Cover: Ich dachte, ich müsste Mutter sein

Ich dachte, ich müsste Mutter sein
Mein Weg durch den Kinderwunsch, den Schmerz und das Danach


EUR 19,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 200
ISBN: 978-3-7116-1137-6
Erscheinungsdatum: 23.09.2025
Ein ehrliches, bewegendes Buch über unerfüllten Kinderwunsch, gesellschaftliche Erwartungen und die Kraft, das eigene Leben neu zu gestalten. Offen, mutig und voller Hoffnung – für alle, die Lebenspläne überdenken und ihren eigenen Weg finden mussten.
Vorwort


Dieses Buch ist kein Ratgeber. Es ist eine Einladung.

Eine Einladung, meine Gedanken zu lesen, meine Gefühle zu fühlen und vielleicht in manchen Zeilen ein Stück von dir selbst wiederzufinden. Ich schreibe nicht, weil ich alle Antworten habe. Ich schreibe, weil ich über Fragen sprechen möchte, die oft unausgesprochen bleiben. Über Themen, die wehtun. Und über Themen, über die kaum jemand spricht. Zu lange habe ich gedacht, dass man über manche Dinge einfach nicht spricht. Kinderlosigkeit war so ein Thema. Mit diesem Buch breche ich mein eigenes Schweigen – für mich und für all jene, die sich nicht trauen, laut zu sagen: „Ich habe mir das alles anders vorgestellt.“

Wenn ich heute auf mein Leben blicke, fühle ich mich überaus glücklich – doch es war nicht immer so. Es gab Momente, in denen ich dachte, die Welt bricht über mir zusammen. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und noch länger, um meine Gedanken mit euch zu teilen. Mein Kindheitstraum, von der perfekten Familie, von Kindern, die unser Zuhause mit Leben füllen, ist nach vielen Jahren geplatzt. Mit diesem Buch möchte ich dir mitteilen: Du bist nicht allein. Genau wie es vielen Frauen ergeht, ist es auch mir ergangen. Und eines sage ich dir, es gab Tage, an denen ich die ganze Welt „hasste“, an denen ich keine Kinder ansehen konnte und an denen ich mit niemandem reden wollte. Nun kann ich mit einem Lächeln auf diese Zeit zurückblicken. Denn genau dieser Traum, der zerbrach, hat mir gezeigt, dass ich mein Leben selbst gestalten kann. Und ich bin dankbar, dass ich meinen eigenen Weg gefunden habe – so wie es sein sollte. Dieses Buch handelt vom Glück, der großen Liebe, von Hoffnung, von bitteren Wahrheiten und von der Herausforderung, einen neuen Abschnitt anzutreten. Immer wieder waren es Begegnungen mit anderen Menschen – mit Freunden, der Familie und entfernten Bekannten –, die mich sowohl enttäuschten als auch ermutigten. Jeder hatte eine Meinung zu meinem Weg – zu unserem Weg. Häufig waren es gut gemeinte Ratschläge, die mich jahrelang verfolgten und noch immer in meinen Gedanken nachklingen, oder unbedachte Worte, die eine emotionale Achterbahn in meinem Kopf auslösten.

Ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt, ebenso auch meine Ehe. Besonders schmerzhaft war es, wenn wir den Satz hörten: „Ihr könnt keine Kinder bekommen“. In einem solchen Moment zerbricht alles. Alles, was man sich je vorgestellt hat, alles, was ich mir je gewünscht hatte, alles, was mein Mann und ich uns gemeinsam erträumt hatten, war mit einem Mal zerstört. Wir brauchten Wochen – nein, Monate, um wieder zusammenzufinden, um zu wachsen und uns gegenseitig zu stärken. Doch genau durch diese schmerzvollen Erfahrungen haben wir gelernt, dass unser Glück nicht von Kindern abhängig ist. Unsere Bilderbuchfamilie benötigt keine weiteren Menschen – es reichen wir beide! Es liegt an uns, unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten – ob mit oder ohne Kinder.

Mit diesem Buch möchte ich auch darauf aufmerksam machen, wie sehr der Einfluss anderer Menschen uns prägen und lenken kann. Ich schreibe, weil ich nicht mehr schweigen will. Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft entfernte Bekannte, aber auch Freunde und Familienmitglieder zu mir kamen und fragten: „Na, wie sieht es denn aus bei euch? Wann ist es denn so weit?“ Genau solche Sätze lösten eine unglaubliche Wut in mir aus. Und meine Gegenüber wussten oft nicht, welches Gefühlskarussell sie gerade in mir entfesselten.

Ich möchte mit diesem Buch tiefer in die Thematik der kinderlosen Ehe und kinderlosen Beziehung eintauchen und die Menschen für dieses Thema sensibilisieren. Vor allem aber möchte ich allen, die dasselbe Schicksal erleben, mitteilen: Du bist nicht allein!

Vielleicht liest du diese Zeilen gerade mit einem Kloß im Hals. Vielleicht hast du gerade selbst einen negativen Test in der Hand gehalten oder du fragst dich zum hundertsten Mal, warum es bei allen anderen klappt – nur bei dir nicht. Wenn ja: Dann möchte ich dir sagen – du bist nicht allein. Ich weiß, wie es sich anfühlt, jeden Monat neu zu hoffen und dann doch wieder enttäuscht zu werden. Und ich hoffe, dieses Buch kann dir ein kleines bisschen den Druck von den Schultern nehmen.

Abschließend möchte ich betonen: Jeder Lebensweg ist einzigartig und verdient Respekt. Es liegt an uns, unser eigenes Glück zu definieren und uns nicht von gesellschaftlichen Erwartungen bestimmen zu lassen. Glück findet sich in der Liebe, im gegenseitigen Verständnis und in der Freiheit, das Leben nach unseren eigenen Wünschen zu gestalten. Lasst uns Mut fassen, stolz auf unsere eigenen Geschichten zu sein – Geschichten, die das Leben schreibt. Das hier ist meine Geschichte – und vielleicht auch ein bisschen deine.

Denn wie meine Lieblingsband so schön sagte: Du schreibst Geschichte!




Kapitel 1

Die Liebe meines Lebens


Ob es Schicksal war oder reiner Zufall – ich werde es nie wissen.

Ich habe nie an die eine große Liebe geglaubt.

Nicht wirklich.

Liebesfilme fand ich übertrieben und diese Kitschmomente in Büchern waren mir zu unrealistisch. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich längst genug von halbherzigen Kennenlernphasen, zu vielen Hoffnungen und Enttäuschungen.

Doch dann stand er da.

Der Mann, der nicht laut, nicht aufdringlich, nicht perfekt war – aber echt. Echt auf eine Art, die man nicht erklären kann, sondern einfach fühlt.

Mit ihm begann ein ganz neues Kapitel in meinem Leben.

Und ich spürte zum ersten Mal: Vielleicht war Liebe doch nicht überbewertet.

Man sagt, wahre Liebe kommt dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Wie kam es also bei mir dazu, dass ich mich bereit fühlte, ein Kind zu bekommen?

In diesem Kapitel möchte ich dich mitnehmen an den Anfang meiner Reise – eine Geschichte, die so viele Wendungen nahm, dass ich sie selbst oft kaum glauben kann. Eine Geschichte, in der ich mich selbst neu entdeckte – als Frau, als Partnerin, als Mensch mit Sehnsucht nach mehr.

Wie viele andere Teenager hatte ich eine ausgelassene Jugend. Ich war viel unterwegs und ja, ich habe mich auch ordentlich amüsiert. Geboren und aufgewachsen in einem kleinen Dorf, zog ich zum Studieren in eine drei Stunden entfernte Stadt. Dort begann ich meine vierjährige Ausbildung zur diplomierten Pflegeperson. Während dieser Ausbildung führte ich eine dreijährige Beziehung mit einem Schulkollegen. Doch wie so oft in jungen Jahren endete diese Beziehung und mit diesem Ende … tja, da lernte ich die Männerwelt der Stadt kennen. Es begann sozusagen eine neue Lebensphase für mich. Ich war gerade 22 Jahre alt und du kannst dir bestimmt vorstellen, wie gerne man in diesem Alter ausging, feierte und oft die ganze Nacht von Bar zu Bar hüpfte. Eine große Liebe und eine Familie? Das war für mich zu dieser Zeit unvorstellbar weit entfernt. Kurz nach der Trennung schloss ich mein Studium ab – ein weiterer Grund zum Feiern.

Während viele meiner Freundinnen bereits auf Dating-Apps unterwegs waren, wehrte ich mich anfangs entschieden dagegen. Ich liebte das echte Flirten – den Augenkontakt in einer vollen Disco, das erste Lächeln, das schüchterne Annähern. Es war die Spannung, die in der Luft lag, die mich reizte. Ja, das war sehr verlockend für mich. Doch meine beste Freundin drängte mich irgendwann, endlich ernsthaft ins Datingleben einzusteigen, statt nur flüchtige Bekanntschaften beim Feiern zu machen. So kam es, dass ich während eines Nachtdienstes als Krankenschwester mein Handy zückte und eine Dating-App installierte – TINDER. Meine Arbeitskollegin, die mit mir im Dienst war, war skeptisch: „Bist du sicher, dass du so jemanden kennenlernen willst? Da wollen doch alle nur Sex!“ Mit einem Schulterzucken entgegnete ich: „Man weiß ja nie.“ Ich tat so, als wäre es mir egal. Aber ehrlich gesagt … ein kleiner Funken Hoffnung war da. Vielleicht, ganz vielleicht, wartete da doch jemand Besonderes hinter einem dieser Bilder.

Und so erstellte ich mein Profil. Zwei Minuten später stand meine Kollegin schon neben mir und schaute gespannt auf mein Handy. Gemeinsam scrollten wir stundenlang durch die Profile: Einmal nach rechts, einmal nach links. (Keine Sorge, wir haben zwischendurch natürlich gearbeitet!) In jeder Pause wurde die App genutzt und wir beurteilten Bilder, Texte und das Aussehen der Männer. Besonders amüsant – besser gesagt schrecklich – fand ich die Oben-ohne-Typen, also jene Männer, deren erstes Foto oberkörperfrei war. Zugegeben, einige davon habe ich trotzdem nach rechts gewischt. Manchmal gewinnt eben doch das Bauchgefühl gegen den Verstand.

Und falls du noch nie diese Dating-App benutzt hast: nach links wischen bedeutet ‚gefällt mir nicht‘, rechts wischen ‚gefällt mir‘. Wenn sich beide nach rechts wischen, dann ist das ein Match und man kann miteinander schreiben.

Also eigentlich eine sehr aufs äußere Erscheinungsbild reduzierende App. Aber das lassen wir in diesem Punkt einfach einmal beiseite. Nach vielen Matches begann ich, mit ein paar Männern zu schreiben. Anfangs war das noch sehr aufregend, aber bald schon wurden die Gespräche eintönig. Immer die gleichen Fragen, die gleichen Floskeln, die gleichen langweiligen Anmachsprüche. „Hey, wie geht’s?“, „Was machst du gerade?“, „Wie kann eine so schöne Frau noch single sein?“. Und das waren nur die einfachen Sprüche. Unvorstellbar, wie viel Blödsinn Menschen dort von sich geben. Schnell verlor ich die Lust am „Tindern“ und ignorierte die App wieder.

Zwei Wochen später lag ich völlig erschöpft und schweißgebadet am Boden auf einer Trainingsmatte im Fitnessstudio. Meine beste Freundin hatte sich ein neues Workout ausgedacht und so lag ich da – an einem Sonntagmorgen, um Punkt sechs Uhr. Völlig durchnässt und ungeschminkt. Mein Gesicht war rot und Schweißperlen liefen mir über die Stirn. Während ich mich nach links drehte, fiel mein Blick auf einen Mann ein paar Meter weiter. Er war gerade dabei, mit einer Wucht einen Medizinball immer wieder gegen die Wand zu schleudern. Ich stoppte kurz. Das Gesicht, der Körper – alles kam mir irgendwie bekannt vor. Ich brauchte einige Minuten, um zu realisieren, woher. „Du“, sagte ich zu meiner Freundin, während ich versuchte, wieder zu Atem zu kommen, „ich glaube, den kenne ich … von Tinder. Wir hatten ein Match“.

Sie hob interessiert eine Augenbraue. „Ja? Und? Habt ihr geschrieben?“, fragte sie darauf und sah mich neugierig an.

„Ein bisschen“, antwortete ich zögerlich, „Wir haben kurz geschrieben. Aber ehrlich gesagt, war ich mir nicht sicher. Ich war nicht wirklich überzeugt. Sein erstes Bild war so ein typisches Oben-ohne-Foto. Ich dachte sofort: Na toll, der ist sicher noch so einer von diesen selbstverliebten Posern.“ Wir beide sahen ihn eine Weile an. Der Schweiß rannte ihm übers Gesicht, während er konzentriert weiter trainierte.

Meine Freundin grinste breit. „Und jetzt? Denkst du immer noch, er ist arrogant?“

Ich zuckte mit den Schultern und beobachtete ihn weiter, wie er konzentriert den Ball immer wieder gegen die Wand stieß. Sein Körper war von Muskeln geprägt. Ein Hauch von Neugier packte mich. Die kraftvollen Bewegungen, der durchtrainierte Körper – er sah definitiv nicht schlecht aus. „Also … irgendwie hat er was“, murmelte ich.

„WAS?“, schrie sie daraufhin. Leicht sarkastisch und extra laut, um mich zu blamieren. „JA! Eigentlich sieht er doch gar nicht so schlecht aus …“.

Tja, was soll ich dir nun sagen? Um das Ganze kurz zu machen: Dieser vermeintlich eingebildete Oben-ohne-Foto-Typ stellte sich als doch nicht so eingebildet heraus und ist nun mein Ehemann.

Bis es zu unserer Beziehung kam, gab es genau zwei Dates! Nur zwei. Und ja, ich weiß selbst, wie seltsam das klingt. Aber wenn es passt, dann passt es eben. Also zusammenfassend gesagt: Nach unserer zufälligen Begegnung im Fitnessstudio schrieb er mich am selben Abend erneut an. „Kann es sein, dass wir uns heute im Fitnessstudio gesehen haben?“ war seine Nachricht. Und ab diesem Moment schrieben wir den ganzen Abend durch und vereinbarten ein Treffen. Ein paar Tage später trafen wir uns auf einen Kaffee – wobei er zu diesem Zeitpunkt gar keinen Kaffee trank. Das heißt, streng genommen war es eher ein Wasser-Date.

Wir saßen über vier Stunden im Café. Ich mit meiner Tasse Kaffee und er mit Glas um Glas Wasser. Es war eines dieser Gespräche, bei denen die Zeit verfliegt. Es war, als hätten wir uns schon ewig gekannt und gleichzeitig war alles neu. Kein Smalltalk und kein peinliches Schweigen. Drei Tage danach folgte unser zweites Treffen – eine gemeinsame Yogaeinheit. Als wir uns vor dem Studio trafen, hielt er plötzlich ein kleines Päckchen in der Hand. „Das ist für dich“, sagte er etwas verlegen und gab mir das Paket. Es war ein Buch: Yoga für Anfänger. Ich war begeistert von dieser aufmerksamen Geste! So süß und durchdacht! (Jahre später verriet er mir übrigens, dass die Idee von seiner Chefin kam – und sie lag richtig, es kam sehr gut an bei mir). Am Ende dieser Yogastunde stellte er mir die wohl schlechteste Frage: „Wie wäre es, wenn wir noch irgendwo einen Tee trinken gehen? Weißt du etwas, das um diese Uhrzeit noch offen hat?“. Es war mittlerweile 21 Uhr und daher lag die Antwort auf der Hand. Meine Wohnung lag nur ein paar Gehminuten entfernt und so stand schnell fest, dass der Tee bei mir getrunken wird. Das Ende des Abends überlasse ich deiner Fantasie. Ab diesem Tag war er eigentlich ständig bei mir. Er wohnte fast schon in meiner Wohnung. Hin und wieder fuhr er zu seiner eigenen Wohnung, um notwendige Dinge und frische Kleidung zu holen, aber die meiste Zeit verbrachten wir gemeinsam bei mir. Die Wohnung selbst war nicht gerade groß für zwei Personen, doch das störte uns kein bisschen. Im Gegenteil – wir waren beide froh, uns gefunden zu haben.
Nach nur drei weiteren Monaten wagten wir den nächsten großen Schritt: Wir beschlossen, ganz offiziell zusammenzuziehen. Da wir beide jedoch in einer Wohnung lebten und damals schon wussten, unsere Beziehung ist etwas Langfristiges, kamen wir zum Entschluss: Warum nicht gleich etwas Eigenes kaufen? Ein Haus oder eine Wohnung – das war uns egal. Wir wollten ein richtiges Zuhause für uns beide. Etwas, das wir beide gemeinsam neu einrichten, bewohnen.

Die Überraschung unserer Familie war groß, als wir ihnen unsere Pläne mitteilten. Doch schnell wurde die Verwunderung zu einer ehrlichen Begeisterung. Besonders bei meiner Familie und Freunden. Sie konnten ihre Erleichterung kaum verbergen.

Dazu muss ich vielleicht noch kurz erwähnen, dass vor dem Date mit meinem Mann wohl niemand mehr aus meinem engeren Umfeld gedacht hätte, dass ich mich jemals für eine Beziehung entscheiden würde oder mich ansatzweise nur binden lassen würde. Es war kein Geheimnis, dass ich mein Singleleben in vollen Zügen genoss. Vielleicht manchmal ein bisschen zu sehr. Manche sorgten sich sogar, ich würde mich zu sehr ausleben. Im Nachhinein kann ich diese Sorgen auch gut verstehen. Und doch stand ich nun hier – 23 Jahre alt, voller Pläne und Zukunftsträume, mit diesem Typen von Tinder an meiner Seite. Und neben all den anderen war ich am meisten froh darüber, dass ich diesen Mann gefunden hatte.

Am offensichtlichsten überrascht war meine Mutter. Ich war nie eine Person, die an „Seelenverwandtschaft“ oder an die eine große Liebe glaubte. Als ich ihr dann eines Tages sagte: „Mama. Das ist der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen will“, war ihre Verwunderung nicht zu übersehen. Ihre riesigen blauen Augen und der ungläubige Blick sprachen Bände.

Mein Mann und ich sprachen von Anfang an über alles – über unsere Träume, unsere Hoffnungen, Ängste, die Zukunft und über unser gemeinsames Leben. Wir malten uns unser gemeinsames Leben aus, mit einem großen Zuhause, einem Garten und mindestens zwei Kindern, vielleicht auch mehr. Ich war als Einzelkind aufgewachsen und hatte mir immer eine große Familie gewünscht. Und nun schien dieser Wunsch plötzlich greifbar nahe. Mit jedem Tag, den wir zusammen verbrachten, wurde diese Vorstellung unserer Zukunft realer. Wir wollten ALLES. Alles, was eine glückliche Familie ausmacht.

Und deshalb benötigten wir ein richtiges Zuhause. Unsere Suche nach dem passenden Eigenheim führte uns durch zahlreiche Besichtigungen. Nach vielen Wohnungen, Grundstücken und Häusern fanden wir unseren Traum: ein kleiner Bungalow – noch im Rohbau, etwas außerhalb der Stadt. Er bot drei Schlafzimmer, eine geräumige Küche, einen lichtdurchfluteten Wohnbereich, ein modernes Bad und einen wunderschönen Garten. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir den Bungalow zum ersten Mal betraten. Obwohl noch keine Wände gestrichen und Böden verlegt waren, hatte ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Es fühlte sich wie ein echtes Zuhause an. Ein richtiges Traumhaus! Wir verliebten uns innerhalb der ersten fünf Minuten in diesen Bungalow, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch im Rohbau stand und wenig vom späteren Glanz zeigte.

Nach einem offenen Gespräch mit meinen Eltern war schnell klar, dass ich mein Erbe frühzeitig ausgezahlt bekommen würde, um das notwendige Eigenkapital für unser gemeinsames Zuhause beizusteuern. Den restlichen Betrag würden wir durch einen Bankkredit finanzieren. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle meinen Eltern, die mich – oder besser gesagt uns – in jeder Hinsicht unterstützt haben. Und für ihr Vertrauen dafür, dass sie an uns als Paar geglaubt haben, obwohl alles so schnell ging. Ihre Hilfe war mehr als nur finanziell. Es war ihr Zeichen, uns zu sagen: Wir stehen hinter euch.

So kam es, dass ich mein Erbe erhielt, wir einen Kredit bei der Bank aufnahmen und schließlich voller Vorfreude den Kaufvertrag für das Haus unterschrieben. Während das Haus langsam Form annahm, begannen wir, unsere Zukunft darin auszumalen. Das größte Schlafzimmer sollte unseres werden – ein Rückzugsort, ruhig und hell. Das zweite Zimmer wurde zunächst als Gästezimmer geplant, und das dritte … ja, das war unser geheimer Favorit. Es sollte vorerst das Kinderzimmer werden. Wir überlegten lang, wie sich dieser Raum in ein Paradies für ein kleines Wesen verwandeln könnte. Und planten sogar voraus: Unsere Idee war, dass das Gästezimmer, sobald eines Tages zwei Kinder da wären, ebenfalls zu einem Kinderzimmer umfunktioniert werden könnte. So weit, so gut. Das Haus war zudem perfekt gelegen! Keine viel befahrenen Straßen, nur unser Weg, der direkt nach unserem Haus in einer Sackgasse endete, perfekt für Familien. In der Straße befanden sich vier Häuser auf jeder Seite und in allen Häusern lebten junge Familien. Direkt gegenüber dem Haus gab es einen kleinen Fußballplatz und einen offenen Sportplatz. Ein Badesee war mit dem Rad nicht unweit entfernt und in die Stadt selbst waren es etwas mehr als 20 Minuten Fahrt mit dem Auto. Außerdem befand sich zwei Straßen weiter ein Kindergarten und nur fünf Autominuten entfernt eine Schule. Du siehst, die perfekte Lage für eine Familie. Es war, als hätte jemand genau gewusst, wonach wir suchten, und es uns einfach vor die Füße gelegt.
...
5 Sterne
Sehr gutes Buch - 04.11.2025
Carina

Ein gutes Buch und ein wichtiges Thema. Vor allem für Frauen sehr interessant

5 Sterne
unbedingt lesen - 13.10.2025
Sabrina P

Es ist ein ehrliches und offenes Buch. Es gibt so viele Frauen, die all das schon erlebt haben und sich alleine fühlen-lest das Buch und euch wird es bestimmt ein bisschen besser gehen.

5 Sterne
Ein zutiefst berührendes Buch - ein „must have“ - 08.10.2025
Silvia

Dieses Buch hat mich tief bewegt, auf solch ehrliche, reflektierte und mutige Weise über ein Thema so zu schreiben, über das viel zu selten gesprochen wird. Auch mitzuteilen, wie man Frieden mit einer anderen Lebensrealität findet. Das Buch ist viel mehr als ein persönlicher Bericht. Es ist ein kraftvoller Ausdruck darüber, wie schwierig aber auch wie befreiend es sein kann, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen – und den eigenen Weg zu gehen. Der Schreibstil ist klar, berührend und sehr authentisch. Man spürt auf jeder Seite, dass dieses Buch mit Herzblut geschrieben wurde.Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig persönliche Erfahrungen mit hilfreichen Impulsen für andere verbunden werden – eine wertvolle Unterstützung für alle, die mit einem ähnlichen Thema konfrontiert sind, denn es eröffnet auch neue Perspektiven. Ich wünsche diesem Buch viele Leserinnen und Leser, denn es kann Trost spenden, Mut machen und vor allem zeigen: Ein erfülltes Leben ist auf viele Arten möglich. Danke, der Autorin!

5 Sterne
Ein zutiefst berührendes Buch - ein „must have“ - 08.10.2025
Silvia

Dieses Buch hat mich tief bewegt, auf solch ehrliche, reflektierte und mutige Weise über ein Thema so zu schreiben, über das viel zu selten gesprochen wird. Auch mitzuteilen, wie man Frieden mit einer anderen Lebensrealität findet. Das Buch ist viel mehr als ein persönlicher Bericht. Es ist ein kraftvoller Ausdruck darüber, wie schwierig aber auch wie befreiend es sein kann, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen – und den eigenen Weg zu gehen. Der Schreibstil ist klar, berührend und sehr authentisch. Man spürt auf jeder Seite, dass dieses Buch mit Herzblut geschrieben wurde.Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig persönliche Erfahrungen mit hilfreichen Impulsen für andere verbunden werden – eine wertvolle Unterstützung für alle, die mit einem ähnlichen Thema konfrontiert sind, denn es eröffnet auch neue Perspektiven. Ich wünsche diesem Buch viele Leserinnen und Leser, denn es kann Trost spenden, Mut machen und vor allem zeigen: Ein erfülltes Leben ist auf viele Arten möglich. Danke, der Autorin.

5 Sterne
Gutes Buch - 29.09.2025

Gutes und interessantes Buch

5 Sterne
Ein so wichtiges Thema für viele Frauen - 27.09.2025

Interessantes und mitreisendes Buch. Es ist sehr emotional geschrieben. War lesenswert

5 Sterne
Einfach berührend - 27.09.2025

Ich durfte bei der gestrigen Lesung dabei sein und habe nun auch das Buch gelesen. Ich kann sagen, dass mich beides zu tiefst berührt hat. Genau solche Themen sollten viel öfter öffentlich gemacht werden.

5 Sterne
Geschichten zum Nachdenken - 27.09.2025
Veronika

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Man merkt, wie persönlich es ist. Manche Stellen gehen richtig unter die Haut.

5 Sterne
Die seelische Kraft einer jungen Frau en Frau.  - 27.09.2025
Heidi und Toni Huber

Liebe Annalena Vorerst die allerherzlichsten Grüße aus der Heimat. Waren bei deiner Buchpräsentation live dabei-konnten danach keine Antworten und Fragen an dich stellen weil- sind zutiefst bewegt gewesen. Annalena-deine offene und innigste Vortragsweise werden zig-tausende gleiche Schicksaltragende wie auch viele Frauen-Männer und Ehen berühren und lesen,denn du hast ihnen das gegeben "du bist nicht allein ".Man kann erst jetzt verstehen, wieviel du seelisch gelitten haben musst. Den Mut dieses zu schreiben und der Öffentlichkeit zu offerieren, Annalena deine Grosseltern sind sehr stolz auf dich und wir sind froh dass der Schöpfer deinen Eltern ein so talentiertes Kind geschenkt hat. Die lustige-fröhliche -freche und fesche Annalena hat nie gezeigt wie ihr Inneres aussieht. Unser aller Respekt und Hochachtung ,dass ihr beide Mut für verzweifelte Menschen in der Welt in Form der Buchveröffentlichung für jeden zugängig macht. Euch beiden wünschen wir viel viel Glück Gesundheit und viel Erfolg den ihr VERDIENT!!!

5 Sterne
Die seelische Kraft einer jungen Frau en Frau.  - 27.09.2025
Heidi und Toni Huber

Liebe Annalena Vorerst die allerherzlichsten Grüße aus der Heimat. Waren bei deiner Buchpräsentation live dabei-konnten danach keine Antworten und Fragen an dich stellen weil- sind zutiefst bewegt gewesen. Annalena-deine offene und innigste Vortragsweise werden zig-tausende gleiche Schicksaltragende wie auch viele Frauen-Männer und Ehen berühren und lesen,denn du hast ihnen das gegeben "du bist nicht allein ".Man kann erst jetzt verstehen, wieviel du seelisch gelitten haben musst. Den Mut dieses zu schreiben und der Öffentlichkeit zu offerieren, Annalena deine Grosseltern sind sehr stolz auf dich und wir sind froh dass der Schöpfer deinen Eltern ein so talentiertes Kind geschenkt hat. Die lustige-fröhliche -freche und fesche Annalena hat nie gezeigt wie ihr Inneres aussieht. Unser aller Respekt und Hochachtung ,dass ihr beide Mut für verzweifelte Menschen in der Welt in Form der Buchveröffentlichung für jeden zugängig macht. Euch beiden wünschen wir viel viel Glück Gesundheit und viel Erfolg den ihr VERDIENT!!!

5 Sterne
Spannendes und wichtiges Thema - 26.09.2025

Ein ehrliches Buch über ein sehr wichtiges Thema!

5 Sterne
Trifft auf reales Menschenleben zu! - 25.09.2025
Anton Huber

Ein Lebensbericht der Erlichkeit!!!

5 Sterne
Unglaublich ehrlich und berührend  - 25.09.2025

Absolut empfehlenswert

5 Sterne
Unglaublich ehrlich und berührend  - 25.09.2025

Absolut empfehlenswert

5 Sterne
Respekt und den größten Stolz - 24.09.2025
Valentina ❤️

Ich bin unendlich stolz auf dich, dass du diese persönliche Geschichte der ganzen Welt erzählst. Nicht weil sie perfekt ist, sondern gerade weil sie echt ist. Dein Buch ist nicht nur für Menschen mit Kinderwunsch lesenswert, sondern für alle, die erfahren haben, dass das Leben oft anders kommt als gewollt und dass auch dieses nicht „genormte“ Leben trotzdem schön und vollkommen sein kann.Wenn ich es jemandem empfehlen würde, dann nicht unbedingt mit dem Hinweis, dass es leicht zu lesen sei, es ist manchmal schwer und emotional aber ich glaube, gerade darin liegt die Kraft in diesem Buch.

5 Sterne
spannendes Thema - 24.09.2025
Michaela

ein sehr wichtiges Thema und toll geschrieben

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