Selbstliebe 2.0
EUR 19,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 172
ISBN: 978-3-7116-1450-6
Erscheinungsdatum: 08.04.2026
Nachbeelterung ist praktizierte Selbstliebe und somit auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Selbstwert nachhaltig zu steigern. Wie genau das aussieht, zeigt dieser reflektierte, feinfühlig formulierte Text mit seinen wunderbaren, berührenden Zeichnungen.
Kapitel 1
Meine inneren Anteile
Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet mit einem attraktiven, intelligenten Menschen und Elternteil einer bezaubernden Tochter.
Ich lebe mit Familie und Hund in einer Eigentumswohnung am Land, habe einen tollen Job in der Stadt mit viel Verantwortung und einer steilen Karriere, verdiene gutes Geld und bin trotzdem sehr unzufrieden!
Unzufrieden?
… trotz Familienglück?
… trotz aufregendem Job?
… trotz schöner Autos?
… trotz teurer Cluburlaube?
… trotz spannender Hobbys?
… trotz Eigentumswohnung?
Wie kommt das denn?
Ich habe keine Ahnung!
Ich finde immer wieder Lösungen für all meine Probleme – aber nicht für diese Unzufriedenheit.
Und das macht mich noch unzufriedener. Ich stecke fest in einer Abwärtsspirale, die mich immer weiter nach unten zieht, und ich finde keinen Weg heraus.
Was soll ich nur tun?
Selbsterfahrung
lautet die Empfehlung eines mir sehr wichtigen Menschen. Selbsterfahrung einzeln oder in der Gruppe. Er erzählt mir auch gleich von einem Seminar, das er besucht hat und das ihm sehr gutgetan hat. Ich bin sofort begeistert von seinen Erzählungen und melde mich auch gleich für das nächste Seminar an.
Schaun mer mal!
Was für eine Erfahrung – diese Selbsterfahrung! Ich darf jede Menge Glücksmomente erleben.
Ich spüre einen ersten Kontakt zu meinen Gefühlen, wenn auch nur ganz leicht; quasi ein Anklopfen. Trotzdem gewinne ich schon viele neue Erkenntnisse, ein neues Bewusstsein, das ich mir in diesem und weiteren Seminaren erarbeite.
Glücksmomente:
Ich bin okay so, wie ich bin!
Ich bin ein wertvoller Mensch!
Niemals zuvor habe ich solche Sätze gehört. Eher das Gegenteil. Sie berühren mich sehr.
Gefühle:
Traurigkeit, Angst, Wut, Scham, allein gelassen werden und ganz besonders Minderwertigkeit, aber auch Freude und Liebe. Dieser erste leichte Kontakt zu meinen Gefühlen berührt mich ebenfalls sehr.
Außerdem wird mir bewusst, dass es einen verletzten, beschämten Anteil in mir gibt, der von der Seminarleitung für mich stimmig „Inneres Kind“ genannt wird. Und es gibt auch einen verletzenden, beschämenden Anteil in mir, von der Seminarleitung „Innerer Kritiker/Innerer Antreiber“ genannt, worunter ich mir jedoch noch gar nichts vorstellen kann.
Und dieser Innere Kritiker/Antreiber verletzt und beschämt dieses Innere Kind immer wieder aufs Neue durch Abwertungen, Kritik und viel zu hohe Ansprüche. So, wie ich es von früher kenne, von meinen Eltern, Großeltern und Lehrer_innen. Jetzt ergibt es für mich Sinn. Und es gibt noch einen dritten Anteil, nämlich den liebevollen Erwachsenen, der mangels genügender Ressourcen diesem Treiben in meinem Kopf nur tatenlos zusehen kann.
Du kennst dieses böse Treiben im Kopf bestimmt mit Sätzen wie diesen:
Das war nicht gut genug!
Das kannst du besser!
Streng dich doch mehr an!
Die anderen sind besser als du!
Du bist ein Versager!
Das sind nur einige Beispiele. Ich lade dich ein, deine eigenen Sätze zu ergänzen:
…
Mir wird mehr und mehr bewusst, dass es diese inneren Dialoge zwischen Innerem Kritiker/Antreiber und meinem Inneren Kind sind, die mich immer wieder unzufrieden stimmen. Denn dieses Innere Kind versucht, den übertriebenen Ansprüchen des Inneren Kritikers/Antreibers gerecht zu werden. Das ist aber nicht möglich und erzeugt so große Unzufriedenheit.
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Meine inneren Anteile
Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet mit einem attraktiven, intelligenten Menschen und Elternteil einer bezaubernden Tochter.
Ich lebe mit Familie und Hund in einer Eigentumswohnung am Land, habe einen tollen Job in der Stadt mit viel Verantwortung und einer steilen Karriere, verdiene gutes Geld und bin trotzdem sehr unzufrieden!
Unzufrieden?
… trotz Familienglück?
… trotz aufregendem Job?
… trotz schöner Autos?
… trotz teurer Cluburlaube?
… trotz spannender Hobbys?
… trotz Eigentumswohnung?
Wie kommt das denn?
Ich habe keine Ahnung!
Ich finde immer wieder Lösungen für all meine Probleme – aber nicht für diese Unzufriedenheit.
Und das macht mich noch unzufriedener. Ich stecke fest in einer Abwärtsspirale, die mich immer weiter nach unten zieht, und ich finde keinen Weg heraus.
Was soll ich nur tun?
Selbsterfahrung
lautet die Empfehlung eines mir sehr wichtigen Menschen. Selbsterfahrung einzeln oder in der Gruppe. Er erzählt mir auch gleich von einem Seminar, das er besucht hat und das ihm sehr gutgetan hat. Ich bin sofort begeistert von seinen Erzählungen und melde mich auch gleich für das nächste Seminar an.
Schaun mer mal!
Was für eine Erfahrung – diese Selbsterfahrung! Ich darf jede Menge Glücksmomente erleben.
Ich spüre einen ersten Kontakt zu meinen Gefühlen, wenn auch nur ganz leicht; quasi ein Anklopfen. Trotzdem gewinne ich schon viele neue Erkenntnisse, ein neues Bewusstsein, das ich mir in diesem und weiteren Seminaren erarbeite.
Glücksmomente:
Ich bin okay so, wie ich bin!
Ich bin ein wertvoller Mensch!
Niemals zuvor habe ich solche Sätze gehört. Eher das Gegenteil. Sie berühren mich sehr.
Gefühle:
Traurigkeit, Angst, Wut, Scham, allein gelassen werden und ganz besonders Minderwertigkeit, aber auch Freude und Liebe. Dieser erste leichte Kontakt zu meinen Gefühlen berührt mich ebenfalls sehr.
Außerdem wird mir bewusst, dass es einen verletzten, beschämten Anteil in mir gibt, der von der Seminarleitung für mich stimmig „Inneres Kind“ genannt wird. Und es gibt auch einen verletzenden, beschämenden Anteil in mir, von der Seminarleitung „Innerer Kritiker/Innerer Antreiber“ genannt, worunter ich mir jedoch noch gar nichts vorstellen kann.
Und dieser Innere Kritiker/Antreiber verletzt und beschämt dieses Innere Kind immer wieder aufs Neue durch Abwertungen, Kritik und viel zu hohe Ansprüche. So, wie ich es von früher kenne, von meinen Eltern, Großeltern und Lehrer_innen. Jetzt ergibt es für mich Sinn. Und es gibt noch einen dritten Anteil, nämlich den liebevollen Erwachsenen, der mangels genügender Ressourcen diesem Treiben in meinem Kopf nur tatenlos zusehen kann.
Du kennst dieses böse Treiben im Kopf bestimmt mit Sätzen wie diesen:
Das war nicht gut genug!
Das kannst du besser!
Streng dich doch mehr an!
Die anderen sind besser als du!
Du bist ein Versager!
Das sind nur einige Beispiele. Ich lade dich ein, deine eigenen Sätze zu ergänzen:
…
Mir wird mehr und mehr bewusst, dass es diese inneren Dialoge zwischen Innerem Kritiker/Antreiber und meinem Inneren Kind sind, die mich immer wieder unzufrieden stimmen. Denn dieses Innere Kind versucht, den übertriebenen Ansprüchen des Inneren Kritikers/Antreibers gerecht zu werden. Das ist aber nicht möglich und erzeugt so große Unzufriedenheit.
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