Cover: Das sprechende Schnabeltier reimt mit Bedacht und hat euch wundervolle Geschichten mitgebracht!

Das sprechende Schnabeltier reimt mit Bedacht und hat euch wundervolle Geschichten mitgebracht!
Bobby und seine Freunde


EUR 25,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 46
ISBN: 978-3-7116-1038-6
Erscheinungsdatum: 20.05.2026
Bobby, das sprechende Schnabeltier, lädt Kinder zu fantasievollen Abenteuern ein mit lustigen Freunden, verrückten Reimen und jeder Menge Humor. Eine bunte Sammlung von Gute-Nacht-Geschichten zum Staunen, Lachen und Träumen.
Einleitung:
Bobby und seine Freunde
Wenn ich mich kurz vorstellen darf, mein Name ist Bobby und ich bin ein Schnabeltier, alles klar? Ich wohne in Australien an einem Meeresstrande. Wie oder was, ihr kennt mich nicht? Schreiberling, hau mal weiter auf die Tasten und beschreibe mich. Ich sehe aus wie ein Kegel, oben schmal und unten breit, und trage den Pelz wie ein Otter. Moment, Moment, es geht noch flotter.

Ich habe den Schnabel einer Ente und deren Paddelfüße und einen Schwanz wie beim Biber, die Krallen von einem Bären. Was will man mehr? Warum fangt ihr jetzt schon zu lachen an, die Geschichte fängt doch gerade erst an, oder liegt es daran, dass man sich meinen Körper jetzt vorstellen kann?
Okay, okay, eh ihr noch vor Lachen keine Luft mehr kriegt und völlig benommen vom Hocker fliegt, weil die Schwerkraft siegt, sind nun hier die Geschichten von meinen Freunden und mir, dem sprechenden Schnabeltier.



Episode 1:
Meine erste Begegnung mit Dodolie Freund Nummer 1

Ich döse in der Sonne und lasse mir von ihr den Pelz wärmen, und plötzlich blinkt und schimmert etwas im Wasser. Was kann das nur sein? Ein Stein, der aus dem Wasser ragt? Da muss ich hin, weil ich doch so neugierig bin. Ich tauche ab und schwimme drauflos. Autsch! Verflixt, jetzt habe ich mich selbst ausgetrickst und bin gegen den Stein gekracht, denn ich habe wie immer die Augen beim Tauchen zugemacht. Denn das wusstet ihr sicher noch nicht, so fange ich mein Essen auf dem Meeresgrund. Nun tauche ich auf. Was sehen da meine Äugelein? Na, kuck einmal, das ist kein Stein. Ein Ei. Erst mal ans Ufer damit. Was mag da wohl drin sein? Wie kriegt man das Ding auf und was kommt am Ende dabei raus? Ich hämmere mit dem Schnabel drauf und das Drama nimmt seinen Lauf. Ach du Schreck, plötzlich bricht die Schale mit Krabum und vor meinem Schnabel piepst es plötzlich aufgeregt herum. Das Piepsding, was auch immer es ist, krabbelt hin und her und ich gehe mit meinem Schnabel näher ran, damit ich es genauer untersuchen kann. Mein Schnabel fängt zu jucken an, denn an dem Piepsding sind Federn dran und ich muss niesen und niesen und das Piepsding landet im Wasser. Oh nein, das Piepsding scheint kein großer Schwimmer zu sein. Doch es kommt noch krasser. Es wird vermutlich gleich untergehen. Das darf nicht geschehen. Ich muss es wieder ans Ufer bringen und reiße meinen Schnabel auf und das Piepsding krabbelt rein. Oh je, das kann doch jetzt nicht wahr sein. Das Tierchen ist wohl ’ne Partymaus. Es hüpft im Schnabel hin und her. Es kitzelt ohne Ende, denn wie ihr schon wisst, das Piepsding hat Federn dran und die schlagen in meinem Rachen gnadenlos an. Das bringt mich zu der Frage: Schlucke ich das Piepsding oder spucke ich es kurzerhand wieder aus? Ich öffne meinen Schnabel, hole tief Luft und spucke es im hohen Bogen durch die Luft.
Da liegt es nun in seiner ganzen Pracht, dick und rund, und der Hakenschnabel mitten im Gesicht. Wahrlich, eine Schönheit ist es nicht.
Die Flügel sind klein, das kann also kein begnadeter Flieger sein.
So lernten Dodolie und ich uns kennen. Warum ich ihn so nenne? Also echt, ihr seid aber schwer von Begriff, weil es eben ein Dodo ist. Okay, okay, ihr habt ja recht, dass es eigentlich ein ausgestorbener Geselle ist. Doch in Geschichten, wo Tiere sprechen, ist es doch klar, dass man auch solche nehmen kann, wie wunderbar.



Episode 2:
Das Dodo-Schiffchen

Ich liege schon wieder am Ufer und döse so vor mich hin. Nein, nach Abenteuer steht mir heute nicht der Sinn. Dodolie ist das zu lahm und er fängt mich zu necken an. Mal zupft er an meinem Fell, mal schiebt er mir ein Blatt in die Nase. Langsam, aber sicher laufe ich vor Wut im Gesicht rot an. Ob das noch lange gut gehen kann? Ich wusste gar nicht, dass ein so hässlicher Vogel einem dermaßen auf den Wecker gehen kann. Ich hole mit meinem Schwanz kräftig aus und oje, oje, Dodolie haut es volle Kanne in den See. Ach du jemine, das ist keine gute Sache, denn wie ihr bereits wisst, Dodolie kann nicht schwimmen und droht wie ein Stein unterzugehen. Mir wäre das gar nicht recht und ich unterbreche meine Döserei und gleite elegant ins Wasser rein. Ich will doch kein Dodolie-Mörder sein. Ich packe ihn in meinen Schnabel rein und schwimme zum Ufer, doch oh nein, das hatten wir doch schon. Genau, die Federn krabbeln wieder im Hals und ich atme wieder tief ein und spucke, doch diesmal ist es, wie man so sagt, für einen guten Zweck, und so landet Dodolie in wenigen Sekunden am rettenden Ufer im feuchten Dreck. Ich bemühe mich aus dem Wasser raus und plötzlich kommt es mir in den Sinn. Einer, der nicht schwimmen kann, was fange ich denn mit so jemandem an? Das wäre uncool auf jeden Fall, denn dann kann Dodolie nie großartige Sachen gemeinsam mit mir machen, wie Fische fangen und auf Tauchstation gehen. Das wäre gar nicht schön.
Da habe ich die zündende Idee. Ein Schwimm-Dingsbums muss her. Ach verflixt, wie heißt das doch gleich? Als Tier zu sprechen ist auch nicht so leicht. Genau jetzt fällt es mir wieder ein, ein Boot soll es sein und ein Tauchanzug wäre auch nicht schlecht, sonst kann Dodolie zwar über das Wasser schippern, doch einen Tauchgang könnte man vergessen und das wäre für mich ziemlich öde, denn ich bin auf das Tauchen ganz versessen. Ich hole schließlich auch so mein Futter aus dem See, okay. Nun brauche ich das passende Material. Hm, wartet mal. Dodolies alte Schale schießt mir so in den Sinn, die ist leicht und kann sicher schwimmen. Jetzt muss ich sie nur noch finden. Ach du Schreck, ich sehe wohl nicht recht, die Schale ist schon besetzt von einer Schlange, klein und fein. Das kann doch jetzt wohl nicht wahr sein. Kaum ist der Bewohner weg, finden sich schon andere Gesellen ein und wollen die Schale für sich ganz allein. Den Plan mit der Schale kann man wohl vergessen, es sei denn, man ist ganz darauf versessen, auf den Spitznamen: „laufendes Mittagessen“.

Dodolie zeigt mir dann, wie traurig er wegen einer kriechenden „Ollen“ (Schimpfwörter benutzen wir sonst nicht und sagen stattdessen alte Frau) werden kann. Er weint und schreit und läuft aufgeregt hin und her. Eine schnelle Lösung muss jetzt her.
Na, guck einmal, was liegt denn da? Eine schöne Dose, ach wie wunderbar!
Die schnappe ich mir. Jetzt brauche ich meinen Freund, den komischen Vogel, hier. Warum? Ihr fragt zu Recht. Nun, der Dodolie ist ja dafür bekannt, dass er einen harten Schnabel hat. Ich pack ihn also an den Beinen und nun bammelt er mit dem Schnabel nach unten. Eh, klasse, ich habe einen Dosenöffner gefunden. Ich ramme Dodolies Schnabel in das Leichtmetall und drehe den Vogel einmal nach rechts und einmal nach links und schon springt der Boden von der Dose auf.
Nun dreh ich den Dodolie wieder um, doch oh Schreck, der sieht ganz komisch aus. Er verdreht die Augen und wird zum „Schielemann“. Ich setze ihn auf den Boden und er torkelt hin und her, als ob er ein betrunkener Schluckspecht wäre. Dann fällt er in das weiche Gras und macht keinen Piep. Das muss euch nicht erschrecken, denn der Dodolie wird nicht von uns gehen. Er wartet nur darauf, dass sein „Drehrumbum“ verschwindet. Ihr kennt das doch auch. Nach einer wilden Fahrt mit der Achterbahn fühlt es sich nach dem Ende der wilden Raserei manchmal auch so an.
Während sich Dodolie noch sammelt, überlege ich für einen kurzen Augenblick, was ich nun anstelle mit diesem Dosenstück.
Ich lege ein paar Blätter rein und bringe einen Stock als Ruder an und schon ist es vollbracht, ich habe aus einer Dose ein schwimmendes Dingsbums gemacht. Nun schiebe ich mein Meisterstück ans Wasser und setze Dodolie senkrecht rein. Doch der rastet völlig aus, als sich das Dodo-Schiffchen, so nenne ich es fortan, vom Ufer wegbewegt. Er flattert aufgeregt hin und her und der Angstschweiß steht ihm auf der Stirn. Doch mit der Zeit wird er ruhiger und gewöhnt sich an die „Schaukelei“ und fängt auf einmal ganz laut zu singen an: „Seht her, wie fein ich schwimmen kann, als ob ich ein Meeresbewohner wäre. Ich sage ahoi und immer das Segel hart am Wind.“
Ich gleite ins Wasser rein, denn nun kann das Abenteuer mit den ungleichen Freunden beginnen, denn wie ihr ja jetzt wisst, kann der Dodolie nun schwimmen.
Die Aktion Tauchanzug muss ich verschieben, denn ihr ahnt es sicher, es gibt hier eine kleine Schwierigkeit. Ich weiß über die Herstellung des Anzuges nicht so genau Bescheid. Doch die Geschichte hat gerade angefangen und es bleibt noch genügend Zeit, jemanden zu fragen, der, wollen wir es mal so sagen, Ahnung hat von der Schneiderei. Doch nun Schluss mit der Plauderei. Die Geschichte wird sonst öde und ihr schmeißt das Buch weg und schreit laut los: Wo sind denn die Abenteuer bloß? Doch heute ist es schon spät. Morgen schlagen wir das Buch erneut auf und die Abenteuer nehmen ihren Lauf.“
4 Sterne
Einschlafritual - lustig und kurzweilig - 22.06.2026
Susann Winkler

Ich habe das Buch für unsere Kinder in der Wohngruppe erworben. Die Kinder waren begeistert, wir haben immer abwechselnd gelesen. Besonders haben ihnen die ausgefallenen Namen der Freunde gefallen und die Erklärungen, welches Tier gemeint ist. Die Lieblinge waren Dodolie und Günter. Das Rätsel um den verlorenen Buchstaben haben sie schnell und sicher gelöst. Ich kann das Büchlein empfehlen, kleine Geschichten in Reimform, als Einschlafritual gut geeignet.

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