Cover: Kleine Paradiese - Quo Vadis?!

Kleine Paradiese - Quo Vadis?!


EUR 30,90

Format: 17,5 x 24,5 cm
Seitenanzahl: 232
ISBN: 978-3-99146-701-4
Erscheinungsdatum: 22.05.2024
Atemberaubende Tauchplätze, Strände, Inseln und bezaubernde Landschaften gilt es, für unsere Nachkommen zu bewahren. Thomas Sporkmann zeigt uns seine kleinen Paradiese weltweit und veranschaulicht, wie die Zukunft dieser Traumdestinationen aussehen könnte.
Das kleine Paradies

Nah und fern, hoch und tief, unter und über Wasser
Paradiese auf Erden gibt es viele – in Bergen, Wäldern, Stränden, Seen.
Orte voller Schönheit und Ruhe, wo das Herz vor Freude entzwei springt.
Das grüne Tal, von Flüssen durchzogen, wo Vögel singen und Blumen blühen.
Der Wald, wo das Rauschen der Bäume so laut ein Gefühl von Frieden und Freiheit ausstrahlt.
Am Meer, wo die Wellen an den Strand schlagen, erstrahlt die Sonne in all ihrer Pracht.
Dort kann man den Alltag hinter sich lassen, sich dem Rhythmus der Natur ergeben.
Auch die Berge, mit ihren hohen Gipfeln, erheben sich in einem fulminanten Paradies für Wanderer und Naturliebhaber.
Atemberaubend zeigt sich der Ausblick dort oben, wo man sich ganz dem Augenblick hingeben kann.
Jeder findet eigene Paradiese auf Erden, Orte, an denen das Herz voller Freude schlägt.
Dort schöpft man die Kraft für den Alltag und die Seele erblüht mit diesem Anblick der Schönheit.
Lass uns also achtsam mit diesen Paradiesen umgehen, denn sie erweisen sich als kostbar und von uns abhängig.
Sie bescheren uns Freude und Ruhe im Leben und präsentieren sich als ein unendliches Geschenk für die Seele.



Paradies, das kleine

Träumen wir nicht alle immer und immer wieder davon? Davon, unbekannte kleine Paradiese zu erkunden, höchste Berge zu bezwingen oder tiefste Wasser zu ergründen, famose Panoramen zu bestaunen lauschige Almen, Buchten oder Strände zu erkunden? Wir haben nicht eins, nicht zwei, nicht drei, sondern viele kleine Paradiese in diesem Buch gesammelt, die wir über die Jahre schon bewundern und besuchen durften. Allerdings liegt das „kleine Paradies“ an jeder Ecke und es gibt, welch ein Glück, Myriaden davon auf diese Erde. „Paradies“ ist ursprünglich ein Begriff, der in verschiedenen Kulturen und Religionen verwendet wird, um einen idealen Zustand des Glücks, der Freude und der Vollkommenheit zu beschreiben. In der christlichen Theologie bezieht sich das Paradies auf den Garten Eden, den Ort, an dem Adam und Eva laut biblischer Erzählung lebten, bevor sie von Gott verbannt wurden. Im Islam bezeichnet der Begriff „Paradies“ den Ort der ewigen Freude und Glückseligkeit, den Allah den Gläubigen im Jenseits versprochen hat. In der buddhistischen Tradition kann das Paradies eine Art „Nirvana“ bezeichnen, einen Zustand der Befreiung von Leiden und Begierden. Sind kleine Paradiese also nur perfekte Orte oder einfach Orte, an denen wir, warum auch immer, glücklich sind und gerne verweilen, unabhängig von der sozialen, religiösen oder kulturellen Herkunft? Jeder Mensch kennt, jeder Mensch hat, jeder Mensch braucht ein Paradies, denn Paradiese begeistern, erfreuen, fesseln, entzünden, erregen und amüsieren uns Menschen.
Zum Glück für alle Menschen gibt es diese Myriaden von „kleinen Paradiesen“, manche nah, viele fern, manche hoch, manche tief, manche sind über Wasser, manche unter Wasser. Des einen Paradies mag sich für andere manchmal jedoch auch wie eine Hölle anfühlen. Ein Beispiel hierfür finden wir schnell beim Tauchen, für manche ein besonderer Genuss, ein Abenteuer, Entspannung, Glück pur. Für andere höchstens langweilig, manchmal sogar Qual, Panik, die pure Hölle.
Ist es denkbar, dass einzelne Menschen die kleinen Paradiese jemals alle sehen? Ist es im Bereich des Möglichen, dass ein Buch oder sogar das gesamte gelobte Internet sie jemals alle übersichtlich zeigt? Es ist auch schwierig zu sagen, ob alle Menschen danach streben, neue Paradiese zu finden, da jeder eigene, individuelle Ziele und Wünsche hat. Allgemein wird jedoch vorausgesetzt, dass alle Menschen danach streben, ihr Leben zu verbessern. In diesem Buch ist eine Auswahl von „kleinen Paradiesen“, gezeigt, die vielen bekannt sind und sich oft durch Inseln, Meer, Wassersport, unbekannte Tiere, Landschaften oder die Möglichkeit zum Tauchen auszeichnen. Paradiese wie Nordrhein-Westfalen, kurz NRW, passen, auf den ersten Blick, nicht ins Bild. Wer denkt schon an ein Paradies im Zusammenhang mit NRW? Aber auch NRW ist an vielen Stellen paradiesisch und steht daher hier stellvertretend für viele andere Paradiese, die sich, für sehr viele Menschen, oft nur durch örtliche Nähe zum Wohnort als Paradies auszeichnen.
Heutzutage ist es auch möglich, in Zeitschriften, Büchern, im Internet oder sogar mit Virtual Reality (VR) Paradiese zu entdecken und zu bewundern. Es wäre aber nicht denkbar, zum Beispiel wirklich über Korallenriffe zu tauchen, skurrilen Lebewesen oder gefährlichen Tieren, schrillen Farben, reißenden Strömungen zufällig zu begegnen, oder die Schwerelosigkeit und Glücksgefühle unter Wasser zu spüren. Der einzige Weg, der uns wirklich glücklich macht, ist, letztendlich, diese Paradiese persönlich zu bereisen. Die nahen Paradiese, in unserem Fall zum Beispiel die Halden in NRW, sind leicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Bike zu erkunden.
Insbesondere Inselparadiese wie die Seychellen, Curaçao, Mauritius oder die Malediven sind, eigentlich, nur mit dem Flugzeug oder per Schiff zu erreichen. In Deutschland, dem Land der Dichter und Denker, wird der Klimawandel seit langer Zeit sehr ernsthaft diskutiert. Flug- und Schiffsreisen sind daher nicht immer gerne gesehen oder toleriert und werden ernsthaft und nachdrücklich in der Gesellschaft in Frage gestellt. Aktuell sehen wir in den Nachrichten oft Menschen, die sich fürs Klima, also gegen den Klimawandel, auf die Straßen und an die Häuser der Nation kleben, ganz nach dem Motto eines skandinavischen Möbelhauses: „Denkst du noch, oder klebst du schon?“ Es gibt auch viele bekannte Klimaaktivist*innen, die regelmäßig extra nach Deutschland reisen, um hier gegen den Klimawandel zu demonstrieren, wohl in der Hoffnung, dass Deutschland alleine den Klimawandel auf der Welt aufhalten wird. Dennoch möchten sich in Deutschland und weltweit noch immer sehr wenige Menschen auch beim Fliegen nicht oder nur wenig einschränken, um den Klimawandel zu verhindern. Inzwischen verspüren allerdings auch einige Deutsche sogar Flugscham und fliegen bewusst wenig bis gar nicht. Reiselust oder Klimafrust? Urlaubsflieger oder Klimakrieger? Wie oft dürfen wir noch mit „gutem Gewissen“ fliegen? Dürfen oder sollen wir, trotz Klimawandel, diese Paradiese noch bereisen?
Zur Übersicht und für weitere Diskussionen fasse ich hier daher einige Informationen und Gedanken zusammen.

Die CO₂-Emissionen der letzten Jahrzehnte werden in Deutschland und weltweit wie folgt geschätzt:

Deutschland:
Im Jahr 1960 wurden in Deutschland geschätzte 366 Mio. Tonnen CO₂ (MtCO₂) emittiert.
Im Jahr 1990 wurden in Deutschland geschätzte 1.268 Mio. Tonnen CO₂ (MtCO₂) emittiert.
Im Jahr 2020 wurden in Deutschland geschätzte 739 Mio. Tonnen CO₂ (MtCO₂) emittiert.

Weltweit:
Im Jahr 1960 wurden weltweit geschätzte 9,1 Mrd. Tonnen CO₂ (GtCO₂) emittiert.
Im Jahr 1990 wurden weltweit geschätzte 22,7 Mrd. Tonnen CO₂ (GtCO₂) emittiert.
Im Jahr 2020 wurden weltweit geschätzte 34,7 Mrd. Tonnen CO₂ (GtCO₂) emittiert.

Während also weltweit die CO₂-Emissionen zwischen 1960 und 2020 stetig zugenommen, sich sogar mehr als verdreifacht haben, konnten in Deutschland die CO₂-Emissionen seit 1990 schon deutlich um über 40 % reduziert werden.
Diese Zahlen sind Schätzungen, basieren jedoch auf verfügbaren Daten und Annahmen. Die genauen CO₂-Emissionsdaten variieren je nach Quelle, Region und Land, insbesondere für historische Jahre wie 1960.

Einige der Hauptkategorien, in denen weltweit CO₂-Emissionen entstehen, sind:
Energieerzeugung (etwa 40 %):
Kohlekraftwerke sind eine bedeutende Quelle von CO₂-Emissionen. Im Jahr 2019 waren sie für etwa 40 % der globalen CO₂-Emissionen im Energiesektor verantwortlich. Erdöl und Erdgas tragen ebenfalls zur CO₂-Emission bei. Im Jahr 2019 machten sie zusammen etwa 34 % der globalen CO₂-Emissionen im Energiesektor aus.

Verkehr (etwa 17 %):
Der Straßenverkehr ist eine wichtige Quelle von CO₂-Emissionen. Im Jahr 2019 waren PKWs und LKWs für etwa 17 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Der Luftverkehrssektor trug im Jahr 2019 zu etwa 2,8 % der globalen CO₂-Emissionen bei. Die Schifffahrt war für etwa 2,2 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich.

Industrie (etwa 24 %):
Die Industrie, einschließlich Stahl, Zement, Chemie und Raffinerien, trug im Jahr 2019 zu etwa 24 % der globalen CO₂-Emissionen bei.

Wohn- und Gewerbeimmobilien (etwa 10 %):
Emissionen aus Wohn- und Gewerbeimmobilien hängen von der verwendeten Energiequelle ab. Im Jahr 2019 waren sie für etwa 10 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich.

Landwirtschaft (etwa 13 %):
Die Landwirtschaft ist für etwa 13 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, einschließlich CO₂, Methan (CH4) und Lachgas (N₂O).

Abfallwirtschaft (etwa 3 %):
Die Deponierung von Abfällen und die Abfallentsorgung tragen zur Freisetzung von Methanemissionen bei.

Diese Daten sind Schätzungen und variieren je nach Quelle und Jahr, Region und Land, da sie von Faktoren wie Energiequellen, Industriestruktur, Verkehrssystemen und Landnutzung abhängig sind.
Auch die Bevölkerungszahlen sind ständig im Fluss. Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes hatte Deutschland zum Stand Ende 2021 eine Bevölkerung von etwa 83 Mio. Menschen. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen (Stand Mitte 2021) beträgt die Weltbevölkerung ungefähr 7,9 Milliarden Menschen. Diese Zahl variiert jedoch ständig aufgrund von Geburten, Todesfällen und Migration.

Der CO₂-Ausstoß durch den Flugverkehr variiert je nach Flugstrecke, Flugzeugtyp, Passagierauslastung und anderen Faktoren. Laut Angaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ist der internationale Flugverkehr für etwa 2–3 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Der CO₂-Ausstoß hängt ab von der Anzahl der Flüge, der beförderten Passagiere und dem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch pro Passagier. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) waren Inlands- und Auslandsflüge in Deutschland im Jahr 2019 für etwa 19,3 Mio. Tonnen CO₂-Emissionen verantwortlich. Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß eines Passagiers auf einem Inlandsflug in Deutschland beträgt laut UBA etwa 160 Gramm CO₂ pro Passagierkilometer. Für internationale Flüge von deutschen Flughäfen beträgt der durchschnittliche CO₂-Ausstoß pro Passagierkilometer laut UBA etwa 180 Gramm CO₂.
Es ist wichtig anzumerken, dass auch diese Zahlen Schätzungen sind und dass der CO₂-Ausstoß durch den Flugverkehr von verschiedenen Faktoren abhängt. Die Luftfahrtindustrie arbeitet auch an Maßnahmen zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes, wie zum Beispiel der Entwicklung von effizienteren Flugzeugen, der Förderung von nachhaltigeren Kraftstoffen und der Verbesserung des Flugverkehrsmanagements.


Was spricht also gegen oder für das Fliegen?

Kontra zum Fliegen:
Hohe Treibhausgasemissionen: Flugzeuge sind eine bedeutende Quelle von Treibhausgasemissionen, insbesondere von Kohlendioxid (CO₂).
Luftverschmutzung: Flugzeuge setzen auch andere Schadstoffe wie Stickoxide (NOx) und Rußpartikel frei, die zur Luftverschmutzung beitragen.
Klimawandel: Der Flugverkehr trägt erheblich zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel bei.
Verlust von Naturräumen: Der Bau und die Erweiterung von Flughäfen führen zu Landnutzungsänderungen und zum Verlust wertvoller Ökosysteme.
Lärmbelästigung: Flugzeuge erzeugen erheblichen Lärm, der die Lebensqualität von Menschen in Flughafennähe beeinträchtigen kann.
Soziale Ungleichheit: Die Kosten für Flugreisen begrenzen den Zugang zu Mobilität und Chancen, was zu sozialer Ungleichheit führen kann.
Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Die Luftfahrtindustrie ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig, die begrenzt und umweltschädlich sind.
Ressourcenverbrauch: Der Bau und Betrieb von Flughäfen erfordern große Mengen an Materialien, Wasser und Energie.
Gemeinschaftsbelastung: Flughäfen und der Flugverkehr haben negative Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft, einschließlich Lärmbelastung und Landnutzungskonflikten.
Kulturelle Auswirkungen: Die Globalisierung durch den Luftverkehr kann die kulturelle Vielfalt verringern und zur Homogenisierung von Kulturen beitragen.

Pro zum Fliegen:
Effizienz: Flugzeuge ermöglichen schnelle und effiziente Reisen über große Entfernungen.
Reduzierte Reisezeit: Flugreisen ermöglichen es den Menschen, entfernte Ziele in relativ kurzer Zeit zu erreichen.
Verbesserte Konnektivität: Der Luftverkehr ermöglicht eine schnelle und effektive Verbindung zwischen verschiedenen Regionen und Ländern.
Technologischer Fortschritt: Die Flugzeugindustrie entwickelt fortlaufend neue Technologien, um die Treibstoffeffizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren.
Stimulation der Wirtschaft: Der Luftverkehr trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum Wachstum des Tourismus- und Gastgewerbes bei.
Internationale Zusammenarbeit: Flugreisen fördern den Austausch von Wissen, Kultur und Ideen zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen.
Wirtschaftliches Wachstum: Der Luftverkehr unterstützt die Entwicklung von Branchen wie Tourismus, Handel und Dienstleistungen.
Arbeitsplätze und Einkommen: Der Flugverkehr schafft Arbeitsplätze und wirtschaftliche Möglichkeiten für Menschen weltweit.
Bildung und kultureller Austausch: Flugreisen ermöglichen es Menschen, andere Kulturen kennenzulernen und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Notfallhilfe: Flugzeuge sind in Notfallsituationen und bei humanitären Hilfeleistungen im Stande, schnell Hilfe und Ressourcen bereitzustellen.

Es ist wichtig, diese Punkte abzuwägen und nachhaltige Lösungen zu finden, um die negativen Auswirkungen des Flugverkehrs zu reduzieren und gleichzeitig die positiven Aspekte zu nutzen. Dies kann Maßnahmen zur Emissionsreduzierung, zur Förderung erneuerbarer Energien, zur Verbesserung der Infrastruktur und zur sozialen Gerechtigkeit umfassen.


Wer fliegt überwiegend und überhaupt?

Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird der weltweite Luftverkehr sich in den nächsten 20 Jahren, von rund 4 Milliarden in 2016 auf über 9,4 Milliarden in 2040, mehr als verdoppeln. Im Jahr 2016 waren davon ca. 1,3 Milliarden Passagiere aus Asien, 1 Milliarde Passagiere aus Europa, 0,9 Milliarden Passagiere aus Nordamerika und weniger als 1 Milliarde Passagiere aus dem Rest der Welt. Insgesamt fliegt, bezogen auf die Weltbevölkerung, jeder Mensch derzeit etwa 0,5-mal pro Jahr. Bisher sind jedoch weniger als 20 % der Weltbevölkerung jemals geflogen und pro Jahr fliegen, im Durchschnitt, derzeit ca. 11 % der Weltbevölkerung. Bezogen auf die Passagierzahl fliegt daher jeder Passagier durchschnittlich etwa 4,5-mal pro Jahr. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. In Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel fliegt jeder Einwohner über 13-mal pro Jahr, in Norwegen über 10-mal, in den USA über 5-mal in der EU über 3-mal, in Deutschland knapp 3-mal und in China etwa 1-mal – pro Jahr. Bis 2024 werden sich die Passagierzahlen in Asien etwa verdreifachen und in allen anderen Regionen (Nordamerika, Europa, Südamerika, Mittlerer Osten, Afrika, Südwestpazifik) verdoppeln. Laut Scientist4future sind 53 % der Menschen aus den USA bisher niemals geflogen, etwa 35 % fliegen 1–5-mal pro Jahr und 12 % fliegen über 6-mal pro Jahr. Untersuchungen am Münchener Flughafen und dem Fraunhofer Institut ISE zufolge sind etwa 50 % der Passagiere in Deutschland unter 39 Jahre alt.
Wo liegt also, bei all diesen regionalen Unterschieden, eine nachhaltige, klimaschonende Grenze für eine gesunde, begründete Flugscham? Bei 4,5 Flügen pro Jahr sind wir sicher über dem aktuellen weltweiten Passagier-Durchschnitt und verursachen daher auch überdurchschnittlich viel CO₂-Emissionen.
Ob, oder besser, wie oft Menschen heute „noch“ mit Flugzeugen fliegen sollten, ist eine individuelle Entscheidung, die von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. In einigen Fällen ist das Fliegen notwendig, um große Entfernungen zu überbrücken, insbesondere wenn es um geschäftliche oder familiäre Angelegenheiten geht. Es kann Zeiten geben, in denen Flugreisen die praktischste und effizienteste Option sind. Es ist sicher wichtig zu prüfen, ob es alternative Reisemöglichkeiten gibt, insbesondere für kürzere Strecken. Beispielsweise könnten Zugreisen oder andere Formen des öffentlichen Verkehrs in Betracht gezogen werden, um die Umweltauswirkungen zu verringern.
Flugreisen tragen derzeit erheblich zur CO₂-Emission und damit zum Klimawandel bei. Wenn möglich, sollten Menschen daher auch alternative Transportmittel in Betracht ziehen, die weniger umweltschädlich sind. Wenn Flugreisen jedoch unvermeidbar sind, ist die Kompensation der eigenen CO₂-Emissionen durch Projekte zur Kohlenstoffbindung eine Möglichkeit, die negativen Auswirkungen zu verringern.
Die Luftfahrtindustrie arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Treibstoffeffizienz und der Reduzierung von Emissionen. Aktuell ist das Ziel, bis 2050 CO₂-neutral zu fliegen. Dazu werden Prozesse am Boden und in der Luft optimiert und technische Innovationen, neue Flugzeugkonzepte sowie alternative Kraftstoffe und Antriebe helfen, CO₂-neutral zu fliegen. Konkret umfasst die Klimaschutzstrategie im Luftverkehr folgende Ziele: Senkung des Treibstoffverbrauchs um 1,5 % pro Jahr, CO₂-neutraler Wachstum des Luftverkehrs, Senkung der Netto-Emissionen bis 2050 auf null. Es ist und bleibt wichtig, Unternehmen zu unterstützen, die sich für nachhaltigere Praktiken und aktiv für den Umweltschutz einsetzen.
Indem wir bewusste Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel Flugreisen zu minimieren, nicht notwendige Reisen zu vermeiden oder alternative, näher liegende Reiseziele in Betracht zu ziehen, können wir aktiv Umweltauswirkungen minimieren.
Letztendlich liegt die Entscheidung, ob (wie oft) Menschen mit dem Flugzeug reisen sollten oder nicht, bei jeder Einzelperson. Es geht darum, die persönlichen Bedürfnisse und Umstände mit den Auswirkungen auf die Umwelt abzuwägen und nachhaltige Alternativen zu erkunden.


Kann der Verzicht aufs Fliegen den Klimawandel aufhalten?

Der Klimawandel kann nicht allein durch den Verzicht auf das Fliegen gestoppt werden. Er ist ein überaus komplexes Problem, das durch eine Kombination von Faktoren verursacht wird, darunter der gesamte Energieverbrauch, die Industrie, die Landnutzung, die Abholzung von Wäldern und die Emissionen aus verschiedenen Verkehrsmitteln.
Der Luftverkehr trägt zur Freisetzung von Treibhausgasen bei, insbesondere von Kohlendioxid (CO₂). Allerdings macht der Luftverkehr nur einen kleinen Teil der globalen CO₂-Emissionen aus. Andere Sektoren wie die Energieerzeugung, die Industrie und die Landwirtschaft sind ebenfalls bedeutende Quellen von Treibhausgasemissionen.
Um den Klimawandel effektiv zu stoppen, sind weitreichende Maßnahmen auf globaler Ebene erforderlich. Dazu gehören die Reduzierung der CO₂-Emissionen in allen Sektoren, die Förderung erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz, die nachhaltige Bewirtschaftung von Land- und Forstflächen sowie die Förderung umweltfreundlicher Transportmittel und Infrastrukturen.
Der Verzicht auf das Fliegen kann dennoch einen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Emissionen leisten, der allerdings allein nicht ausreicht, um den Klimawandel zu stoppen. Es erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise, die alle Aspekte des menschlichen Lebens betrachtet, einschließlich des Energieverbrauchs im Alltag, der Konsumgewohnheiten, der Ernährung und der Entscheidungen in Bezug auf Transport und Mobilität. Es ist wichtig, dass individuelle Entscheidungen zum Verzicht auf das Fliegen von einer breiteren Perspektive begleitet werden, die auch politische Maßnahmen, technologische Innovationen und ein kollektives Engagement für den Klimaschutz umfasst. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert daher eine umfassende und koordinierte Anstrengung auf individueller, gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene, um die Treibhausgasemissionen drastisch zu reduzieren und eine nachhaltige Zukunft zu schaffen.

Die „kleinen Paradiese“ gehören uns nicht allein, sondern allen Menschen gleichzeitig und es ist uns auferlegt, sie sogar mit vielen Menschen zu teilen. Es gibt niemals zu viele davon auf dieser Welt, und es ist nicht denkbar, auf eines dieser „kleinen Paradiese“ zu verzichten. Leider sind, heute und in Zukunft, viele durch Menschen und den Klimawandel bedroht. Wir wollen sie alle erhalten, und dieses Buch soll Menschen dazu animieren, ihre eigenen kleinen Paradiese zu suchen, zu finden, zu schätzen und zu schützen, da sie ja oftmals direkt um die Ecke zu finden sind. Dazu wollen wir die atemberaubende Schönheit kleiner Paradiese, auch einige, die landläufig nicht als Paradies gelten, zeigen, und Anregungen zum Suchen und Finden von Paradiesen geben. Wir wollen aber auch zu ihrem zukünftigen Erhalt beitragen. Dazu verteilen wir die Autorenhonorare an lokale oder globale Umweltorganisationen, die in diesem Buch erwähnt werden.
Die Aufnahmen in diesem Buch sind über Jahre entstanden. Dazu wurden unterschiedlichste Aufnahmegeräte, Kameras, Drohnen, manchmal sogar Handykameras eingesetzt. Ganz nach dem Motto: „Die beste Kamera ist die, die man dabeihat“. Dies bedeutet, dass es wichtiger ist, eine Kamera zur Hand zu haben, um einen Moment festzuhalten, als die technischen Eigenschaften der Kamera selbst. Es werden ungewöhnliche Ansichten, unterschiedliche Formate (4:3, 16:9, Panorama, bis hin zum Kugelpanorama) gezeigt. Auf die Kameratechnik oder die Details der Panoramaaufnahmen wollen wir hier nicht eingehen, da diese Themen in einschlägigen Foren, Büchern, Artikeln oder im Internet ausführlich behandelt werden, und da die Technik hier nicht von der Schönheit der „kleinen Paradiese“ ablenken soll.



Catalina Island (Kalifornien), Hello

Santa Catalina Island ist eine Insel vor der Küste Kaliforniens in den USA. Die Insel liegt 22 Meilen südwestlich von Los Angeles, gehört zum Teil des Channel Islands Archipels, besitzt ein Maß von 22 Meilen Länge und 8 Meilen Breite. Santa Catalina hat eine feste Bevölkerung von etwa 4.000 Menschen, allerdings variiert die Zahl in den Sommermonaten aufgrund von Touristen und Besuchern. Catalina Island wurde bereits von den Tongva-Indianern besiedelt, später entdeckten die Spanier und die Amerikaner diese Oase der Ruhe. William Wrigley Jr., Erbe des „Kaugummivermögens“, kaufte 1919 von den Banning-Brüdern die Insel. In den 1920er-Jahren entwickelte sich diese Insel zu einem beliebten Freizeitort für Hollywood-Stars.
Catalina Island ist berühmt für die einzigartige Flora und Fauna, darunter Pflanzen, die nur auf der Insel vorkommen, und Wildtiere wie Bisons, die auf die Insel gebracht wurden. Santa Catalina, mit sanften Hügeln, schön und majestätisch, ist ein Ort, an dem man die Magie von Kalifornien entdeckt, die uns in eine andere Welt führt, die uns fasziniert. Die Insel erweist sich als ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteuerlustige, die sich hier in einer Welt voller Schönheit und Ruhe verlieren. Eine abwechslungsreiche und beeindruckende Landschaft mit steilen Klippen, einsamen Buchten und Bergen, die sich sanft über die Insel schwingen, bietet der einzigartigen und faszinierenden Tierwelt großen Schutz, von Meeressäugern wie Delfinen und Walen bis hin zu zahlreichen Seevögeln und Insekten. Geprägt von den Einflüssen der Ureinwohner und der Europäer entstand eine in Harmonie lebende Kultur, welche eine einzigartige Atmosphäre schafft, die uns in ihren Bann zieht. Die Insel zeigt sich in ihrer vollen Pracht und Schönheit bei den zahlreichen Aktivitäten, von Wandern und Radfahren bis hin zu Kajakfahren und Bootstouren.
Avalon, eine Stadt wie aus dem Märchenbuch, entführt uns verzaubernd in eine andere Welt dank ihrer pastellfarbenen Häuser und der idyllischen Landschaft. Viele Restaurants und Cafés servieren kalifornische Spezialitäten, die unseren Gaumen verwöhnen und uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Auch das Nachtleben mit seinen besonderen Erlebnissen erweist sich mit den Bars und Clubs als lebendig und aufregend. Es entführt uns in eine andere Welt, die uns den Alltag vergessen lässt. Dieser Ort verzaubert und raubt uns den Atem, ein Wettstreit zwischen voller Schönheit und Zauber. Diese Oase zieht uns in ihren Bann und lässt uns nicht mehr los. Die Menschen strahlen eine Herzlichkeit und Gastfreundschaft aus; sie heißen uns willkommen und schaffen es, unseren Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis zu gestalten, das in unseren Herzen und Erinnerungen weiterlebt.
Umgeben von wunderschönen Stränden, lädt die Insel im kristallklaren Gewässer des Pazifiks zum Schwimmen und Tauchen in der faszinierenden Unterwasserwelt ein, die so viel zu bieten hat und uns in Staunen versetzt. Der Tauchsport findet hier unbestritten großen Anklang, und eine Vielzahl von Fischen und anderen Lebewesen stellt sich gerne den Unterwasserfotografen als Motiv zur Verfügung, damit wir diese Schönheiten auf Bildern später bewundern. Durch die Kelpwälder lässt es sich vorsichtig ohne Hügel und Stolpersteine „spazieren“. Zu den besten Tauchplätzen der Insel zählen:

Casino Point ist ein beliebter Tauchplatz. Kristallklares Wasser und das reiche Meeresleben machen ihn zu einem Favoriten unter Tauchenden. Der bekannte Casino Point Underwater Park wurde erstmals 1962 gegründet. Der Park liegt neben dem weltberühmten Casino-Gebäude und bietet das beste Ufer-Tauchen in Kalifornien! Um den Ein- und Ausstieg ins und aus dem Wasser so einfach wie möglich zu gestalten, gibt es Zementtreppen mit Handläufen. Der Park ist etwa 2,5 ha groß, was bedeutet, dass er groß genug ist, um mehrere Tauchgänge durchzuführen, ohne über die gleichen Bereiche zu „schweben“. Die Grenzen des Parks sind deutlich mit einer Bojenlinie markiert, um Boote und Tauchende voneinander fernzuhalten.

Farnsworth Bank ist ein bekannter Angelplatz und Tauchplatz, der von dem legendären Inselfischer „Tuna George“ Farnsworth entdeckt wurde. Er benannte die 28 ha große Bank zu Ehren seines Vaters Stephen Farnsworth, dem Ingenieur der Kutschenstraße auf Santa Catalina Island. Die Bank befindet sich südlich von Catalina Harbor, 1,5 Meilen südwestlich von Ben Weston Point und besteht aus Gipfeln, steilen Wänden, Höhlen und Schluchten. 1973 wurde Farnsworth Bank aufgrund seiner besonderen biologischen Bedeutung von der California Fish & Game Commission als ökologisches Reservat benannt – das einzige vollständig untergetauchte Reservat – hauptsächlich zum Schutz der dichten Population von lila Hydrokorallen. Farnsworth Bank beherbergt eine große Vielfalt an Algen-, Wirbellosen- und Fischgemeinschaften. Sporttauchen ist in den Sommermonaten beliebt und es findet mäßiger Sportfischfang statt.

Italian Gardens ist eine sehr breite Bucht mit Felsvorsprüngen und drei separaten Kieselstränden, jeder mit seiner eigenen einzigartigen Atmosphäre. Sie befindet sich auf der Leeseite der Insel Santa Catalina zwischen Long Point und Goat Harbor. Der Tauchplatz ist farbenfroh mit Korallen, Schwämmen und vielen kleinen Fischen.

Ship Rock ist eine riesige Felsformation mit Unterwasserhöhlen und -durchgängen (Swim-Throughs), die viele verschiedene Arten beherbergen.

Eagle Reef ist ein Riff, das 800 m vor der Nordküste von Cherry Cove liegt. Sein höchster Punkt ist je nach Gezeiten etwa drei Fuß unter Wasser und es ist mit einer Warnboje und einem blinkenden Licht markiert. Das Riff ist 450 m lang und verläuft von Ost nach West.

Blue Cavern ist eine riesige Unterwasserhöhle, die von einer Öffnung an der Oberfläche beleuchtet wird und viele verschiedene Meereslebewesen beheimatet.

Sea Fan Grotto, auch bekannt als White Rocks, ist einer der klassischen „Must-Do“-Tauchplätze auf Catalina Island. Östlich von Blue Cavern Point haben sich vor Jahrhunderten massive Felsplatten von der Klippe gelöst und unter Wasser so gestapelt, dass sie eine wunderbare Höhle bilden, die für alle Tauchniveaus geeignet ist. Das einzigartige und atemberaubende Merkmal dieses Tauchplatzes sind die hängenden Gärten aus Seefächern in einer weit geöffneten und leicht zu durchdringenden Höhle. In nur etwa 10 m Tiefe ist es ein Anfängertauchgang zum Eingang des klaffenden Lochs. Bringen Sie unbedingt eine leistungsstarke Tauchlampe mit.

Bird Rock ist ein Tauchplatz mit einer großen Anzahl von Vögeln und Meeressäugern, die an der Oberfläche leben, sowie vielen Fischen und Krebstieren unter Wasser.

Goat Harbor ist ein flacherer Tauchplatz mit vielen Seesternen, Anemonen und Krebsen.

Big Geiger ist eine Bucht, die westlich von Little Geiger Cove liegt. Sie verfügt über 10 Ankerplätze und Einrichtungen für den Blue Water Cruising Club. Obwohl es keine Moorings gibt, ist es einer der besten natürlichen Ankerplätze auf der Insel. Big und Little Geiger Buchten sind nach George Ledu Geiger (1912–1992) benannt.

Diese Tauchplätze bieten fesselnde Unterwasserlandschaften und eine Vielzahl von Meereslebewesen, darunter auch Kelpwälder und andere Besonderheiten.

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