Egal, in welchem Genre Sie sich schriftstellerisch bewegen, es gibt immer Besonderheiten, die beachtet werden müssen.
Denn Sie schreiben letztlich nicht für sich selbst, sondern vor allem für Ihre Leser! Damit Ihr Kinder- oder Jugendbuch bei der Zielgruppe auch gut ankommt, haben wir die zehn wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.
Definieren Sie Ihre Zielgruppe
Bevor Sie mit der Arbeit an Ihrem Werk beginnen, sollten Sie ganz klar definieren, für wen Sie schreiben möchten. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt den Wissensstand und die Interessen des Zielpublikums! Welche Sprache ist altersgerecht? Welche Themen interessieren diese Altersgruppe? Welche sind ansprechende Protagonisten für die jungen Leser? Bedenken Sie stets: Sie schreiben vor allem für Kinder, nicht nur über Kinder!
Wählen Sie das passende Genre
Bevor Sie das erste Wort zu Papier bringen, sollten Sie sich für ein zur Altersgruppe passendes Genre entscheiden. Soll es ein Bilderbuch, ein Erstlesebuch oder doch ein Kinder- oder Jugendroman werden? Was sind die Eigenheiten der jeweiligen Gattung? Wie viel Text darf es sein? Welches Verhältnis von Text und Bildern scheint passend? Wie muss das Werk aufgebaut werden? Gründliche Recherche ist hier das A und O!
Entscheiden Sie sich für eine Erzählperspektive
Nicht jede Erzählperspektive eignet sich auch für junge Leser*innen. So empfiehlt es sich, in Bilder-, Erst- und Vorlesebüchern ausschließlich einen allwissenden Erzähler einzusetzen. Kinder- und Jugendbücher hingegen werden meist aus der personalen Perspektive, also aus Sicht einer bestimmten Figur, erzählt. Die personale Multiperspektive, in welcher der Erzähler im Lauf der Geschichte wechseln kann, ist relativ komplex und bleibt hier eher die Ausnahme.
Halten Sie die Erzählzeit simpel
Komplexe Rückblenden mit verschiedenen Zeitebenen eignen sich natürlich gerade für die jüngsten Leser*innen nicht besonders. Beschränken Sie sich beim Verfassen von Kinderbüchern am besten auf die Erzählung im Präsens. In der Jugendliteratur findet sich hingegen das Präteritum als häufige Erzählzeit. Auch können Sie hier durchaus ein wenig mit Rückblenden arbeiten, sofern Sie stets ein Auge auf die korrekte Verwendung der Zeiten haben.

Schreiben Sie einzigartig
Um eine breite Leserschaft zu begeistern, sollte sich Ihr Werk von anderen Büchern dieser Gattung abheben. Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Buches, was macht es so besonders? Hier sollten Sie ansetzen und diesen Punkt besonders herausarbeiten. Denken Sie auch daran, diesen sogenannten Unique Selling Point beim Marketing aufzugreifen!
Sprechen Sie mit Ihrer Idee auch die Eltern an
Die Zielgruppe, die Sie zuerst mit einem Kinderbuch erreichen sollten, sind die Erwachsenen. Zumeist sind sie es, die gerade bei Kinderliteratur sorgfältig auswählen, was ihre Kleinsten lesen oder vorgelesen bekommen. Stellen Sie sicher, dass Eltern oder Großeltern das Vorlesen selbst genießen und die Lesestunde mit den Kleinen zu einem wunderbaren Erlebnis für alle wird!
Finden Sie einen fesselnden Einstieg
Der erste Satz entscheidet darüber, ob Leser*innen Ihre Geschichte mögen und zum Weiterlesen angeregt werden. Um das Interesse von Kindern zu wecken, können Sie an den Beginn Ihres Buches ruhig auch ein Rätsel oder eine interessante Frage stellen, um Interesse zu wecken und die Lesenden zum Nachdenken anzuregen. Auch der direkte Einstieg in eine spannende Szene kann dazu beitragen, die jungen Leser*innen von Beginn an zu fesseln!
Achten Sie auf einen korrekten Aufbau
Beim Aufbau Ihres Kinderbuches sollten Sie stets eine klassische Abfolge einhalten:
- Einleitung: Hier wird auf den ersten Seiten das persönliche Problem der Hauptfigur angeführt, das es zu lösen gilt.
- Vergebliche Lösungsversuche: Meist sind vier Anläufe nötig, um das Problem zu beseitigen. Dreimal scheitert die Hauptfigur an immer schwieriger werdenden Hindernissen, die sich ihr in den Weg stellen.
- Höhepunkt: Die Hauptfigur verliert schließlich den Mut und resigniert.
- Lösung des Problems: Obwohl zunächst alles aussichtslos schien, schafft die Figur es am Ende doch noch, das Problem aus eigener Kraft zu lösen.
Sorgen Sie für eine zur Geschichte passende Bebilderung
Nichts ergänzt eine schöne Geschichte so wunderbar wie liebevoll gestaltete Illustrationen! Vielleicht verfügen Sie ja über das künstlerische Talent, um Ihre Story selbst mit Zeichnungen zu begleiten? Alternativ können Sie nach einem/einer passenden Illustrator*in Ausschau halten, mit dem Sie idealerweise auf einer Wellenlinie liegen.
Holen Sie sich Feedback!
Um die Wirkung Ihres Buches auszuloten, können Sie zwischendurch immer wieder Testleser*innen um eine Einschätzung bitten. Diese können aus Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis stammen, jedoch bieten sich auch gern Lesebegeisterte auf entsprechenden Online-Plattformen freiwillig als Testleser*innen an, um einen objektiven Blick auf Ihr Herzensprojekt zu werfen.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht dem Schreiben eines gelungenen Kinderbuches nichts mehr im Wege! Sollten Sie dennoch Hilfe beim Verfassen Ihres Werkes benötigen, so können Sie sich gern an unsere Schreibwerkstatt unter sw@novumverlag.com wenden. Vom Grundgerüst bis zum letzten Feinschliff – unsere Lektor*innen unterstützen Sie gerne bei der Verwirklichung Ihres Traums!




