Cover: Ich habe eine Psychose! Und nun?

Ich habe eine Psychose! Und nun?


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 82
ISBN: 978-3-7116-0400-2
Erscheinungsdatum: 15.01.2025
Und plötzlich hört sie Stimmen … Anke Vuge kommt mental so an ihre Grenzen, dass ihre Psyche dem Druck nicht mehr standhält und sie mit Stimmen Gedanken und Gefühle kommuniziert, die sie über Jahre ignoriert hat. Jetzt hilft sie Menschen, den Geist zu stärken.
Vorwort

Bevor Sie dieses Buch lesen, muss ich noch etwas loswerden. Es ist sowohl eine Warnung als auch eine Offenbarung über mich selbst. Alles, was in diesem Buch steht, entspricht dem, was ich glaube, getan habe, gedacht habe und dessen tiefe Überzeugung ich teile. Nichts davon müssen Sie glauben, nichts davon ist wissenschaftlich erwiesen, nichts davon müssen Sie tun oder anwenden. Es ist und bleibt ihre Entscheidung, was Sie tun beziehungsweise wie Sie darüber urteilen. Das Einzige, worum ich Sie bitte, ist, darüber nachzudenken und sich Ihre eigene Meinung zu bilden. Nicht mehr und nicht weniger. Und vor allem: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Ich weiß, das klingt einfach, ist es aber manchmal nicht.

Das Lesen dieses Buches kann Sie emotional, mental und körperlich fordern. Wenn Sie beim Lesen etwas Altes loslassen, alten Ballast abwerfen oder eine schlimme Erinnerung in Ihnen hochkommt, dann machen Sie erst mal nicht weiter. Manches braucht seine Zeit, also gönnen Sie sich Pausen. Sie müssen wissen, dass auch Gedanken Konsequenzen haben. Es können Gedanken und Erinnerungen hochkommen, die Sie verarbeiten müssen. Emotionen und Anspannungen, die aus Ihrem Körper fließen. Wichtig ist: Wenn Sie merken, dass etwas nicht stimmt, sei es körperlich oder psychisch, scheuen Sie bitte nicht den Besuch beim Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeut ihres Vertrauens. Das müssen Sie sich wert sein.



Selbstoffenbarung

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch schreiben soll oder nicht. Der Grund, wieso ich es letzten Endes doch getan habe, ist ein Vers von Leo Tolstoi:

„Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst.“

Die Menschen um sich herum kann man nicht ändern. Das Einzige, was sich wirklich ändern lässt, sind wir selbst. Trotz allem habe ich früher auch das versucht. Jeder, der mit jemandem zusammenlebt, versucht ab und an, etwas an seinem Partner zu verbessern. Das funktioniert nur leider in den seltensten Fällen. Und seien wir ehrlich: Sollte es wirklich möglich sein, hätte man am Ende auch nicht die Person, in die man sich zuvor verliebt hat.

In der Kindheit hatten viele von uns die Vorstellung, Arzt zu werden, Feuerwehrmann oder Superheld, der die Welt einfach etwas besser macht. Jeder hatte mal den ein oder anderen Impuls, irgendetwas zu tun, was die Welt zu einem schöneren, glücklicheren Ort macht. Im Eifer des Erwachsenwerdens ändert sich das und gerät in Vergessenheit. Meist ist es das Umfeld, Familie und Freunde, die einen davon überzeugen, dass man definitiv einen Job braucht, der Geld in die Kasse spült.

Mir reichte das aber nicht mehr. Ich hatte fast 25 Jahre lang denselben stressigen Job. Wirklich erfüllt hat mich das aber nicht. Es hat Geld gebracht, ein Haus, ein Auto, die Altersvorsorge aber trotz allem war ich nicht zufrieden mit mir. Ich fühle immer noch diesen Impuls in mir, etwas zu verändern, etwas zu verbessern. Auch wenn ich das mit einer Selbstoffenbarung tue. Ich habe keine Lust mehr, eine Maske zu tragen, wie es die meisten unbewusst tun. Ich will die sein, die ich nun mal bin.
Wovon ich hier rede, ist Selbstbestimmung. Ich bestimme über mich selbst und ich habe mich entschlossen, die Frau zu werden, die ich immer hätte sein sollen. Ich bin jetzt schon länger auf dem Weg und habe für mich ein paar Abkürzungen entdeckt. Das Einzige, was ich von Ihnen brauche, um Sie auch auf den Weg der Selbstbestimmung zu bringen, ist Vorstellungsvermögen und Durchsetzungskraft. Ich habe vieles ausprobiert und manches davon wird vermutlich jenseits ihrer Vorstellung liegen. Seien sie bitte offen für andere Möglichkeiten und bleiben Sie ehrlich zu sich selbst. Mehr verlange ich nicht von Ihnen. Kommen wir nun zu den Beweggründen, warum ich mein Leben komplett umkrempele.
Wie bei den meisten gibt es immer einen besonderen Grund, wieso man gezwungen wird umzudenken. Auch bei mir gibt es ein einschneidendes Erlebnis, das mich zur Veränderung getrieben hat. Eigentlich waren es sogar mehrere. Von Autounfällen, Fehlgeburt, stressigem Job, es waren einfach viele Gründe. Aber einer davon hat das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht.

Burn-out, Depression, Psychosen und Schizophrenie sind Begriffe, mit denen ich nie etwas zu tun hatte. Ich habe mich oft gefragt, wie so etwas entsteht? Habe ich eine genetische Veranlagung dafür? Gab es schon mal einen Fall in unserer Familie? Nichts davon konnte ich beantworten. Bis jetzt.

Meine Diagnose ist Depression mit schizophrenen Symptomen. Trotz all der Fragen kann ich immer noch nicht sagen, wo dieser Wahnsinn bei mir genau begann. Und es dauerte sehr lange, bis ich überhaupt einsah, dass ich krank war. Mittlerweile habe ich diese Diagnose akzeptiert und ich muss gestehen, wenn es bei mir aus dem Nichts entstehen kann, dann kann es auch jedem anderen passieren. Das ist der Grund, wieso ich mich verändern muss. Weil ich mich selbst krank gemacht habe. Wenn ich tippen sollte, bin ich von einem Erschöpfungszustand über Burn-out, dann weiter zur Depression gegangen und landete bei Wahn und Weltuntergangsszenarien. Dabei hörte ich Stimmen; meine eigenen als auch mir völlig fremde. Zumindest glaubte ich das bis dahin. Ich fand mich in einer Art Verschwörungstheorie wieder, die mir zum damaligen Zeitpunkt völlig logisch und real erschien. Ich könnte jetzt weit ausholen und beschreiben, was ich alles hörte oder fühlte. Aber ich denke, das würde den Rahmen sprengen, und Sie ängstigen, will ich erst recht nicht. Sollten Sie es doch wissen wollen, lesen sie den nächsten Absatz. Ich habe aber auch Verständnis dafür, wenn Sie ihn lieber nicht lesen wollen. Es ist Ihnen überlassen.

Ich schreckte mitten in der Nacht auf. Hatte da jemand gesprochen? Ich horchte in den Raum hinein, konnte aber nur das kontinuierliche Schnarchen meines Mannes ausmachen. Er schlief fest. „Kannst du mich hören?“, klang es in meinem Kopf. Ich nickte abwesend. „Kannst du mich jetzt noch hören?“ Die Stimme wurde jetzt leiser. Wieder nickte ich. Es war meiner Meinung nach eine göttliche Stimme und ich schien in einer Art Test zu sein. „Hörst du mich jetzt auch noch?“, schallte es in meinem Kopf. „Warum bist du hier?“, wollte ich wissen. Als Antwort bekam ich; „Weil du nicht zuhörst! Du musst lernen zuzuhören.“
Ich überlegte. „Möchtest du lernen zuzuhören?“, fragte mich die göttliche Stimme. Ich bejahte das, und der Test ging weiter. Immer wieder wurde ich getestet, ob ich noch etwas höre, solange bis ich nichts mehr verstand. „Lerne zuzuhören!“, sagte die Stimme und dann verschwand sie. Ich zitterte und schaute auf die Uhr. Das Erlebnis hatte gut 45 Minuten gedauert. Einen Moment lang wollte ich meinen Mann aufwecken und ihm erzählen, was passiert war, aber ich schwieg. Danach schlief ich irgendwann ein.
Nach all dem fing ich an, mich für Channeling, Telepathie, die innere Stimme und Intuition zu interessieren. Denn die Stimmen, die ich von nun an hörte, waren männlich und hatten definitiv nichts mit mir zu tun. Je mehr ich mich mit diesen Themen beschäftigte, umso mehr Fragen stellte ich den Stimmen. Ich begann zu verstehen, dass es eine Art Telepathie sein musste, denn es tauchten weitere Stimmen auf. Diesmal war ich mir aber sicher, dass sie zu mir gehörten, denn sie nannten mir ihren Namen: der Mann, die Wut, die kleine Anke, die noch kleinere Anke, die weise Frau, das DU, das ICH und weitere, die ich als fremd einstufte. Manche von ihnen waren mitfühlend, ermutigend und hilfreich, andere dagegen ängstlich, wütend, kritisierend oder regelrecht einschüchternd.

Da es mir vorkam, als wären es Teile von mir selbst, hörte ich, was sie über mich zu sagen hatten. Ihre Einschätzungen und Einwände mir gegenüber waren berechtigt und ich erkannte mich selbst. Ich versuchte, mich mit den Stimmen zu einigen, einer nach der anderen. Manchmal verschwand eine von ihnen und wurde vermutlich eins mit mir, andere blieben.
Daher begann ich, mich mit dem Thema der Selbstliebe und dem Selbstwert zu beschäftigen, denn alle Gesprächsthemen kreisten um mich wie eine Schar Geier. Als ich dann meine Stimmen nach meinem Selbstwert fragte, bekam ich eine interessante Antwort. Ich sollte in den Flur gehen und den darinstehenden weißen Schrank öffnen. Was ich dort fand, war ein kleiner Beutel voll mit Münzen. Mir wurde erklärt, dass das mein momentaner Wert wäre. Mir wurde plötzlich angst und bange. Wie konnte das sein? Und wo kam der Beutel her? War er vielleicht schon länger darin und ich hatte ihn einfach ausgeblendet? Ich schob es auf einen Zufall. Bestimmt hatte ich mich nur selbst ausgetrickst, und mein Unterbewusstsein wusste wahrscheinlich längst, dass im Schrank dieser Beutel lag. Ich verlangte nach schlagkräftigen Beweisen und die bekam ich auch.
Am nächsten Tag sollte ich meine Tochter wie gewohnt zum Karatetraining bringen. Auf dem danebenliegenden Parkplatz stand eine große Linde. Dort sollte ich nach einem Geschenk suchen. Also stieg ich aus und ging auf den Baum zu. Was ich dort auf dem Boden fand, war ein silberner Kugelschreiber. Er würde mir helfen zu schreiben, so sagte man mir. Das genügte mir als Beweis für eine spirituelle Führung.

Mit der Zeit war ich hin- und hergerissen zwischen der spirituellen Welt, den Stimmen und der realen Welt, die mich umgab. Immer wieder meldete sich jemand zu Wort, selbst wenn ich mich gerade in einem Gespräch befand. Mit der Zeit wurde ich immer wieder gefragt, ob es mir gut gehe, denn ich sei abwesend. Ich wusste stellenweise nicht mehr, wem ich gerade zuhören sollte. Ich war von meiner inneren Kommunikation abgelenkt. Aber es war wie eine Sucht, sich zu unterhalten, während niemand etwas wahrnahm. Ich fühlte mich besonders, einzigartig. Selbst im Baumarkt, wo ich mit meinem Mann unterwegs war, bekam ich Auskunft darüber, welchen Gang wir suchen sollten. Songs im Radio schienen nur für mich zu spielen. Es war wunderschön und berauschend. Ich lebte in purer Euphorie und das Leben war schön.

Danach ging es abwärts. Ich konnte nicht mehr zwischen guten und schlechten Stimmen unterscheiden. Immer wieder bekam ich Bilder im Kopf, wie ich vor der Spüle stand und mir mit dem Messer die Pulsadern öffnete. Manche Stimmen meinten sogar, dass ich mich mit einem neuartigen Coronavirus angesteckt hätte und in Quarantäne sollte. Ich erzählte es meinem Mann, aber ich stieß nur auf taube Ohren. Ich schlief immer schlechter, denn auch nachts ließen mich die Stimmen nicht mehr schlafen. Ich wurde Nacht für Nacht regelrecht drangsaliert von den Stimmen in mir. Am Ende war ich überzeugt davon, dass ich eine Gefahr für die Welt darstellte, sodass ich ernsthaft versuchte, mir etwas anzutun. Zum Glück wurde dieser Versuch von meinem Mann vereitelt. Er rief den Rettungswagen, und ich wurde von zwei Männern mit Gewalt abgeholt. Selbst im Wagen überlegte ich noch, ob ich den Feuerlöscher erreichen könnte. Ich wurde in eine Klinik eingewiesen, überzeugt davon, dass ich das Ende der Welt herbeiführen würde.
Das ist jetzt ein Jahr her. Noch immer höre ich Stimmen, aber sie sind freundlich und ich weiß, dass es Aspekte meiner Selbst sind. Ob alle jemals verschwinden werden? Ich weiß es nicht. Das ist meine Psychose im Schnellverfahren.

Sehen Sie diesen Absatz als eine kleine Warnung. Denn wenn mir so etwas passieren kann, dann kann es jedem passieren. Sollten sie an Konzentrationsschwäche leiden, sich lustlos, emotionslos oder antriebslos fühlen, eine innerliche Leere spüren oder sogar Schlafprobleme haben, dann warten Sie nicht lange und suchen Sie einen Arzt auf, und zwar bevor das Kind in den Brunnen fällt. Vor allem, wenn Ihnen von Menschen in ihrer Umgebung gesagt wird, dass Sie sich anders oder merkwürdig verhielten, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. Ein Arzt kann in dieser Situation noch das Schlimmste verhindern.
Wie schon gesagt, steckte ich in einer Depression. Dieses Buch ist so aufgebaut, dass es darstellt, wie ich in diesen Zustand gelangte und mit welchen Schritten ich vorging, um herauszukommen.


Vorstellungsvermögen und Visualisierung

Viele Dinge, die ich ausprobiert habe, funktionieren über das Vorstellungsvermögen. Es ist die Fähigkeit, sich etwas so detailgetreu wie möglich vorzustellen. Unser Gehirn funktioniert bevorzugt über abgespeicherte Bilder. Gemachte Erfahrungen und Erinnerungen können wie ein Video abgespielt werden. Aus diesem Grund ergibt es Sinn, sich in Visualisierung zu üben.

Fangen Sie mit einem einfachen Gegenstand an. Nehmen Sie zum Beispiel einen Apfel. Halten Sie ihn in der Hand, drehen Sie ihn in jede Richtung und schauen Sie, wie die Oberfläche beschaffen ist. Welche Farbe hat er? Schnuppern Sie mal dran. Was riechen Sie? Beißen Sie mal beherzt rein. Wie schmeckt er? Saftig, süß, sauer, mürbe, pelzig. Was für Erinnerungen oder Gefühle kommen in Ihnen hoch? Nehmen Sie ihn mit allen Sinnen wahr. Und nun legen Sie den Apfel zur Seite. Setzen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Strecken Sie die Hand aus und stellen Sie sich vor, Sie hätten diesen Apfel jetzt in der Hand. Machen Sie im Geiste genau dasselbe. Sehen Sie ihn von allen Seiten an. Riechen Sie an ihm und stellen Sie sich vor, wie er schmeckt. Merken Sie die Schwere in Ihrer Hand, als ob er wirklich da wäre.

Wenn es in Ihrer Vorstellung fast real ist, dann ist es das auch für Ihr Gehirn. Üben Sie mit verschiedenen Gegenständen. Trainieren Sie und probieren Sie sich aus.


Durchsetzungskraft

Das ist die psychische Stärke, die gebraucht wird, um seine eigene Lustlosigkeit, Ablenkungen und andere Blockaden zum angestrebten Ziel zu überwinden. Man hat ein festes Ziel und ist entschlossen, es auch zu erreichen. Sollte man das Ziel erreichen, ist das Resultat die Durchsetzungskraft. Je öfter man also Ziele verfolgt, kleine wie große, desto ausgeprägter wird die Durchsetzungskraft. Sie wird mit jedem erreichten Ziel größer.
Bei mir musste ich stark an dieser Kraft arbeiten, denn ich schob jede Kleinigkeit fast chronisch auf die lange Bank. Aus dem Grund habe ich mich selbst ausgetrickst, indem ich mir statt eines großen Ziels lieber viele kleine Teilziele steckte. Egal ob alles gleichzeitig oder in kleinen Schritten gemacht wird, das Ziel bleibt dasselbe. Aber so haben Sie einen Grund, sich öfter zu loben. Statt einmal stolz auf sich zu sein, können Sie sich öfter als einmal auf die Schulter klopfen. Also unterteilen Sie größere Projekte, wie Entrümpelung, Gartenprojekte, lieber in kleinere Teilziele auf. Da hat man mehr davon und vor allem auch zwischendurch mehr Erfolgsgefühle, was wiederum mehr motiviert.


PSYCHOSE geschrieben am 10.10.2023 von Anke Vuge
Ein dumpfer Ton, die Flasche fällt.
Ich habe mich zu dumm angestellt.
Mein Mann greift die Hände, hält sie starr.
Der Notruf! Das ist alles gar nicht wahr.

Du hast jetzt nur noch eine Chance.
Die Macht, der Wahnsinn, er war groß.
Die Augen weit, kniend ging ich zu Boden.
Wimmernd und weinend, ich wurde belogen.

Ein Stimmenwirrwarr spricht zu mir.
„Du bringst sie alle um, das schwör ich dir.“
„Nun greif doch zu und mach schnell Schluss.
Bevor noch ein anderer das erledigen muss.“

Wie lange es dauerte, ich weiß es nicht mehr.
Zwei Männer kamen, da fiel das Bewegen schwer.
Mein Blick glitt den metallenen Wänden entlang.
Ob ich den Feuerlöscher noch erreichen kann?

Schmerzhaft war der einzige Stich.
Ich schrie, doch verstand ich nicht.
Festgezurrt, fixiert die Arme links und rechts.
Und es wurde stiller. Das Licht endlich erlischt.



Organisation ist alles

Aufschreiben hilft! Mein Kurzzeitgedächtnis hat die ersten Monate echt gelitten. Ich konnte mir die einfachsten Dinge nicht mehr merken und vergaß ständig etwas. So lief ich öfter durch den Raum und wusste nicht mehr, was ich eigentlich wollte. Zu viel schwirrte mir im Kopf herum, dass ich mich stellenweise gar nicht richtig konzentrieren konnte. Also fing ich an, mir für alles Mögliche Notizen zu schreiben. So hat man alles auf Papier gebracht und braucht es nicht mehr im Hinterkopf zu behalten. Ich war konzentrierter und vor allem organisierter im Alltag. Für ein optimales Zeitmanagement brauchen Sie eine Priorisierung und vor allem ein Fälligkeitsdatum. Gerade wenn Sie sich Ziele setzen, ist es wichtig, das Ziel genau zu definieren. Was ist Ihr Ziel? – Ich möchte abnehmen. Wie viel will ich abnehmen? Und vor allem in welchem Zeitraum? Vielleicht wollen Sie eine Hütte im Garten bauen. Unterteilen Sie bei großen Projekten lieber in kleinere Teilaufgaben. So wird kein Schritt vergessen und Sie können die Zeit besser planen. Es muss nicht perfekt sein. Außerdem gibt es viele professionelle Apps, die Sie als Hilfsmittel nutzen können.
Sollten Sie wie ich Papier bevorzugen, besorgen Sie sich besser ein Klemmbrett und finden Sie dafür einen festen Platz. Sonst gehen Listen und Co. schnell im Papierkram unter und verschwinden auf Nimmerwiedersehen. Schreibkram, Rechnungen und Briefe sind mir ein Greul. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, Boxen zu holen, worin ich zum einen den Schriftverkehr und zum anderen die Quittungen und Bons für die Steuer sammele. Außerdem habe ich mir eine Aktenmappe mit mehreren Fächern zugelegt. So kann ich Versicherungen und Rechnungen separat vorsortieren und muss sie dann nur noch abheften. Die folgenden Punkte sind Ideen, die meinen Tag auf jeden Fall entspannter und strukturierter machen. Vielleicht ist auch etwas für Sie dabei.
5 Sterne
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Sylvia

In diesem Buch können sich Personen mit dieser Erkrankung wiederfinden und lernen mit ihrer Erkrankung umzugehen

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