Knickknack
EUR 23,90
Format: 22 x 28 cm
Seitenanzahl: 42
ISBN: 978-3-99185-198-1
Erscheinungsdatum: 15.06.2026
Knickknack, das kleine Eichhörnchenkind, kennt nur seinen Wald. Als seine Mutter zu ihrer Schwester auf die andere Seite reisen muss, beginnt für ihn ein aufregendes Abenteuer voller neuer Tiere, Erfahrungen und Mutproben.
Knickknack lebt mit seiner Mutter in einem hübschen kleinen Kobel. Der Kobel ist oben in einem großen Ahornbaum, und Knickknack hat viel Freude daran, den dicken Baumstamm hinauf- und hinunterzusausen. Der Ahornbaum steht am Rand eines Waldes. In den Sommermonaten werden sie morgens von einem Sonnenstrahl geweckt, der genau durch das kleine Loch des Kobels auf ihre Schlafstätte fällt. Scheint die Sonne nicht, wacht Knickknack trotzdem immer zur selben Zeit auf. Es ist, als hätte er eine innere Sonnenuhr.
Der Kobel ist klein, passt aber genau für Knickknack und Mutter. Sie können hier schlafen und essen. Ihre Vorräte haben sie überall in kleinen Höhlen und Baumspalten verteilt. Wenn Knickknack manchmal allein unterwegs ist, darf er davon naschen.
Heute ist ein besonderer Tag. Die Mutter muss eine Weile weg. Deswegen kommt Frau Knusper, die Nachbarin. Frau Knusper hat schon oft auf Knickknack aufgepasst und sie haben viel Freude miteinander. Um zu Frau Knusper zu kommen, brauchen sie nur über die Äste des Ahorns zu laufen und dann zum nächsten Baum zu springen, so nahe ist Frau Knuspers Kobel.
Kaum hat der Sonnenstrahl sie geweckt, hören sie Frau Knusper über die Äste springen. Kurze Zeit später steckt sie ihren Kopf durch das Kobelloch. „Guten Morgen“, ruft sie. Knickknack springt aus dem Bett und fragt: „Was machen wir heute?“ „Ich habe schon eine Idee“, sagt Frau Knusper, „aber erst sagen wir Mutter ‚Auf Wiedersehen‘.“ Knickknack kann es kaum erwarten, bis Mutter fertig ist. Sie fängt an, sich zu putzen. „Du bist schon ganz fein“, sagt Knickknack, aber Mutter ist anderer Meinung. Da hilft er ihr ein bisschen. Er glättet den buschigen Schwanz mit den Pfoten. Dann ist sie bereit zum Gehen. Sie verabschiedet sich von Knickknack, läuft den Baumstamm geradewegs nach unten und springt durch den Wald davon.
Nun will er aber endlich wissen, was Frau Knusper sich für heute überlegt hat. Sie schlägt vor, dass sie einen Ausflug mit Picknick machen. Dafür könnten sie Haselnussplätzchen zubereiten. Knickknack freut sich. Einen Ausflug mit Picknick liebt er und Haselnussplätzchen auch. Sie fangen gleich an und Knickknack darf auch ein bisschen vom Teig naschen.
Knickknack fragt, wohin sie gehen wollen, und Frau Knusper sagt, dass er das aussuchen dürfe. Er hat eine Idee: Sie gehen so lange geradeaus, bis sie jemanden treffen. Dann fragen sie denjenigen, in welche Richtung sie weitergehen sollen. Frau Knusper ist einverstanden, sie freut sich, dass Knickknack so gute Ideen hat. Und es klappt wirklich. Schon nach kurzer Zeit begegnen sie Robin, dem Rotkehlchen. Er guckt zwar etwas verwundert, zeigt ihnen aber eine neue Richtung. Als sie Herrn Stachel, den Igel, treffen, müssen sie nach rechts abbiegen. Etwas später sehen sie Frau Raschel mit ihren fünf Mäusekindern. Knickknack findet die kleinen Mäuse lustig. Wie kann man nur so dünne Schwänze haben? Frau Raschel schickt sie nach links. An der nächsten Kreuzung fragen sie Frau Hoppel, das Kaninchen, die ihnen sagt, dass sie geradeaus weitergehen sollen.
So kommen sie auf eine kleine Lichtung, die wunderbar für das Picknick geeignet ist. Sie sind sehr hungrig und die Haselnussplätzchen schmecken so gut, dass sie alle aufessen. Dann setzt sich Frau Knusper ein bisschen in die Sonne und Knickknack läuft herum, erkundet die Lichtung und spielt.
Am besten gefällt ihm eine alte Buche, die am Rand zu einem Abhang steht. Sie hat so viele Äste, dass er hin- und herspringen kann. Frau Knusper hat oft Sorge, dass er herunterfällt, aber jetzt hat sie die Augen geschlossen und lässt sich von der Sonne wärmen. Also kann er das Springen üben. Wenn er groß ist, möchte er mindestens so weit springen können wie Mutter. Er klettert am Baumstamm hinauf bis in die oberste Spitze. Dann springt er von Ast zu Ast wieder ganz nach unten. Beim zweiten Mal schafft er es, immer einen Ast zu überspringen. Es ist ein tolles Gefühl, durch die Luft zu fliegen. Als er zum dritten Mal in der Baumspitze ist, bleibt er sitzen und schaut sich um. Ob er es schaffen kann, zu der Tanne nebenan zu springen? Es sieht gar nicht so weit aus und schließlich hat er gerade das Springen geübt. Ein Ast der Buche ragt weit zur Tanne hinüber. Wenn er Anlauf nimmt, müsste es klappen. Er rennt los, sammelt seine ganze Kraft und springt. Es ist herrlich, durch die Luft zu fliegen. Aber es ist doch weiter, als er gedacht hat. Er landet am äußeren Rand eines Tannenzweiges. Der ist nicht so fest wie die Äste der Buche und biegt sich nach unten. Knickknack versucht, sich festzuklammern, findet nicht genug Halt und fällt. Auch auf dem Boden gibt es nichts, woran er sich festhalten kann, und so rollt er den Abhang hinunter. Damit er sich nicht stößt, macht er sich rund wie eine Kugel. Hoffentlich sind unten keine Felsen, denkt er, aber da endet auch schon seine Rutschpartie. Irgendetwas hat ihn gestoppt. Vorsichtig streckt er sich und schaut sich um. Es ist stockdunkel. Wo ist er gelandet? Es riecht nach Erde und Moos. Vorsichtig tastet er sich an der Wand entlang. Er ist in einer Höhle und jetzt sieht er auch, dass durch ein kleines Loch etwas Licht scheint.
Langsam kriecht er zu dem Ausgang. Gerade als er den Kopf herausstrecken willl, verdunkelt sich das Licht und eine Stimme fragt: „Was machst du in meiner Höhle?“ Knickknack erschrickt und rutscht zurück in das Dunkel. Er hört die Stimme draußen lachen. Es ist ein freundliches Lachen und jetzt sagt sie: „Komm heraus, ich tue dir nichts.“ Es ist ein Kaninchen und Knickknack ist erleichtert. Vor Kaninchen braucht er keine Angst zu haben. Er klettert aus der Höhle. Wieder lacht das Kaninchen und sagt: „Du siehst ja schmutzig aus.“ Und wirklich, Knickknacks Fell ist überall voller Moos, Erde und Blätter. Er macht sich sauber, dann schaut er sich um und erzählt dem Kaninchen, was ihm passiert ist. Jetzt fällt ihm Frau Knusper ein. Er muss so schnell wie möglich zurück. Es wird schwierig werden, den Abhang wieder hinaufzuklettern, und er fragt nach dem besten Weg. „Steig auf meinen Rücken“, sagt das Kaninchen, „ich bringe dich nach oben.“ Da ist Knickknack sehr froh! Im Zickzack geht es den Hang hinauf und Knickknack muss lachen. Das macht ja fast so viel Spaß, wie über die Bäume zu springen. Schnell sind sie oben angelangt. Sie verabschieden sich und Knickknack läuft über die Lichtung zu Frau Knusper. Sie hat nichts von Knickknacks Abenteuer gemerkt und fragt nur: „Hast du schön gespielt?“ Knickknack grinst, vielleicht erzählt er ihr später einmal, was passiert ist. Jetzt müssen sie sich auf den Weg zurück machen.
Als sie fast zu Hause sind, sehen sie Mutter, die von der anderen Seite angesprungen kommt. Genau gleichzeitig kommen sie am Fuß des großen Baumes an. Knickknack und Mutter verabschieden sich von Frau Knusper und laufen gemeinsam den Baumstamm zu ihrem Kobel hoch. Mutter hat ein paar frische Knospen mitgebracht, die sie essen, während Knickknack ihr alles erzählt. Danach kuscheln sie sich in die Schafwolle und Knickknack schläft sofort ein.
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Der Kobel ist klein, passt aber genau für Knickknack und Mutter. Sie können hier schlafen und essen. Ihre Vorräte haben sie überall in kleinen Höhlen und Baumspalten verteilt. Wenn Knickknack manchmal allein unterwegs ist, darf er davon naschen.
Heute ist ein besonderer Tag. Die Mutter muss eine Weile weg. Deswegen kommt Frau Knusper, die Nachbarin. Frau Knusper hat schon oft auf Knickknack aufgepasst und sie haben viel Freude miteinander. Um zu Frau Knusper zu kommen, brauchen sie nur über die Äste des Ahorns zu laufen und dann zum nächsten Baum zu springen, so nahe ist Frau Knuspers Kobel.
Kaum hat der Sonnenstrahl sie geweckt, hören sie Frau Knusper über die Äste springen. Kurze Zeit später steckt sie ihren Kopf durch das Kobelloch. „Guten Morgen“, ruft sie. Knickknack springt aus dem Bett und fragt: „Was machen wir heute?“ „Ich habe schon eine Idee“, sagt Frau Knusper, „aber erst sagen wir Mutter ‚Auf Wiedersehen‘.“ Knickknack kann es kaum erwarten, bis Mutter fertig ist. Sie fängt an, sich zu putzen. „Du bist schon ganz fein“, sagt Knickknack, aber Mutter ist anderer Meinung. Da hilft er ihr ein bisschen. Er glättet den buschigen Schwanz mit den Pfoten. Dann ist sie bereit zum Gehen. Sie verabschiedet sich von Knickknack, läuft den Baumstamm geradewegs nach unten und springt durch den Wald davon.
Nun will er aber endlich wissen, was Frau Knusper sich für heute überlegt hat. Sie schlägt vor, dass sie einen Ausflug mit Picknick machen. Dafür könnten sie Haselnussplätzchen zubereiten. Knickknack freut sich. Einen Ausflug mit Picknick liebt er und Haselnussplätzchen auch. Sie fangen gleich an und Knickknack darf auch ein bisschen vom Teig naschen.
Knickknack fragt, wohin sie gehen wollen, und Frau Knusper sagt, dass er das aussuchen dürfe. Er hat eine Idee: Sie gehen so lange geradeaus, bis sie jemanden treffen. Dann fragen sie denjenigen, in welche Richtung sie weitergehen sollen. Frau Knusper ist einverstanden, sie freut sich, dass Knickknack so gute Ideen hat. Und es klappt wirklich. Schon nach kurzer Zeit begegnen sie Robin, dem Rotkehlchen. Er guckt zwar etwas verwundert, zeigt ihnen aber eine neue Richtung. Als sie Herrn Stachel, den Igel, treffen, müssen sie nach rechts abbiegen. Etwas später sehen sie Frau Raschel mit ihren fünf Mäusekindern. Knickknack findet die kleinen Mäuse lustig. Wie kann man nur so dünne Schwänze haben? Frau Raschel schickt sie nach links. An der nächsten Kreuzung fragen sie Frau Hoppel, das Kaninchen, die ihnen sagt, dass sie geradeaus weitergehen sollen.
So kommen sie auf eine kleine Lichtung, die wunderbar für das Picknick geeignet ist. Sie sind sehr hungrig und die Haselnussplätzchen schmecken so gut, dass sie alle aufessen. Dann setzt sich Frau Knusper ein bisschen in die Sonne und Knickknack läuft herum, erkundet die Lichtung und spielt.
Am besten gefällt ihm eine alte Buche, die am Rand zu einem Abhang steht. Sie hat so viele Äste, dass er hin- und herspringen kann. Frau Knusper hat oft Sorge, dass er herunterfällt, aber jetzt hat sie die Augen geschlossen und lässt sich von der Sonne wärmen. Also kann er das Springen üben. Wenn er groß ist, möchte er mindestens so weit springen können wie Mutter. Er klettert am Baumstamm hinauf bis in die oberste Spitze. Dann springt er von Ast zu Ast wieder ganz nach unten. Beim zweiten Mal schafft er es, immer einen Ast zu überspringen. Es ist ein tolles Gefühl, durch die Luft zu fliegen. Als er zum dritten Mal in der Baumspitze ist, bleibt er sitzen und schaut sich um. Ob er es schaffen kann, zu der Tanne nebenan zu springen? Es sieht gar nicht so weit aus und schließlich hat er gerade das Springen geübt. Ein Ast der Buche ragt weit zur Tanne hinüber. Wenn er Anlauf nimmt, müsste es klappen. Er rennt los, sammelt seine ganze Kraft und springt. Es ist herrlich, durch die Luft zu fliegen. Aber es ist doch weiter, als er gedacht hat. Er landet am äußeren Rand eines Tannenzweiges. Der ist nicht so fest wie die Äste der Buche und biegt sich nach unten. Knickknack versucht, sich festzuklammern, findet nicht genug Halt und fällt. Auch auf dem Boden gibt es nichts, woran er sich festhalten kann, und so rollt er den Abhang hinunter. Damit er sich nicht stößt, macht er sich rund wie eine Kugel. Hoffentlich sind unten keine Felsen, denkt er, aber da endet auch schon seine Rutschpartie. Irgendetwas hat ihn gestoppt. Vorsichtig streckt er sich und schaut sich um. Es ist stockdunkel. Wo ist er gelandet? Es riecht nach Erde und Moos. Vorsichtig tastet er sich an der Wand entlang. Er ist in einer Höhle und jetzt sieht er auch, dass durch ein kleines Loch etwas Licht scheint.
Langsam kriecht er zu dem Ausgang. Gerade als er den Kopf herausstrecken willl, verdunkelt sich das Licht und eine Stimme fragt: „Was machst du in meiner Höhle?“ Knickknack erschrickt und rutscht zurück in das Dunkel. Er hört die Stimme draußen lachen. Es ist ein freundliches Lachen und jetzt sagt sie: „Komm heraus, ich tue dir nichts.“ Es ist ein Kaninchen und Knickknack ist erleichtert. Vor Kaninchen braucht er keine Angst zu haben. Er klettert aus der Höhle. Wieder lacht das Kaninchen und sagt: „Du siehst ja schmutzig aus.“ Und wirklich, Knickknacks Fell ist überall voller Moos, Erde und Blätter. Er macht sich sauber, dann schaut er sich um und erzählt dem Kaninchen, was ihm passiert ist. Jetzt fällt ihm Frau Knusper ein. Er muss so schnell wie möglich zurück. Es wird schwierig werden, den Abhang wieder hinaufzuklettern, und er fragt nach dem besten Weg. „Steig auf meinen Rücken“, sagt das Kaninchen, „ich bringe dich nach oben.“ Da ist Knickknack sehr froh! Im Zickzack geht es den Hang hinauf und Knickknack muss lachen. Das macht ja fast so viel Spaß, wie über die Bäume zu springen. Schnell sind sie oben angelangt. Sie verabschieden sich und Knickknack läuft über die Lichtung zu Frau Knusper. Sie hat nichts von Knickknacks Abenteuer gemerkt und fragt nur: „Hast du schön gespielt?“ Knickknack grinst, vielleicht erzählt er ihr später einmal, was passiert ist. Jetzt müssen sie sich auf den Weg zurück machen.
Als sie fast zu Hause sind, sehen sie Mutter, die von der anderen Seite angesprungen kommt. Genau gleichzeitig kommen sie am Fuß des großen Baumes an. Knickknack und Mutter verabschieden sich von Frau Knusper und laufen gemeinsam den Baumstamm zu ihrem Kobel hoch. Mutter hat ein paar frische Knospen mitgebracht, die sie essen, während Knickknack ihr alles erzählt. Danach kuscheln sie sich in die Schafwolle und Knickknack schläft sofort ein.
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