Katzen und Schriftsteller verbindet eine lange Liebesgeschichte. Zum Weltkatzentag nennen wir Ihnen sechs Gründe, warum sich jede Katze einen Schriftsteller anschaffen sollte. 

Katzen und Schriftsteller

Kaum ein Klischee wird so oft bedient wie das von Katzen und ihren Schriftstellern. Der Autor, der noch tief in der Nacht unter den Leuchtaugen von Katze und Mond schreibt, ist weit mehr als eine Geschichte, die man sich erzählt. So soll kein Geringerer als Charles Dickens in ständiger Gegenwart seiner wachsamen Katze Williamina geschrieben haben. »The Master’s Cat«, wie die Katze vom Personal auch genannt wurde, bestimmte nicht nur Dickens Schreibmotivation sondern auch dessen –routine. Wurde Williamina des Schreibens überdrüssig, erstickte sie die Kerze ihres Schriftstellers kurz entschlossen unter dem Samt ihrer Pfote. So zumindest berichteten es Zeitzeugen. 

Doch nicht nur zwischen Dickens und seinen Katzen bestand ein Band so eng wie das zwischen Buchrücken und -kleber. Zu den bekennenden Katzennarren unter den Autoren zählen auch Ernest Hemingway, Mark Twain, Margaret Atwood und Stephen King. Doch was ist es, was für Schriftsteller die Faszination Katze ausmacht? Ist es ihre Gabe, die Einsamkeit einer Schreibstube durch ihre schlichte Präsenz zu vertreiben? Oder hat die Katze wirklich, wie man ihr nachsagt, übersinnliche Kräfte, die unsere Fantasie beflügeln und uns neue Geschichten einflüstern kann?

Zum #Weltkatzentag haben wir vom novum Verlag sechs gute Gründe zusammengetragen, warum Schriftsteller und Katzen zusammengehören und warum jede vernünftige Katze darüber nachdenken sollte, sich einen Schriftsteller anzuschaffen. 

Schriftsteller und Katzen: 6 gute Gründe für eine Muse auf vier Pfoten

Schnurren gegen Schreibblockaden  

Das Schnurren ist das Om der Katze. Im Hinduismus ist das Om der Urklang, aus dem das gesamte Universum entstanden sein soll. Und wer einmal eine Katze schnurren hörte, glaubt durchaus an den Urknall aus deren Kehle. Studien beweisen, dass das Schnurren einer Katze Heilwirkung auf den menschlichen Körper und Geist hat. Schnurren entspannt den Geist, senkt den Blutdruck und löst sogar (Schreib-) Blockaden. Selbst den Heilprozess von Knochenbrüchen soll das Schnurren beschleunigen. Schriftsteller, die an einer Schreibblockade leiden, sollten ihre Katzen also zum Schnurren bringen und dem Klang des Universums lauschen. Wo sonst sollten die schönsten Geschichten zu finden sein, wenn nicht zwischen den Sternen? 

Bewährte Buchtipps gegen Schreibblockaden finden Sie übrigens in diesem Beitrag! 

Figuren auf vier Pfoten  

Sie schreiben gerade an einem Krimi oder einem Thriller und suchen noch nach Inspiration für Ihre Figuren? Vielleicht steckt in Ihrer Katze eine vielversprechende Romanvorlage. Eine britische Studie hat bewiesen, dass sich das Verhalten von Katzen im psychopathischen Verhaltensspektrum bewegt. Mehr als 500 befragte Katzenbesitzer stimmten zu, dass ihre Katze »ihre Beute gerne quält, anstatt sie gleich zu töten«, »gerne Streit mit ihren Nachbarskatzen anfängt« oder »ohne ersichtlichen Grund Laute wie lautes Miauen oder Jaulen von sich gibt«. Damit entsprächen Katzen laut Forschern Verhaltensweisen, die im menschlichen Zusammenleben problemlos Kategorien wie »Empathielosigkeit«, »Rücksichtslosigkeit«, »Manipulation« oder »Machtstreben« zugeordnet werden können. Wer also diabolische oder sogar dämonische Antagonisten entwerfen will, sollte einmal einen objektiven Blick auf seine Katze werfen. 

Die Kunst der Gelassenheit

»Alle Lust will Ewigkeit«, das wusste schon Friedrich Nietzsche. Die Lust an der Lust ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Schreiben. Zwischen Stress, Burnout und schnödem Trott wurde schließlich noch kein gutes Buch geschrieben. Die Schaffensperiode eines Schriftstellers sollte eine Zeit der Inspiration sein, in der er seine Ideen entfalten und sich ganz dem Sinnlichen und Schönen verschreiben kann. Lernen kann man die Kunst der Lebenslust von der Lehrmeisterin Katze. Wie kein anderes Lebewesen beherrscht die Katze die Kunst des Genießens. Satte sechzehn Stunden am Tag widmet sie dem Schlafen und Träumen. In den Pausen zwischen dem Dösen wird mit Spielen, Speisen und Schmusen dem Genuss gefrönt. Statt mit Druck und Stress begegnet die Katze den Dingen mit Gelassenheit – eine Fähigkeit, die vor allem Schriftsteller mit Selbstzweifeln von den Katzen lernen sollten.

Dem Stil auf der Spur 

Katzen sind eigensinnig, sie lassen sich zu nichts zwingen und tun ausschließlich, was ihnen gefällt. Auch diese Lebenskunst sollten Autoren sich von ihren Co-Autoren auf vier Pfoten abschauen. Denn gerade bei der Frage des Schreibstils orientieren wir uns viel zu oft an den Anforderungen und Ansprüchen der anderen, anstatt unserem eigenen Stil zu folgen. Um Ihren Schreibstil zu finden, sollten Sie sich selbst treu bleiben – und von wem ließe sich die Liebe zum Eigensinn wohl besser lernen als von einer Katze?

Der Spiegel der Seele  

Katzen sind sehr sensibel. Auf Veränderungen ihrer Umgebung reagieren sie mit Stress, der sich in Rastlosigkeit, Rückzug oder Lethargie äußern kann. Auch auf Stimmungsschwankungen ihrer Besitzer reagieren sie sofort. Daher sind Katzen ein Spiegel unserer Seele, mit dem wir einen Blick auf uns selbst werfen können. Negative Gefühlszustände erkennen sie oft, noch bevor sie uns selbst bewusst werden. Reagieren Katzen auffällig auf uns, sollten wir uns also die Frage stellen: »Wie geht es mir gerade?« und uns überlegen, ob und wie wir uns selbst etwas Gutes tun können. Die Katze gemahnt uns, achtsam nach innen zu schauen. Ausgeglichenheit und seelisches Gleichgewicht sind wichtig, wenn man ein ambitioniertes Projekt, wie etwa ein Buchprojekt, zum Abschluss bringen will. Blicken wir einer Katze in die Augen, dann blicken wir immer auch auf den Grund unserer eigenen Seele. 

Spirituelle Musen 

Auch die spirituelle Kraft der Katzen ist nicht zu unterschätzen. In der schamanischen Welt gelten Katzen als Krafttiere, die für Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Selbstbestimmung stehen. Ihre spirituelle Superkraft ist es, die Intuition zu stärken. Außerdem wird Katzen nachgesagt, Verbindung zum Jenseits aufnehmen zu können. Ihr außergewöhnlicher Hörsinn nimmt Töne wahr, für die wir längst taub geworden sind. Daher ist anzunehmen, dass die Katze als Medium uns Botschaften aus dem Jenseits schicken kann. Immer wieder berichten Schriftsteller, dass ihnen ihre besten Ideen im Traum gekommen seien oder sie wie ein Blitz getroffen hätten. Wer also auf einen Geistesblitz für sein Buch hofft, sollte sich vielleicht in der Nähe einer Katze aufhalten. Selbst, wenn die Idee dann doch nicht kommt, so ist einem zumindest eine süße Schmusestunde sicher. 

Sie wollen mehr über Schriftsteller und Katzen sowie ihre besondere Beziehung zueinander erfahren? In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die prominentesten Katzenmenschen unter den Schriftstellern vor. 

Und zu welchen Ideen hat Ihre Muse auf vier Pfoten Sie schon angestiftet? Erzählen Sie uns von ihren Lieblingsmomenten mit Ihrer Katze in den Kommentaren!

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