Diese Autor*innen schrieben schon in jungen Jahren ihre ersten Bestseller.

Wann ist man alt genug, um ein Buch zu schreiben? Braucht es Lebenserfahrung, um eine Geschichte zu erzählen, die wirklich bewegt? Oder reicht die Kraft der Fantasie, um einem Werk Wirkung zu verleihen? Zahlreiche Autor*innen sind der Auffassung, dass sie die Welt erst selbst verstehen müssen, bevor sie sie einem anderen vermitteln. Oft stehen viele Jahre des Studiums und der Selbstbeschäftigung vor der Veröffentlichung eines Buchs. Manche Autor*innen, wie etwa Ingrid Noll oder Louis Begley machten erst in ihren späten Fünfzigern Karriere. Mehr über Schriftsteller, die erst im Lebensabend debütierten, lesen Sie auch in diesem Artikel. Andere wieder, wie Christopher Paolini, schreiben schon in Jugendjahren ihre Bestseller.
Für oder gegen das Zuwarten sprechen sicher viele Gründe. Während Erwachsene oft über mehr Lebens- und Herzensweisheit verfügen, um ein Buch aufs Papier zu bringen, punkten Kinder und Jugendliche mit mehr Kreativität. Der Blick der Erwachsenen ist oft verstellt, während Kinder sich den Phänomenen des Lebens offen und ohne Vorurteile widmen. Auch Ängste, Sorgen und Zweifel spielen bei Kindern eine weniger bedeutsame Rolle, weswegen sie ihre Kreativität dort entfesseln können, wo Erwachsene vielleicht blockiert sind. Nicht umsonst schrieb Pablo Picasso: »Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.«

Von Kindern und Jugendlichen können wir außerdem auch viel über Kühnheit lernen. Wenn man ein Buch schreiben will, kann gesunder Größenwahn nicht schaden. Und keiner träumt so schön wie Kinder.
Doch Tiefsinn und Wahrheit, sind das nicht Werte, die nur Erwachsene in einer Geschichte entwickeln können? Geschichte und Gegenwart beweisen das Gegenteil. Im Zeitalter von Social Media bestimmt auch die Jugend die Entwicklungen am Buchmarkt. #Booktok, der Trend auf der Social Media Plattform TikTok, hat schon vielen Büchern zum Bestsellerstatus verholfen. Unter dem Hashtag #booktok werden nicht nur Rezensionen, Buchtipps und Challenges sondern auch Tipps zum Schreiben veröffentlicht. Junge Menschen greifen den Content auf und schreiben ihre eigenen Geschichten. Vor allem im Young Adult Genre verzeichnen Jungautoren und -autorinnen Erfolge. Kein Wunder, schließlich verstehen junge Autor*innen die Probleme, Gedank ihrer eigenen Generation wie kein anderer.
Doch auch in einer Zeit ohne Social Media führten Jugendliche schon die Bestsellerlisten an. Welche Autor*innen schon in jungen Jahren zu wahren Literaturstars avancierten, verraten wir vom novum Verlag Ihnen hier im Überblick:

Fünf Jungautoren und –autorinnen, die Sie kennen sollten
Christopher Paolini, »Eragon«
Er war erst 15 Jahre alt, als er die Geschichte um den Drachenreiter Eragon und seinen Drachen Saphira konzipierte. Auf das Potential der Geschichte wurden zuerst Christopher Paolinis Eltern aufmerksam, die das Buch im Familienverlag verlegten. Später entdeckte ein US-amerikanischer Schriftsteller das Werk und verkaufte die Rechte an einen Verleger – mit Erfolg. Bis heute wurde die Buchreihe »Eragon« weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft.
S. E. Hinton, »Die Outsider«
Von Klassenkampf, Problemkindern und der Ungleichverteilung von Chancen handelt S. E. Hintons Buch »Die Outsider«. Mit ihrem Erstlingswerk erlangte die US-Amerikanerin schon im Alter von 19 Jahren Weltruhm. Mit ihren Romanen für Jugendliche, die auf »Die Outsider« folgten, wurde S. E. Hinton oft auch als »Stimme der Jugend« bezeichnet.
Flavia Bujor, »Das Orakel von Oonagh«
In nur sechs Monaten schrieb die damals dreizehn Jahre alte Autor*in Flavia Bujor ihren Fantasyroman »Das Orakel von Oonagh«. Die Französin verteilte ihr Werk an Mitschüler*innen ihrer Klasse, bevor es ihrer Lehrerin in die Hände fiel. Diese vermittelte die Geschichte um eine sagenumwobene Traumwelt an einen Verlag, der das Buch veröffentlichte. Bis heute wurde das Buch der Jungautorin, die inzwischen Moderne Literaturwissenschaft unterrichtet, in 23 Sprachen übersetzt.

Benjamin Lebert, »Crazy«
Er war erst 17 Jahre alt, als er die Literaturszene eroberte. Der erste Roman von Benjamin Lebert ist ein Weltbestseller, der in 33 Sprachen übersetzt wurde. »Crazy« ist ein Roman mit autobiographischer Färbung, der die Probleme des Erwachsenwerdens mit Scharfsinn aufzeichnet und schraffiert. Benjamin Lebert, der zunächst die Schule abbrach und erst spät den Hauptschulabschluss nachholte, gilt heute als einer der bekanntesten Intellektuellen Deutschlands.
Anne Frank, » Tagebuch der Anne Frank«
Wer an der Auffassungsgabe und am Sprachstil von Adoleszenten zweifelt, sollte einen Blick in das »Tagebuch der Anne Frank« werfen. Ein trauriger Ruhm rankt sich um das Tagebuch der jungen Jüdin, die im zarten Altern von dreizehn Jahren ihre Aufzeichnungen begann. Mit Sprachgefühl und einem untrüglichen Gespür für die Wahrheit verarbeitete die junge Schriftstellerin in ihrem Werk die Probleme ihrer Zeit. Doch das Buch behandelt nicht nur Politisches, sondern auch die komplexe Gedanken- und Gefühlswelt einer jungen Frau, die in der Pubertät und der Blüte ihres Lebens steht. Bis heute sind die Tagebücher der Anne Frank sowohl Mahnmal als auch Zeitzeugen der Gräuel des Nationalsozialismus. Anne Frank starb mit 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen.
Jungtalente sind übrigens auch im novum Verlag aktiv. Mit erst zehn Jahren veröffentlichte die in Dresden geborene Vanessa Kaiser ihr erstes Kinderbuch, »Die Schatzsuche beginnt.« Ihr Talent für Fantasy stellte Jungautorin Tanja Kloibhofer mit ihrem Roman »Marine – Das Wispern der Zeit« unter Beweis, das sie mit erst 17 Jahren verfasste.

Sie wollen Ihren Kindheitstraum verwirklichen und Ihr erstes Buch verwirklichen oder sich als Jungautor*in im novum Verlag versuchen? Wir suchen noch nach Geschichten mit Potential. Erfahren Sie hier mehr über die Möglichkeiten, Autor*in in unserem Verlag zu werden.
Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf
Ihr novum Verlag


Einen Kommentar schreiben