Cover: Mental faltenfrei

Mental faltenfrei


EUR 14,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 90
ISBN: 978-3-7116-0858-1
Erscheinungsdatum: 17.07.2025
Falten – ein natürlicher Prozess, aber müssen wir sie einfach hinnehmen? Mental faltenfrei beleuchtet medizinische, pharmakologische und psychologische Aspekte der Hautalterung. Ein Hamburger Arzt zeigt, wie wir Falten reduzieren oder sie gelassen annehmen.
Vorwort


Falten, irgendwann hat sie jeder – mehr oder weniger – früher oder später. Niemand kommt dauerhaft daran vorbei. Manch einer mag behaupten, dass ihn seine Falten überhaupt nicht stören, aber beim Blick in den Spiegel nimmt absolut jeder Mensch irgendwann wahr, dass die Zeit auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen ist, und bewertet das, was er sieht. Der Umgang damit ist sicher hochgradig unterschiedlich und liegt irgendwo zwischen Gelassenheit auf der einen Seite und aufkommender Panik auf der anderen Seite. Gänzlich egal dürfte das eigene Aussehen aber niemandem sein. Auch wenn sich die Kosmetikindustrie immer noch bevorzugt auf das weibliche Geschlecht konzentriert, holen Männer mittlerweile deutlich auf und hier sollen, auch ohne spezielle Schreibweise, immer alle Menschen angesprochen sein.
Faltenfreiheit ist übrigens nicht das Ziel in diesem Buch. Es geht um Freiheit von übermäßigen und unnötigen, vermeidbaren Falten, um mentale Faltenfreiheit.
Ohne irgendwelche Falten würde einem Gesicht viel fehlen, die Mimik wäre kaum möglich und ein derart ausdrucksloses Gesicht wäre definitiv nicht erstrebenswert.
In die Richtung gehende chirurgische Ergebnisse sind vielleicht wissenschaftlich interessant, aber in der Betrachtung durch ihre Mitmenschen gewinnen die Betroffenen nichts. Das Gesicht sieht fremd und unnatürlich aus, wenig sympathisch und unnahbar.
Worum geht es also genau?
Es geht um Falten, primär um Falten im Gesicht, normale Falten, übermäßige, vermeidbare, unschöne Falten und die Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun, möglichst mit nicht allzu viel Geld und Aufwand.
Es geht um die bewusste Beschäftigung mit den Ursachen und um die richtige Einordnung. Man kann versuchen, innerhalb seiner Altersgruppe gut dazustehen und möglicherweise auch ein paar Jahre jünger aussehen. Jünger geschätzt zu werden, als es in der Geburtsurkunde steht, das schmeichelt jedem und tut gut. Mehr ist realistisch betrachtet nicht erreichbar und nicht einmal sonderlich erstrebenswert.
Der Markt für Antifaltenmittel, sei es in Form von Lotionen und Cremes oder auch Dragees und Tabletten, wächst schnell und hat je nach Quelle und Betrachtungsweise weltweit eine Größe von 30 bis 100 Milliarden Dollar erreicht.
Im Internet und anderen Medien bieten unzählige Anbieter den Traum vermeintlich ewiger Jugend an. Immer zahlreicher und jünger werden die Mädchen (die männlichen Konsumenten holen zwar auf, sind aber noch deutlich unterrepräsentiert), die sich im Wettbewerb mit computeroptimierten Idealavataren im Nachteil wähnen.
Wer sich bis zum Ende durch dieses Buch gearbeitet hat, der sieht dann hoffentlich alles etwas gelassener, ist zufriedener, spart Geld und weiß, unnötige Falten zu vermeiden und unvermeidliche besser einzuschätzen.
Wir werden das Thema aus medizinischer, pharmazeutischer und psychologischer Sicht bearbeiten.
Ich danke hier für die anregende Mitarbeit durch meine Frau Susanne Witt, Apothekerin, und meine Tochter Ann-Kathrin Witt, Psychologin.




Aufbau der Haut


Die Haut unterscheidet sich je nach Körperregion, Geschlecht, Hautfarbe und Veranlagung, sie ist jedoch im Wesentlichen immer gleich aufgebaut. Unterschiedlich sind in erster Linie die Dicke der jeweiligen Schichten sowie die Häufigkeit der verschiedenen, in die Haut eingelagerten Hautkomponenten wie Haarfollikel, Talgdrüsen oder Schweißdrüsen.
Grob eingeteilt besteht die Haut aus drei Schichten, die ihrerseits wieder in Unterschichten gegliedert werden können.
Für Interessierte folgt eine genauere Erklärung.

a.) Von außen beginnend kommt zuerst die Oberhaut oder Epidermis, aufgebaut aus Epithelzellen und ohne eigene Durchblutung. Sie hat im Bereich der Handflächen und der Fußsohlen ihre größte Dicke mit 2–4 mm. Durch chronischen Druck oder andere anhaltende Belastungen kann die Dicke auch in Form einer Hornhautbildung noch zunehmen. Das andere Extrem mit entsprechend größerer Verletzlichkeit und Empfindlichkeit findet sich um die Augen mit lediglich 0,03 mm.
Die obersten Zellen sind abgestorben und werden im Laufe von circa 4 Wochen von unten her ersetzt, worauf sich die obersten Zellen ablösen. Mit zunehmendem Lebensalter verlängert sich diese Zeitspanne und es dauert etwas länger, bis sich eine neue Zellgeneration an die Oberfläche gearbeitet hat. Um das 60. Lebensjahr herum braucht der Prozess dann bereits gut doppelt so lange. Diese Zellteilung hört allerdings niemals komplett auf.
Innerhalb der Oberhaut befinden sich Talgdrüsen und Melanozyten. Auch die schönste Sonnenbräune hat somit nur eine recht begrenzte Haltbarkeit. Ganz genau gesagt kann man die Oberhaut in 5 zu unterscheidende Schichten einteilen, von denen die oberen drei verhornt und abgestorben sind: Hornschicht, Glanzschicht, Körnerzellschicht, Stachelzellschicht und zuletzt die Basalschicht, aus der die Zellen nach oben wandern, um schließlich die anderen Schichten zu bilden.

b.) Die Oberhaut geht dann in die 0,5-1,5 mm dicke Lederhaut über, um die Augen noch ein wenig dünner und an der Fußsohle bis zu 3,0 mm dick. Die Lederhaut ist fest mit der Oberhaut verzahnt und hat eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Hier findet man die Schweißdrüsen, Haarwurzeln, Temperatursensoren, Tastsensoren und viele Abwehrzellen. Neben all diesen Zellen besteht die Lederhaut zu einem recht großen Anteil aus Kollagen, elastischem Bindegewebe, Blutgefäßen und recht viel Hyaluronsäure, die in dieser Schicht viel Feuchtigkeit hält. Dieser recht komplexe Aufbau sorgt einerseits für Festigkeit, andererseits aber auch für Elastizität. In der Lederhaut werden nur 2 Zellschichten unterschieden. Die Papillen der höher gelegenen Zapfenschicht sind fest mit der Oberhaut verzahnt. In der darunterliegenden Netzschicht findet man vorwiegend ein dichtes Netz aus Kollagenfasern und elastischem Bindegewebe.

c.) Als letzte, nach innen abschließende Schicht fehlt noch die Unterhaut. Ihre Dicke ist großen Schwankungen unterworfen. Sie besteht zum überwiegenden Teil aus Fettzellen. Für diese starke Variabilität ist nicht nur die Zahl, sondern nicht zuletzt auch die Größe der Fettzellen verantwortlich. Eine Fettzelle kann sich unter entsprechenden Bedingungen auf das nahezu unglaubliche Tausendfache ihres ursprünglichen Volumens vergrößern. Dadurch wird die Haut dann stark aufgepolstert.

Fast am gesamten Körper liegt unter der Haut ein Muskel mit seiner Muskelfaszie aus sehr stabilen Kollagenfasern.

Das Wissen um den Aufbau der Haut hilft, die Veränderungen, die die Haut im Laufe des Lebens durchmacht, und die Wirkmechanismen der die Haut schädigenden Einflussfaktoren zu verstehen.




Was genau wollen wir unter Falten verstehen und welche Arten von Falten gibt es?


Keinerlei Falten würden eine absolut glatte, ebenmäßige Oberfläche ohne kleinere Erhebungen oder Vertiefungen und ohne jede Modulation bedeuten. Etwa so wie die Oberfläche von unbewegtem Wasser oder die Metallverkleidung eines Robotergesichtes. Die Haut aber ist weich, verformbar und besitzt eine gewisse Elastizität. Unter ihr bewegen sich Muskeln. Sie ziehen sich zusammen und entspannen sich wieder. Im Gesicht sind immerhin mindestens 23 Muskeln für die Mimik zuständig. Manche Autoren schreiben von bis zu 50 verschiedenen Muskeln. Erstaunlicherweise besteht darüber keine Einigkeit. Zumindest sind das für ein relativ kleines Gebiet eine ganze Menge, und das hat seinen guten Grund. Höher entwickelte Säugetiere und ganz besonders die Primaten benutzen diese Muskeln, um mit Hilfe der Mimik mit ihren Artgenossen und sogar mit anderen Spezies zu kommunizieren. Auch wir können instinktiv feststellen, ob unser Gegenüber gerade erstaunt, ärgerlich, aggressiv, freundlich, neugierig, ängstlich oder auch belustigt ist. Zieht sich nun so ein Muskel zusammen – für ein einfaches Lächeln arbeiten immerhin bereits 8 Muskeln zusammen –, so verzieht sich die darüberliegende und mit dem Muskel fest verbundene, vorher vielleicht glatte Haut, und schon erscheinen Falten im Gesicht. Und wie schon erwähnt, können diese Muskeln, je nachdem, welche und wie viele sich zusammentun und gleichzeitig aktiviert werden, im menschlichen Gesicht viele verschiedene Emotionen und Gemütszustände ausdrücken. Die durch den Gebrauch der Muskeln entstandenen Fältelungen sind dabei stark variabel und zunächst auch nicht von Dauer. Hierunter fallen die nach der damit assoziierten Gemütslage benannten Sorgenfalten, Lachfalten, Zornesfalten und ähnliche Dinge. Im Laufe der Zeit bleiben dabei aber durchaus gewisse Fältchen zurück.

Andere Falten entstehen durch Veränderungen im Aufbau der Haut, durch Verlust der Elastizität, Abbau von Fett, Kollagen und Muskeln. Das braucht seine Zeit und führt dann zu beständigen und oft auch relativ tiefen Falten. Verantwortlich sein können dafür schwere Krankheiten, stärkere Gewichtsabnahme und das Alter allgemein.
Kleine, feine Falten ergeben sich durch chronische, wiederholte und lang anhaltende Schädigung der Hautstruktur, beispielsweise durch Alter, Sonne, Alkohol oder auch Nikotin. Eine sehr häufige Ursache für feine Falten ist auch einfach mangelnde Feuchtigkeit, wie bei einem alten Apfel oder einer schrumpeligen Weintraube.
Viele Falten sind vermeidbar, gegen andere kann man zumindest etwas zur Minderung tun, und einige sollten am besten möglichst gelassen hingenommen werden, aber dazu später mehr.




Wo kommen die Falten eigentlich
jetzt genau her?


Wenn wir zur Welt kommen, ist unsere Haut neu und ungebraucht. Sie ist noch ohne irgendeinen Schaden, glatt, geschmeidig, weich, elastisch, sozusagen perfekt, aber auch viel empfindlicher als in späteren Jahren. Genau genommen ist sie noch nicht einmal fertig. Manche Drüsen sind noch nicht aktiv, die sprichwörtlich duftende Babyhaut.
In der Folgezeit herrscht im Hinblick auf mögliche Falten, Runzeln oder Altersflecken komplette Sorglosigkeit und Unbeschwertheit. Niemand denkt in jungen Jahren darüber nach, dass sich das ändern könnte, zumindest nicht sofort, nicht jetzt, später vielleicht, eher viel später. Man lebt und fängt an zu sündigen – also in Bezug auf seine Haut. Insbesondere in früheren Jahren wurde beispielsweise auf Sonnenschutz nicht allzu viel Wert gelegt. Das betrifft anfänglich noch die gegebenenfalls mangelnde Sorgfalt der Eltern, was den Schutz der besonders empfindlichen Kinderhaut angeht. Viele Jahre lang galt: Der erste Sonnenbrand zu Beginn des Sommers heilt ab, und dann schützt die resultierende Bräune die Haut ausreichend. Wenn dann doch einmal Sonnencremes verwendet wurden, dann mit Lichtschutzfaktor unter 10. Leider vergisst die Haut nicht, und die zunächst kleinen Schäden summieren sich über die Jahre. Erst einmal der Obhut der Eltern entkommen, kommen weitere Faktoren hinzu. Vielleicht fängt man an zu rauchen, entdeckt den Alkohol für sich, vermeidet die winterliche Blässe durch wiederholte Besuche im Solarium oder genießt die pralle Mittelmeersonne, während sich die Einheimischen in den Schatten zurückgezogen haben. Gedanken macht man sich dabei eher weniger, und die Zeit vergeht – schneller, als man denkt.
Und wie schon gesagt, die Haut vergisst nicht und sie verzeiht nicht.
Falten bedeuten, dass sich der ursprüngliche Zustand der Haut verändert hat. An jedem Tag, der vergeht, wirken die verschiedensten Einflüsse auf die Haut und belasten sie. Sie wird mechanisch, chemisch, hormonell, durch Strahlung, Gifte, Mangeldurchblutung und Trockenheit belastet und geschädigt. Die Haut verfügt zwar über jede Menge gut entwickelter Reparaturmechanismen, aber repariert ist nicht neuwertig, das gilt nicht nur für Autos.




Wie wirken die verschiedenen
Schädigungsfaktoren im Einzelnen?


a.) Die Zeit
b.) Die Sonne
c.) Das Rauchen
d.) Der Alkohol
e.) Klimatisierte, trockene Räume
f.) Stress und Sorgen
g.) Sonstige Faktoren (übertriebene Hauthygiene, falsche Ernährung, wenig Bewegung)


Die Zeit

Die Zeit vergeht, und es gibt absolut nichts, was wir dagegen tun könnten. Der Zahn der Zeit nagt an allem. Vom ersten Atemzug an tickt die Uhr. Alles im Universum altert. Unserer Sonne geht es zwar auch nach ein paar Milliarden Jahren noch recht gut, aber sogar sie altert. Eine Eintagsfliege sollte sich um morgen keine Sorgen machen, sondern einfach den Tag genießen. Wir reihen uns dazwischen ein, und trotz aller Gegenwehr und ständigen Fortschritten in der Medizin ist spätestens nach rund 100 Jahren Schluss. Bis es so weit ist, passiert so einiges in unserem Körper und natürlich auch mit unserer Haut. Unaufhörlich sterben Zellen und eben auch Hautzellen ab und müssen wieder ersetzt werden. Die Lebensdauer der verschiedenen Körperzellen variiert dabei erheblich.
Unsere Blutzellen kommen dabei je nach Art nur auf Stunden oder wenige Tage, dann sind sie auch schon wieder verbraucht und werden abgebaut. Die roten Blutkörperchen sind mit knapp 4 Monaten bereits recht langlebig. Von den Blutzellen, mit denen wir im Frühling spazieren waren, ist jedoch im Herbst keine einzige mehr vorhanden.
...
2 Sterne
Absolut nichts Neues  - 23.07.2025
Monika

Das hier veröffentlichte Buch enthält keinerlei neue Ansätze. Geschrieben wie eine Studie ist es ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Die Hälfte des Buches überschlägt man die Seiten. Auch das Cover finde ich eher unansprechend.

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