Sprich darüber! Im Oktober 2023 veröffentlichen wir gemeinsam mit Brustkrebsbetroffenen ein Buch für den guten Zweck. Für den Sammelband suchen wir noch nach wahren Geschichten.

In Österreich erkranken jedes Jahr rund 5.500 Frauen an Brustkrebs. Etwa 1.600 sterben an den Folgen der Krankheit. Daher kommen der Vorsorge und Früherkennung besondere Bedeutung zu, denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance, wieder ganz gesund zu werden.
»Pink Ribbon Österreich« engagiert sich seit 2002 für die Vorsorge von Brustkrebs sowie die Unterstützung von Betroffenen. Ein Hauptaugenmerk der Pink Ribbon Aktion der Österreichischen Krebshilfe besteht in der Aufklärung über Risiken, Vorsorge sowie Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs. Mit zahlreichen Aktionen, Initiativen und Veranstaltungen schafft »Pink Ribbon Österreich« Bewusstsein für ein Thema, das Betroffene lange Zeit im Stillen mit sich selbst ausmachen mussten – und gibt ihnen so eine Stimme. Denn die Aktion will nicht nur Information und Unterstützung auf allen Ebenen bieten, sondern auch zur Enttabuisierung eines Themas beitragen, von dem jeder betroffen sein kann. Die Aktion eröffnet Patientinnen auch zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung. Denn Betroffenen ist es oft ein großes Anliegen, sich mit anderen auszutauschen, ihre Wünsche, Sorgen und Ängste auszusprechen. Und wo die Worte fehlen, steht eine Umarmung für das, was man nicht sagen kann.
Ins Gespräch kommen, ob mit Expert*innen, Beratungsstellen oder auch mit Menschen, die Ähnliches erleben, ist damit ein zentrales Anliegen von »Pink Ribbon Österreich«. Ein Anliegen, das wir vom novum Verlag mit einem ganz besonderen Projekt unterstützen möchten: »The Pink Book.«

»The Pink Book« – Sprich darüber!
»The Pink Book« ist ein Buch von Betroffenen für Betroffene. Das Buch gibt Menschen mit Brustkrebs sowie ihren Mitmenschen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen. Denn Geschichten haben die Kraft, uns in schweren Zeiten wieder aufzurichten. Außerdem ist eine Geschichte immer auch ein Ventil für überwältigende Gefühle, die mit der Diagnose Krebs durchaus einhergehen, und eine Gelegenheit, sich von der Seele zu schreiben, was sie belastet. Darum lautet die Botschaft des Buchs auch: »Sprich darüber!«.
Doch der Sammelband soll auch abseits der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeit Gutes bewirken. Ein Teilerlös aus dem Buchverkauf wird an die Pink Ribbon Aktion der Österreichischen Krebshilfe gespendet. Darüber hinaus bieten wir Gastautor*innen des Buchs die Möglichkeit, ihre Geschichte bei einem »Pink Ribbon Breakfast« im Oktober 2023 bei einer Lesung einem breiteren Publikum vorzustellen. Eindrücke unseres ersten Pink Ribbon Breakfasts im Oktober 2021 finden Sie hier.

Anmeldung und Teilnahmebedingungen
»The Pink Book« erscheint ab der Erstausgabe 2023 alle zwei Jahre mit einer neuen Ausgabe. Jede Ausgabe wird sich einem anderen Thema widmen. Dieses Jahr richtet sich der Fokus auf die Geschichten von Angehörigen. Eine Krebsdiagnose ist nicht nur für Patient*innen, sondern auch für deren Angehörige ein einschneidendes Erlebnis. Plötzlich verändert sich alles, nichts ist, wie es vorher war. Selbst eine gemeinsame Sprache zu finden, wird zur Herausforderung. Und auch die eigenen Gedanken und Gefühle wollen artikuliert werden.
Sie wollen einen Beitrag für »The Pink Book« schreiben? Für die Jahresausgabe 2023 suchen wir noch nach Geschichten. Insgesamt eröffnen wir 20 Gastautor*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Chance, an dem Werk mitzuwirken.
Und so können Sie sich für einen der begehrten Restplätze in unserem Buch bewerben:
- Schreiben Sie Ihre persönliche Geschichte zum Thema »Brustkrebs aus der Perspektive eines*einer Angehörigen« und reichen Sie diese bis 25. Juli 2023 ein. Die Länge des Texts sollte mindestens acht und maximal zehn A4 Seiten umfassen. Eine Seite entspricht rund 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen).
- Über die Textgattung Ihres Werks können Sie frei entscheiden. Es können sowohl Erlebnisberichte, als auch Kurzgeschichten, Gedichte oder Essays eingereicht werden. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Geschichte sich auf wahre Begebenheiten bezieht und nicht erfunden ist.
- Schicken Sie Ihren Text an thepinkbook@novumverlag.com Sollten wir Ihre Geschichte für eine Veröffentlichung in Erwägung ziehen, so melden wir uns Ende Juli 2023 per E-Mail bei Ihnen.
- Die Teilnahme ist sowohl aus Österreich, Deutschland als auch der Schweiz möglich.
- Die Auswahl erfolgt durch die Lektor*innen des novum Verlags sowie durch Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe.
Wir freuen uns auf Ihre Geschichten!
Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf
Ihr novum Verlag
Weiterführende Links:
https://www.novumverlag.com
https://pinkribbon.at/



Meine Nachbarin Elsa war ein paar Jahre jünger als ich, so Mitte 30 und wir verstanden uns wohl deshalb so gut, weil wir aus ähnlichen Elternhäusern stammten: ihr Vater war zwar kein Mediziner im klassischen Sinn, aber hatte eine Ausbildung zum Heilpraktiker hinter sich. Für mich als Arzttochter waren das mehr oder weniger Scharlatane, was ich mir natürlich nicht anmerken ließ.
So wurde ich leider auch zu spät darauf aufmerksam, dass Elsa nicht richtig behandelt wurde, als sie nach dem soundsovielten Besuch bei ihren Eltern berichtete, welche Schmerzen sie hatte, die immer stärker wurden.
Ich führte sie zum Fenster: “ Schau mal, “ sagte ich, “ da hinten auf dem Hügel liegt eine der besten Kliniken der Welt, jetzt gehe ich hin und melde dich an, wenn du nicht mitkommst, aber da gehörst du hin!“ Fast widerspruchslos ließ sie sich von mir dorthin fahren, wurde untersucht und bekam tags darauf telefonisch auch gleich das Ergebnis: Brustkrebs, der unbedingt jetzt sofort operiert werden musste!
Sie ließ sich operieren, bekam Bestrahlungen und Medikamente, aber nach wenigen Wochen stand fest: es war zu spät! Ich konnte meine Wut kaum unterdrücken, der Hochmut des Vaters hatte sie ihr Leben gekostet. Nun folgte zwar eine monatelange Odyssee durch Chirurgie, Radiologie, etc. aber sie wusste bald selber: es war zu spät! Auf rührende Weise nahm sie Abschied, schriebe für mich wie für jeden ihrer Freunde liebevolle Zeilen, legte ein Foto von sich bei und übergab beides in einer liebevollen Abschiedsstunde. Sie war wie ich Religionslehrerin, gläubig und voller Vorfreude auf den Himmel, aber im Gegensatz zu mir bereits vollendet. Zur Beerdigung konnte ich nicht gehen: ich hätte dem Vater, der den raschen Tod seiner Tochter hätte verhindern können durch eine sorgfältige Diagnose eines Schulmediziners, nicht in die Augen sehen wollen.
Sehr geehrter Verlag und deren Pink Projekt.
Da ich mit diesem Thema direkt betroffen war, wir meine Frau und ich mit meinen positiven Gedankengut, ich ihr stets Mut gemacht habe, sich von ein nicht guten Zeit bevor ich sie kennenlernte, zu befreien. Ein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Es fehlt an Menschen welche erklären können jeden Menschen als Ei persönliches Individuum betrachten und am Ende mit dem Tod dann auch noch gut Gedanken finden kann ohne je auf ein Podest oder Denkmalssockel gehoben worden zu sein.
Drei gesunde Kinder und vieles mehr haben und geholfen zufrieden mit einer Unkalkulierbarkeit im Leben fertig zu werden.
Die Zeit ist knapp in all meinen Rentner Aufgaben.
Ihr meldet euch wie und wann eine Beschreibung erstellt geprüft und fertig den soll?
Dieses ist nicht zu veröffentlichen. Hierzu wird ein besonderer Werdegang dokumentiert werden müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander langsch
Wenn der Kessel erst einmal kocht
Ich habe meine Brustkrebsseite effizient in nur 1 A4 Seite beschrieben. Kurz und knackig soll es verzweifelte Menschen helfen.