mitgefühl, ein respektvoller Umgang miteinander und gegenseitige Unterstützung machen unsere Welt ein Stück besser.
novum Verlag: Gibt es reale Vorbilder für Figuren wie Fidelius, Tonne oder die engagierten Helfer? Wie viel von Ihnen steckt selbst in Oma Strawaridis?
Sonja Maria Tegischer: Für die Figuren wie den Raben Fidelius, die Katze Tonne oder die engagierten Helfer gibt es keine direkten realen Vorbilder. Diese Figuren sind aus meiner Fantasie entstanden.
In Oma Strawaridis steckt jedoch ein Teil von mir. Vor allem die Werte und Überzeugungen, die mir im Leben wichtig sind: der Mut, sich einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und sich für Menschen, Tiere und die Natur stark zu machen.
Ihre Haltung, ihre Entschlossenheit und ihr großes Herz spiegeln vieles von dem wider, was auch mir persönlich am Herzen liegt – und was ich für wichtig halte, damit unsere Welt für die Kinder dieser Erde lebenswert und licht bleibt.
novum Verlag: Ihre Enkel haben Sie nicht nur inspiriert, sondern aktiv am Buch mitgearbeitet – von Ideen bis zu Zeichnungen. Wie hat diese generationsübergreifende Zusammenarbeit den kreativen Prozess verändert?
Sonja Maria Tegischer: Diese Zusammenarbeit hat meine Kreativität sehr bereichert. Meine Enkelkinder haben nicht nur Zeichnungen gemacht, sondern auch viele eigene Ideen eingebracht.
Zum Beispiel die Farbbomben-Wurfmaschine, mit der das Boot der Haijäger sichtbar gemacht wird. Mein Enkel hatte ganz genaue Vorstellungen davon, wie diese Maschine funktionieren soll – welche Hebel gezogen werden müssen und wie die Farbbomben in Richtung des Bootes katapultiert werden. Diese Vorstellung habe ich dann genauso in die Geschichte übernommen.
Oft war es beim Erzählen so, dass die Fantasie der Kinder unglaublich schnell war. Sie hatten sofort Ideen, wie die Geschichte weitergehen könnte.
Durch dieses gemeinsame Erzählen, voller Spannung und Abenteuer, wird man selbst wieder ein bisschen wie ein Kind. Man beginnt, die Welt mit den Augen der Kinder zu sehen – und genauso fantasievoll zu denken.
novum Verlag: Oma Strawaridis lässt sich nicht aufhalten – selbst nicht von skeptischen Nachbarn. Welche Werte wollten Sie Kindern durch diese unbeirrbare Zielstrebigkeit vermitteln?
Sonja Maria Tegischer: Mir ist es sehr wichtig, Kindern zu vermitteln, ihrem Herzen zu folgen. In jedem Kind steckt eine eigene Stimme, eine eigene Vision und ein innerer Kompass.
Wenn Kinder lernen, auf diese innere Stimme zu hören und sich selbst treu zu bleiben, dann finden sie ihren eigenen Weg – auch dann, wenn von außen Zweifel oder Kritik kommen.
Genau das verkörpert auch Oma Strawaridis. Sie lässt sich nicht entmutigen, sondern bleibt ihrem Herzen und ihren Überzeugungen treu.
Diese Frage stelle ich übrigens auch oft bei meinen Lesungen den Kindern: Was bedeutet es für euch, eurem Herzen zu folgen?
novum Verlag: Der Gewinn des novum Buchpreises ist eine besondere Auszeichnung. Was bedeutet diese Anerkennung für Sie persönlich? Und dürfen sich die Leser in Zukunft auf weitere Abenteuer von Oma Strawaridis freuen?
Sonja Maria Tegischer: Der Gewinn dieses Preises hat mich sehr berührt und mit großer Freude erfüllt. Für mich bedeutet diese Auszeichnung vor allem, dass mein Buch sichtbarer wird. Und genau das ist mir ein großes Anliegen.
Die Botschaft meines Buches möchte ich vielen Kindern und auch Erwachsenen zugänglich machen, weil ich glaube, dass diese Geschichten die Welt ein wenig lichter machen können.
Deshalb lasse ich das Buch derzeit auch ins Englische übersetzen und denke darüber nach, daraus ein Hörbuch entstehen zu lassen, damit diese Geschichte noch mehr Menschen erreichen kann.
Und was die Zukunft betrifft: In meinem Kopf ist schon seit längerem ein neues Buch im Entstehen. Es beschäftigt sich mit den großen Fragen des Lebens – Fragen von Kindern und Fragen von Erwachsenen.
Auch dieses Buch wird wieder ein Kinderbuch sein. Ob Oma Strawaridis darin eine Rolle spielen wird, habe ich noch nicht entschieden. Ich weiß nur, dass ich auch hier wieder meinem Bauchgefühl und meiner Intuition folgen werde.
Über die Autorin: Sonja Maria Tegischer

Sonja Maria Tegischer ist Ärztin, Autorin und eine Frau, die mit viel Herz und Engagement Menschen begleitet. In ihrer Arbeit verbindet sie medizinisches Wissen mit einem ganzheitlichen Blick auf das Leben und unterstützt Menschen dabei, ihre eigene Kraft und Lebensenergie zu entdecken.
Mit »Oma Strawaridis – die unglaublichste Oma der Welt« hat sie ein Kinderbuch geschaffen, das Fantasie, Naturverbundenheit und wichtige menschliche Werte miteinander verbindet. Die Geschichten sind geprägt von Wärme, Humor und einem tiefen Vertrauen in die Kraft von Gemeinschaft, Mut und Mitgefühl.
Mit ihrem Werk zeigt Sonja Maria Tegischer, wie kraftvoll Geschichten sein können – Geschichten, die Kinder stärken, Hoffnung schenken und dazu ermutigen, mit offenem Herzen durch die Welt zu gehen. Der Gewinn des novum Buchpreises würdigt nicht nur ein fantasievolles Kinderbuch, sondern auch eine Autorin, die mit ihren Geschichten dazu beiträgt, die Welt für kommende Generationen ein wenig heller zu machen.
Herzlichen Glückwunsch zum novum Buchpreis
Wir bedanken uns herzlich bei Sonja Maria Tegischer für das inspirierende Gespräch und die Einblicke in die Entstehungsgeschichte von »Oma Strawaridis – die unglaublichste Oma der Welt«. Mit ihrer warmherzigen, fantasievollen und zugleich hoffnungsvollen Erzählweise hat sie nicht nur die Jury, sondern auch zahlreiche Leser begeistert.
Der novum Buchpreis zeichnet regelmäßig besondere Werke aus, die durch ihre Originalität, ihre Botschaft und ihre literarische Qualität überzeugen. Mit ihrem Kinderbuch reiht sich Sonja Maria Tegischer in die Reihe außergewöhnlicher Autoren ein, deren Geschichten berühren, inspirieren und zum Nachdenken anregen.
Ein Blick auf die bisherigen Gewinner zeigt die Vielfalt der ausgezeichneten Werke: Louisa Brandstätter gewann mit ihrem Roman »Shapeshifter« den novum Buchpreis Frühjahr 2025. Sie können das Interview mit Louisa Brandstätter hier lesen!
Wer nun selbst in die fantasievolle Welt von Oma Strawaridis eintauchen möchte, findet das Buch hier:
Wir wünschen viel Freude beim Lesen und sind schon gespannt, welche Geschichten uns beim nächsten novum Buchpreis begeistern werden. 📚✨
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– Das Team des novum Verlags


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