Mit Gott durch die Krise
EUR 20,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 280
ISBN: 978-3-99146-806-6
Erscheinungsdatum: 31.05.2024
Gott zeigt mir Schritt für Schritt, wie man aus jeder Krise kommt, frei von Süchten wird und ein Leben im Sieg führt. Dieses Buch kann Leben verändern – sowohl für Christen als auch für Menschen, welche Gott nicht kennen.
Über mich
Ich wuchs im Osten Deutschlands in einem christlichen Elternhaus auf und ging bis zu meinem siebzehnten Lebensjahr jeden Sonntag mit meinen Eltern in eine konservative evangelische Gemeinde. Dann jedoch entdeckte ich das Nachtleben und schlief den Sonntag lieber aus. Auch durch falsche Freunde entfernte ich mich immer mehr von Gott, sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung absolvierte ich meinen Zivildienst für ein Jahr in den USA. Im Anschluss zog es mich für ein knappes Jahr nach Spanien, ehe ich der Liebe wegen für zwei Jahre zurück in die Heimat ging. Als die Beziehung zerbrach, arbeitete ich für drei Jahre auf den Kanaren, auf Kreta, in der Türkei und in Portugal als Hotelreiseleiter für einen deutschen Reiseveranstalter. Während dieser drei Jahre waren die Nächte von Partys und Frauen geprägt. Von Gott hatte ich mich in dieser Zeit komplett entfernt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Russland ging ich 2011 zurück nach Deutschland, allerdings nach Berlin, weil mich diese Stadt faszinierte. Meine Eltern wünschten sich natürlich nichts sehnlicher, als dass ich Kontakt zu Christen aufbaute. Ich wollte davon jedoch nichts hören, aber aufgrund ihrer vielen Gebete fand ich irgendwann das ICF Berlin, eine Freikirche. Allerdings ging ich da lediglich ab und zu sonntags hin und war mit meinen Gedanken ganz woanders. Den Rest der Woche beschäftigte ich mich lieber mit Frauen und anderen Dingen. Ich begann die Welt zu bereisen und war bis heute in fünfzig Ländern unterwegs. Neben vielen Städtetrips reiste ich mit dem Rucksack durch die Welt und lernte unter anderem durch Couchsurfing, einer Plattform für kostenlose Übernachtungen, viele interessante Menschen kennen. Besonders in asiatische Länder wie Thailand, Vietnam, Taiwan oder die Philippinen verliebte ich mich. So vergingen die Jahre, bis Anfang Januar 2020 mein Leben auf den Kopf gestellt wurde.
Umkehr
Alles fing an einem Abend im Januar 2020 an. Es war kalt, regnete und mir war es langweilig. Daher rauchte ich in meiner Berliner Wohnung etwas Marihuana. Auf meinem iPhone schaute ich mir diverse Videoclips an und landete wie so oft bald auch auf pornografischen Seiten. Doch plötzlich, aus dem Nichts hörte ich eine intensive, aber gleichzeitig doch sanfte Stimme. Obwohl ich noch nie davon gehört hatte, dass Gott spricht, war mir sofort klar, dass es Gott war. Es war keine akustische Stimme, aber in Gedanken fragte er mich, warum ich das anschauen müsse und dass ich dies doch gar nicht nötig hätte. Es war ein etwa fünfminütiges Gespräch wie zwischen Vater und Sohn, total locker und liebevoll, aber in einer gewissen Weise auch ernst. An den genauen Wortlaut erinnere ich mich leider nicht mehr, aber das ganze Gespräch war einfach komplett mit Liebe gefüllt. Ich war total baff, weil ich Gottes Stimme noch nie gehört hatte. Während meiner eher konservativen Erziehung wurde nie darüber gesprochen, dass Gott zu Menschen auch redet. Allerdings war ich mir sofort sicher, dass es Gott war. Es ging soweit, dass ich mein iPhone zur Seite legte und meine verstaubte Bibel aus dem Schrank holte. Ich begann, wahllos darin zu lesen. Dabei registrierte ich, dass die Reggae-Musik über Spotify gestoppt hatte. Ich war noch immer von seinem Reden so geflasht, dass ich gar nicht klar denken konnte. Am nächsten Tag schaute ich mir den Film „Feuchtgebiete“ an. Im Vorspann wurden ein paar Zitate eingeblendet und plötzlich erschien das Zitat „Wir brauchen Gott“. Ich war erneut geplättet, aber ich verstand, dass Gott mich zurückhaben wollte. Jedoch spürte ich auch, dass eine andere Macht mich immer wieder in das Entgegengesetzte zurückziehen wollte. So kamen beispielsweise in Situationen, wo ich mich mit Gott beschäftigen wollte, Kurzmitteilungen von verschiedenen Frauen, die mich ablenkten. Ich wusste, dass dies der Teufel war, auch wenn ich ihn nicht gut kannte. In meiner Kindheit wurde so gut wie nie über ihn gesprochen. Wie war das wohl alles genau? Mir fiel ein, dass ich noch ein christliches Andachtsbuch von früher im Schrank hatte. Also fing ich an, darin zu lesen und erinnerte mich dabei an die Sätze und Inhalte aus meiner Kindheit. Damals ging ich jeden Sonntag in die Gemeinde (Christliche Versammlung) und las in der Bibel. Wenn ich an diese Zeit zurückdachte, verstand ich damals jedoch gar nicht viel von dem, was ich hörte und las. Irgendwie waren die Geschichten weit entfernt und nicht real. Doch jetzt verstand ich die Verse auf einmal viel besser. Vor allem Josua 1,8 sprach mich dabei an: „Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!“ Mein Hunger war geweckt. Ich wollte mehr und ging am folgenden Sonntag in die ICF-Church. Dieses Mal war ich mit meinen Gedanken dabei und hörte genau zu, was der Pastor sagte. Die Predigt war tatsächlich spannend und nach dem Gottesdienst verschwand ich dieses Mal nicht gleich. Im Foyer erspähte ich eine hübsche junge Frau, welche ganz allein auf einem Hocker saß und welche ich noch nie gesehen hatte. Ich sprach sie an und nach einem sehr guten Gespräch verabschiedete mich in der Hoffnung, sie am nächsten Sonntag wiederzusehen. Daher tauschten wir auch keine Telefonnummern aus. Allerdings sah ich sie nie wieder und konnte sie auch trotz großer Anstrengung nicht finden. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, wer diese Frau war, aber auch durch sie ging ich nun jeden Sonntag in die Gemeinde und war mit dem Herzen dabei. Dort erfuhr ich auch von der Bibel-App „YouVersion“, welche ich mir daraufhin auf mein iPhone lud. Das war die gesamte Bibel, nur elektronisch. In der App gibt es sogar für jedes Thema Lesepläne, sodass man jeden Tag eine kleine Andacht lesen kann.
Negative Eigenschaften
In einem Leseplan wurde gefragt, wie wohl Gottes Plan mit mir aussehen würde. Das war eine spannende Frage, daher betete ich zu Gott und bat ihn, mir eine Antwort zu geben. Noch am selben Tag schaute ich einen Film, welcher in Thailand spielte, was ich davor nicht wusste. Da ich Asien so liebte, konnte ich mir vorstellen, dorthin einmal auszuwandern. Bereits 2019 schmiedete ich dazu Pläne, indem ich mit meiner Chefin über ein mögliches Sabbatical sprach. Hatte dies schon etwas mit Gottes Plan zu tun? Ich beschäftigte mich weiter mit Gott, aber spürte immer wieder einen inneren Sturm zwischen Gut und Böse. Der Druck wurde immer größer und irgendwann hielt ich nicht mehr stand und schaute mir einen Pornofilm an. Ich klagte mich an, aber schon darauf las ich in der Bibel-App Folgendes: „So bete auch du Gott weiterhin an, egal was alles gegen dich zu sein scheint. Dies wird dich an neue Orte tragen, dir neue Türen öffnen und der Segen Gottes wird dich immer wieder überraschen.“ Ich musste einfach die Reißleine ziehen und mich grundlegend ändern. Mein Wunsch war es, meine negativen Eigenschaften nach und nach loszuwerden. So schrieb ich sie alle auf, und das waren viele … Eine meiner größten negativen Eigenschaften war, dass ich mich schnell über Sachen aufregte. Ich musste lernen, ruhig zu bleiben, z. B. wenn der Bus das nächste Mal vor meiner Nase wegfahren würde. Es war einfach notwendig, sich noch mehr mit Gott beschäftigen, um ihn und seine Eigenschaften besser kennenzulernen. Ich las, dass wenn wir Gott ehren und einen Lebensstil entwickeln, in dem wir Gott Priorität geben, ihn anbeten und an ihm festhalten, wir nicht verlieren, sondern gewinnen würden. Wir würden an Schönheit zunehmen, man würde uns positiv wahrnehmen, uns achten und wir würden einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen. Das wollte ich unbedingt erleben.
Beginn Pandemie
Im Februar wurden in Deutschland immer mehr Fälle von COVID bekannt, ein Virus, welches das erste Mal in China ausbrach. Ich hatte das Gefühl, dass eine Pandemie sowie eine große Wirtschaftskrise auf uns zurollte. Ich war nervös, da ich ein Aktiendepot besaß. Als die Börse Ende Februar einbrach, verkaufte ich am dritten Tag fast mein komplettes Depot. Ich musste zwar auch einen Verlust verkraften, doch dieser war weitaus geringer, als wenn ich die Aktien behalten hätte. Den Erlös steckte ich in Firmen, welche von COVID profitierten. Das waren vor allem Aktien der Pharmaindustrie. Die Aktienkurse fielen in den kommenden Tagen massiv, doch meine Aktien hielten sich konstant. Ich hatte das Gefühl, Gott etwas zurückgeben zu müssen. Daher begann ich ab diesem Zeitpunkt, Geld zu spenden und bedürftigen Menschen meine Hilfe anzubieten. Dabei half ich auch in einer Notunterkunft für Obdachlose der Berliner Stadtmission aus.
Gott sorgt für uns
Anfang März kam ich zu der Erkenntnis, dass seit ich zu Jesus umkehrte, alles besser geworden war. Mir ging es einfach gut, obwohl wir mitten in der Krise steckten. Ich arbeitete am Berliner Flughafen im Qualitäts- und Beschwerdemanagement und dort wurde Kurzarbeit angekündigt, allerdings mit zwanzig Prozent Aufstockung. Somit war ich bei achtzig Prozent des Nettogehalts und konnte damit gut leben. Gerade die Tourismusbranche war von COVID stark betroffen. Veranstaltungen wurden eingeschränkt und durften nur noch ohne Publikum stattfinden. Leider waren davon auch Gottesdienste betroffen, als ich mich doch gerade erst daran gewöhnte. Am letzten Sonntag mit Publikum hatte ich in meiner Gemeinde eine Spruchkarte erhalten, auf der ein Spruch aus 1. Petrus 5,7 stand: „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Jesus konnte ich all meine Last geben. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass dieser Spruch mich durch die gesamte Krise und sogar noch darüber hinaustragen sollte. Gott war einfach genial. Er machte mich auch mutig, denn plötzlich erzählte ich meinen Freunden von ihm, was ich vorher nie für möglich gehalten hätte. In meiner Kindheit schämte ich mich oft, wenn ich beispielsweise am Sonntag beim Fußball nicht mitspielen konnte, weil wir in die Gemeinde gingen. Meinen Eltern erzählte ich nun ebenfalls meine Story und sie freuten sich riesig, denn sie hatten all die zwanzig Jahre für mich gebetet. Was für eine große Gebetserhörung nach dieser Geduldsprobe! Oft versuchten meine Eltern oder auch Großeltern, mich wieder näher zu Gott zu bringen, doch ich wollte es einfach nicht hören. Wenn meine Oma mir damals beispielsweise am Telefon etwas aus der Bibel zitierte, legte ich oft den Telefonhörer zur Seite. Jetzt war ich einfach nur dankbar, dass viele für mich geduldig beteten. Ich wollte jedenfalls immer mehr Menschen von Jesus erzählen. Daher reifte auch der Gedanke, einen Blog oder ein Buch über meine Erlebnisse zu verfassen.
Vorbereitung auf Wirtschaftskrise
Mitte März wurde das öffentliche Leben in Deutschland weiter heruntergefahren und auch Bars mussten schließen. Der ICF-Gottesdienst wurde allerdings weiter per Livestream auf YouTube übertragen. Trotz der Einschränkungen ging es mir weiterhin gut und selbst meine Aktien stiegen, obwohl der Aktienmarkt weiter sank. Ich begann, das Buch „Weltsystemcrash“ von Max Otte zu lesen, außerdem hielt ich mich an Tipps von Dr. Markus Krall oder Dirk Müller. Ich informierte mich weiter und bereitete mich auf die kommende Wirtschaftskrise vor, in dem ich beispielsweise einige Rohstoffe wie Gold erwarb. Aber ich versuchte auch, die Krise positiv zu sehen. Es war ja auch eine Chance, dass dadurch viele Menschen zu Gott fanden. Außerdem gab es weitere positive Aspekte, z. B. atmete die Umwelt durch und das Wasser wurde sauberer. In Venedig sah man sogar plötzlich Delfine. Allgemein dachte ich mehr über die Natur nach und wollte sie mehr wahrnehmen. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, was Gott eigentlich alles geschaffen hatte. Wir Menschen hatten seine geschaffene Erde bereits so stark verändert; damit konnte er eigentlich nicht zufrieden sein. Trotz der positiven Aspekte gab es immer wieder Situationen, in denen meine negativen Eigenschaften durchkamen. Auch wenn ich es versuchte, so wurde ich kurz wieder mit Pornos rückfällig. Doch mittlerweile schämte ich mich danach und bat Gott um Vergebung. Allgemein betete ich viel öfter und löschte die Dating-Apps vom iPhone, weil ich merkte, dass sich diese negativ auf mein Leben auswirkten. Das war schon ein Einschnitt, denn es handelte sich um meine meistgenutzten Apps. Vor meiner Umkehr datete ich, was das Zeug hielt, aber irgendwie fehlte mir schon damals immer mehr die Erfüllung. Daher löschte ich die Apps bereits mehrmals, installierte sie jedoch kurze Zeit später erneut. Ich war abhängig, doch jetzt war damit Schluss. Da sich die Pandemie weiter ausbreitete, betete ich auch für Menschen, welche von der Krise stark betroffen waren. Ende März las ich morgens in der Andacht, dass ich an diesem Tag jemand einladen sollte, der nicht an Gott glaubte. Aufgrund der Pandemie war dies allerdings nicht möglich und daher dachte ich nicht weiter darüber nach. Im Laufe des Tages kam plötzlich mein Nachbar ganz unverhofft vorbei. Leider ergriff ich nicht die Chance, ihm von Jesus zu erzählen, obwohl sich die Möglichkeit dazu bot. Ich ärgerte mich abends sehr darüber und nahm mir vor, ihm den Link zum Livestream des Gottesdienstes zu senden. Diesen Link schickte ich in dieser Woche noch zwei weiteren Freunden.
Vertrauen
Anfang April bekannte ich Gott alle meine krassen Sünden, welche ich im Laufe meines Lebens getan hatte. Ich zählte alle auf, an die ich mich erinnerte, und das waren viele. Außerdem musste es Anfang Januar ein Warnschuss von Gott gewesen sein, der mich zur Umkehr bewegte. Tatsächlich gab es jedoch schon einige Warnschüsse zuvor, welche ich bis dahin nicht so wahrgenommen hatte. So entkam ich beispielsweise 2015 auf den Gili-Islands in Indonesien nur knapp einem Feuer. 2018 wollte mich in einem abgelegenen Stadtteil von Medellin in Kolumbien eine Gang ausrauben. Obwohl ich mein iPhone und auch Bargeld dabeihatte, drehte ich mich einfach um und lief im normalen Tempo in die andere Richtung. Wie durch ein Wunder verfolgte mich die Bande nicht. Als ich diese Geschichte anderen Kolumbianern erzählte, schüttelten sie ungläubig den Kopf. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass Gott hier eingriff. Vielleicht wollte er mich auch vor Schlimmeren bewahren, da ich auf dem Weg zu einer sehr gefährlichen Straße war. Ich konnte auf jeden Fall froh sein, dass ich noch lebte. Mir wurde bewusst, dass ich bis Ende Dezember 2019 in einen tiefen Sumpf geraten war. Jesus hatte mich dort rausgezogen, wofür ich ihm so dankbar war. Das wollte ich einfach teilen und setzte nun auch den Blog auf. Obwohl ich aufgrund von COVID lange zu Hause bleiben musste, ging es mir super und es war mir nie langweilig. Ich suchte mir täglich einen Mix an Aufgaben oder Aktivitäten, indem ich beispielsweise die Innentüren meiner Wohnung strich. Aber auch der Sport kam nicht zu kurz. So ging ich regelmäßig joggen und machte Home-Workouts. Davor war ich normalerweise jeden zweiten Tag im Fitnessstudio und nahm zusätzlich an Team-Workouts teil. Außerdem las ich in dieser Zeit viel mehr als sonst. Dabei fiel mir auf, dass ich dadurch so gut wie nicht mehr an Pornos denken oder diese anschauen musste. Das waren nochmal Hinweise, dass ich Gott zu hundert Prozent vertrauen musste. Gerade bei meinen Aktien hatte ich in den vergangenen Tagen diesbezüglich Schwierigkeiten. Ich bat Jesus weiterhin um die richtigen Schritte bei meinen zukünftigen Käufen oder Verkäufen und wachsendes Vertrauen. Ein paar Tage später hatte ich einen Traum, in dem mein verstorbener Opa zu mir sagte: „Vertraue auf Gott!“ – Was für ein Beweis! Mein Opa war immer ein treuer Christ gewesen und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er meinen Wandel im Himmel mitbekam.
Da nun auch das Passahfest stattfand, wollte ich mehr darüber erfahren. Ich konnte mich nicht daran erinnern, obwohl ich davon schon oft in meiner Kindheit gehört hatte. So begann ich das 1. und 2. Buch Mose zu lesen. Dadurch verstand ich, warum dieses Fest so wichtig war. Es wurde zur Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel ägyptischen Sklaverei gefeiert. Ich begann außerdem, über Spotify nicht nur Deephouse oder Reggae, sondern auch mal Worship anzuhören. So konnte ich Gott noch mehr ehren. Auch nahm das Gebet vor dem Essen in Zeiten von COVID eine ganz andere Gewichtung. Ich hatte in den letzten Jahren eigentlich gar nicht mehr vor dem Essen gebetet. Das nahm ich mir ab jetzt vor.
Ich wuchs im Osten Deutschlands in einem christlichen Elternhaus auf und ging bis zu meinem siebzehnten Lebensjahr jeden Sonntag mit meinen Eltern in eine konservative evangelische Gemeinde. Dann jedoch entdeckte ich das Nachtleben und schlief den Sonntag lieber aus. Auch durch falsche Freunde entfernte ich mich immer mehr von Gott, sehr zum Leidwesen meiner Eltern. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung absolvierte ich meinen Zivildienst für ein Jahr in den USA. Im Anschluss zog es mich für ein knappes Jahr nach Spanien, ehe ich der Liebe wegen für zwei Jahre zurück in die Heimat ging. Als die Beziehung zerbrach, arbeitete ich für drei Jahre auf den Kanaren, auf Kreta, in der Türkei und in Portugal als Hotelreiseleiter für einen deutschen Reiseveranstalter. Während dieser drei Jahre waren die Nächte von Partys und Frauen geprägt. Von Gott hatte ich mich in dieser Zeit komplett entfernt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Russland ging ich 2011 zurück nach Deutschland, allerdings nach Berlin, weil mich diese Stadt faszinierte. Meine Eltern wünschten sich natürlich nichts sehnlicher, als dass ich Kontakt zu Christen aufbaute. Ich wollte davon jedoch nichts hören, aber aufgrund ihrer vielen Gebete fand ich irgendwann das ICF Berlin, eine Freikirche. Allerdings ging ich da lediglich ab und zu sonntags hin und war mit meinen Gedanken ganz woanders. Den Rest der Woche beschäftigte ich mich lieber mit Frauen und anderen Dingen. Ich begann die Welt zu bereisen und war bis heute in fünfzig Ländern unterwegs. Neben vielen Städtetrips reiste ich mit dem Rucksack durch die Welt und lernte unter anderem durch Couchsurfing, einer Plattform für kostenlose Übernachtungen, viele interessante Menschen kennen. Besonders in asiatische Länder wie Thailand, Vietnam, Taiwan oder die Philippinen verliebte ich mich. So vergingen die Jahre, bis Anfang Januar 2020 mein Leben auf den Kopf gestellt wurde.
Umkehr
Alles fing an einem Abend im Januar 2020 an. Es war kalt, regnete und mir war es langweilig. Daher rauchte ich in meiner Berliner Wohnung etwas Marihuana. Auf meinem iPhone schaute ich mir diverse Videoclips an und landete wie so oft bald auch auf pornografischen Seiten. Doch plötzlich, aus dem Nichts hörte ich eine intensive, aber gleichzeitig doch sanfte Stimme. Obwohl ich noch nie davon gehört hatte, dass Gott spricht, war mir sofort klar, dass es Gott war. Es war keine akustische Stimme, aber in Gedanken fragte er mich, warum ich das anschauen müsse und dass ich dies doch gar nicht nötig hätte. Es war ein etwa fünfminütiges Gespräch wie zwischen Vater und Sohn, total locker und liebevoll, aber in einer gewissen Weise auch ernst. An den genauen Wortlaut erinnere ich mich leider nicht mehr, aber das ganze Gespräch war einfach komplett mit Liebe gefüllt. Ich war total baff, weil ich Gottes Stimme noch nie gehört hatte. Während meiner eher konservativen Erziehung wurde nie darüber gesprochen, dass Gott zu Menschen auch redet. Allerdings war ich mir sofort sicher, dass es Gott war. Es ging soweit, dass ich mein iPhone zur Seite legte und meine verstaubte Bibel aus dem Schrank holte. Ich begann, wahllos darin zu lesen. Dabei registrierte ich, dass die Reggae-Musik über Spotify gestoppt hatte. Ich war noch immer von seinem Reden so geflasht, dass ich gar nicht klar denken konnte. Am nächsten Tag schaute ich mir den Film „Feuchtgebiete“ an. Im Vorspann wurden ein paar Zitate eingeblendet und plötzlich erschien das Zitat „Wir brauchen Gott“. Ich war erneut geplättet, aber ich verstand, dass Gott mich zurückhaben wollte. Jedoch spürte ich auch, dass eine andere Macht mich immer wieder in das Entgegengesetzte zurückziehen wollte. So kamen beispielsweise in Situationen, wo ich mich mit Gott beschäftigen wollte, Kurzmitteilungen von verschiedenen Frauen, die mich ablenkten. Ich wusste, dass dies der Teufel war, auch wenn ich ihn nicht gut kannte. In meiner Kindheit wurde so gut wie nie über ihn gesprochen. Wie war das wohl alles genau? Mir fiel ein, dass ich noch ein christliches Andachtsbuch von früher im Schrank hatte. Also fing ich an, darin zu lesen und erinnerte mich dabei an die Sätze und Inhalte aus meiner Kindheit. Damals ging ich jeden Sonntag in die Gemeinde (Christliche Versammlung) und las in der Bibel. Wenn ich an diese Zeit zurückdachte, verstand ich damals jedoch gar nicht viel von dem, was ich hörte und las. Irgendwie waren die Geschichten weit entfernt und nicht real. Doch jetzt verstand ich die Verse auf einmal viel besser. Vor allem Josua 1,8 sprach mich dabei an: „Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!“ Mein Hunger war geweckt. Ich wollte mehr und ging am folgenden Sonntag in die ICF-Church. Dieses Mal war ich mit meinen Gedanken dabei und hörte genau zu, was der Pastor sagte. Die Predigt war tatsächlich spannend und nach dem Gottesdienst verschwand ich dieses Mal nicht gleich. Im Foyer erspähte ich eine hübsche junge Frau, welche ganz allein auf einem Hocker saß und welche ich noch nie gesehen hatte. Ich sprach sie an und nach einem sehr guten Gespräch verabschiedete mich in der Hoffnung, sie am nächsten Sonntag wiederzusehen. Daher tauschten wir auch keine Telefonnummern aus. Allerdings sah ich sie nie wieder und konnte sie auch trotz großer Anstrengung nicht finden. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, wer diese Frau war, aber auch durch sie ging ich nun jeden Sonntag in die Gemeinde und war mit dem Herzen dabei. Dort erfuhr ich auch von der Bibel-App „YouVersion“, welche ich mir daraufhin auf mein iPhone lud. Das war die gesamte Bibel, nur elektronisch. In der App gibt es sogar für jedes Thema Lesepläne, sodass man jeden Tag eine kleine Andacht lesen kann.
Negative Eigenschaften
In einem Leseplan wurde gefragt, wie wohl Gottes Plan mit mir aussehen würde. Das war eine spannende Frage, daher betete ich zu Gott und bat ihn, mir eine Antwort zu geben. Noch am selben Tag schaute ich einen Film, welcher in Thailand spielte, was ich davor nicht wusste. Da ich Asien so liebte, konnte ich mir vorstellen, dorthin einmal auszuwandern. Bereits 2019 schmiedete ich dazu Pläne, indem ich mit meiner Chefin über ein mögliches Sabbatical sprach. Hatte dies schon etwas mit Gottes Plan zu tun? Ich beschäftigte mich weiter mit Gott, aber spürte immer wieder einen inneren Sturm zwischen Gut und Böse. Der Druck wurde immer größer und irgendwann hielt ich nicht mehr stand und schaute mir einen Pornofilm an. Ich klagte mich an, aber schon darauf las ich in der Bibel-App Folgendes: „So bete auch du Gott weiterhin an, egal was alles gegen dich zu sein scheint. Dies wird dich an neue Orte tragen, dir neue Türen öffnen und der Segen Gottes wird dich immer wieder überraschen.“ Ich musste einfach die Reißleine ziehen und mich grundlegend ändern. Mein Wunsch war es, meine negativen Eigenschaften nach und nach loszuwerden. So schrieb ich sie alle auf, und das waren viele … Eine meiner größten negativen Eigenschaften war, dass ich mich schnell über Sachen aufregte. Ich musste lernen, ruhig zu bleiben, z. B. wenn der Bus das nächste Mal vor meiner Nase wegfahren würde. Es war einfach notwendig, sich noch mehr mit Gott beschäftigen, um ihn und seine Eigenschaften besser kennenzulernen. Ich las, dass wenn wir Gott ehren und einen Lebensstil entwickeln, in dem wir Gott Priorität geben, ihn anbeten und an ihm festhalten, wir nicht verlieren, sondern gewinnen würden. Wir würden an Schönheit zunehmen, man würde uns positiv wahrnehmen, uns achten und wir würden einen bleibenden guten Eindruck hinterlassen. Das wollte ich unbedingt erleben.
Beginn Pandemie
Im Februar wurden in Deutschland immer mehr Fälle von COVID bekannt, ein Virus, welches das erste Mal in China ausbrach. Ich hatte das Gefühl, dass eine Pandemie sowie eine große Wirtschaftskrise auf uns zurollte. Ich war nervös, da ich ein Aktiendepot besaß. Als die Börse Ende Februar einbrach, verkaufte ich am dritten Tag fast mein komplettes Depot. Ich musste zwar auch einen Verlust verkraften, doch dieser war weitaus geringer, als wenn ich die Aktien behalten hätte. Den Erlös steckte ich in Firmen, welche von COVID profitierten. Das waren vor allem Aktien der Pharmaindustrie. Die Aktienkurse fielen in den kommenden Tagen massiv, doch meine Aktien hielten sich konstant. Ich hatte das Gefühl, Gott etwas zurückgeben zu müssen. Daher begann ich ab diesem Zeitpunkt, Geld zu spenden und bedürftigen Menschen meine Hilfe anzubieten. Dabei half ich auch in einer Notunterkunft für Obdachlose der Berliner Stadtmission aus.
Gott sorgt für uns
Anfang März kam ich zu der Erkenntnis, dass seit ich zu Jesus umkehrte, alles besser geworden war. Mir ging es einfach gut, obwohl wir mitten in der Krise steckten. Ich arbeitete am Berliner Flughafen im Qualitäts- und Beschwerdemanagement und dort wurde Kurzarbeit angekündigt, allerdings mit zwanzig Prozent Aufstockung. Somit war ich bei achtzig Prozent des Nettogehalts und konnte damit gut leben. Gerade die Tourismusbranche war von COVID stark betroffen. Veranstaltungen wurden eingeschränkt und durften nur noch ohne Publikum stattfinden. Leider waren davon auch Gottesdienste betroffen, als ich mich doch gerade erst daran gewöhnte. Am letzten Sonntag mit Publikum hatte ich in meiner Gemeinde eine Spruchkarte erhalten, auf der ein Spruch aus 1. Petrus 5,7 stand: „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Jesus konnte ich all meine Last geben. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass dieser Spruch mich durch die gesamte Krise und sogar noch darüber hinaustragen sollte. Gott war einfach genial. Er machte mich auch mutig, denn plötzlich erzählte ich meinen Freunden von ihm, was ich vorher nie für möglich gehalten hätte. In meiner Kindheit schämte ich mich oft, wenn ich beispielsweise am Sonntag beim Fußball nicht mitspielen konnte, weil wir in die Gemeinde gingen. Meinen Eltern erzählte ich nun ebenfalls meine Story und sie freuten sich riesig, denn sie hatten all die zwanzig Jahre für mich gebetet. Was für eine große Gebetserhörung nach dieser Geduldsprobe! Oft versuchten meine Eltern oder auch Großeltern, mich wieder näher zu Gott zu bringen, doch ich wollte es einfach nicht hören. Wenn meine Oma mir damals beispielsweise am Telefon etwas aus der Bibel zitierte, legte ich oft den Telefonhörer zur Seite. Jetzt war ich einfach nur dankbar, dass viele für mich geduldig beteten. Ich wollte jedenfalls immer mehr Menschen von Jesus erzählen. Daher reifte auch der Gedanke, einen Blog oder ein Buch über meine Erlebnisse zu verfassen.
Vorbereitung auf Wirtschaftskrise
Mitte März wurde das öffentliche Leben in Deutschland weiter heruntergefahren und auch Bars mussten schließen. Der ICF-Gottesdienst wurde allerdings weiter per Livestream auf YouTube übertragen. Trotz der Einschränkungen ging es mir weiterhin gut und selbst meine Aktien stiegen, obwohl der Aktienmarkt weiter sank. Ich begann, das Buch „Weltsystemcrash“ von Max Otte zu lesen, außerdem hielt ich mich an Tipps von Dr. Markus Krall oder Dirk Müller. Ich informierte mich weiter und bereitete mich auf die kommende Wirtschaftskrise vor, in dem ich beispielsweise einige Rohstoffe wie Gold erwarb. Aber ich versuchte auch, die Krise positiv zu sehen. Es war ja auch eine Chance, dass dadurch viele Menschen zu Gott fanden. Außerdem gab es weitere positive Aspekte, z. B. atmete die Umwelt durch und das Wasser wurde sauberer. In Venedig sah man sogar plötzlich Delfine. Allgemein dachte ich mehr über die Natur nach und wollte sie mehr wahrnehmen. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, was Gott eigentlich alles geschaffen hatte. Wir Menschen hatten seine geschaffene Erde bereits so stark verändert; damit konnte er eigentlich nicht zufrieden sein. Trotz der positiven Aspekte gab es immer wieder Situationen, in denen meine negativen Eigenschaften durchkamen. Auch wenn ich es versuchte, so wurde ich kurz wieder mit Pornos rückfällig. Doch mittlerweile schämte ich mich danach und bat Gott um Vergebung. Allgemein betete ich viel öfter und löschte die Dating-Apps vom iPhone, weil ich merkte, dass sich diese negativ auf mein Leben auswirkten. Das war schon ein Einschnitt, denn es handelte sich um meine meistgenutzten Apps. Vor meiner Umkehr datete ich, was das Zeug hielt, aber irgendwie fehlte mir schon damals immer mehr die Erfüllung. Daher löschte ich die Apps bereits mehrmals, installierte sie jedoch kurze Zeit später erneut. Ich war abhängig, doch jetzt war damit Schluss. Da sich die Pandemie weiter ausbreitete, betete ich auch für Menschen, welche von der Krise stark betroffen waren. Ende März las ich morgens in der Andacht, dass ich an diesem Tag jemand einladen sollte, der nicht an Gott glaubte. Aufgrund der Pandemie war dies allerdings nicht möglich und daher dachte ich nicht weiter darüber nach. Im Laufe des Tages kam plötzlich mein Nachbar ganz unverhofft vorbei. Leider ergriff ich nicht die Chance, ihm von Jesus zu erzählen, obwohl sich die Möglichkeit dazu bot. Ich ärgerte mich abends sehr darüber und nahm mir vor, ihm den Link zum Livestream des Gottesdienstes zu senden. Diesen Link schickte ich in dieser Woche noch zwei weiteren Freunden.
Vertrauen
Anfang April bekannte ich Gott alle meine krassen Sünden, welche ich im Laufe meines Lebens getan hatte. Ich zählte alle auf, an die ich mich erinnerte, und das waren viele. Außerdem musste es Anfang Januar ein Warnschuss von Gott gewesen sein, der mich zur Umkehr bewegte. Tatsächlich gab es jedoch schon einige Warnschüsse zuvor, welche ich bis dahin nicht so wahrgenommen hatte. So entkam ich beispielsweise 2015 auf den Gili-Islands in Indonesien nur knapp einem Feuer. 2018 wollte mich in einem abgelegenen Stadtteil von Medellin in Kolumbien eine Gang ausrauben. Obwohl ich mein iPhone und auch Bargeld dabeihatte, drehte ich mich einfach um und lief im normalen Tempo in die andere Richtung. Wie durch ein Wunder verfolgte mich die Bande nicht. Als ich diese Geschichte anderen Kolumbianern erzählte, schüttelten sie ungläubig den Kopf. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass Gott hier eingriff. Vielleicht wollte er mich auch vor Schlimmeren bewahren, da ich auf dem Weg zu einer sehr gefährlichen Straße war. Ich konnte auf jeden Fall froh sein, dass ich noch lebte. Mir wurde bewusst, dass ich bis Ende Dezember 2019 in einen tiefen Sumpf geraten war. Jesus hatte mich dort rausgezogen, wofür ich ihm so dankbar war. Das wollte ich einfach teilen und setzte nun auch den Blog auf. Obwohl ich aufgrund von COVID lange zu Hause bleiben musste, ging es mir super und es war mir nie langweilig. Ich suchte mir täglich einen Mix an Aufgaben oder Aktivitäten, indem ich beispielsweise die Innentüren meiner Wohnung strich. Aber auch der Sport kam nicht zu kurz. So ging ich regelmäßig joggen und machte Home-Workouts. Davor war ich normalerweise jeden zweiten Tag im Fitnessstudio und nahm zusätzlich an Team-Workouts teil. Außerdem las ich in dieser Zeit viel mehr als sonst. Dabei fiel mir auf, dass ich dadurch so gut wie nicht mehr an Pornos denken oder diese anschauen musste. Das waren nochmal Hinweise, dass ich Gott zu hundert Prozent vertrauen musste. Gerade bei meinen Aktien hatte ich in den vergangenen Tagen diesbezüglich Schwierigkeiten. Ich bat Jesus weiterhin um die richtigen Schritte bei meinen zukünftigen Käufen oder Verkäufen und wachsendes Vertrauen. Ein paar Tage später hatte ich einen Traum, in dem mein verstorbener Opa zu mir sagte: „Vertraue auf Gott!“ – Was für ein Beweis! Mein Opa war immer ein treuer Christ gewesen und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er meinen Wandel im Himmel mitbekam.
Da nun auch das Passahfest stattfand, wollte ich mehr darüber erfahren. Ich konnte mich nicht daran erinnern, obwohl ich davon schon oft in meiner Kindheit gehört hatte. So begann ich das 1. und 2. Buch Mose zu lesen. Dadurch verstand ich, warum dieses Fest so wichtig war. Es wurde zur Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel ägyptischen Sklaverei gefeiert. Ich begann außerdem, über Spotify nicht nur Deephouse oder Reggae, sondern auch mal Worship anzuhören. So konnte ich Gott noch mehr ehren. Auch nahm das Gebet vor dem Essen in Zeiten von COVID eine ganz andere Gewichtung. Ich hatte in den letzten Jahren eigentlich gar nicht mehr vor dem Essen gebetet. Das nahm ich mir ab jetzt vor.

