Cover: Die Solothurner Stadtmusikanten

Die Solothurner Stadtmusikanten


EUR 25,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 40
ISBN: 978-3-99130-819-5
Erscheinungsdatum: 30.10.2025
Entdecke die Kraft der Gemeinschaft und Solidarität! Eine Parabel für Kinder und Erwachsene: mit Freundschaft gegen Mobbing. Vier ungleiche tierische Musikanten bezaubern Solothurn. Doch es gibt noch ein fünftes, mysteriöses Wesen …
Prolog

In einer Zeit, in der Märchen und Magie noch allgegenwärtig waren, gab es eine Stadt, die wie keine andere war. Solothurn, die Perle der Barockstädte, lag eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Jura und dem glitzernden Band der Aare. Die Stadt war ein Ort, an dem die Vergangenheit lebendig blieb und die Geschichten der alten Zeiten in den Gassen widerhallten.
In einem versteckten Winkel am Rande dieser zauberhaften Stadt lebte ein ungewöhnliches Quartett, das die Herzen der Menschen bezauberte. Ein Ohrhahn, ein Mondigel, die emsige Biene Maja und eine herzige kleine Schaube bildeten eine Gemeinschaft, die so bunt und vielfältig war wie die Stadt selbst. Doch es gab noch ein fünftes, mysteriöses Wesen, dessen Anwesenheit stets für humorige Momente der Wonne und des Behagens sorgte.
Diese Tiere, jedes mit seinen eigenen Talenten und Eigenheiten, fanden in ihrer Freundschaft eine Quelle der Stärke und des Frohsinns. Gemeinsam erlebten sie Abenteuer, die sie enger zusammenschweißten und ihnen zeigten, dass wahre Freundschaft alle Hindernisse überwinden kann.
Dies ist die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Reise, die am Fuße des Juras, am Rande von Solothurn begann und die Herzen aller berührte, die ihnen begegneten. Eine Geschichte von Mut, Zusammenhalt und der Magie, die in jedem von uns schlummert.



Kapitel 1:
Das außergewöhnliche
Quartett

Es war einmal in der malerischsten und schönsten Barockstadt der Schweiz, dem mittelalterlich geprägten Städtchen Solothurn, wo die Sonne sanft über die Höhen des Weissensteins glitt

und die Aare gemächlich durch die Altstadt floss. In einem versteckten Winkel dieser zauberhaften Stadt lebte neben einigen anderen mehr oder minder verwirrten Individuen ein ungewöhnliches, nicht weniger verwirrtes Quartett: ein Ohrhahn, ein Mondigel, die emsige Biene Maja und eine herzig süße, kleine Schaube sowie neben anderen noch ein mysteriöses fünftes Tier, das mit seinen Worten, seinem Verhalten und seinem Handeln in der gesamten Gruppe aller Tiere immer wieder für Irritationen und Verwirrung zu sorgen wusste, aber auch stets um Herzlichkeit, Empathie und Frohsinn besorgt war.

Der Ohrhahn war ein stattlicher, lebenserfahrener und intellektueller, sehr besonnener Vogel, der immer nur dann krähte, wenn er auch wirklich etwas Sinnvolles mitzuteilen hatte. Er wusste situativ einen großen Schatz an Lebenserfahrung in die Gruppe einzubringen und kannte auch immer die neuesten Klatschgeschichten aus dem Hühnerstall. Seinen Augen, scharf wie Diamanten, entging nichts, und seine Ohren, so groß wie Fliegenpilze, hörten jedes Flüstern.

Der Mondigel Dampfi, der eigentlich Mampfi hieß, war ein nachdenklicher Geselle. Sein Stachelkleid funkelte meist hinter einer dampfenden und nach Aroma duftenden Wolke im Mondschein wie ein Sternenhimmel. Er liebte es, auf den alten Mauern zu sitzen und den Mond anzuschauen. Manchmal flüsterte er ihm seine Gedanken zu, und der Mond nickte zustimmend.

Maja, die Biene, war eine wahre Künstlerin. Sie summte nicht nur die schönsten Melodien, sondern sammelte auch den süßesten Nektar von den Blumen rund um die Solothurner Kathedrale. Ihre Flügel glitzerten wie Bernstein, wenn sie über die Stadt flog.

Die kleine Schaube war der Sonnenschein in der Gruppe. Stets mit einem Lächeln erhellte sie den Raum, wenn sie erschien. Aber auch sie hatte, wie alle anderen, Momente des Missmuts, ließ sich das jedoch nur selten anmerken. So trug sie zu einer positiven Stimmung in der Gruppe bei.

Und dann war da noch das mysteriöse fünfte Tier. Es hatte sich immer wieder vor den anderen versteckt und sprach nur selten. Sein Fell war aus Krüseli, wie das eines Yetis auf den Jura-Gipfeln, und aus seinen Augen glänzte der Schalk. Die anderen Tiere wussten nicht, was es konnte oder wer es war, aber sie spürten, dass es etwas Besonderes war.

Eines Tages beschlossen sie, ihre Talente zu vereinen und eine eigene Musikgruppe zu gründen. Sie fanden ein etwas abgeschiedenes Refugium am Rande der Stadt, das perfekt für ihre Proben und ein soziales Miteinander war. Der Ohrhahn krähte im Takt, der Mondigel rollte sich zu einer Kugel und klimperte auf seinen Stacheln, Maja summte dazu, und die kleine Schaube tanzte grazil mit wehendem, manchmal fliegendem Kleid. Das mysteriöse fünfte Tier … nun ja, es schien einfach nur da zu sein und strahlte eine geheimnisvolle Aura aus. Die Solothurner Stadtmusikanten wurden schnell berühmt.


St.-Ursen-Kathedrale Solothurn

Bauzeit: 1762–1773
Architekten:
Gaetano Matteo Pisoni und Antonio Pisoni
Baustil: Frühklassizismus
Höhe: 66 Meter (3 × 11 m)
Material: Solothurner Marmor
Besonderheiten:
Die Kathedrale ist das Wahrzeichen von Solothurn und ein bedeutendes Bauwerk des Frühklassizismus in der Schweiz.

Die Menschen kamen von weit her, um ihre Konzerte zu hören. Und wenn der Mond über der Aare aufging, erklang ihre Musik besonders zauberhaft. Man erzählt sich, dass die vier Tiere noch heute in einer alten Scheune irgendwo in der Stadt zusammenfinden und proben. Wenn du nachts durch die Gassen von Solothurn schlenderst, kannst du vielleicht ihr leises Lied hören, eine Melodie, die vom Miteinander, von Geheimnissen und der Magie des freundschaftlichen Zusammenhalts erzählt.
In ganz besonderen Momenten erklingen die wunderbaren Töne einer Klampfe. So kam es auch, dass die vier und auch all die anderen der Gruppe zu Freunden wurden. Eine geheimnisvolle Gemeinsamkeit verband die Gruppe in einem freundschaftlichen Miteinander, das hilft, über schwierige Zeiten und Lebenssituationen hinwegzukommen und um gestärkt wieder daraus hervorzukommen.
1 Sterne
khaledalhamoi9@gmail.com - 08.05.2026
khaledalhamoi9@gmail.com

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