Die Reise zum Mars – Etwas zum Lächeln und zum Träumen

Die Reise zum Mars – Etwas zum Lächeln und zum Träumen

Monika Renner


EUR 18,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 60
ISBN: 978-3-99131-611-4
Erscheinungsdatum: 16.11.2022
Fritzi hat einen großen Traum. Er möchte Astronaut werden und auf den Mars fliegen. Von den anderen Kindern erntet er zwar nur Spott, doch der Kleine geht sein Vorhaben beherzt an. Er zeichnet Pläne – und macht sich an den Bau einer Rakete.
Der kleine Fritzi wuchs auf einem großen Bergbauernhof auf.

Er ging in die 1. Klasse und war sehr stolz darauf, dass er schon so groß war, aber das bedeutete, dass er jetzt eine weite Strecke mit dem Bus zurücklegen musste. Im Bus war es mit dem Fahrer immer lustig und er konnte sich gleich noch mit den anderen Kindern über die Schule unterhalten. Fritzi hatte aber auch noch sehr viel Zeit zum Überlegen, was er denn, wenn er nach der Schule nach Hause kam, machen könnte, da er bis zur letzten Haltestelle allein im Bus war. Da er am höchsten wohnte. Hausübungen waren nicht unbedingt das, was ihm vorschwebte. Hausübung konnte man schließlich auch im Bus machen. Zwar nicht so ordentlich, aber das war ihm egal. Schließlich mussten nicht Mama und Papa zufrieden sein, sondern die Lehrerin.
In der Schule angekommen begrüßte die Lehrerin die Kinder und sie grüßten auch freundlich zurück. Sie war zu allen sehr nett und auch immer zu Scherzen aufgelegt, aber wenn etwas nicht in Ordnung war, konnte sie auch sehr streng werden. Das mochte Fritzi überhaupt nicht. Rechnen und Schreiben lag ihm sowieso nicht und in der Zeichenstunde langweilte er sich und war mit den Gedanken meistens irgendwo, aber sicher nicht in der Schule. Warum konnte die Schule nicht im Freien sein, wenn draußen die Sonne schien?
Gleich in der ersten Stunde war Zeichenstunde. Die Lehrerin gab jedem Schüler ein Blatt und erklärte den Kindern, dass die Zeichnung darstellen sollte, welcher Beruf es bei jedem werden würde. Natürlich alles mit den schönen Buntstiften. Ausgerechnet Buntstifte, mit Wasserfarben würde es viel schneller gehen. Fritzi überlegte, was er malen sollte.
Diese Aufgabe war sehr schwierig und die Kinder hatten ja nur eine Stunde Zeit. Da fiel ihm ein, dass er gestern im Fernsehen eine Rakete gesehen hatte, die ihn faszinierte.

Die war so groß und weißglänzend und zog beim Start einen riesigen Feuerball nach. Genau so etwas würde er malen. Schließlich wollte er auch Astronaut werden. Da würden alle schauen. Es wurde ruhig in der Klasse, da sich alle auf das konzentrieren mussten, was man zeichnen sollte. Eifrig ging Fritzi ans Werk.

Als auch Fritzi endlich mit seinem Kunstwerk fertig war, schaute sich die Lehrerin alle Zeichnungen von den Kindern an. Fritzi hörte mit, aber er musste sich konzentrieren, da er noch den Feuerball malen musste. Der eine wollte Mauerer werden, ein anderer Zimmermann, einer wollte unbedingt Bauer werden, damit er viel an der frischen Luft war. Die Mädchen Lehrerin oder Putzfrau, alle tuschelten durch die Gegend. Sogar ein Pilot und ein Rennfahrer waren dabei. Fritzi war schon nervös, da er anscheinend als Letzter fertig wurde. Das fing ja gut an. Da bat die Lehrerin um Ruhe.
Dann musste auch Fritzi seine Zeichnung vorstellen. Sie fragte Fritzi, was er da gezeichnet hatte und er sagte ganz entrüstet: „Eine Rakete natürlich, sieht man das nicht?“
Die Lehrerin schmunzelte: „Fritzi, was willst du denn einmal werden, wenn du groß bist?“ Fritzi stand zornig von seinem Stuhl auf und sagte: „Ich will Astronaut werden und mit einer Rakete zum Mars fliegen.“ Da lachten alle Kinder. Fritzi war sehr traurig und setzte sich wieder. Aber er dachte: „Ich werde es euch allen zeigen. Ich werde Astronaut und dann werden sie mich nicht mehr auslachen.“

Als die Schule endlich vorbei war, stieg Fritzi wieder in den Bus. Er hatte es eilig, im Bus die Hausübung zu machen, die die Lehrerin aufgetragen hatte. Er schmierte die Aufgabe in das Heft, da es im Bus sehr unruhig zum Schreiben war. Fritzi machte das aber überhaupt nichts aus, Hauptsache geschrieben. Als er damit fertig war, überlegte er, wie er eine Rakete basteln konnte. Er brauchte sehr viel Karton, Klebstoff, eine Schere und natürlich Alufolie, da die Rakete im Fernsehen so schön silbrig geglänzt hatte. Aber wie er den Feuerstrahl machen soll, dazu fiel ihm überhaupt nichts ein.
Zuerst musste er Papa fragen, ob er die Rakete in der Scheune aufbauen durfte.
Zu Hause angekommen warteten seine Mama Mathilde und Papa Franz mit dem Mittagessen auf ihn. Natürlich fehlte auch seine kleine Schwester Lilli (die Nervensäge) nicht.
Er hatte jetzt schon Angst vor dem Moment, wenn Mama die Hausübung sehen würde. Aber beim Mittagessen war ja noch Zeit, da seine Schwester durch ihr ständiges Geplapper alle auf Trab hielt.
Sie konnte einfach nie ihren Mund halten und Fritzi gab es auf, seinen Eltern während des Mittagessens auch etwas zu berichten. Da dann sicher bei Lilli wieder ein Geschrei losging und das fürchteten alle.

Schnell schlang er sein Mittagessen hinunter und wollte schon bei der Tür hinaus, da rief seine Mama, dass er noch die Aufgaben machen müsste, bevor er rausdurfte. Doch Fritzi antwortete keck: „Die habe ich schon im Bus gemacht.“ Seine Mutter war mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Sie wollte die Hefte sehen. Fritzi rückte sie widerwillig heraus. Das, was Mama da sah, erweckte großen Zorn in ihr. Sie strich alles wieder durch.
Somit musste er die ganze Hausübung nochmal schreiben. Er war jetzt auch auf Mama böse, da er ja eigentlich die Rakete bauen wollte. Aber das nutzte nichts. Als er endlich fertig war und hinausdurfte, rannte ihm Lilli schon wieder hinterher. Er musste nämlich draußen seinen Papa suchen, da die Scheune eigentlich Papas Lieblingsort war. Als er ihn endlich fand, bettelte er, die Scheune für sein Bauobjekt, das aber sein Geheimnis war, benutzen zu dürfen. Papa meinte, wenn Fritzi nachher wieder alles aufräumen und keinen Unsinn veranstalten würde, dürfe er dort drinnen basteln. Denn es war immer die Scheune, wohin sich Papa verzog, wenn die Kinder ihn ärgerten.
Insgeheim freute sich Papa Franz, dass sein Sohn sich die Scheune ausgesucht hatte, um zu basteln. Anscheinend wollte auch Fritzi manchmal seine Ruhe haben, dachte er bei sich und musste schmunzeln, da er wusste, was Lilli für eine Nervensäge war.
Fritzi freute sich. Aber vorher musste er in der Scheune noch aufräumen. Das hatte er zwar nicht vorgehabt, seinem Papa die Scheune aufzuräumen, aber es half nichts. Die Rakete würde viel Platz benötigen. Außerdem würde er ja vielleicht etwas finden, das er für die Rakete brauchen konnte.
Dann suchte er sich zuerst die Kartons zusammen, die Mama entweder aufgehoben oder zum Entsorgen gesammelt hatte. Er stellte sich die Rakete riesig vor. Große und kleine Kartons. Er sammelte alles zusammen, was er kriegen konnte, und schaffte es in die Scheune.

Er schleppte und schleppte. Lilli kam gar nicht mehr hinterher. Es wurde ihr zu dumm und sie lief wieder ins Haus, sie vergaß vor lauter Müdigkeit sogar zu schreien.
Jetzt fehlte ihm nur noch Schere und Klebstoff. Da er Mama Mathilde nirgends fand, suchte er sich im Haus Klebstoff und eine Schere. Als er gerade die Alufolie aus der Küche holen wollte, traf er in der Küche Mama Mathilde an. Er ging zur Lade, in der die Rolle war, aber Mama Mathilde schrie: „Wo willst du mit der Folie hin, die brauch ich noch!“ Aber Fritzi rannte schnell mit der ganzen Alufolie aus der Küche und wieder zur Scheune.
Jetzt machte er es sich endlich einmal gemütlich und grübelte über seinen Raketenplan nach.
Da entdeckte er eine kleine Maus.

Er hatte keine Angst vor Mäusen, nicht so wie seine Schwester Lilli, die man damit immer wieder erschrecken konnte. Das machte ihm richtig Spaß. Lilli war auch selbst schuld, sie war immer genau dort, wo Fritzi sie nicht gebrauchen konnte. Schließlich wollte er allein sein und nicht wieder auf seine kleine Schwester aufpassen. Wenn Lilli eine Maus sah, wurde sie kreidebleich und zitterte am ganzen Körper. Fritzi verstand ihre Reaktion nicht, Mäuse waren doch eigentlich ganz niedlich. Schließlich gab es auf einem Bauernhof immer wieder welche.

Das könnte ihnen auch gefallen :

Die Reise zum Mars – Etwas zum Lächeln und zum Träumen

Thomas Parker

Die Abenteuer des kleinen Zwuckel

Buchbewertung:
*Pflichtfelder