Cover: «Die Kleine Venus»

«Die Kleine Venus»
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EUR 39,90

Format: 18 x 24 cm
Seitenanzahl: 162
ISBN: 978-3-99146-913-1
Erscheinungsdatum: 18.09.2024
Die Kleine Venus muss völlig unerwartet für ihre Mutter Venusilva einspringen und übernimmt mit ihren vier Sternenfreunden die kniffligen Aufgaben der erfahrenen Sternenfee. Mit viel Mut und Selbstvertrauen erkennt sie, was in ihr steckt.
Einleitung


Sag mal …, liebst du es auch, Geschichten zu erzählen, große Träume zu träumen und jeden Tag möglichst viel Neues zu erleben? Auf jeden Fall ist dies total mein Ding und ich werde immer wieder aufs Neue überrascht.
Jetzt kann ich es kaum erwarten, dir zu erzählen, wohin mich meine Gedanken letzthin entführt haben; es ist die unbekannte Welt der Kleinen Venus. Da geht ganz schön was ab in ihrem Leben … Doch hör zu oder lies selbst – so hat alles begonnen:

Normalerweise lege ich mich ins Bett und „Baam“: Ich bin im Tiefschlaf. Doch heute klappt das nicht. Die Bettdecke wird einfach nicht warm und meine Füße sind trotz der dicken Socken eiszapfenkalt. Ich drehe mich unruhig von einer Seite zur anderen. Neben mir liegen all meine weichen Kissen und mein riesiger brauner Bär bietet sein weiches Fell zum Kuscheln an. Doch ich schaffe es nicht! Ich kann nicht einschlafen!
Ist es wohl diese unbekannte Stimme in meinem Kopf, die mich aus der Ruhe bringt? Sobald ich meine Augen schließe, ist sie da! Das quirlige Mädchen mit ihrer magischen Stimme. Ich höre sie klar und sehe sie vor mir. Sie hat schwarzes Haar, darin steckt ein sternförmiger Schmuck und sie trägt ein luftiges, weißes Kleid, welches im Saum zu einer Wolke geformt ist. Es hängt eine Tasche um ihre Schulter, welche ebenfalls die Form eines Sternes hat. Jedoch ganz auffällig und speziell sind ihre roten Schuhe.
„Komm endlich, komm mit auf meine Reise! Ich zeige dir meine Welt!“, sagt sie immer wieder. Ich ziehe nochmals die Decke über meinen Kopf und versuche, mich in den Schlaf zu summen (hmmm-hmmm …). Es geht nicht …, o nein! Sie lässt nicht locker und kriegt es hin, mich wach zu halten.
Doch: Wer ist sie? Was möchte sie hier? Und was möchte sie mir zeigen? Es ist schon ganz verlockend … eigentlich möchte ich gerne mitgehen auf diese Reise … Kommst du mit? Ja? Wirklich? … Ha! – Ja, dann kann’s losgehen!




«Alles wird anders als man denkt»
– Kleine Venus


Na endlich! Mamma Mia, bist du hartnäckig. So cool, dass du mich jetzt doch begleitest. Ich kann es kaum erwarten, dass du meine Sternenfreunde kennenlernst. Wir hatten heute mal wieder einen Riesenspaß zusammen. Sie wissen einfach, wie sie mich zum Lachen bringen. Eigentlich sollten sie fleißig als Sternschnuppe arbeiten, doch hängen sie lieber bei mir rum, spielen und haben Spaß. Sie sind meine besten Freunde und heißen Maggie, Lex, Howey und Sandy und sind immer in meiner Sternentasche mit dabei. Einige sagen, es sei verboten, die Sterne für sich zu behalten. Doch das ist mir egal. Sie sind meine Glücksbringer.
… Und was wären wir ohne das Glück!
Ich heiße übrigens „Kleine Venus“. Mein Name steht für den Abend- und Morgenstern, den du jeweils als ersten und letzten am Himmel siehst. Und dazu steht mein Name auch für die Schönheit der Liebe. Sicher hat auch dein Name eine spezielle Bedeutung, finde es heraus!
Uiii, die Zeit vergeht immer so schnell, wenn man es lustig hat, ich muss leider los! Ich darf auf keinen Fall zu spät nach Hause kommen. Sonst gibt es Ärger. Komm mit! Wir nehmen die Glitzerrutsche, die uns durch den Sonnenuntergang direkt zu meinem Haus führt. Festhalten – Achtung – Fertig – Los!“

Schwungvoll setzt sich die Kleine Venus in die glitzernde Rutsche und saust jauchzend davon. Unten angekommen rückt sie sich ihr Wolkenkleid zurecht und rennt los.
– Kleine Venus
„Das ging aber flott, jetzt noch durch das Wolkentor und wir sind bei mir. Schau, da ist mein Sternenleuchtsessel.“

Die Kleine Venus lässt sich in den flauschigen Leuchtsessel fallen. Sie setzt drei auf dem Boden liegende Kratersteine vorsichtig aufeinander. Wie ein Zauber beginnt es zwischen den Steinen zu schimmern, als wären Tausende von kleinen Diamanten darin versteckt. Dann kommt der große Moment!

Der Abendstern, genannt Planet Venus, beginnt hell zu leuchten. Eine lange Nacht beginnt! Die Kleine Venus braucht viel Geduld, ihre Aufgabe ist auch nicht wirklich spannend, NEIN, doch weiß sie, wie wichtig sie ist. Denn wenn sie nicht auf dem Sessel sitzt, leuchtet die Venus nicht.


Weisst Du, welcher der Sterne am Himmel die Venus ist?


Viele Seefahrer verlassen sich auf das rechtzeitige Erscheinen und Erlöschen des Planeten Venus. Sie ist der erste Stern, der am Abend am Himmel leuchtet und der letzte, der bei Tagesanbruch verschwindet. Nur so können sie sich in der Nacht auf dem großen, weiten Meer orientieren und wissen, wohin ihre Reise geht. Die Füße der Kleinen Venus wippen auf und ab. Ihre Hände schnippen. Sie hält es kaum aus, still zu sitzen. Lieber würde sie mit ihren Sternenfreunden herumtanzen und spielen.

Neben dem Leuchtsessel steht eine große Kiste. Sie sieht aus wie die Schatzkiste eines Piraten. Wenn es ihr langweilig wird, beginnt sie darin zu wühlen und lässt ihren Gedanken freien Lauf. In der Kiste bewahrt sie ganz wertvolle Dinge auf. Wertvoll nicht im Sinne von teuer, nein, es sind kleine Geschenke oder Erinnerungsstücke, die sie von ihren Eltern, ihrer Großmutter und ihrem guten, alten Freund Akros erhalten hat. Oh, oh …, wenn diese Gegenstände sprechen könnten! … Hast du auch eine Kiste, wo du alles Mögliche drin aufbewahrst?
Die Kleine Venus nutzt diese langen, ruhigen Stunden und schreibt dabei in ihr
Tagebuch. Die wildesten Geschichten, wirre Gedanken, Gedichte, Liederideen und die weisen Ratschläge der Großmutter finden darin ihren Platz.


Kennst Du das Gefühl?
Du musst still sitzen und darfst Deinen Platz nicht verlassen.
Was machst Du in einer solchen Situation?


– Kleine Venus
„Ach, alle meinen, ich sei DURCHGEDREHT! Nun ja, meine Gedanken sind zum Teil total verrückt. Ich weiß manchmal selber nicht, ob es Wirklichkeit oder nur meine wilde Fantasie ist, die ein Spielchen mit mir spielt. Doch was ich dir als Nächstes erzähle, ist keine Fantasie. Meine Großmutter ist eine geniale Frau. Sie weiß einfach alles und vertraut mir oft Geheimnisse an. Diese Geschichten schreibe ich dann in der Nacht in mein Tagebuch, damit ich sie ja nicht vergesse. Oft sind es wichtige Tipps und Tricks, wahre Ratschläge. Sie scheinen eine Art Gebrauchsanweisung für das
Leben zu sein. Ha! Diese Tipps sind aber ganz alleine für mich und ich behalte sie auch für mich.“

Hast du ein Tagebuch? Falls nicht,
besorge dir eines und schreibe deine Erlebnisse in dein Tagebuch.

Die kleine Venus drückt sich ihr Tagebuch fest ans Herz. Sie nimmt einen Stift, möchte das Buch öffnen, doch dann hört sie ein sausendes Geräusch. Sie schließt rasch ihr Tagebuch und versteckt es unter ihrem Sternensessel.


– Venusilva
„Hallo Kleines, ich bin’s!“

Venusilva, die Mutter von der Kleinen Venus, ist überraschend nach Hause gekommen. Sie flitzt mit ihrem Solardüser durch das Tor und parkt ihn neben dem Eingang, wo alle anderen Sternendüser stehen und steigt aus.
Venusilva hat schwarzes, glattes und glänzendes Haar und trägt ein langes, weißes Spitzenkleid. Sie ist eine der besten Sternenfeen, die es je gegeben hat. Es gab kaum ein Problem, welches sie nicht lösen konnte. Jeden Tag ist sie unermüdlich im Einsatz und bringt dem Universum Frieden und Freude. Normalerweise ist sie ruhig und hat alles im Griff. Doch heute scheint alles anders zu sein.
Ganz aufgeregt und in Eile stürmt Venusilva bei der Kleinen Venus vorbei und rennt zur Großmutter, die im Raum nebenan Kometenkekse backt. Es scheint etwas passiert zu sein. Sie spricht mit ihren Händen, doch die Kleine Venus kriegt nichts mit, da sie ja auf ihrem Sessel sitzen muss und dieser zu weit wegsteht.

Als die Mutter wieder an ihr vorbeirauscht, streckt die Kleine Venus ihre Arme nach ihr aus.


– Kleine Venus
„Mama, cool, du bist schon zu Hause! So können wir zwei noch etwas zusammen unternehmen. Was meinst du?“


– Venusilva
„Ach, Kleines. Es tut mir so leid. Ich habe keine Zeit für dich. Papa wartet …, er braucht dringend meine Hilfe.“

Venusilva küsst ihre Tochter auf die Stirn und rennt zurück zum Eingang. Sie steht vor den verschiedenen Sternendüsern und schüttelt den Kopf. Es scheint, als ob sie nicht genau weiß, welchen sie nehmen soll. Doch dann setzt sie sich in den Galaktendüser und saust davon.


Die Kleine Venus schaut mit großen Augen hinterher und fragt sich, was hier gerade passiert ist. Die Großmutter hat, wie immer, alles mitgekriegt. Nach einem kurzen Moment schiebt sie die flauschige Wolke, als wäre es eine Schiebetüre, zur Seite, verlässt ihren Raum und beginnt eine Melodie zu summen. Ein schimmernder Sternennebel kommt auf und die Zeit steht still! Die Großmutter geht zum Sternensessel, nimmt die Hand von der Kleinen Venus und spricht mit sanfter Stimme.


– Grossmutter
„Mein liebes Kind. Deine Mutter hat dich ganz fest lieb. Vergiss das nie! Sie hat im Moment einfach viel zu tun. Und dazu kommt, dass dein Papa auf einer wichtigen Mission in Gefahr geraten ist. Aber: Venusilva hat sich auf den Weg gemacht und versucht, ihn zu retten.“
Die Großmutter summt wieder dieselbe Melodie wie vorher. Der Sternennebel wird stärker und verbreitet ein wohliges Gefühl von Wärme. Die Kleine Venus atmet auf und es geht ihr viel besser.


– Kleine Venus
„Danke, Großmutter. Ich hoffe, dass alles gut wird und Mama es schafft. Ich bin ja so froh, dass du da bist. Du findest immer die richtigen Worte, die mich beruhigen. Deine weichen Hände beschützen mich, deine spannenden Geschichten lassen mich in eine andere Welt eintauchen, deine gebackenen Kometen machen mich glücklich und dein Gesang …, der ist einfach magisch! So bist einfach nur du!“


– Grossmutter
„Tja, meine Kleine. Da ist etwas, was ich dir verraten möchte!“

Die Großmutter schmunzelt. Sie ist eine weise Frau und weiß ganz viel. Sie sieht alles und sie hat eine seltene Begabung; mit der magischen Melodie und ihrer eigenen Art, diese zu singen, stoppt sie die Zeit. Das gibt Raum, um alles, was nicht so ist, wie es sein sollte, in Ruhe zu lösen. Sie nimmt die Kleine Venus in den Arm.
...
5 Sterne
We need more books like this! - 07.05.2026
Jessica Steiger-Thorpe

The interactivity of this book is so special. Thank you, Susan, for writing such a wonderful gift to share in families and among friends at school.

5 Sterne
Sehr tolles Kinderbuch - 28.01.2025
Laura

Kann ich nur empfehlen, Text und Gesang

5 Sterne
Die kleine Venus - 28.01.2025
Carolin Brühwiler

Tolles Buch für Klein und Gross mit viel Liebe zum Detail gemacht! 🥰

5 Sterne
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Carolin Brühwiler

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