Cover: Saronis Wunsch und ihre neuen Abenteuer

Saronis Wunsch und ihre neuen Abenteuer
Der Weg einer besonderen Schnecke


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 104
ISBN: 978-3-7116-1256-4
Erscheinungsdatum: 12.01.2026
Saroni kehrt zurück. Die kleine Schnecke findet ihre neue Aufgabe und hilft anderen Waldbewohnern in Not. Sie hat auch noch einen unerfüllten Wunsch. Viele Abenteuer mit neuen Begegnungen, aber auch Zweifel zeigen diese rührende Geschichte.
Vorwort

Saroni ist zurück, die unvergessliche Persönlichkeit in der Tierwelt!

Im Panoawald wohnt eine besondere Schnecke namens Saroni. Sie ist wohl das bekannteste und hübscheste Tier in den Wäldern. Ihr Aussehen ist außergewöhnlich. Sie trägt am Kopf einen gelben Hut mit einer blauen Schleife. Die Schnecke besitzt eine besondere Gabe. Saronis braunes Schneckenhaus verwandelt sich in reines Gold, wenn es mit Sonnenstrahlen in Berührung kommt.

Saroni ist vor einiger Zeit durch einen starken Sturm auf Umwegen von ihrer Familie getrennt worden und hat danach den Entschluss gefasst, sie zu suchen. Sie hat ihre Familie schließlich in der Waldstadt Nemarinus gefunden. Die Reise ist lang gewesen und es hat viele Hürden gegeben. Sie hat Abenteuer erlebt, Feinde getroffen, neue Kulturen kennengelernt, Freunde gefunden und ist trotz ihrer Größe von anderen Waldbewohnern wahrgenommen worden. Sie spricht mit fremden Tieren und ist nicht mehr schüchtern wie früher. Die kleine Schnecke hat nie aufgegeben und blieb mutig. Fast jeder kennt ihre herzhafte und einzigartige Geschichte.

Saroni kehrt in den Panoawald zurück, entdeckt ihre neue Aufgabe und versucht künftig, anderen Waldbewohnern in Not zu helfen. Das Schneckenmädchen hat ein großes Herz und möchte Liebe und gute Taten in die Tierwelt zaubern. Sie glaubt fest daran. Ihr Charakter macht sie so liebenswert, gar nicht mehr wegzudenken. Mit Leidenschaft schreibt sie alles in ihr Tagebuch, damit ihre Abenteuer für immer festgehalten werden. An Saronis Seite bleiben ihre Freunde, der kleinwüchsige Igel Hidgi und der verstoßene Regenwurm Ramon. Eine ungewöhnliche Freundschaft in der Tierwelt. Doch in Saronis Welt ist vieles anders als gedacht. Die kleine Schnecke hat auch noch einen unerfüllten Wunsch, den Strand und das Meer zu sehen. Bevor sich Saronis Wunsch erfüllen wird, möchte sie sich zuerst auf ihre Aufgabe konzentrieren. Viele Abenteuer mit neuen Begegnungen, aber auch Zweifel machen Saronis weitere Reise sehr rührend.

Wer möchte in Saronis Tierwelt eintauchen und sie auf ihrem Weg begleiten?



Kapitel 1
Saronis Wunsch

„Hallo, liebes Tagebuch!
Puh, ich habe in der letzten Zeit viele Abenteuer erlebt. Meine Wünsche sind in Erfüllung gegangen. Ich habe auch Freunde gefunden. Eigentlich etwas ungewöhnlich in unserer Tierwelt, eine Schnecke, ein Igel und ein Regenwurm. Unterschiedliche Rangordnung. Verschiedene Charaktere. Doch das macht es ja irgendwie besonders.“

Das Schneckenmädchen machte eine kurze Pause und hielt den Stift auf ihrem Fühler fest. Saronis Fühler waren wie Hände. Sie musste kurz schmunzeln und hatte Freudentränen in den Augen. Saroni erinnerte sich an das erste Zusammentreffen mit dem kleinwüchsigen Igel Hidgi, der die Schnecke nach ihrem Sturz verarztete. Der verstoßene Regenwurm Ramon, der in Not geriet und gerettet werden musste. Freunde, die ihr auf der Suche nach ihrer Familie begegneten und sie bis zum Schluss treu auf diesem Weg begleiteten.

„Ich möchte jetzt gerne anderen Waldbewohnern, die in Not geraten sind, helfen. Ich habe damals große Hilfe bekommen, nicht nur von meinen Freunden. Bin sehr dankbar, deswegen habe ich auch meine Familie gefunden. Mittlerweile wage ich mich in alle Wälder, obwohl ich weiß, dass ich trotz meiner Größe viele gefährliche Feinde habe.“

Aber es gab noch einen unerfüllten Wunsch, der ihr sehr am Herzen lag. Saroni kritzelte ihre letzten Zeilen in das Tagebuch.

„Den Strand und das Meer sehen. Es gibt außerhalb der Wälder noch eine andere Welt. Viele fremde Tierarten, die ich noch nie gesehen habe. Dieser Ort heißt Waldstrand Sannowasa.“

Das Schneckenmädchen beendete für heute ihre Notizen und verließ ihr Zimmer in der Baumhöhe. Sie wollte nun einen ruhigen Spaziergang im Wald machen.

Saronis Familie lebte weiterhin in der Waldstadt Nemarinus. Die kleine Schnecke kehrte nach einigen Monaten wieder zur Baumhöhle im Panoawald zurück, wo sie damals gemeinsam mit ihrer Familie wohnte. Sie fühlte sich dort am wohlsten. Sie hatte die Gegend vermisst und sich gefragt, wie der Wald nach dem Sturm aussehen würde. Ihr kleinwüchsiger Freund Hidgi war glücklich mit einer Igelfrau und gründete eine Familie. Der Igel lebte auch im Panoawald. Ramon, der verstoßene Regenwurm, lebte mit Saroni nun gemeinsam in der Baumhöhle. Er hatte immer eigene Gefühle für Saroni. Der Regenwurm definierte das Wort Freundschaft einfach anders. Für Ramon war die kleine Schnecke wie Familie. Er liebte sie wie eine Schwester und versuchte stets, auf sie achtzugeben und sie zu beschützen. Er sammelte täglich Futtervorräte und brachte sie in die Baumhöhle. Alle waren glücklich vereint.
Saroni versprach ihren Eltern, öfter Briefe zu schreiben. Die Posteulen leisteten super Arbeit. Im nächsten Brief wollte Saroni ihren Eltern alles erzählen, auch von dem Wunsch, über den Strand und das Meer.

Der Panoawald blühte nach dem starken Sturm so schön auf wie noch nie. Eine riesige grüne Landschaft erstreckte sich über den Wald. Viele Wiesen mit blühenden Pflanzen und Insekten, prächtige Bäume, unzählige Hecken und Sträucher. Auch ein langer Weg führte direkt durch den Wald. Am Rand des Waldes lag ein kleiner Teich mit Fischen. Sogar dutzende Schmetterlinge, Bienen und Hummeln kehrten in den Panoawald zurück. Die Sonne strahlte vom Himmel und das Licht schimmerte im Wiesengrün. Der Duft der Blumen war süß, es strömte eine angenehme, warme Brise durch die Gegend. Man hörte das Zwitschern der Vögel, das Summen der Bienen, das Brummen der Hummeln, das Klopfen der Spechte, das Schmatzen der Igel, das Quaken der Frösche oder das Zirpen der Fische. Der Wald wirkte noch lebendiger und die Bewohner harmonierten mit der Natur. Hier gab es nicht so strenge Regeln wie in anderen Wäldern. Tiere mit unterschiedlicher Rangordnung und Ernährung konnten in Frieden zusammenleben.

Saroni überlegte und war schon neugierig, welche Tiere sie denn am Strand sehen würde. Meerestiere waren ihr komplett fremd, oder die frechen Möwen, die gerne Essen stahlen und räuberische Diebe waren. Vor den Möwen müsste sich Saroni in Acht nehmen, die Schnecke wäre ein gefundenes Fressen für diese Raubtiere. Bisher begegnete sie nur Schnecken in ihrer Kultur, Igeln, Regenwürmern, Füchsen, Hasen, Fröschen, Kröten, Eulen, verschiedensten Vogelarten, Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, Fischen, Ratten, Mäusen, Eichhörnchen, alles, was im Wald sonst noch beheimatet war. Sie versuchte, sich Bilder vorzustellen. Oder wie es denn wohl wirklich am Meeresgrund aussehen könnte. In dieser anderen Welt gab es viele Feinde, die für Saroni gefährlich wären. Saroni kannte bisher alles nur aus Büchern und Bildern. Sie war auch eine Leseratte und studierte in ihrer Freizeit viel über ihr Reiseziel, den Waldstrand Sannowasa.

Die kleine Schnecke war sehr vertieft in ihren Gedanken, bis sie von einer bekannten Stimme unterbrochen wurde.

Es war Hidgi, der kleinwüchsige Igel, der ganz fröhlich eine Nachricht in den Wald posaunte. „Ich baue noch das Nest für unsere Jungen fertig. Sie sollen es warm und kuschlig haben.“
„Wir sind schon so aufgeregt, bald kommt unser Nachwuchs zur Welt“, erwiderte Molly mit einem strahlenden Gesicht.

Der Igel sammelte noch Moos und viele Blätter zusammen. Der Igel baute das Nest unter einer großen Hecke, umgeben von Wildpflanzen, auf. Dort unter dieser hohen Hecke war auch der Schlafplatz von Hidgi und seiner Igelfrau Molly.
„Ich freue mich sehr für euch beide und dass du so glücklich bist, Hidgi. Das war immer dein größter Wunsch, eine Familie zu gründen“, erwiderte Saroni mit einem warmherzigen Lächeln.

Das kleine Schneckenmädchen erzählte ihrem Freund von dem Wunsch, den Strand und das Meer zu sehen. Ihre Augen strahlten voller Freude. Sie konnte es kaum erwarten, den warmen Sand unter ihrer Kriechsohle zu spüren, das blaue Glitzern des Meeres zu betrachten, das Rauschen der Wellen zu hören, die warme Luftbrise zu spüren und die Ruhe zu genießen. Vielleicht würde sie dort dem einen oder anderen Meeresbewohner begegnen. Auf jeden Fall musste Saroni noch überlegen, wie sie am besten zum Waldstrand gelangen würde. Zu Fuß wäre es ein sehr langer, mühsamer Weg. Die Reise würde sonst Tage für die kleine Schnecke dauern.
„Das sind tolle Neuigkeiten. Und du wirst es schaffen. Du bist mittlerweile sehr berühmt in den Wäldern und bekommst sicher Unterstützung bei deiner Reise. So weit liegt der Waldstrand nicht weg. Wie heißt dieser Strand eigentlich genau?“, fragte Hidgi interessiert nach.
Er war erleichtert, denn das Nest für die Jungen war nun fertig gebaut.
„Der Strand heißt Sannowasa. Ich habe auf der Karte bereits geschaut. Wenn ich fliegen würde, wäre ich in einigen Stunden dort. Vielleicht kann mich Gloria bringen. Keine Ahnung, wo sie sich zurzeit herumtreibt“, antwortete Saroni.
„Gloria ist ein witziger Vogel und sie ist so ziemlich die einzige Amsel, die keine Schnecken frisst. Eure Bekanntschaft ist echt toll“, erwähnte der Igel begeistert.
„Gloria wird uns sicher bald besuchen kommen. Sie weiß ja, wo wir wohnen“, verabschiedete sie sich mit einem Augenzwinkern, gleichzeitig winkte sie dem Igel mit ihren Fühlern.

Das kleine Schneckenmädchen hatte nicht vergessen, was sie sich vorgenommen hatte: anderen Waldbewohnern zu helfen, die in Not waren. Den Schwachen helfen. Sie glaubte fest daran. Eine wichtige Aufgabe in ihrem Leben. Saroni wollte erst im Frühling zum Strand reisen, währenddessen könnte sie anderen Tieren helfen. Es war mitten im Sommer und es warteten sicher noch genug Abenteuer auf die Schnecke. Das spürte sie. Zuerst musste sie aber noch Gloria von ihrem Wunsch erzählen und ob sie Saroni begleiten würde. Zu Fuß wäre es ein sehr weiter Weg, die kleine Schnecke brauchte auf jeden Fall Unterstützung von ihrer Bekanntschaft. So hoffte Saroni, bald Besuch von ihrer Freundin Gloria, der Amselfrau, zu bekommen und wartete geduldig ab. Jetzt wollte sie sich erst mal auf ihre neue Aufgabe konzentrieren und freute sich schon sehr darauf. Auf dem Rückweg zur Baumhöhle wurde sie plötzlich von einem Geräusch abgelenkt. Es klang nach einem Weinen. Saroni schaute sich um und konnte niemanden sehen.

Woher kam bloß diese Stimme? War ein Tier in Not? Welches Tier brauchte Hilfe?

Verdattert suchte Saroni nach dem Geräusch. Sie konnte eine winzige Gestalt mit Flügeln in einem dichten Gebüsch erkennen. Das kleine Wesen saß hilflos und mit hängenden Flügeln auf einem Ästchen. Die Schnecke blieb angewurzelt neben dem Gebüsch stehen und das Tier fing am ganzen Körper zu zittern an.
5 Sterne
Toll - 25.06.2026
Monika

Einfach zu lesen, tolle Abenteuer und es lohnt sich mit Mut durchs Leben zu gehen und auch anderen zu helfen.Kann dir nur gratulieren zu diesem tollen Buch liebe Petra🥳🥰

5 Sterne
Lieblingsbücher - 17.03.2026
Katharina Karas

Meine Kinder lieben Saroni! Eindeutig zu denLieblingsbüchern..

5 Sterne
Meine Buchbewertung zu Saronis Wunsch und ihre neuen Abenteuer  - 30.01.2026
Claudia

Die Sprache ist einfach und kindgerecht, sodass auch jüngere Kinder der Geschichte gut folgen können. Besonders schön sind die liebevoll gestalteten Illustrationen, die die Fantasie anregen und die Handlung lebendig machen.Das Buch vermittelt wichtige Werte wie Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen.Fazit: Ein gelungenes Kinderbuch, das sich gut zum Vorlesen eignet und Kindern eine positive Botschaft mit auf den Weg gibt.

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