Cover: Der Rhythmus des Lebens

Der Rhythmus des Lebens
Atmen, Schlucken und Kauen als Schlüssel für Gesundheit


EUR 26,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 94
ISBN: 978-3-7116-1752-1
Erscheinungsdatum: 27.08.2026
Versuchen Sie, Ihren Körper und seine „Macken“ wirklich zu verstehen? Dieses Buch zeigt erfrischend klar und wissenschaftlich fundiert, wie nachhaltige Gesundheit möglich wird – indem wir Atmen, Schlucken und Kauen neu erlernen.
1. Kapitel
Atmen, Schlucken, Kauen –
relevant und unterschätzt


Wie bereits erwähnt, wurde in den letzten Jahren meine Leidenschaft für anatomische und funktionelle Grundlagen geweckt. Ich finde, der menschliche Körper ist ein Wunder – effizient, komplex, von der Zeugung bis zum Tode ein unglaubliches Gesamtkunstwerk, das schwer durchschaubar ist. So viele Mediziner und Forscher denken, sie hätten die menschlichen Geheimnisse bereits entschlüsselt – ich denke, das ist bei Weitem nicht so. Unser Körper ist so besonders, allein seine Entstehung ist meines Erachtens noch immer ein Mysterium. Natürlich gibt es wissenschaftlich fundierte Theorien, aber was letztlich wirklich ausschlaggebend ist für Befruchtung oder Nicht-Befruchtung, das ist sicherlich keine rein medizinische Frage.
Bei all den wichtigen Funktionen im menschlichen Körper habe ich vor allem einen Narren an der Myofunktion der orofazialen Muskulatur gefressen. Warum? Nun, sie ist lebensnotwendig. Jeder braucht sie.
Atmen, Schlucken, Kauen – lebensnotwendige, sehr basale Körperfunktionen. Ohne Atmen, Schlucken und Kauen/Saugen gibt es kein Leben – zumindest nicht ohne aufwendigen, hoch technisierten Aufwand.
Das orofaziale System ist komplex, eine Einheit. Es besteht aus Knochen, Muskeln, Haut und Schleimhaut. Diese funktionelle Einheit ist zum einen für eben die lebenserhaltenden Primärfunktionen Atmen, Schlucken und Kauen/Saugen zuständig, zum anderen für die Sekundärfunktionen Phonation und Mimik. Bestandteil des orofazialen Systems sind die anatomischen Strukturen und die orofaziale Muskulatur, die in diesem Buch noch sehr oft erwähnt wird. Diese Muskulatur hat einen äußeren (Mimik, Kauen) und einen inneren Funktionskreis (Zunge, Mundboden, Gaumensegel).
Jeden Tag verwenden wir die orofaziale Muskulatur, ohne darüber nachzudenken.
Wir essen, sprechen, singen, trinken, küssen, lachen, schlucken, pfeifen und atmen sowieso.
Ohne dieses komplexe muskuläre Zusammenspiel gibt es wie gesagt kein Leben, aber auch keinen Genuss. Genau betrachtet haben sehr viele Formen des Genießens mit der orofazialen Muskulatur zu tun. Etwas Gutes essen etwa impliziert das Kauen, Einspeicheln, die Tätigkeit der Zunge, die auch die Geschmacksknospen trägt. Wesentliche soziale Faktoren sind von der orofazialen Muskulatur abhängig, wie zum Beispiel Sprechen, Lachen, Lächeln und Küssen. Ein Gesicht, welches kaum Bewegung in der mimischen Muskulatur hat, wirkt wenig einladend, wenig anziehend. Diese Menschen sind oft allein, dadurch sozial isoliert.
Atmen, Schlucken und Kauen – banal und kaum ein ganzes Buch wert?
Ganz im Gegenteil. Wenn man die Myofunktion der orofazialen Muskulatur analysiert, kann man unzählbar viele Seiten füllen, denn diese Thematik ist unterschätzt, bisher zu wenig beachtet und gerade im medizinischen Sektor kaum erwähnt. Viel zu wenigen Ärzten und Therapeuten ist bewusst, wie wesentlich dieses Zusammenspiel ist und wie leicht zu beeinflussen – im Positiven wie im Negativen. Kaum eine Muskulatur wird so oft unphysiologisch verwendet wie die orofaziale. Und kaum eine Dysfunktion hat so weitreichende Auswirkungen.

Aber warum ist das so, was ist das Geheimnis dieser Muskulatur und warum ist sie so wesentlich?

Warum gibt es therapeutische Ansätze, die oftmals gerade in der Dysfunktion der orofazialen Muskulatur die Ursachen für etliche gesundheitliche und emotionale Beschwerden finden?

Wie kann es sein, dass eine Dysfunktion der Zunge zum Beispiel die Füße beeinflusst?

In der Entwicklung des Menschen sind Atmen, Schlucken und Kauen sehr früh wichtig. Ab der 13. Schwangerschaftswoche sind Embryos in der Lage Fruchtwasser intrauterin zu schlucken.

Wenn das Baby geboren wird, ist das Erste, was es tut beziehungsweise tun muss, um zu überleben – atmen. Kurz danach beginnt das Baby zu suchen und zu saugen, wenn es angelegt wird oder ein Fläschchen angeboten bekommt.

Wir Menschen benutzen unsere orofaziale Muskulatur also sehr früh zielgerichtet. Lange bevor Babys krabbeln oder gehen, haben sie die Muskulatur des Mundes und des Gesichts tausendfach genutzt. In den meisten diagnostischen und therapeutischen Konzepten wird allerdings gar kein Gedanke an genau diese wesentlichen anatomischen Strukturen „verschwendet“. Wir erinnern uns an die Ergebnisse der Stellungsuntersuchungen zurück – die häufigsten Beschwerden sind im Skelettsystem der Füße und des Rückens zu finden. Junge Menschen mit Beschwerden im Skelettsystem sind also ein häufiges gesundheitsökonomisches Problem, und es werden alle möglichen Ansätze verfolgt, um dieses zu lösen. An die Funktion oder Dysfunktion der orofazialen Muskulatur als Ursache wird allerdings kaum gedacht, obwohl diese weit länger in Verwendung ist als zum Beispiel die der Beine.

Es wird Zeit, Atmen, Schlucken und Kauen in das Bewusstsein der Menschen zu holen. Es wird Zeit, diesen wichtigen Körperfunktionen die Bedeutung zu geben, die sie verdienen.

Die anatomischen Grundlagen haben wir im Studium gelernt, die funktionellen ebenso. Aber irgendwann im Laufe der Ausbildungen, des Wissens, das man anhäuft, der Methoden, Konzepte und Eindrücke, die man sammelt, vergessen wir offensichtlich das, was wirklich wichtig ist. Wir vergessen die Bedeutung des Ursprungs, die Bedeutung der basalsten Körperfunktionen.

Ich durfte in den letzten Jahren feststellen, dass sehr viele Beschwerden, die wir im Laufe unseres Lebens entwickeln, ihren Ursprung in einer Dysfunktion der orofazialen Muskulatur haben oder zumindest dadurch begünstigt werden.

In einigen Bereichen der Medizin wurden bereits umfangreiche Studien durchgeführt, die meine Beobachtungen untermauern und deren Recherche sehr hilfreich ist, wenn man ein fundiertes und wirksames therapeutisches Konzept zusammenstellen möchte.

Atmen, Schlucken und Kauen – weit mehr als einfache Körperfunktionen.

Aber wie funktionieren Atmen, Schlucken und Kauen eigentlichim Detail? Wie ist die physiologische Funktion? Wenn diese Körperfunktionen so wichtig sind, dann werden sie wohl eine komplexe Funktionsweise haben?

Es stimmt, das myofunktionelle Zusammenspiel der orofazialen Muskulatur ist komplex und ineinandergreifend. Diese drei Körperfunktionen bilden quasi eine Einheit, analog einem gleichseitigen Dreieck. Sie gehören untrennbar zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Das eine geht nicht ohne die anderen. Wir können sie als Dreiklang sehen.

Die korrekte Zungenruhelage, das bedeutet die Lage der Zunge in Ruhe, wenn sie nicht verwendet wird (also wenn weder gesprochen noch geschluckt wird), ist am Gaumen. Das bedeutet, die Zunge soll in ihrer gesamten Länge mit leichtem Druck an den Gaumen gepresst sein. Die Zungenspitze liegt hinter der Papilla incisiva (hinter den oberen Schneidezähnen) und formt sich mit leichtem Ansaugdruck dem Gaumenbogen an, ohne die Zähne lateral (seitlich) zu berühren, wobei die Lippen geschlossen sind. In dieser Ruheschwebelage besteht kein Kontakt der Zahnreihen miteinander. Ein kurzer physiologischer Zahnkontakt besteht nur während des Schluckvorganges.
Das korrekte Schluckmuster ist ab dem circa zweiten Lebensjahr ausgebildet – das Halten der Zungenspitze am Druckpunkt hinter der Papilla incisiva, ohne dabei an die Rückseite der oberen Schneidezähne vorzurutschen. Diese wellenartige Bewegung der Zunge am Gaumendach entlang schiebt den Bolus Richtung Speiseröhre. Der Zahnreihen- und der Lippenschluss sind dabei unerlässlich für den nötigen Druckaufbau. Wesentlich für die komplexen Vorgänge in der Mundhöhle ist vor allem der Mundschluss, der durch die beteiligten Muskeln im Bereich von Lippen, Kinn und Wangen sowie die Kaumuskeln ermöglicht wird. Vorher ist ein sogenanntes infantiles Schluckmuster physiologisch, das ein Schieben der Zunge zwischen die Zahnreihen im Frontzahnbereich beinhaltet. Es ist wesentlich, dass die Kinder zwischen zwei und vier Jahren auf das korrekte Schluckmuster umstellen. Sonst sind Zahnfehlstellungen vorprogrammiert.

Dafür sind einige Aspekte wesentlich, wie der Ansaugdruck der Zunge, Krafteinsatz, Haltedauer, Koordination, Sensibilität, Feinspannung und Eigenwahrnehmung der am Schlucken, Kauen und Mundschluss beteiligten Muskeln – der Schluckakt ist also hochkomplex.

Der orofaziale Bereich ist im Vergleich zum restlichen Körper deutlich stärker repräsentiert auf der Gehirnrinde, sowohl im motorischen als auch im sensorischen Bereich. Jeder von Ihnen wird das schon einmal erlebt haben – ein Essensrest zwischen den Zähnen oder ein paar Sandkörner. Die Sensorik in unserem Mund ist so feinfühlig, dass man solche Störfaktoren kaum ignorieren kann. Man wird alles Mögliche versuchen, um das Problem zu beheben. Mit der Zunge oder zum Beispiel einem Zahnstocher wird man versuchen, den Speiserest zu entfernen. Hat man allerdings einen kleinen Stein im Schuh, ist das etwas, das man durchaus ein wenig ignorieren kann, zumindest wenn sich dieser nicht direkt unter der Fußsohle befindet. Ich habe einmal einen Marathon absolviert und merkte von Beginn an, dass etwas im Bereich des Fußrückens drückt. Es war aber kein Problem, den ganzen Marathon zu laufen, ohne das Problem zu lösen. In diesem Bereich hatte ich zwar nach dem Marathon eine leichte Druckstelle, aber das Drücken hatte mich nicht davon abgehalten, einfach weiterzulaufen.

Kleinste Veränderungen im Mundbereich können große Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Über den Nervus trigeminus – den V. Hirnnerv – gibt es ein ständiges Feedback ins Gehirn, das Mitteilung macht über den Zustand in der Mundhöhle. Zahnkontakte, Zungenruhelage, Spannungen in Kiefergelenk und Kiefermuskulatur, all das wird akribisch überwacht und die Informationen werden weiterverarbeitet. Informationen, die aus dem Mundbereich kommen und über die Hirnnerven verarbeitet werden, haben ihre Schaltzentren in direkter Nähezum Nervus vagus – dem X.Hirnnerv. Dieser wird also durch Reize aus der Mundhöhle mitbeeinflusst und ist der Hauptnerv unseres Parasympathikus, welcher für Ruhe, Entspannung sowie Regeneration zuständig ist. Durch die räumliche Nähe und nahe Beziehung der Hirnnervenkerne interagieren Trigeminus und Vagus sehr intensiv und beeinflussen sich gegenseitig. Das bedeutet: Stress macht Anspannung im Kieferbereich und Spannung im Kieferbereich macht Stress.

Chronischer Stress ist ein Riesenproblem in der heutigen Zeit. Sehr viele Menschen stehen dauerhaft unter einem dauernden Einfluss des Sympathikus. Da allerdings Regeneration nur unter dem Einfluss des Parasympathikus möglich ist, kann ein chronischer Sympathikotonus die Gesundheit langfristig beeinträchtigen. Es gelangt immer mehr ins Bewusstsein der Medizin, dass Stress gesundheitsschädlich ist. Dysfunktionen der Kiefergelenke sind ebenfalls wesentlich mit Stress assoziiert. Das zeigt sich unter anderem daran, dass immer mehr Menschen unter nächtlichem Knirschen und Pressen leiden, auch Kinder.

Eine Tatsache, die den werten Leser vielleicht überraschen wird: Die Hüftgelenke und die Kiefergelenke sind funktionell zusammenhängend. Chronischer Stress führt somit zu Anspannungen – sowohl im Kiefer- als auch im Hüftbereich. In der CMD-Therapie hat man also ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass vermehrtes Knirschen und Pressen zum einen sicherlich damit zu tun hat, dass sich Menschen tagsüber immer weniger bewegen. Das bedeutet: Weniger laufen am Tag, mehr Anspannung im Kiefer nachts.

Kiefergelenksbeschwerden, Fehlhaltungen und Störungen werden unter dem Begriff „CMD“ (Craniomandibuläre Dysfunktion) zusammengefasst. In ein multimodales CMD-Behandlungskonzept gehört somit die forcierte Bewegung integriert, eben aufgrund des Zusammenhanges zwischen Kiefer und Becken.

Zum anderen sieht man eine Ursache für Kiefergelenksbeschwerden darin, dass immer weniger gekaut wird. Unsere Nahrung wird immer weicher. Smoothies, Quetschies, Breie, Shakes, weiche Laberl gefüllt mit Faschiertem – alles Nahrungsmittel, die wenig gekaut werden müssen. An Karotten nagen oder an hartem Brot – das war vor 40 Jahren ein normaler, adäquater Snack für Kinder. Das gibt es schon lange nicht mehr. Die meisten Kinder lutschen maximal an Maisstangerln oder saugen an einem Fruchtmus in der Quetschverpackung.

Das führt zu einer Dysbalance der Kiefermuskulatur und der Kiefergelenke, Dysbalancen, die immer häufiger auftreten. Immer mehr Menschen leiden an Beschwerden der Kiefergelenke, wobei dies oft unentdeckt bleibt. CMD ist nicht nur ein Krankheitsbild mit hohem Risiko auf Chronifizierung, sondern auch ein unglaublich unterdiagnostiziertes.

Sehr viele Menschen wissen gar nicht, wo das Kiefergelenk eigentlich wirklich liegt, und auch etlichen Therapeuten ist dieses Gelenk eher fremd. Wenig bekannt ist auch, dass deutlich mehr junge und alte Menschen an CMD leiden, als uns bewusst wäre. Da in den weiteren Kapiteln noch darauf eingegangen wird, wie wesentlich das physiologische Kauen auch für kognitive Funktionen ist, ist eine CMD, die natürlich oft mit einem unphysiologischen Kaumuster einhergeht (beziehungsweise darin ihren Ursprung findet), nicht nur von schmerztherapeutischer und kieferorthopädischer Bedeutung.

Da das Becken mit dem Kiefer verbunden ist, ist es auch der Beckenboden. Sprechen und Kauen haben somit auch Auswirkungen auf den Beckenboden. Ebenso können Anspannungen im Kiefer den Beckenboden verspannen. Greifbar wird das beim Gebären – das Tönen während der Geburt, das von Hebammen empfohlen wird, lässt den Beckenboden entspannen, was klarerweise für die Geburt förderlich ist. Auch können Singen und Summen den Beckenboden entspannen.

Doch wie kann es sein, dass Körperstrukturen miteinander verbunden sind, die so weit voneinander entfernt liegen? Ursächlich für die Verbindungen der unterschiedlichen Körperregionen sind unter anderem die faszialen Strukturen, die den gesamten Körper durchziehen.

Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die praktisch überall in unserem Körper vorkommen. Sie durchziehen unseren Körper, umhüllen sämtliche Muskeln, Knochen, Organe und Nerven. Sie sind enorm wichtig für unsere Bewegungsfähigkeit und unsere Haltung. Zu der Gruppe der Faszien gehören all jene kollagenen Bindegewebe, die vor allem durch die Spannungsbelastung geprägt sind und die als Netzwerk in 3D den gesamten Körper durchziehen.

Das Fasziensystem unterteilt sich in:

- eine oberflächliche Faszie (Fascia superficialis),
- äußere Faszien (Fasciae externae),
- innere Faszien (Fasciae internae).

Die oberflächliche bedeckt den gesamten Körper, die regionale Schichtdicke variiert dabei sehr deutlich. Sie umhüllt die Hauptvenen der oberen und unteren Extremitäten. Die äußere Faszie ist zuständig für die Stabilität und Kontinuität der Haut und die Dynamik des venösen Systems. Aus ihr entstehen die Lymphgefäße, welche ja keine eigene Muskulatur haben und somit äußerst abhängig sind von einem entspannten, beweglichen Fasziensystem.

Die Fascia superficialis ist äußerst wichtig für die Zellen: Perfusion und Lymphabfluss auf Zellebene werden vom faszialen Spannungszustand beeinflusst. Genauer gesagt – Ernährung und Abfallabtransport korrelieren mit der Beweglichkeit der Faszien.

Die äußeren Faszien (Fasciae externae) umfassen die Faszien des Kopfes, oberflächliche Halsfaszien, die Rumpffaszie und die Faszien der oberen und unteren Extremität.

Die inneren Faszien (Fasciae internae) setzen sich aus mittleren und tiefen Halsfaszien, Fascia endothoracica und transversalis sowie den Faszien des Perineums und des kleinen Beckens zusammen.

Zusätzlich zu den oben genannten Faszien gibt es noch die Faszien der Mittelachse, Diaphragmen, Faszien in der Brust- und Bauchhöhle und Faszien innerhalb knöcherner Strukturen, die Meningen.

Über diese bekannten anatomischen Einteilungen hinaus, die schon lange an den Universitäten gelehrt werden, hat sich in den letzten Jahren ein Bewusstsein für die überregionalen Verbindungen innerhalb des faszialen Systems eingestellt.

Das Denkmodell der „Anatomy Trains“ von Thomas Myers (9)) hat unser Denken bezüglich unseres Stützapparates revolutioniert. Myers beschreibt unter anderem die oberflächliche Frontal- und Rückenlinie, sowie die Laterallinie. Damit nicht genug, gibt es die Spirallinie und Armlinien. Die tiefe Frontallinie ist sozusagen der myofasziale Dreh- und Angelpunkt unseres Bewegungsapparates. Der tiefen Frontallinie verdanken wir übrigens die Verbindung von Becken, Zwerchfell, Hals und auch Kiefer.
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