Sie sind voller Tatendrang und fest entschlossen, Autor*in zu werden? Ihre Ambition in allen Ehren, doch mit dem Wunsch alleine ist es noch lange nicht getan. Was es vorher noch braucht, ist eine Buchidee. Doch auch, wenn es Ihnen schon unter den Fingern kribbelt, die Reihenfolge beim Bücherschreiben ist klar: Zuerst Ideen finden, dann schreiben. Sollten Sie noch keine oder nur grobe Ideen haben, so lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen. Es gibt bewährte Tricks, um Kreativität und Fantasie wieder ins Werk zu setzen. Wie Sie gute Buchideen finden, verraten wir vom novum Verlag Ihnen mit einem Praxistipp aus unserem Autorenratgeber. Mit der W-Fragen-Technik lassen sich nicht nur Ansätze finden, sondern auch gleich ganze Geschichten.
Wieso, weshalb, warum? Buchideen finden mit der W-Fragen-Technik
WAS?
Bevor Sie sich an die Arbeit machen, sollten Sie sich für ein Genre entscheiden. Bevorzugen Sie eine bestimmte Sparte? Verfügen Sie über den gründlichen Verstand eine*r Krimiautor*in oder schweben Sie doch lieber im Kopfkino der Fantasie? Stellen Sie sich konkret die Frage: Was will ich schreiben? Von der Antwort auf diese Frage ist es nicht mehr weit bis zur Buchidee. Alleine schon aus Faszination, ob Sie sich nun für Historienromane begeistern oder für blitzlichterndes Science-Fiction, können erste Ideen entstehen.
WER?
Ob Krimi-, Fantasy-, Liebesroman oder Biographie – jedes Buch braucht Protagonist*innen. Manchmal steht die Figur vor der Idee. Gehen Sie in sich und suchen Sie nach spannenden Charakteren. Sicher ist Ihnen schon einmal ein Mensch begegnet, der Sie beschäftigt hat. Ihr*e Sandkastenfreund*in war Pyroman*in? Ihr*e Ex ist ein*e Narzisst*in? Wenn Sie eine Person gefunden haben, die Sie fasziniert, dann gehen Sie noch einen Schritt weiter und fragen Sie nach ihrer Geschichte: Warum ist ein Mensch so, wie er ist? Hatte er*sie sie eine schwierige Kindheit? Welche gesellschaftliche oder genetische Disposition verbirgt sich hinter der Biographie dieser Person? Gehen Sie diesen Fragen nach und Sie haben schneller eine Geschichte im Kopf, als Sie sie aufschreiben können.
WIE?
Wiehat sich die Geschichte ereignet? Wenn Sie sich diese Frage stellen, finden Sie die Handlungen praktisch auf der Straße. Schlagen Sie zum Beispiel Ihre Zeitung auf und suchen Sie nach Berichten, die Ihre Aufmerksamkeit erregen: „Mann vor den Zug gesprungen“, „Auto auf Raststation ausgebrannt“, „Sofa im Wald gefunden“. Nun stellen Sie sich die Frage, wiees zu diesen Ereignissen gekommen sein könnte. Das verspricht nicht nur Spaß, sondern auch skurrile Ideen.
WO?
Manchmal schafft der Schauplatz die Geschichte, nicht umgekehrt. Wie sonst sind wohl die Geistergeschichten, die um alte, verlassene Schlösser und Burgen kursieren, entstanden? Doch nicht nur aufbauend auf Gebäuden und Schauplätzen, sondern auch in Städten oder Landschaften lassen sich Buchideen finden. Welche Geschichten halten sich wohl zwischen staubenden Wüstendünen, dampfenden Salzpfannen oder schwitzenden Tropenwäldern verborgen? Versuchen Sie sich als Pionier*in und erobern Sie neues literarisches Gebiet.
WANN?
In welchem Zeitalter spielt Ihre Geschichte? In der schönen neuen Welt oder doch lieber im finsteren Mittelalter? Welche Zäsuren der Zeitgeschichte lassen sich zu einem Buch verarbeiten? Wie könnte die Zukunft aussehen? Die Zeit hat schon viele Romane geboren. George Orwell und Aldous Huxley würden sicher zustimmen.
WARUM?
Überlassen Sie nichts dem Zufall. Jede Handlung braucht ein Warum. Begreifen Sie sich als Schicksalsgott*Schicksalsgöttin Ihrer Handlung und lassen Sie keinen Umstand unerklärt. Die Suche nach dem Warum bringt Sie aber auch auf neue Ideen. Beobachten Sie Ihren Alltag und betten Sie die Frage nach dem WARUM in alle Ihre Betrachtungen ein: Warum sitzt der Mann mit dem Blumenstrauß alleine auf der Parkbank? Wieso verwildert und verkommt seit Wochen des Nachbars sonst so gepflegter Garten? Wo immer Sie auch sind, was immer Sie auch beobachten – bleiben Sie neugierig und fragen Sie nach dem Motiv. In manchen Fällen reicht die Ergründung dieser W-Frage für ein ganzes Buch.
Weitere Methoden zur Ideenfindung sowie eine Vielzahl an Programmen, mit denen sich Ihre Ideen sichern, ordnen und strukturieren lassen – Evernote ist nur eines von vielen – finden Sie in unserem neuen Autorenratgeber „Fakt und Fiktion“.
Zusätzlich zu essentiellen Schreibtipps finden Sie in unserem Ratgeber auch Motivations- und Expertentipps von Bestsellerautor*innen, die Sie zu neuem Tatendrang anstiften werden. Hier geht es zum Buch.



