Cover: Emma, eine kleine Hundefürstin

Emma, eine kleine Hundefürstin
Teil 1 – Wenn man klein ist, wirkt alles ganz groß


EUR 19,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 72
ISBN: 978-3-7116-0698-3
Erscheinungsdatum: 18.05.2026
Begleite Emma, die kleine Hündin, auf ihren Abenteuern. Eine herzerwärmende Geschichte über Mut, Rücksichtnahme, Freundschaft und die Magie des Alltäglichen – perfekt für Kinder und Erwachsene. Ein Buch, das zeigt: Auch die Kleinsten können Großes erleben!
Emma
Eine kleine Hundefürstin

Emma ist eine kleine Hundedame. Sie ist weiß mit braunen Flecken und ganz weichem Fell. Die kleine Emma hat seit Kurzem ein schönes Zuhause bei einem jungen Paar gefunden. Emmas neue Hundemama kommt durch die Arbeit nur an den Wochenenden nach Hause. Den Großteil der Zeit verbringt sie mit ihrem neuen Hundepapa. Die Eingewöhnung ins neue Zuhause hält einige Abenteuer für das kleine Hundemädchen bereit, aber nachdem die ersten Hürden genommen sind, hält Emma ihre neue Familie ganz schön auf Trab. Mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit erinnert sie die beiden manchmal sogar mehr an eine kleine Fürstin als an einen kleinen Hund. Sie denkt wahrscheinlich, dass ihr ein Krönchen sehr gut stehen würde. Aber eben das macht sie zu etwas ganz Besonderem.
Wie auch wir Menschen wachsen Tiere ebenfalls vom Baby zum Kleinkind heran, weiter zum Jugendlichen, und werden hinterher, so wie wir Menschen auch, erwachsen. Bis dahin passieren auch für die vier Pfoten einige Abenteuer, wenn sie die Welt kennenlernen.
In diesem Teil ihrer Geschichte dürfen wir die aktuell erst zehn Monate alte Emma dabei begleiten, ihre neue Welt zu entdecken.



Emmas erstes Bett beim Hundepapa

Alles hier riecht so neu. Emmas Pfötchen erkunden die neue Umgebung. Neben dem Geruch ihres Hundepapas gibt es so viel Neues, was ihr in die Nase steigt. Ihr ist das alles noch etwas unheimlich, so viele Gerüche und so viele Eindrücke.
Emma tastet sich noch etwas geduckt durch die Wohnung voran. Sie beschnüffelt alles, an dem sie vorbei kommt, denn so macht sie sich ein Bild von ihrer Umgebung.
Hunde haben ein feines Näschen und hier gibt es einige Gerüche, welche die kleine Emma noch nicht kennt. Nur den Geruch von ihrem Hundepapa kennt sie, denn diesen hat sie schon früh über ein T-Shirt von ihm kennengelernt und bei sich getragen.
„Papa legt seine große Hand ganz vorsichtig auf meinen Rücken. Ich zucke im ersten Moment kurz zusammen, aber dann merke ich, wie gut das tut. Es beruhigt mich und gibt mir etwas Sicherheit.“
Emma atmet tief ein. Das zeigt auch ihrem Hundepapa, dass sich das kleine Hundemädchen etwas entspannt.
Eine große weiße Tür geht auf. Was steht denn da? Emmas Augen leuchten auf, als sie das riesige kuschelige Bett entdeckt. Es ist viel größer als sie, ganz flauschig, hellbraun und rund. Eigentlich sieht es aus wie ein riesiger Teddybär. Sie ist ganz aufgeregt und möchte es direkt ausprobieren.
„Ich schaue meinen Hundepapa an und warte, was er mir für ein Zeichen gibt. Das Bett steht auf dem Boden direkt neben seinem, aber ist es wirklich für mich? Darf ich es erkunden? Ich werde ganz aufgeregt, es kribbelt in meinem Bauch, mit meinen Pfötchen tänzle ich über den Boden und mein Schwanz wedelt schnell.“

Das Wedeln mit dem Schwanz kann ein Zeichen bei uns Hunden dafür sein, dass wir aufgeregt sind oder uns über etwas freuen.

„Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es wirklich allein erkunden darf, und bleibe deshalb erstmal im Hintergrund.“
Ihr Hundepapa merkt Emmas Zögern und setzt sich mit ihr auf den Boden. Er klopft mit der Hand leicht auf das flauschige Bett und signalisiert ihr, dass sie zu ihm kommen darf. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Das kleine Hundemädchen stürmt los und schmiegt sich ganz tief in den kuscheligen Stoff.
„Es fühlt sich toll an, so weich, und man kann sich komplett darin verkriechen.“
Die Nase des Hundemädchens wittert etwas Vertrautes. Sie steckt sie etwas tiefer in das Bettchen und da ist es, das T-Shirt, das nun schon einige Zeit ihr Begleiter ist und so vertraut nach ihrem Papa riecht. Sie zieht es vorsichtig mit ihren Zähnchen zu ihrem kleinen Körper. Noch ein tiefes Einatmen. Jetzt fühlt sie sich richtig wohl und geborgen.
„Habt ihr auch etwas, das euch beruhigt, wenn ihr es bei euch habt? Oder atmet ihr auch manchmal ganz tief ein, wenn ihr den vertrauten Duft von Mama oder Papa riecht? Ich finde, das ist ein wirklich schönes Gefühl. Es wärmt einen innerlich, findet ihr nicht auch?“
Die Äuglein fallen zu. Moment, was ist das? Ein Auge der kleinen Emma geht wieder auf. Sie hat etwas im Augenwinkel gesehen. Da ist doch auch noch ein Spielzeug im neuen Bettchen? Etwas Neugierde steigt wieder in Emma auf, aber erstmal muss sie jetzt doch ein Schläfchen machen. So viel Aufregung für einen so jungen Hund, das kann schon ganz schön müde machen.



Das neue Spielzeug

„Ich spüre das weiche Bettchen, in das ich eingekuschelt liege. Was für ein schönes Gefühl! So sicher. Aber halt, da sind wieder diese fremden Gerüche. Ich öffne erst ein Auge, da ist sie wieder, diese noch fremde Umgebung. Ich mache das zweite Auge auf und da ist er, mein Papa. Er liegt eng bei mir und hält mich mit einem leichten Griff. Wenn ich wollen würde, könnte ich mich jederzeit lösen, aber ich genieße seine Nähe. Er hat so große Hände, die erschrecken mich teilweise schon, weil sie so riesig sind und mein Körper so zierlich ist. Sobald ich aber die warme und zarte Berührung spüre, geht es mir irgendwie besser und ich fühle mich wohl. Ich stupse mit meiner kühlen, feuchten Nase den Finger von Papa an. Er hat die Augen geschlossen und atmet tief. Sogar ein leichtes Schnarchen kann man hören. Er ist wohl auch eingeschlafen. Zack, gehen seine Augen auf. Wir schauen uns einen Moment an, dann zieht er seine Mundwinkel nach oben und lächelt mich ganz liebevoll an. Freude breitet sich in meinem Bauch aus. Er ist ein Riese, aber ich fühle mich wohl bei ihm, auch wenn ich mich noch bei manchen Bewegungen erschrecke.“
„Plötzlich steigt mir wieder ein fremder, aber doch schon irgendwie vertrauter Geruch in die Nase. Da war doch was. Ja genau, das neue Spielzeug. Zaghaft berühre ich den kleinen Stoffelefanten mit meiner Schnauze und schaue sofort wieder Papa an. Ob ich mir den Elefanten wohl nehmen darf? Ich warte erstmal ab.“
Emmas Hundepapa setzt sich im Bett auf und beobachtet den kleinen Hund: „Emma, schau doch mal, da ist dein neues Spielzeug, du darfst das ruhig nehmen.“
„Ich verstehe nicht alles was er sagt, weil wir ja eigentlich unterschiedliche Sprachen sprechen, aber er nimmt den Elefanten mit seiner Hand und hält ihn mir auffordernd hin. Ich darf ihn wohl nehmen. Oh, wie schön, es ist wirklich mein Elefant! Das freudige Kribbeln in meinem Bauch kehrt zurück und mein ganzer Körper wackelt vor Aufregung. Ich nehme den Elefanten ganz vorsichtig in meine Schnauze, er ist ganz weich. Hoppla, der macht ja auch Geräusche, wenn ich ihn fester halte. Meine Ohren stellen sich direkt auf. Ich lasse ihn wieder fallen, weil ich mich etwas erschreckt habe.“
„Alles fein, Emma“, sagt Papa zu mir. Er schaut mich wieder mit diesen warmherzigen Augen an. „Na komm, sollen wir etwas spielen?“
„Er hält mir den Elefanten wieder hin. Ich greife neugierig aber auch etwas zögernd mit meinen Zähnen danach. Ganz vorsichtig zieht er jetzt etwas an dem Elefanten. Ich ziehe vorsichtig zurück, er lacht. Ich verstehe, dass er mich zum Spielen auffordert, und springe vor Freude auf.“
Emmas kleiner Körper wedelt aufgeregt hin und her, es macht ihr sichtlich Spaß zu spielen. Sogar ein kleines spielerisches Knurren kommt aus dem kleinen Hundekörper. Da sie die erste Zeit eher ruhig und schüchtern gewirkt hat, ist es wirklich schön, sie jetzt so aufblühen zu sehen.

Das Knurren bei Hunden kann verschiedene Bedeutungen haben. Es ist ein Mittel zur Verständigung. Ein Knurren kann zum Beispiel abwehrend und mahnend, aber auch spielerisch gemeint sein. Man muss genau darauf Acht geben, in welcher Situation sich das Tier befindet und welche Körperhaltung es hat.

Nach einer Weile lässt Emma von dem Spielzeug ab. Sie leckt ihm über den Kopf, krümelt sich dann wieder in ihrem Bettchen zusammen und schläft zufrieden wieder ein. Das war schon ganz schön anstrengend, da ist eine kleine Pause wichtig.

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