Cover: Lebensbalance als Chance

Lebensbalance als Chance
Lebensfreude erhalten oder erneuern


EUR 24,90

Format: 17 x 25 cm
Seitenanzahl: 252
ISBN: 978-3-7116-1030-0
Erscheinungsdatum: 15.12.2025
Wer möchte seine Lebensfreude erhalten oder erneuern? Im Buch „Lebensbalance als Chance“ bekommen sie viele Hintergrundinformationen und konkrete Anregungen, um ihre Gesunderhaltung und damit ihre Lebensfreude im Lebensalltag zu verwirklichen.
Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser, gehört eine Balance zu erhalten zu unserem Leben dazu? – Ich finde ja, es lohnt sich garantiert.-Wieso? Weil wir durch ein Leben in einer gesunderhaltenden Lebensbalance unsere Lebensfreude aufrechterhalten – quasi gratis bekommen. Was wollen wir mehr?

In „Lebensbalance als Chance“ gebe ich dir in den verschiedenen Abschnitten Anregungen und Hinweise damit du gut informiert entscheiden kannst, will oder muss ich überhaupt etwas in meinem Lebensalltag verändern? – Hintergrundwissen, welches physiologische, medizinische, psychologische und soziologische sowie theologische Aspekte beinhaltet, soll dir bei deinen Entscheidungen etwas zu verbessern oder zu verändern helfen. Du wirst vermutlich Neues erfahren und Altbekanntes lesen und dabei entsprechende Denkanstöße erhalten.

Indem du die fortlaufenden Selbstreflexionsfragen beantwortest, kannst du dein eigenes Denken, Fühlen und Handeln hinterfragen. Ziel ist es, deine Selbstkompetenz zu stärken.


Leben und Arbeit trotz aller alltäglichen Erschwernisse (Stressoren) in Balance zu halten ist gut und gern ein wünschenswertes Ziel. Es gibt nichts, was zufriedener macht, als in Einklang, in innerer Balance, mit sich selber zu sein.


Eine Lebensbalance zu halten betrifft aber nicht nur Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, sondern auch Menschen, die im Haushalt tätig sind oder Pflegende von Angehörigen sowie Rentner und Pensionäre, die sich häufig in Ehrenämter oder/und in der Familie engagieren.

Bewusst ist mir lieber Leser, dass ich dich auch mit noch so gut gemeinten Hinweisen und Impulsen nicht verändern kann, das kannst nur du allein bewirken. Jedoch versuche ich zu inspirieren und zu ermuntern, tatsächlich eine schrittweise Veränderung dort zu bewirken, wo du sie für dich erforderlich und gewinnbringend hältst.

Ein Zitat von Albert Einstein (*1879 + 1955) kann uns beim Verändern unterstützen: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Dass sich eine Lebensbalance in unserer schnelllebigen Zeit, die von Reizüberflutung und wachsendem Leistungsdruck geprägt ist, so einfach von alleine einstellt, ist nur schwer vorstellbar. Anregungen und Hilfestellungen, um für deinen Lebensalltag individuelle gesunderhaltende Wege zu finden, erhältst du im vorliegenden praxisnahen Ratgeberbuch. Dabei geht es mir nicht nur darum, unsere Lebensjahre zu verlängern, sondern zugleich unsere Jahre, in denen wir bei guter Gesundheit und reichhaltiger Lebensfreude verbringen, zu vermehren.



Entstehung des Buches und Danksagung

Vor rund 13 Jahren befand ich mich in einer beträchtlichen Lebenskrise, die durch ein seelisches Tief gekennzeichnet war. Sie wurde durch die starken Auswirkungen von Dauerstress, der sowohl in meiner Arbeitswelt als auch im Privatleben vorhanden war, ausgelöst.

Mit der Zeit lernte ich durch verschiedene Bewältigungsverfahren aus der Krise heraus zu meiner früheren vorhandenen Lebensfreude zurückzugelangen. Außerdem bekam ich in dieser Zeit durch einen langjährigen Freund sowie einem Arbeitskollegen seelische Unterstützung, um wieder Frohmut und Tatkraft zu entwickeln.

Hilfreich bei der Suche nach Bewältigungsstrategien war und ist mir sicherlich meine Tätigkeit als Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe. Durch eine langanhaltende intensive Recherchearbeit über die Auswirkungen und die Bekämpfung von Dauerstress und in der konsequenten Gestaltung einer gesund machenden Lebensbalance fand ich eine passende Handlungsstrategie.

Nachdem ich die für mich zufriedenstellende Vorgehensweise gefunden hatte, konnte ich in meinen Lebensalltag wieder wesentlich mehr Frohsinn einkehren lassen. Um dem stark stressbelasteten Pflegepersonal Möglichkeiten in die Hand zu geben, für sich eine ausgewogene Work-Life-Balance zu verwirklichen, veröffentlichte ich 2021 ein Fach- und Ratgeberbuch für Pflegeberufe. Es trägt den Titel: „Was tut mir wirklich gut? – Work-Life-Balance für Pflegeberufe“.

Mein tiefgreifendes Interesse an den vielen Faktoren, die zur Stressreduktion und Gesunderhaltung führen, hielt nach dem Verfassen dieses ersten Buches weiterhin an. Darüber hinaus bestätigen Erhebungen von verschiedenen Krankenkassen über alle Altersgruppen und Berufsbilder hinweg, dass Krankschreibungen wegen psychischer Leiden in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen haben.

Mir war und ist es ein grundlegendes Anliegen, auch über die Gruppe der Pflegeberufe hinaus stressgeplagten Menschen Hinweise und Impulse zu geben, damit sie ihr „Stress-Hamsterrad“ zum Stehen bekommen und in einen dringend benötigten Entspannungsmodus gelangen. Das jeder letztendlich seine tägliche Bewegungs- und Erholungszeit braucht, um wieder zu Kräften zu kommen, ist eine Erfahrung, die uns das Leben immer wieder gibt. Ebenso hilft uns eine tägliche Getränke- und Essensaufnahme, die im Idealfall unser Darmmikrobiom bei seiner wertvollen Arbeit unterstützt, wesentlich dabei unsere Gesundheit aufrechtzuerhalten.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse und noch etliche weitere dazu, entstand das vorliegende neue, aktuelle und ausführliche Ratgeberbuch. Ich gebe darin vielfache Anregungen, sodass der Leser seine oft unerkannten, schädlichen Gewohnheiten aufdecken und durch neue gesunderhaltende Gewohnheiten ersetzen und somit seine Life-Balance erhalten oder erneuern kann.

Ein Buchskript zu erstellen ist eine Sache, die andere heißt einen Verlag zu finden, der bereit ist, das vorliegende Skript zu einem Buch werden zu lassen. Mit dem Novum Verlag fand ich einen kompetenten Partner, um mein Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Einen besonderen Dank gilt meiner Großcousine und Freundin, Frau Brigitte Kramp, die als Diplomsozialpädagogin tätig war und als Entspannungspädagogin noch tätig ist. Durch ihr konstruktives „Zweitlesen“ und ihre kritischen Nachfragen konnte ich fortlaufende Verbesserungen ins Skript einfließen lassen.

Des Weiteren sage ich Frau Dr. med. Lioba Buscher, die als Internistin in eigener Praxis in Langerwehe (NRW) tätig ist, meinen herzlichen Dank. Sie hat die internistisch relevanten Themen auf die medizinisch korrekten Angaben durchgesehen.



Kapitel I

Definition und Einführung

Da ich dich als Leserin, als Leser persönlich ansprechen möchte, verwende ich „du“ als Ansprache! Ebenso verwende ich „wir“ und „uns“ häufig, um auch zum Ausdruck zu bringen, dass ich mich als Verfasser eigens miteinbeziehen möchte.
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit habe ich auf eine genderspezifische Schreibweise sowie eine Mehrfachbezeichnung verzichtet. Folglich bitte ich dich alle personenbezogenen Bezeichnungen als geschlechtsneutral zu verstehen.

Sich in einer realisierten Lebensbalance bzw. „Life-Balance“ zu befinden, bedeutet, dass alle wesentlichen Vorgänge unseres Lebensalltags sich die Waage halten. Durch die Gestaltung und Erhaltung von Life-Balance ist es möglich, ein gesundes und stabiles Wohlergehen zu erreichen und als Nebenwirkung erhältst du Lebensfreude pur.

Die Bezeichnung „Work-Life-Balance“ ist gegenüber einer Life-Balance enger an die Erwerbsarbeit gebunden. Life-Balance erweitert den Blick und umfasst den privaten sowie den beruflichen Lebensbereich.


Jeder ist aufgefordert seine ganz persönliche Balance zu finden! (Damit du vor lauter Verpflichtungen und Arbeit am Ende nicht dein Leben verpasst.)


Krankmachende Belastungen, egal in welchem Lebensbereich sie sich zeigen, als solche zu erkennen und sie weitgehend zu verändern, um in einer Ausgeglichenheit zu bleiben, ist ein lohnenswertes Ziel.

Im Ratgeberbuch kannst du dich durch verschiedenartige Themen und Lebensbereiche ansprechen lassen.

Kernthemen aus dem gesundheitshindernden Lebensbereich sind: Stress und seine körperlichen sowie seelischen Folgewirkungen, Bewegungsmangel plus Zuckerkonsum und Süßstoffe, Schlafstörungen, das Helfersyndrom, Genussmittel und Süchte, Burn-on/Burn-out.

Kernthemen aus dem gesundheitsfördernden Lebensbereich sind: Eine praktizierte Ernährungsintelligenz, die Erkenntnisse der Epigenetik sowie Infos zu den verarbeiteten Lebensmitteln und ihrem überhöhten Phosphat- und Salzkonsum berücksichtigt. Ebenso gehört unbedingt eine darmfreundliche Ernährung, die unserem gesamten Organismus und insbesondere unserem Gehirn zugutekommt, zu einer gesunderhaltenden Kost. Überlegungen und Impulse zu einer Ernährungsumstellung runden das Thema Esswaren ab.

Weitere Kernthemen sind: Resilienz und Positiv-Denkmodus, Auswirkungen des körperlichen Trainierens, Meditations- und Entspannungstechniken, Hobbys und Freizeitgestaltung, Achtsamkeit und das Waldbaden.

Randthemen, die den gesundheitsfördernden Lebensbereich unterstützen, sind: Zeitmanagement-Methoden, der digital Detox, das Dankbar-Sein und Gelassenheit, die Intuition, das Bauchgefühl sowie Herzgefühl und die Visionen.

Das im menschlichen Miteinander ein gelungenes „in Beziehung stehen“, sowohl im Privat- als auch im Arbeitsleben bestens als Stressdämpfer dient, wird an mehreren Stellen erörtert. Da für gläubige und suchende Menschen Religiosität und Spiritualität eine gute Ressource für den Umgang mit belastenden Lebenssituationen sowie mit Krankheiten sein kann, gehört dieses Thema ebenfalls ins Ratgeberbuch.

Die nun folgenden ersten Selbstreflexionsfragen geben dir einen Einstieg ins Thema:


Was sind meine Stressoren?


Was kann ich selber ändern?


Was ist für mich hilfreich und auch umsetzbar?


Diese Fragen und noch viele andere sowie an deine Lebenssituation orientierten Bedingungen wirst du anhand des Buches bedenken können. Ich wünsche dir beim Lesen viel Ausdauer und zugleich ein wenig Spaß und hoffe, dass du an der einen oder anderen Stelle ein Aha-Erlebnis hast.


Bestandsaufnahme

Wir leben vielfach in einer ständigen Überforderung. Wir hasten und rennen und haben doch das Gefühl, nicht dort anzukommen, wo wir hinwollen. Wir geben unser Bestes und sind doch nicht ganz zufrieden. Der Arbeitsalltag wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit und eine Menge an Aufgaben. Als „Gestresste“ lassen wir uns häufig von dem Gefühl leiten, noch eben dies oder jenes zu erledigen. Wir meinen, dass uns noch mehr Leistung aus dem Schlamassel heraushilft.

Im Stressgeschehen erkennen wir nicht, dass wir schlicht überfordert sind und eigentlich Aufgaben abgeben sowie neue Prioritäten setzen müssen. Wir bewegen uns immer weiter im Hamsterrad, weil die anfallende Arbeit nie fertig wird, denn es gibt immer noch etwas zu tun.

Nach der Beendigung eines Arbeitstages, der mit Hin- und Rückfahrt auch über 10 Stunden dauern kann, bleibt deutlich weniger Zeit für den Feierabend übrig. Des Weiteren greifen viele kurz nach Feierabend gleich noch mal zum Smartphone, rufen WhatsApp-Nachrichten und oder E-Mails ab, checken die Termine für den nächsten Tag oder erinnern den Kollegen an wichtige Infos für den nächsten Arbeitstag.

Zu den täglichen beruflichen Arbeitszeiten kommen für viele Menschen noch die häufig vorliegenden sozialen Verpflichtungen in der Familie (und unter Freunden). Diese Aufgaben werden „Care-Arbeit“ (Sorgearbeit) genannt.

Care-Arbeit beschreibt die Bundeszentrale für politische Arbeit (bpb) als „die Tätigkeiten des Sorgens und des Sichkümmerns. Darunter fällt Kinderbetreuung oder Altenpflege, aber auch familiäre Unterstützung, häusliche Pflege oder Hilfe unter Freunden.“ In der Vergangenheit wurden die Kinderbetreuung und die familiäre Unterstützung (Alten- und Krankenpflege) fast ausschließlich von Frauen geleistet. Im Zeitenwandel der Geschlechterordnung werden auch die Kinderbetreuung und die familiäre Unterstützung neu verteilt. Theoretisch scheint alles in Ordnung zu sein, jedoch sieht die Praxis anders aus.


Weiterhin leisten Frauen überwiegend die Sorgearbeit.


Im Oktober 2022 informiert das Gesundheitsmagazin der AOK (Krankenkasse) zum Thema Care-Arbeit folgendes, dass Männer durchschnittlich 2 Stunden und 46 Minuten und Frauen dagegen 4 Stunden und 13 Minuten Sorgearbeit am Tag leisteten. Der „Gender Care Gap“ liegt damit in Deutschland bei 52,4 Prozent bzw. Frauen wenden pro Tag im Durchschnitt 52,4 % mehr Zeit für die unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Weil die Sorgearbeit nicht gleichmäßig zwischen Männern und Frauen verteilt ist, spricht man von einer Gender Care Gape.

Wahrscheinlich existiert in unseren Köpfen noch vielfach ein Frauenbild, welches die Frau als „Kümmerin“ ersten Ranges ansieht. Dieses maßgebend historisch entstandene Frauenbild und die damit eingefahrene, jedoch überkommende Rollenvorstellung braucht sicherlich noch eine gewisse Zeit, um eine veränderte Sichtweise zu entfalten. Es liegt also an uns alle etwas für die Gleichstellung der Geschlechter zu tun!


Work-Life-Blending und Homeoffice

Eine um sich greifende Arbeitsoptimierung lautet: Work-Life-Blending. Darunter versteht man die Vermischung zwischen beruflichen und privaten Belangen. Die Digitalisierung ermöglicht eine flexible Überlagerung von beruflichen wie privaten Aktivitäten, losgelöst von Zeit und Ort.

Das bedeutet letztendlich, dass ich Berufliches zu jeder Tages- und Nachtzeit, wenn es erforderlich ist, zu erledigen habe. Es entsteht eine Art von dauerndem Bereitschaftsdienst, dazu gehört, selbst im Urlaub erreichbar zu sein. Anderseits kann ich private Interessen nach individuellen Zeiten in meinem Tagesablauf integrieren. Vermutlich stehen jedoch am Ende die beruflichen Interessen an erster Stelle.

Auf Biegen und Brechen soll vielfach eine Maximierung der Gewinne erzielt werden. Seit Jahren erfolgt daher eine stetig zunehmende Belastung auf alle Mitarbeiter und ihren Führungskräften. Wenn nun in dieser Situation die persönliche Gesundheitsvorsorge z. B. durch Ausdauertraining nur dazu dient, im Beruf noch mehr zu leisten, ist Skepsis angesagt. Denn ein Gesundheitsmanagement sollte sich positiv ins private wie ins berufliche Leben auswirken können.

Profitstreben, der Zwang zur Vernetzung sowie zur Selbstoptimierung kann leicht in Überlastung ausarten.

Die Erkenntnis, dass man nicht alles optimieren kann, wird sich mit der Zeit von alleine ergeben. Wenn ich lese, die Arbeitszeit ist in unserer Leistungsgesellschaft nichts anderes als ein „anderer Aggregatzustand von Geld“, dann habe ich die Befürchtung, dass aus der Selbstoptimierung schließlich nur eine Ausbeutung unserer Arbeitskraft entsteht.

Durch diese Verschmelzung von Arbeit und Freizeit kann am Ende Privatheit und wertvolle Lebenszeit abhandenkommen. Auch die häufig durchorganisierte Freizeit kann zu einer neuen Form von Arbeit werden.


Die Trennung zwischen Beruf und Lebensalltag wird in unserer medienbezogenen und schnelllebigen Zeit zu einer immer größer werdenden Herausforderung.


Das Arbeiten von zu Hause aus war in der „Corona Zeit“ (2020 bis Anfang 2023) für viele von uns zum Normalfall geworden. Laut Aussage des Statistischen Bundesamtes ist auch nach der Coronapandemie für rund 24 % der Erwerbstätigen das Homeoffice zu mindestens zeitweise eine Alternative zur Büroarbeit geworden.

In den Medien wird von einem hybriden Arbeiten gesprochen, von einer Kombination aus Homeoffice und zentraler Büroarbeit. Welcher Arbeitsort wie und wann für den einzelnen Mitarbeitenden infrage kommt, wird je nach Organisationseinheit unterschiedlich gehandhabt.

Beim hybriden Arbeiten sollten die Mitarbeiter ganz entscheidend mitbestimmen, von welchem Ort aus sie am besten arbeiten können, um somit individuelle Bedingungen (z. B. Kinderbetreuung oder Pflegebedürftige) ihres Privat- und Berufslebens besser in Einklang zu bringen.

Das hybride Arbeiten setzt eine Organisation voraus, in der die notwendige Kommunikation sowie Vertrauen untereinander und gegenüber den Führungskräften vorhanden ist. Um sich anerkannt und zugehörig zu einem Team zu fühlen sowie seine Kreativität zur Geltung zu bringen, sind gute Arbeitsumfeldbedingungen eine elementare Voraussetzung.

In einer Unternehmenskultur, die auf Offenheit und Meinungsaustausch basiert, besteht auch eine große Chance, dass eine gelingende Life-Balance realisiert werden kann.

Um das Arbeiten von zu Hause aus arbeitstechnisch beschwerdefrei und damit gesundheitsfördernd durchführen zu können, sind einige wichtige Voraussetzungen erforderlich:

Ein mit Kommunikationstechnik ausgestatteter Arbeitsplatz im privaten Wohnraum, der professionalisiert wird, ist eine gute Grundvoraussetzung für das Homeoffice. Dazu zählt: Ein ungestörter Ort mit einem geeigneten Computertisch, der idealerweise höhenverstellbar ist. Für ein aktives und rückenfreundliches Sitzen, einen ergonomischen Schreibtischstuhl, Zufuhr von Tageslicht, gute Belüftungsmöglichkeiten und weitere individuelle Arbeitsbedingungen.

Mir ist bewusst, dass die genannten (idealen) Bedingungen für ein gesundheitsförderndes Arbeiten (im Homeoffice) nicht immer für alle Betroffene möglich ist. Stattdessen muss die Couch oder der Esszimmertisch für die Arbeit am Laptop herhalten. Diese Situation ist aber auf lange Sicht nicht tragbar, weil durch die schlechte Körperhaltung Nacken- und Schulterschmerzen zwangsläufig entstehen.

Dass der Arbeitgeber bei der Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes laut Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) für Angestellte nicht nur finanziell unterstützend tätig wird, sondern die Arbeitsmittel und das Mobiliar dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellen sollte, ist nicht allen bewusst. Ein Erstattungsanspruch der Kosten besteht aber nur, wenn ein Arbeitnehmer dauerhaft im Homeoffice ist und das Büro des Arbeitgebers nicht nutzen kann (01.01.2023).

Das Arbeitsschutzgesetzt gilt auch für die Arbeit im Homeoffice (maximal 8 Stunden pro Werktag, dass Einhalten von Pausenzeiten und keine Sonntagsarbeit). Neben diesen arbeitstechnischen Voraussetzungen sind auch psychosoziale Gegebenheiten zu berücksichtigen. Zu nennen wäre unbedingt eine feste Tagesstruktur einzuhalten (immer zur gleichen Zeit arbeiten), die von Arbeitspausen und gewohnten Ritualen (z. B. Kaffee- oder Tee trinken) gekennzeichnet ist. Die Fähigkeit zur Selbstorganisation ist gefragt sowie die Neigung zur Prokrastination (Aufschieberitis) in den Griff zu bekommen, weil im häuslichen Milieu viele Ablenkungsfallen (ich könnte mal eben …) vorhanden sind.

Seine Arbeitsbereiche und private Bereiche zu trennen und nicht zu vermischen, so wie es beim Work-Life-Blending häufig der Fall ist, dient der Psychohygiene. Unter dem Begriff Psychohygiene versteht man allgemein die Vorsorge bzw. den Erhalt der psychischen und geistigen Gesundheit.

Eine schnell durchzuführende Psychohygiene Maßnahme bei der Computerarbeit und besonders in Stresssituationen stellt das Anwenden des Panoramablickes dar. Was versteht man darunter? – Lass deinen Blick in die Weite schweifen, ohne dabei etwas zu fokussieren und versuche zudem bis an die äußersten Ränder deines Blickfeldes zu sehen. Deinen Blick durch dieses Vorgehen ganz zu weiten löst in dir eine wünschenswerte Beruhigung aus.

Direkte soziale Kontakte von Mensch zu Mensch (Arbeitskollegen, Kunden, Klienten) sind im Homeoffice reduziert. Von daher ist deine tägliche Zeit für die Familie, Partner oder Freunde als Qualitätszeit zu bewerten, die dir unentbehrliche Lebensfreude bringen kann.


Spürst du in deiner „Qualitätszeit“ auch Lebensfreude?


Gelegenheiten, um körperliche Bewegung beim Homeoffice zu realisieren, gibt es auf verschiedenen Ebenen.

Da jede Bewegung „zählt“ kannst du z. B. beim Telefonieren durch den Raum gehen oder einen Raumwechsel durchführen sowie vorhandene Treppenstufen benutzen. Deine Sitzposition häufig zu wechseln (spätestens nach 20 Minuten) und dabei deinen Oberkörper nach links und nach rechts zu drehen, kommt deiner Rückenmuskulatur sowie deiner Wirbelsäule zu Gute. Zwischendurch auch mal im Stehen zu arbeiten, z. B. beim Lesen von Texten (Schriftgröße auf 200 % einstellen) und dabei das Gewicht abwechselnd auf das linke und rechte Bein zu verlagern, macht Spaß!

In den Pausen einen kurzen Spaziergang zu unternehmen, macht nicht nur gute Laune, sondern lässt uns hinterher wieder ruhiger und konzentrierter weiterarbeiten.

Sollte es regnen, macht es Spaß, anhand deiner Lieblingssongs ein paar Minuten drauflos zu tanzen (rocken). All diese alltagstauglichen Bewegungen regen Deinen Kreislauf ein wenig an und deine Muskeln setzen gesunderhaltende Botenstoffe (Myokine) frei, die auch positive Auswirkungen auf deine Gehirnfunktionen haben. Ideal wäre es, wenn du dreimal pro Woche Ausdauersport betreiben würdest, um deinen Körper beim Stressabbau zu unterstützen (lese auch in Teil II das Kapitel Ausdauertraining).

Das Arbeiten im Homeoffice wird als Alternative zur zentralen Büroarbeit bleiben und ein wichtiger Bestandteil für die Arbeitgeberattraktivität sein.


Beziehungen als Stressdämpfer und das Beziehungshormon Oxytocin

Ein gutes Verhältnis zu den Arbeitskollegen wirkt sich positiv auf die Berufszufriedenheit aus. Zudem liegt die Ursache für psychische Belastungen am Arbeitsplatz häufig bei schlechten oder gar kaum vorhandenen Beziehungen zu Arbeitskollegen. Daher wäre es gut, Arbeitskontakte zu pflegen und dich an gemeinsamen Aktivitäten zu beteiligen. Stressfreie Pausen sind im Miteinander äußerst wichtig. Ein gemeinsamer Spaziergang an der frischen Luft ist auch sehr zu empfehlen.


5 Sterne
Innere Balance finden! - 01.02.2026
B. Kramp

Dass jeder von uns aufgefordert ist, seine ganz persönliche innere Balance zu finden, um vor lauter Arbeit nicht sein Leben zu verpassen, ist eine der vielen Empfehlungen, die „Anton Freialdenhoven“ in seinem Buch veröffentlicht. Er untermauert in 25 verschiedenen Abschnitten aus dem Gesundheitsbereich das Ziel, ein gewinnbringendes Verhalten in seinen Lebensalltag zu integrieren. Dabei geht es ihm nicht nur darum, „unsere Lebensjahre zu verlängern, sondern zugleich unsere Jahre, in denen wir bei guter Gesundheit und reichhaltiger Lebensfreude verbringen, zu vermehren.“ „Balance als Chance“ ist ein absolut empfehlenswertes Ratgeberbuch!

5 Sterne
Lebensbalance als Chance - 23.01.2026
Brigitte Meier

Im Ratgeberbuch konnte ich mich durch 25 verschiedenartige Themen und Lebensbereiche ansprechen lassen. Ich erhielt Anregungen, um für mich individuelle Wege zu finden, die mir helfen, eine gesunderhaltende Lebensbalance zu erhalten oder neu aufzubauen.In diesem Buch geht es dem Autor insbesondere darum, „unsere Jahre, in denen wir bei guter Gesundheit und reichhaltiger Lebensfreude verbringen, zu vermehren."

5 Sterne
Nach der Leseprobe bin ich Neugier geworden. - 22.12.2025
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Das Buch habe ich zwar noch nicht gelesen, aber bin neugierig geworden. Lass mich überraschen!

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