Zappel und Schlafi – Ein Jahr voller Abenteuer
EUR 19,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 80
ISBN: 978-3-7116-1271-7
Erscheinungsdatum: 28.01.2026
Zappel und Schlafi, zwei junge Murmeltiere, erleben ein aufregendes Jahr vom Frühlingserwachen bis zum Winterschlaf. Dabei begegnen sie neuen Freunden, stellen Unsinn an, helfen in der Not und lernen mit Gefühlen wie Angst, Freude, Mut und Trauer umzugehen.
1
Aufwachen
Es ist März. Eine dicke Schneeschicht bedeckt die große Wiese auf der Alp. Langsam geht die Sonne auf und lässt die Berge im Licht erstrahlen. Auch auf der Wiese wird es wärmer, der Schnee wird weich. Es taut. Plötzlich bricht die Schneemasse über einem kleinen Hügel auf. Langsam öffnet sich eine Höhle und ein munteres Murmeli-Gesicht schiebt sich durch die Öffnung. Es ist Zappel. Er schnuppert in die Winterluft und kriecht dann ganz hinaus.
Oh wow, das ist ja wunderschön. Alles voll Schnee. Bin ich zu früh aufgewacht? Ist vielleicht unser Winterschlaf noch nicht vorbei?
Zappel bleibt noch eine Weile sitzen und versucht dann, ein paar Schritte über den Schnee zu laufen.
Huch, ist das kalt! Brrr. Soll ich wieder in den Bau? Aber die Sonne ist fein warm und der Schnee schmilzt ja schon. Schlafi! Schlafi! Steh auf!
Schlafi taucht langsam aus dem Bau auf. Er reibt sich die Augen und gähnt herzhaft.
Was machst denn du für einen Lärm, Zappel! Es ist doch noch Winter. Schau, überall Schnee. Du bist viel zu früh wach. Komm wieder schlafen!
Nein, warte, Schlafi. Schau doch mal, es taut! Überall gibt es dunkle Flecken und darunter sieht man die Wiese.
Also nein, das ist mir noch zu kalt. Ich gehe jetzt wieder schlafen. Ich muss noch fertig träumen.
Aber siehst du denn nicht, dass überall die Murmeltiere aus den Höhlen kommen? Schau, dort und dort und da!
Schlafi setzt sich neben Zappel und schaut über die Wiese. Überall bricht die Schneedecke auf und Murmelis kriechen aus ihren Bauten.
Und hör mal, wie die alle pfeifen. Die begrüßen sich. Komm, wir pfeifen auch!
Pfff … Pfff … also ich kann das nicht mehr. Welchen Pfiff muss ich jetzt nehmen?
Weißt du nicht mehr, wie der Begrüßungspfiff geht?
Zappel pfeift ein paar Mal, Schlafi versucht es nachzumachen, aber es gelingt ihm nicht ganz. Zappel muss laut lachen.
Nicht diesen Pfiff, Schlafi. Das ist der Adler-Warnpfiff. Jetzt gucken alle in die Höhe. Aber da ist kein Adler. Du musst tiefer pfeifen. Und länger.
Schlafi versucht es noch einmal und plötzlich hat er den Pfiff gefunden. Beide begrüßen pfeifend die Murmeltiere, die überall auftauchen.
Das ist wunderschön, Zappel, dass wir unsere Familie und alle Freunde vom letzten Jahr wiedersehen. Wie groß sie geworden sind! Und wie mager!
Ja, wir auch, Schlafi. Wir haben fast kein Fett mehr unter dem Pelz. Das brauchten wir, um den ganzen Winter schlafen zu können. Aber jetzt bewegen wir uns wieder mehr, essen gesund und werden fit.
Bewegen? Muss das sein? Also wenn ich es mir richtig überlege, bin ich noch hundemüde, Zappel. Und du weißt ja, wenn wir unseren Schatten nicht sehen, ist es noch zu früh, um aufzustehen. Ich glaube, ich gehe noch eine Runde schlafen. Tschüss!
Schlafi verschwindet im Bau und Zappel schaut ihm nach.
Diese Schlafmütze! Der würde auch den Sommer verschlafen, wenn man ihn lassen würde. Na ja, lassen wir ihn noch eine Nacht dösen, vielleicht ist er morgen munterer. Und ich gehe jetzt in den Wald und schaue mich um. Ich habe nämlich schon große Lust auf frisches Essen. Vielleicht finde ich ein paar Kräuter oder Wurzeln!
2
Der erste Schultag
Es ist April. Die Wiesen sind noch nass, aber der Schnee ist geschmolzen. Alle Murmelis sind schon wach. Am frühen Morgen machen sich Zappel und Schlafi auf den Schulweg. Es dämmert, es ist kalt. Aber die Murmelis haben einen dicken Pelz und kennen sich aus. Ihre Nase führt sie sicher durch den Wald. Zappel geht zügig voran, aber Schlafi trödelt herum.
Komm doch endlich, Schlafi. Du schläfst ja schon im Gehen wieder ein.
Hetz doch nicht so, Zappel. Es macht doch nichts, wenn wir ein bisschen zu spät in die Schule kommen.
Doch, Schlafi, das mag ich gar nicht. Und schließlich sind wir jetzt schon im zweiten Schuljahr und sollten Vorbilder sein für die Erstklässler.
Okay, du hast ja recht. Ich beeile mich, aber bitte renn nicht so.
Abgemacht. Du, Schlafi, freust du dich auch so auf die Schule?
Na ja, geht so. Eigentlich hätte ich auch gern noch ein paar Wochen geschlafen.
Dann hättest du ja den Frühling verpasst!
Stimmt. Das wäre voll schade. Es ist so schön, wie alles zu blühen anfängt.
Und wenn die Sonne dann so warm auf unser Fell scheint, dann …
… kann man wunderbar schlafen.
Hihihi. Du ewige Schlafmütze! Du hast ja schon den ganzen Winter verschlafen, jetzt ist es Zeit zum Lernen und Spielen.
Aber wir haben letztes Jahr doch schon alles gelernt. Warum müssen wir eigentlich noch in die Schule?
Oh nein, wir wissen längst noch nicht alles! Da gibt es noch viel Spannendes zu lernen, alles über den Wald und die Pflanzen. Und über uns selbst.
Über uns selbst? Was müssen wir denn da wissen? Ich bin doch einfach ich, da muss ich doch nichts mehr wissen.
Doch, wir lernen, wie unser Körper genau funktioniert, was wir essen sollen und wie wir gesund bleiben.
Leben wir denn jetzt nicht schon gesund?
Wir machen einfach alles so, wie es uns unsere Eltern gezeigt haben. Aber die Murmeli-Forscher haben herausgefunden, dass es zum Beispiel sehr wichtig ist, gute Vitamine zu essen. Dann werden wir nicht krank.
Aha. Wo wachsen denn diese Vitamine?
Die sind in den Gräsern und Kräutern drin. Auch in den Insekten. Das lernen wir eben in der Schule.
Das gefällt mir. Ich möchte nicht mehr so einen blöden Schnupfen haben wie letztes Jahr. Lass uns doch jetzt schnell in die Schule sausen, dass wir alles über die Vitamine lernen!
Schlafi düst an Zappel vorbei und rennt über die Wiese. Zappel schaut ihm lachend nach und schüttelt den Kopf.
Dieser Schlafi. Einmal schläft er fast ein, dann rast er wieder davon. Das soll einer verstehen. Na ja, ich renn ihm dann mal hinterher.
...
Aufwachen
Es ist März. Eine dicke Schneeschicht bedeckt die große Wiese auf der Alp. Langsam geht die Sonne auf und lässt die Berge im Licht erstrahlen. Auch auf der Wiese wird es wärmer, der Schnee wird weich. Es taut. Plötzlich bricht die Schneemasse über einem kleinen Hügel auf. Langsam öffnet sich eine Höhle und ein munteres Murmeli-Gesicht schiebt sich durch die Öffnung. Es ist Zappel. Er schnuppert in die Winterluft und kriecht dann ganz hinaus.
Oh wow, das ist ja wunderschön. Alles voll Schnee. Bin ich zu früh aufgewacht? Ist vielleicht unser Winterschlaf noch nicht vorbei?
Zappel bleibt noch eine Weile sitzen und versucht dann, ein paar Schritte über den Schnee zu laufen.
Huch, ist das kalt! Brrr. Soll ich wieder in den Bau? Aber die Sonne ist fein warm und der Schnee schmilzt ja schon. Schlafi! Schlafi! Steh auf!
Schlafi taucht langsam aus dem Bau auf. Er reibt sich die Augen und gähnt herzhaft.
Was machst denn du für einen Lärm, Zappel! Es ist doch noch Winter. Schau, überall Schnee. Du bist viel zu früh wach. Komm wieder schlafen!
Nein, warte, Schlafi. Schau doch mal, es taut! Überall gibt es dunkle Flecken und darunter sieht man die Wiese.
Also nein, das ist mir noch zu kalt. Ich gehe jetzt wieder schlafen. Ich muss noch fertig träumen.
Aber siehst du denn nicht, dass überall die Murmeltiere aus den Höhlen kommen? Schau, dort und dort und da!
Schlafi setzt sich neben Zappel und schaut über die Wiese. Überall bricht die Schneedecke auf und Murmelis kriechen aus ihren Bauten.
Und hör mal, wie die alle pfeifen. Die begrüßen sich. Komm, wir pfeifen auch!
Pfff … Pfff … also ich kann das nicht mehr. Welchen Pfiff muss ich jetzt nehmen?
Weißt du nicht mehr, wie der Begrüßungspfiff geht?
Zappel pfeift ein paar Mal, Schlafi versucht es nachzumachen, aber es gelingt ihm nicht ganz. Zappel muss laut lachen.
Nicht diesen Pfiff, Schlafi. Das ist der Adler-Warnpfiff. Jetzt gucken alle in die Höhe. Aber da ist kein Adler. Du musst tiefer pfeifen. Und länger.
Schlafi versucht es noch einmal und plötzlich hat er den Pfiff gefunden. Beide begrüßen pfeifend die Murmeltiere, die überall auftauchen.
Das ist wunderschön, Zappel, dass wir unsere Familie und alle Freunde vom letzten Jahr wiedersehen. Wie groß sie geworden sind! Und wie mager!
Ja, wir auch, Schlafi. Wir haben fast kein Fett mehr unter dem Pelz. Das brauchten wir, um den ganzen Winter schlafen zu können. Aber jetzt bewegen wir uns wieder mehr, essen gesund und werden fit.
Bewegen? Muss das sein? Also wenn ich es mir richtig überlege, bin ich noch hundemüde, Zappel. Und du weißt ja, wenn wir unseren Schatten nicht sehen, ist es noch zu früh, um aufzustehen. Ich glaube, ich gehe noch eine Runde schlafen. Tschüss!
Schlafi verschwindet im Bau und Zappel schaut ihm nach.
Diese Schlafmütze! Der würde auch den Sommer verschlafen, wenn man ihn lassen würde. Na ja, lassen wir ihn noch eine Nacht dösen, vielleicht ist er morgen munterer. Und ich gehe jetzt in den Wald und schaue mich um. Ich habe nämlich schon große Lust auf frisches Essen. Vielleicht finde ich ein paar Kräuter oder Wurzeln!
2
Der erste Schultag
Es ist April. Die Wiesen sind noch nass, aber der Schnee ist geschmolzen. Alle Murmelis sind schon wach. Am frühen Morgen machen sich Zappel und Schlafi auf den Schulweg. Es dämmert, es ist kalt. Aber die Murmelis haben einen dicken Pelz und kennen sich aus. Ihre Nase führt sie sicher durch den Wald. Zappel geht zügig voran, aber Schlafi trödelt herum.
Komm doch endlich, Schlafi. Du schläfst ja schon im Gehen wieder ein.
Hetz doch nicht so, Zappel. Es macht doch nichts, wenn wir ein bisschen zu spät in die Schule kommen.
Doch, Schlafi, das mag ich gar nicht. Und schließlich sind wir jetzt schon im zweiten Schuljahr und sollten Vorbilder sein für die Erstklässler.
Okay, du hast ja recht. Ich beeile mich, aber bitte renn nicht so.
Abgemacht. Du, Schlafi, freust du dich auch so auf die Schule?
Na ja, geht so. Eigentlich hätte ich auch gern noch ein paar Wochen geschlafen.
Dann hättest du ja den Frühling verpasst!
Stimmt. Das wäre voll schade. Es ist so schön, wie alles zu blühen anfängt.
Und wenn die Sonne dann so warm auf unser Fell scheint, dann …
… kann man wunderbar schlafen.
Hihihi. Du ewige Schlafmütze! Du hast ja schon den ganzen Winter verschlafen, jetzt ist es Zeit zum Lernen und Spielen.
Aber wir haben letztes Jahr doch schon alles gelernt. Warum müssen wir eigentlich noch in die Schule?
Oh nein, wir wissen längst noch nicht alles! Da gibt es noch viel Spannendes zu lernen, alles über den Wald und die Pflanzen. Und über uns selbst.
Über uns selbst? Was müssen wir denn da wissen? Ich bin doch einfach ich, da muss ich doch nichts mehr wissen.
Doch, wir lernen, wie unser Körper genau funktioniert, was wir essen sollen und wie wir gesund bleiben.
Leben wir denn jetzt nicht schon gesund?
Wir machen einfach alles so, wie es uns unsere Eltern gezeigt haben. Aber die Murmeli-Forscher haben herausgefunden, dass es zum Beispiel sehr wichtig ist, gute Vitamine zu essen. Dann werden wir nicht krank.
Aha. Wo wachsen denn diese Vitamine?
Die sind in den Gräsern und Kräutern drin. Auch in den Insekten. Das lernen wir eben in der Schule.
Das gefällt mir. Ich möchte nicht mehr so einen blöden Schnupfen haben wie letztes Jahr. Lass uns doch jetzt schnell in die Schule sausen, dass wir alles über die Vitamine lernen!
Schlafi düst an Zappel vorbei und rennt über die Wiese. Zappel schaut ihm lachend nach und schüttelt den Kopf.
Dieser Schlafi. Einmal schläft er fast ein, dann rast er wieder davon. Das soll einer verstehen. Na ja, ich renn ihm dann mal hinterher.
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