Cover: Die Braut Jesu ... in den letzten Tagen ... Vor der Hochzeit

Die Braut Jesu ... in den letzten Tagen ... Vor der Hochzeit
Leben im Licht Seines Kommens


EUR 29,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 668
ISBN: 978-3-7116-0081-3
Erscheinungsdatum: 14.04.2025
Mangelnde Kenntnis des Wort Gottes hat den Blick verstellt auf die einzigartige Stellung der Gemeinde als Braut Christi! Aus einer Fülle biblischer Aussagen führt uns die Autorin den Reichtum des Erbes der Kinder Gottes vor Augen.
Vorwort


Das Thema der Wiederkunft Jesu ist in den heutigen Gemeinden und Kirchen das am meisten verdrängte und verschwiegene Thema, wenngleich in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend mehr Bibellehrer und Pastoren darüber sprechen. Wegen der mangelnden Lehre über das Kommen des Herrn Jesus Christus in der Vergangenheit haben viele Christen nur unzureichende Kenntnis über die letzten Dinge mit der Folge, dass sie falschen Lehren und angsteinflößenden Meinungen und Verschwörungstheorien zum Opfer fallen, die die Wahrheit der biblischen Aussagen oft auf den Kopf stellen.

Dass der Herr Jesus Christus wiederkommt, ist die bestbezeugte Aussage in der Bibel, sowohl im Alten wie im Neuen Testament. Auch dass Er dann Gericht halten und danach Sein Friedensreich der Gerechtigkeit aufrichten wird, ist Gegenstand der Botschaft der Bibel. Die meisten Christen heute leben aber so, als würde die Welt immer so weitergehen; sie erwarten nicht wirklich die Wiederkunft Jesu, geschweige denn Sein Kommen für die Gemeinde zur Entrückung.

Deshalb möchte ich mit diesem Buch mit dazu beitragen, dieses Thema der Wiederkunft Jesu wieder neu in die Herzen und Gedanken der Christen zu bringen. Ich möchte Gottes genialen Plan für das Ende der Tage darlegen und die Vorfreude auf die unsagbare Herrlichkeit unseres Erbes und das sehnsüchtige Warten auf den himmlischen Bräutigam neu erwecken.

Mein Hauptanliegen für dieses Buch jedoch ist, dass unser einzigartiger Gott und Vater und unser Herr Jesus Christus verherrlicht werden. Ich möchte die Größe und Weisheit Seines Heilsratschlusses und die Herrlichkeit des Erbes, das Er Seinen Kindern bereitet hat, beschreiben. Dadurch möchte ich den Glauben und die Gewissheit der Glaubensgeschwister stärken, damit sie in dem freudigen Wissen, die Braut des Sohnes Gottes zu sein, das Kommen ihres Bräutigams vom Himmel in erster sehnsüchtiger Liebe erwartet!

Wenn wir Gottes Ziel mit uns zu unserem Ziel machen, werden wir die richtigen Prioritäten setzen und motiviert und zielgerichtet leben. Nicht „der Weg ist das Ziel“, sondern das Ziel bestimmt den Weg! Gottes Ziel mit uns ist die Hochzeit des Lammes (Off. 19, 7+8; s. a. Mt. 22,2)! Denn wir, die Gemeinde der wiedergeborenen Kinder Gottes, sind die „Verlobte“ des Herrn Jesus Christus (2. Kor. 11,2)! Unser Bräutigam hat uns Seine Herrlichkeit vermacht (Joh. 17,22); Gott will, dass wir „gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes“ (Rö. 8. 29). Und wenn unser Bräutigam uns zu sich in den Himmel entrückt, dann „werden wir ihm gleich sein, denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist“ (1. Joh. 3,2).

Dieses unbeschreiblich herrliche Ziel erfüllt uns jetzt schon mit unaussprechlicher Freude und ist die stärkste Motivation und Ermutigung, ein Leben in Heiligung zu führen (1. Joh. 3, 3) zur Freude und Ehre unseres Herrn und Bräutigams; und ich bete, dass durch die Lektüre dieses Buches viele müde gewordene Christen zur ersten Liebe zu Jesus zurückfinden (Off. 2, 4) und diese bräutliche Liebe einen neuen starken Impuls bekommt.






Teil I: Einleitung






Das himmlische Erbe: Realität oder Option?

Immer wenn ich das Thema „himmlisches Erbe“ und die Herrlichkeit des Himmels unter Christen anspreche, ist die Reaktion entweder ein Achselzucken, oder ich bekomme den Einwand zu hören: „Wozu soll ich mich mit Dingen beschäftigen, die ich mir sowieso nicht vorstellen kann? Sollten wir uns nicht viel lieber mit der sichtbaren Welt beschäftigen und mit den Aufgaben hier auf Erden?“

Dieser Einwand ist nicht logisch!

- Wer von uns kann sich vorstellen, was morgen passiert?
- Wer kann sich vorstellen, wie seine Hochzeit ablaufen wird, trotz gründlichster Vorbereitung?
- Wer weiß, wie seine Ehe wird, oder was ihm im Alter begegnen wird?
- Wer weiß, wie sein Reiseziel wirklich aussieht? Ist es so schön, wie der Prospekt glauben machen will?

Trotzdem bereiten wir uns auf diese Ereignisse so gut wie möglich vor, treffen Vorsorge und möchten möglichst viel im Voraus darüber erfahren.

Wenn das also für die sichtbare Welt zutrifft, die zeitlich begrenzt ist, wie viel mehr sollte das für die unsichtbare Welt zutreffen, die die Realität für die ganze Ewigkeit sein wird!

Warum sollen wir uns also mit unserem himmlischen Erbe beschäftigen?

1. Gott hat uns mit einer himmlischen Berufung berufen (Heb. 3, 1). Er hat uns durch den Glauben mit Christus im Himmel eingesetzt (Eph. 2, 6), so dass unsere Heimat im Himmel ist (Phil. 3, 20)!

2. Gottes Gnadengeschenk umfasst nicht nur die Sündenvergebung! Der Herr Jesus hat uns verheißen, mit Ihm auf Seinem Thron zu sitzen (Off. 3, 21!), im Allerheiligsten des Himmels, in unmittelbarer Nähe des Thrones des Vaters (Off. 4,4)! Die Beschäftigung mit diesem unfassbaren Liebes- und Gnadenerweis Gottes zeigt unsere Liebe und Dankbarkeit dafür mehr, als Worte es können!

3. Dieses himmlische Erbe ist Realität und unsere gewisse Zukunft, egal ob wir’s glauben oder nicht!

4. Durch das Forschen in der Schrift und das Nachsinnen über das Erbe wird uns die Liebe des Vaters und Seines Sohnes Jesus Christus immer größer, und sie entfacht im Gegenzug unsere Liebe in staunender Anbetung.

5. Es ist eine schändliche Zurückweisung Gottes und eine Geringschätzung des Opfers Jesu am Kreuz, das dieses Erbe erst möglich machte, wenn wir uns nicht damit beschäftigen!

6. Sogar Israel betete, dass Jerusalem seine höchste Freude sein soll! „Vergäße ich dein, Jerusalem, so verdorre meine Rechte …“ Ps. 137,6. Wenn schon Israel so ausgerichtet war nach der irdischen Herrschaft ihres Messias im irdischen Jerusalem, wie viel mehr sollten wir ausgerichtet sein nach dem himmlischen Jerusalem!

7. Die Ausrichtung auf das Erbe gibt uns erst die richtige Motivation für die Nachfolge und das Ausharren in Bedrängnissen, und es bewahrt uns, einer billigen Gnade zu leben, d. h. in weltlichen Maßstäben weiter in Sünde zu leben. Ein solches Leben wäre eine Schande für den Herrn Jesus Christus, der uns aus einem solchen Lebensstil erlöst hat.

8. Die Ausrichtung auf das Erbe richtet unseren Blick und unsere Herzen aus auf den wiederkommenden Herrn, der uns zu Sich in den Himmel entrücken wird (1. Thess. 4, 16+17), wo wir unser Erbe endlich in Vollkommenheit antreten dürfen, das wir hier auf Erden schon zugeeignet bekommen haben mit dem Heiligen Geist als Unterpfand (Eph. 1, 14)!

9. Gottes Wort drängt, ja gebietet uns, nach dem Droben zu trachten! (Mt. 6, 33; Rö. 8, 5; Phil. 3, 14; Kol. 3, 1–3 u. v. m.) Es ist Ungehorsam, es nicht zu tun! Es ist keine Option, d. h. ich entscheide selbst, ob ich es tun will oder nicht. Es ist Gottes Anweisung zu unserem Besten, weil es uns mit dem Herzen Gottes (!) verbindet, der von Ewigkeit her dieses Ziel vor Augen hat!


Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! (Off. 21,3)

Gott sehnt Sich nach diesem Ziel!!!


Wessen Herz kann angesichts dieser Liebe und Sehnsucht Gottes unberührt bleiben? Wen das kalt lässt, muss sich fragen, ob er Gott wirklich liebt und die Größe Seiner Liebe überhaupt erkannt hat!

Gott schuf den Menschen als Sein Gegenüber und Ebenbild. Unsere Bestimmung von Ewigkeit her ist die Gemeinschaft und Mitregentschaft mit Gott, Seine Freude und Seine Kinder zu sein, und die Braut des Lammes, des Herrn Jesus Christus! Und damit ist der Herr auch unsere Freude und Seligkeit, und wir warten deshalb sehnsüchtig auf den Tag der Entrückung, wenn unser himmlischer Bräutigam uns zu Sich ins Vaterhaus holt (Joh. 14,1–3; 1.Thess. 1,10; 4,13 ff).






Teil II: Auslegungsprinzipien






Mit der Bibel haben wir ein ganz besonderes Buch vor uns, das auch „das Buch der Bücher“ genannt wird – und das mit Recht! Denn es erhebt den Anspruch, Gottes originales Wort zu sein. Und dieser Gott ist der einzige wahre Gott, der Allmächtige und Lebendige, der Schöpfer aller Dinge!

Er hat sich den Menschen offenbart, die, getrieben vom Heiligen Geist, die Worte und Taten Gottes aufgeschrieben haben. Und Er hat Sich auch in Seinem Sohn offenbart, dem Herrn Jesus Christus, der als der Mensch Jesus von Nazareth vor fast 2000 Jahren in Israel gelebt hat. Dieser hat bezeugt, dass die Bibel Gottes Wort und die Wahrheit ist. Er gab Sein Leben zur Sühnung für die Sünden der ganzen Welt. Drei Tage nach Seinem Tod ist Er auferstanden, hat Sich 40 Tage lang Seinen Jüngern als der Auferstandene gezeigt, mit ihnen gesprochen, gegessen und getrunken. Dann fuhr Er zum Himmel auf vom Ölberg, der im Osten vor Jerusalem liegt. Zehn Tage später, am Pfingsttag, sandte Er, wie Er es versprochen hatte, den Heiligen Geist auf Seine Jünger. Damit war die Gemeinde geboren aus Gottes Geist, der in den Gläubigen Wohnung nahm.

Den Gläubigen gab der Herr Jesus vor Seiner Himmelfahrt den Auftrag, in die ganze Welt zu gehen und Jünger zu machen, sie zu taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und sie alles zu lehren, was Er ihnen befohlen hatte. In Seinem Namen sollte Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden. Und Er gab die kostbare Verheißung, dass Er wiederkommt, um die Seinen, die an Ihn glauben, zu Sich in den Himmel zu holen, damit sie für immer bei Ihm sind und Seine Herrlichkeit sehen; und sie werden Ihm gleichgestaltet in Herrlichkeit und zusammen mit Ihm die ganze Welt und die Herrschaft über sie erben.

Die Gemeinschaft der Heiligen ist für Jesus Seine Braut, die Er Sich mit Seinem Tod und Seiner Auferstehung erworben hat. Sie wird Er im Himmel heiraten und für alle Ewigkeit aufs Innigste mit ihr vereint in der neuen Schöpfung herrschen!

Solche einzigartigen Tatsachen sind in keiner Religion der Welt zu finden. Außerdem hat dieser große Gott in der ganzen Bibel Prophetien gegeben, die zum großen Teil wörtlich in Erfüllung gegangen sind. Die noch ausstehenden Prophetien werden mit der gleichen Präzision in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Das ist auch einzigartig! Kein anderes „heiliges“ Buch der Welt-Religionen beinhaltet Prophetien, die dann auch noch 100 % sicher und genau in Erfüllung gehen.

Die Gläubigen der Gemeinde, die dem Herrn Jesus glauben, dass Er ihre Sünden getragen und getilgt hat und Ihn als Herrn in ihr Leben aufgenommen haben, werden aus Gottes Geist wiedergeboren und dadurch zu Gottes Kindern. Sie haben das Wort Gottes, die Bibel, als großen Schatz anvertraut bekommen, den sie bewahren, ihr Leben danach ausrichten und ihren Gott dadurch immer besser kennenlernen sollen. Gott hat ihnen darin auch die Herrlichkeit ihres Erbes, das sie zusammen mit ihrem Herrn Jesus Christus erhalten werden, offenbart! Das ist die lebendige Hoffnung und die unzerstörbare Freude, in der die Kinder Gottes leben dürfen.

Darum ist es auch von größter Wichtigkeit, dass wir Kinder Gottes mit dem Wort Gottes sorgfältig umgehen und es gründlich studieren. Dafür gibt es bestimmte Regeln, die zu beachten sind, damit wir nicht durch eigenmächtige und rein menschliche Vernunftgedanken und Phantasie das Wort Gottes verändern und verfälschen! Der heilige Gott gibt in Seinem Wort selbst zwei treffende Gründe an, warum menschliche Vernunft und Phantasie untauglich sind für die Auslegung von Gottes Wort.

Im Alten Testament sagt Gott in Jes. 55, 8+9:
„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Im Neuen Testament heißt es in 1. Kor. 2, 9:
„Es heißt ja in der Schrift (Jes. 64,3): ‚Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr hat je gehört, und kein Mensch konnte sich jemals auch nur vorstellen, was Gott für die bereithält, die ihn lieben.‘“ (NGÜ)

In diesen beiden Stellen spricht Gott das ganze menschliche Unvermögen an, mit seinen Sinnen – Gedanken, Sehen, Hören und Vorstellungskraft – Gottes Reden und Offenbaren je richtig erfassen zu können. Darum gibt es Regeln, die helfen können, die zentralen Aussagen über Gott selbst und über Seinen Heilsratschluss richtig zu verstehen und danach leben zu können. Die schauen wir uns jetzt einmal genauer an.




1

Die Bibel ist Gottes inspiriertes
und irrtumsloses Wort


Der Glaube an diese Tatsache ist die Grundvoraussetzung, um die Bibel in rechter Weise auslegen zu können. Der Apostel Paulus spricht diese Tatsache deutlich aus in 2. Tim. 3, 16: „Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit …“

- Der Herr Jesus selbst zitiert aus den AT-Schriften – das ist die Bibel zu Seiner Zeit – viele Stellen, genauso auch die Apostel.
- Außerdem steht sowohl im AT wie im NT die Warnung Gottes, nichts zu Seinem Wort hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen (5. Mo. 4, 2; Off. 22, 18).
- Die bereits wortwörtlich erfüllten Prophetien der Bibel beweisen zusätzlich, dass das ganze Wort Gottes zuverlässig und von Ihm inspiriert – eingehaucht durch den Heiligen Geist – ist.
- Auch das Volk der Juden – Israel – ist bis zum heutigen Tag ein Beweis, dass die Bibel Gottes irrtumsloses Wort ist. Er hat es vorausgesagt, dass Sein Volk für eine sehr lange Zeit in der Diaspora leben wird. Trotz unzähliger Pogrome und schrecklicher Verfolgung durch alle Jahrhunderte hindurch hat Gott es erhalten und in unserer Zeit – wie Er es prophezeit hat – wieder in ihrem Land als Volk und Staat eingesetzt, einschließlich der Wiederherstellung der hebräischen Sprache!




2

Die Bibel legt die Bibel aus


Warum ist das das wichtigste Prinzip?
- Die Bibel ist Gottes inspiriertes Wort an die Menschen (1. Tim. 3, 16).
- Sie ist im AT sowie im NT Gottes vollständige Offenbarung Seines Heilsratschlusses. Man darf nichts hinzutun und nichts davon wegnehmen (5. Mo. 4,2; 13,1; Off. 22, 18.19), sonst verfälscht man Gottes Botschaft!
- Sie enthält keine Fehler, keine Widersprüche, keine Ungenauigkeiten. Wenn man glaubt, solche gefunden zu haben, liegt der Fehler immer beim menschlichen Denken! (Ps. 33, 4; Ps. 12, 7)
- Gottes Wort ist ewig, d. h. es gilt für alle Menschen aller Zeiten (Mt. 24, 35), weil Gott ewig ist.
-„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jes. 55, 8.9)
Darum können menschliche Phantasie und menschliche Vernunftschlüsse nur in die Irre führen!

Dieses Prinzip, das aus dem Wort Gottes, also von Gott selbst stammt, wird am häufigsten verletzt. Darum gibt es so viele teils widersprüchliche Auslegungen ein und desselben Textes!

Diese Regel außer Acht zu lassen, ist nicht nur eine Nachlässigkeit, sondern eine Verunehrung Gottes! Wer mit Gottes Wort fahrlässig und oberflächlich umgeht, versündigt sich am allmächtigen Gott! Denn Seine Kinder können Ihn beim Wort nehmen, weil Er sagt, was Er meint!

Will man also die Bedeutung eines Begriffes oder eines Sachverhaltes ergründen, muss man forschen, wo dieser Begriff/Sachverhalt das erste Mal und folgende Male in der Bibel vorkommt, in welchem Zusammenhang und was die Bedeutung an dieser Stelle ist. So kommt man zur korrekten biblischen Auslegung eines Textes.




3

So wörtlich wie möglich,
so übertragen wie nötig


Wenn ein Text in seiner wörtlichen Bedeutung einen verständlichen Sinn ergibt, dann suche keinen anderen.

Schon im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. fingen einige „Kirchenväter“ an, fast alle Texte der Bibel zu „vergeistlichen“. D. h. hinter gut verständlichen Texten wurde immer eine geheimnisvolle, verborgene „geistliche“ Botschaft gesucht – und mit Hilfe von menschlicher Phantasie auch gefunden! Nur wurde so das Wort Gottes aufs Erbärmlichste entstellt!

Mit menschlicher Phantasie werden wir dem Wort Gottes niemals gerecht!




4

Zentrale Begriffe nur
in biblischer Bedeutung anwenden


Eine Reihe biblischer Begriffe hat im heutigen Sprachverständnis eine vollkommen andere Bedeutung.

Am besten ersichtlich ist es an den Begriffen „glauben“ und „hoffen“. Beide Begriffe sind heute in der Bedeutung eine vage Vermutung, die Unsicherheit und Ungewissheit ausdrückt. Die Redewendung „glauben heißt nicht wissen“ gibt das besonders gut wieder.

Die Bibel definiert „glauben“ mit einer festen Zuversicht (Heb. 11, 1), und wer seine „Hoffnung“ auf Gott setzt, hat ein festes Fundament (Rö. 3, 11) und wird nicht enttäuscht (Rö. 5, 5). Denn „was Gott zusagt, das hält Er gewiss“ (Ps. 33, 4)!

Und wenn man der übertragenen Bedeutung des Begriffes „Sauerteig“ in der Bibel nachgeht, stellt man fest, dass er von Anfang an ausschließlich etwas Negatives symbolisiert. Also kann man ihm nicht an irgendeiner anderen Stelle einen positiven Sinn beilegen!

Für die Anwendung dieser 3 ersten genannten Grundsätze sind Nachschlagewerke von großer Hilfe, als da sind Konkordanz, Bibellexikon, Kommentare, Sprachschlüssel und Interlinearübersetzungen.
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