Kai und Romy auf Reisen
Zu Besuch im Zuckertütenland
EUR 30,10
Format: 18 x 27 cm
Seitenanzahl: 132
ISBN: 978-3-99130-356-5
Erscheinungsdatum: 16.09.2024
Zauberhaft, magisch und doch authentisch. Ein Kinderbuch voller Liebe, etwas Nostalgie, viel Hintergrundwissen und großem Lerneffekt. Eine wunderbare Lesereise für Eltern und Kinder.
Vorwort
Während meiner bereits 15-jährigen Arbeit als Zuckertütenfee habe ich mir öfter darüber Gedanken gemacht, wie sich wohl die Kinder Romys Zuckertütenland vorstellen, in dem ich ihre individuellen Wünsche für eine besondere Schultüte umsetze. Ich wurde durch sie und ihre große Begeisterung über die einzigartigen Schultüten nach kurzer Zeit zur Zuckertütenfee ernannt. Damit begann sich die Geschichte in meinem Kopf langsam zu formieren.
Ich selbst bin, seit ich denken kann, eine leidenschaftliche Buchliebhaberin und Leserin und wurde geprägt durch unglaublich schöne Kinderliteratur aus meiner Kindheit. Bereits in meinen Kindertagen schrieb ich schon eigene Geschichten. Und ebenso lange schlägt auch mein Herz für Kinder.
Kinder sollten ausschließlich von Hoffnung, Liebe, etwas Zauber und Magie, Sorglosigkeit und lehrreichen Geschichten und Erzählungen umgeben sein.
In den letzten Jahren ist einiges an Wertevermittlung verloren gegangen. Damit war klar, dass ein paar besondere Geschichten aus meinem Kopf nun den Weg in die Bücherregale finden sollen.
Mit dem Auftakt dieser Buchreihe und der damit verbundenen Reise von Kai und Romy ins Zuckertütenland möchte ich allen Vorschulkindern, Schulanfängern und Schulkindern die Vorfreude auf den Schulanfang, die Schulzeit und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt bringen. Ihrer Fantasie möchte ich wieder größere Flügel verleihen und ihnen und ihren Eltern eine zauberhafte Vorlesezeit ermöglichen.
Ich wünsche mir, dass ihr beim lesen viel lacht, viel lernt und euch verzaubern lasst.
Und wenn ich euch begeistern konnte, wird es euch freuen, dass weitere Geschichten von Kai und Romy folgen werden.
Am Ende des Buches findet ihr noch Infos zu meinem sozialen Projekt, für das ich mich im Namen aller Kinder, die unter schwierigen Verhältnissen leben, einsetze.
Ich freue mich sehr über eure Unterstützung dazu.
Und nun wünsche ich einen guten Lesestart und
Herzlich Willkommen im Zuckertütenland
Eure Zuckertütenfee Romy
Kai und Romy
In einer wunderschönen Stadt im Erzgebirge, die von allen auch die Silberstadt genannt wird, leben Kai und Romy.
Sie sind Zwillinge und vor Kurzem 6 Jahre alt geworden.
Da sie Junge und Mädchen sind, sind sie zweieiige Zwillinge. Das bedeutet, dass sich zwei unterschiedliche Eizellen gleichzeitig im Bauch von ihrer Mama entwickelt haben.
Kai und Romy haben beide blondes Haar und blaue Augen, doch im Wesen könnten sie nicht unterschiedlicher sein!
Romy ist ein aufgewecktes und forsches kleines Mädchen, die alles hinterfragt und sich vor nichts fürchtet. Ihr Wissensdurst und ihr Gefühl für richtig und falsch lassen sie kaum zögern, die Welt zu erkunden.
Kai ist der Ruhigere von ihnen beiden. Er weiß zwar, was er will, ist aber eher schüchtern und trägt seine Neugier mehr in sich. Er traut sich oft nur zu wenig zu und spricht ungern andere Leute an, aber dafür hat er ja zum Glück seine Schwester, die ihn auch immer mit ins Schlepptau nimmt.
Die beiden sind unzertrennlich und jeder, der sie kennenlernt, schließt sie sofort in sein Herz.
Kai und Romy wohnen in einem mintgrün angestrichenen Mehrfamilienhaus. Dort haben schon ihre Großeltern und Urgroßeltern gelebt. Ihre Uroma hatte sogar im Erdgeschoss einen Friseurladen. Das ist aber schon bald 100 Jahre her. Inzwischen wurde das Haus schon mehrmals umgebaut und restauriert und nur das enge Treppenhaus mit seinen Fensternischen erinnert noch an alte Zeiten. Die Straße nennt sich Donatsgasse, denn oben am Ende der Straße, die sehr steil hinaufführt, steht der Donatsturm.
Er ist ein alter Wachturm der ehemaligen Stadtmauer, die wie ein Ring um die ganze Stadt geführt hat. Nun sind nur noch Teile davon da, denn der Turm steht schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts.
Kai stellt sich in seiner Fantasie oft vor, er wäre ein alter Wachsoldat, der im Turm sitzt und die Bewohner dieser Stadt vor Eindringlingen beschützt. Zu gern würde er auf den 35 m hohen Turm steigen und alles überblicken.
Doch für Träumereien ist heute keine Zeit.
Romy stupst Kai von der Seite an.
„Hör auf zu träumen, Kai. Wir müssen nach Hause. Heute fahren wir ins Zuckertütenland!“ Sie hopst aufgeregt von einem Bein auf das andere.
Ihre blonden Zöpfe fliegen hin und her und ihre Augen funkeln. „Was meinst du, ob es die Zuckertütenfee dort wirklich gibt und sie mit uns redet?“ Romy schaut Kai mit großen Augen an.
Kai überlegt. Er wünscht sich so sehr eine ganz große Schultüte zum Schulanfang mit vielen verschiedenen Baufahrzeugen darauf.
Er liebt Bagger, Dumper, Walzen und alles, was auf einer Baustelle herumfährt. Er möchte auch so gern mal, wie sein Papi, Baumaschinist werden. Da lernt man nämlich, wie man alle Baufahrzeuge fahren und bedienen kann! Am besten wäre es noch, oben aus der Tüte würde ein großer Kran herausschauen, mit dem er dann immer spielen kann.
„Natürlich gibt es sie. Denk doch an unsere Cousine Lisa. Sie hat letztes Jahr mit Tante Rosi einen Brief zu ihr geschickt und genau die Schultüte bekommen, die sie wollte.“
Verträumt guckt Romy in die Wolken. „Ja, eine grüne mit ihrem Lieblingspferdchen aus Plüsch und ihren Schafen dazu. Na, hoffentlich hat die Fee auch genug Zeit für uns alle, wir sind bestimmt nicht die einzigen Kinder, die sie besuchen kommen!“ Kai macht ein nachdenkliches Gesicht.
„Na ja, dort sollen ja auch noch ein paar Elfen der Fee helfen. Hauptsache ist, wir dürfen ihnen unseren Wunsch mitteilen!“ Er erzählt seiner Schwester von seiner Wunschzuckertüte.
Romy nickt. Kai ist schon einen Schritt weiter als sie. Er hat schon genaue Vorstellungen, wie ihre Oma immer sagt. Romy ist noch unentschlossen. „Kai, es gibt so viel, was ich mir wünsche. Ich kann mich noch immer nicht entscheiden.“
„Das wird schon.“ Kai ist zwar kein Draufgänger, aber immer zuversichtlich. „Weißt du eigentlich, wo das Zuckertütenland ist? Wie weit müssen wir denn fahren?“
Romy setzt wieder ihren allwissenden Blick auf und hält den Zeigefinger, wie eine Lehrerin, nach oben. „Die Zuckertütenfee lebt im Erzgebirge. Immerhin ist hier bei uns der Ursprung für dieses Geschenk zum Schulanfang. Hier wurde die Zuckertüte vor über 200 Jahren erfunden, um den Kindern zum Schulanfang eine große Freude zu machen.“ Kai schaut Romy ehrfürchtig an. „Was du alles weißt! Ist die Fee dann auch schon alt und runzlig?“ Kai stellt sich gerade eine alte weißhaarige Frau vor mit vielen Falten und mit einer großen Nase, die ihn eher an eine Hexe erinnert. Ihn schaudert.
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Während meiner bereits 15-jährigen Arbeit als Zuckertütenfee habe ich mir öfter darüber Gedanken gemacht, wie sich wohl die Kinder Romys Zuckertütenland vorstellen, in dem ich ihre individuellen Wünsche für eine besondere Schultüte umsetze. Ich wurde durch sie und ihre große Begeisterung über die einzigartigen Schultüten nach kurzer Zeit zur Zuckertütenfee ernannt. Damit begann sich die Geschichte in meinem Kopf langsam zu formieren.
Ich selbst bin, seit ich denken kann, eine leidenschaftliche Buchliebhaberin und Leserin und wurde geprägt durch unglaublich schöne Kinderliteratur aus meiner Kindheit. Bereits in meinen Kindertagen schrieb ich schon eigene Geschichten. Und ebenso lange schlägt auch mein Herz für Kinder.
Kinder sollten ausschließlich von Hoffnung, Liebe, etwas Zauber und Magie, Sorglosigkeit und lehrreichen Geschichten und Erzählungen umgeben sein.
In den letzten Jahren ist einiges an Wertevermittlung verloren gegangen. Damit war klar, dass ein paar besondere Geschichten aus meinem Kopf nun den Weg in die Bücherregale finden sollen.
Mit dem Auftakt dieser Buchreihe und der damit verbundenen Reise von Kai und Romy ins Zuckertütenland möchte ich allen Vorschulkindern, Schulanfängern und Schulkindern die Vorfreude auf den Schulanfang, die Schulzeit und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt bringen. Ihrer Fantasie möchte ich wieder größere Flügel verleihen und ihnen und ihren Eltern eine zauberhafte Vorlesezeit ermöglichen.
Ich wünsche mir, dass ihr beim lesen viel lacht, viel lernt und euch verzaubern lasst.
Und wenn ich euch begeistern konnte, wird es euch freuen, dass weitere Geschichten von Kai und Romy folgen werden.
Am Ende des Buches findet ihr noch Infos zu meinem sozialen Projekt, für das ich mich im Namen aller Kinder, die unter schwierigen Verhältnissen leben, einsetze.
Ich freue mich sehr über eure Unterstützung dazu.
Und nun wünsche ich einen guten Lesestart und
Herzlich Willkommen im Zuckertütenland
Eure Zuckertütenfee Romy
Kai und Romy
In einer wunderschönen Stadt im Erzgebirge, die von allen auch die Silberstadt genannt wird, leben Kai und Romy.
Sie sind Zwillinge und vor Kurzem 6 Jahre alt geworden.
Da sie Junge und Mädchen sind, sind sie zweieiige Zwillinge. Das bedeutet, dass sich zwei unterschiedliche Eizellen gleichzeitig im Bauch von ihrer Mama entwickelt haben.
Kai und Romy haben beide blondes Haar und blaue Augen, doch im Wesen könnten sie nicht unterschiedlicher sein!
Romy ist ein aufgewecktes und forsches kleines Mädchen, die alles hinterfragt und sich vor nichts fürchtet. Ihr Wissensdurst und ihr Gefühl für richtig und falsch lassen sie kaum zögern, die Welt zu erkunden.
Kai ist der Ruhigere von ihnen beiden. Er weiß zwar, was er will, ist aber eher schüchtern und trägt seine Neugier mehr in sich. Er traut sich oft nur zu wenig zu und spricht ungern andere Leute an, aber dafür hat er ja zum Glück seine Schwester, die ihn auch immer mit ins Schlepptau nimmt.
Die beiden sind unzertrennlich und jeder, der sie kennenlernt, schließt sie sofort in sein Herz.
Kai und Romy wohnen in einem mintgrün angestrichenen Mehrfamilienhaus. Dort haben schon ihre Großeltern und Urgroßeltern gelebt. Ihre Uroma hatte sogar im Erdgeschoss einen Friseurladen. Das ist aber schon bald 100 Jahre her. Inzwischen wurde das Haus schon mehrmals umgebaut und restauriert und nur das enge Treppenhaus mit seinen Fensternischen erinnert noch an alte Zeiten. Die Straße nennt sich Donatsgasse, denn oben am Ende der Straße, die sehr steil hinaufführt, steht der Donatsturm.
Er ist ein alter Wachturm der ehemaligen Stadtmauer, die wie ein Ring um die ganze Stadt geführt hat. Nun sind nur noch Teile davon da, denn der Turm steht schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts.
Kai stellt sich in seiner Fantasie oft vor, er wäre ein alter Wachsoldat, der im Turm sitzt und die Bewohner dieser Stadt vor Eindringlingen beschützt. Zu gern würde er auf den 35 m hohen Turm steigen und alles überblicken.
Doch für Träumereien ist heute keine Zeit.
Romy stupst Kai von der Seite an.
„Hör auf zu träumen, Kai. Wir müssen nach Hause. Heute fahren wir ins Zuckertütenland!“ Sie hopst aufgeregt von einem Bein auf das andere.
Ihre blonden Zöpfe fliegen hin und her und ihre Augen funkeln. „Was meinst du, ob es die Zuckertütenfee dort wirklich gibt und sie mit uns redet?“ Romy schaut Kai mit großen Augen an.
Kai überlegt. Er wünscht sich so sehr eine ganz große Schultüte zum Schulanfang mit vielen verschiedenen Baufahrzeugen darauf.
Er liebt Bagger, Dumper, Walzen und alles, was auf einer Baustelle herumfährt. Er möchte auch so gern mal, wie sein Papi, Baumaschinist werden. Da lernt man nämlich, wie man alle Baufahrzeuge fahren und bedienen kann! Am besten wäre es noch, oben aus der Tüte würde ein großer Kran herausschauen, mit dem er dann immer spielen kann.
„Natürlich gibt es sie. Denk doch an unsere Cousine Lisa. Sie hat letztes Jahr mit Tante Rosi einen Brief zu ihr geschickt und genau die Schultüte bekommen, die sie wollte.“
Verträumt guckt Romy in die Wolken. „Ja, eine grüne mit ihrem Lieblingspferdchen aus Plüsch und ihren Schafen dazu. Na, hoffentlich hat die Fee auch genug Zeit für uns alle, wir sind bestimmt nicht die einzigen Kinder, die sie besuchen kommen!“ Kai macht ein nachdenkliches Gesicht.
„Na ja, dort sollen ja auch noch ein paar Elfen der Fee helfen. Hauptsache ist, wir dürfen ihnen unseren Wunsch mitteilen!“ Er erzählt seiner Schwester von seiner Wunschzuckertüte.
Romy nickt. Kai ist schon einen Schritt weiter als sie. Er hat schon genaue Vorstellungen, wie ihre Oma immer sagt. Romy ist noch unentschlossen. „Kai, es gibt so viel, was ich mir wünsche. Ich kann mich noch immer nicht entscheiden.“
„Das wird schon.“ Kai ist zwar kein Draufgänger, aber immer zuversichtlich. „Weißt du eigentlich, wo das Zuckertütenland ist? Wie weit müssen wir denn fahren?“
Romy setzt wieder ihren allwissenden Blick auf und hält den Zeigefinger, wie eine Lehrerin, nach oben. „Die Zuckertütenfee lebt im Erzgebirge. Immerhin ist hier bei uns der Ursprung für dieses Geschenk zum Schulanfang. Hier wurde die Zuckertüte vor über 200 Jahren erfunden, um den Kindern zum Schulanfang eine große Freude zu machen.“ Kai schaut Romy ehrfürchtig an. „Was du alles weißt! Ist die Fee dann auch schon alt und runzlig?“ Kai stellt sich gerade eine alte weißhaarige Frau vor mit vielen Falten und mit einer großen Nase, die ihn eher an eine Hexe erinnert. Ihn schaudert.
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