Die Geschichte vom Winter, der ein Frühling sein wollte
EUR 19,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 40
ISBN: 978-3-7116-1102-4
Erscheinungsdatum: 29.09.2025
Der kleine Oskar entdeckt mit seiner Mutter eine geheime Welt voller Elfen, Wichtel und flüsternder Frühlingswälder. Tief im Wald klingelt ein rotes Telefon. Ein Vorlesebuch zum Staunen, Träumen – für Kinder und alle, die den Frühling mit Kinderaugen sehen.
Es war kalt, als der kleine Oskar mit seiner Mutter zu einem Spaziergang aufbrach. In einen warmen Mantel gehüllt, mit einem bunten Schal und gefütterten Stiefeln hopste der kleine Junge an Mamas Hand.
Der Himmel war grau, ein kühler Wind wehte und ein paar Schneeflocken rieselten vom Himmel. Oskar war ganz aufgeregt, endlich seine Mutter mal ganz für sich allein zu haben. Erst im Herbst war er in die Vorschule gekommen und berichtete nun seiner Mutter ganz eifrig.
Er plapperte die ganze Zeit, erzählte von seinen Freunden, den Spielen auf dem Schulhof und den Lehrern, die er mochte.
Plötzlich wurde er still. „Mama, hörst du das?“, fragte er mit weit aufgerissenen Augen. „Nein, mein Schatz“, antwortete sie. Beide lauschten in den Wald hinein. Ganz, ganz still waren sie und trauten sich kaum, zu atmen. Was Oskar hörte, war der Frühling … noch nicht ganz … aber …
Es raschelte, dröhnte, zischte, klapperte und ratterte.
Unter der Erde lief die kleine Frühlingsfabrik auf Hochtouren. Eilige Wichtel, umherflatternde Elfen, Kobolde und Zwerge, sie alle hatten noch viel zu tun. In der Abteilung LILA wurden noch schnell die letzten Krokusse bemalt, auf Paletten gestapelt und hastig in die Abteilung BLATTGRÜN gefahren. Dort hatten in den letzten Wochen alle ihr Bestes gegeben. Blätter bemalt und zusammengesteckt, die Ränder gezackt oder glatt gebügelt. Nun mussten die letzten Blüten kommen und dann könnten die ersten Krokusse ausgeliefert werden.
Emil, der Leiter der Abteilung BLATTGRÜN, ein kleiner, untersetzter und sehr fleißiger Kobold, immer darauf bedacht, den Frühling pünktlich auszuliefern, rannte aufgeregt auf und ab. Seit 341 Jahren leitete er diese Abteilung bereits und alle waren stets mit seiner Arbeit zufrieden. Die letzte Palette Krokusse rollte an. Emil läutete ein kleines Glöckchen, klatschte aufgeregt in die Hände und strahlte übers ganze Gesicht.
Über der Erde hörte Oskar das Glöckchen auch, nur wusste er gar nicht, was das zu bedeuten hatte. Er beobachtete ein paar Eichhörnchen, die von den Bäumen sprangen und anfingen, im Waldboden zu buddeln. „Was tun sie da?“, fragte Oskar seine Mutter. Sie hatte keine Antwort und schaute so ratlos wie Oskar selbst.
Was beide nicht ahnten, denn es war ein gut gehütetes Geheimnis: Auch die Eichhörnchen halfen dem Frühling in die Startlöcher und bereiteten den Boden für den Frühling vor. Einige Zeit später hallte ein quietschender Laut durch den Wald. Die Eichhörnchenfamilie hatte ihre Arbeit verrichtet und teilte auf diese Weise mit, dass es endlich losgehen konnte.
Emil lauschte aufmerksam. Das war das Zeichen. Ab jetzt konnten alle Krokusse durch die kleinen Öffnungen im Waldboden an die Oberfläche befördert werden, die von den fleißigen Eichhörnchen gebuddelt wurden.
Gesagt, getan, der kleine Kobold kletterte eine alte, quietschende Leiter hinauf, öffnete eine winzige Luke und schob den ersten Krokus des Jahres selbst, ganz sachte und voller Stolz durch die Decke seiner Fabrik.
...
Der Himmel war grau, ein kühler Wind wehte und ein paar Schneeflocken rieselten vom Himmel. Oskar war ganz aufgeregt, endlich seine Mutter mal ganz für sich allein zu haben. Erst im Herbst war er in die Vorschule gekommen und berichtete nun seiner Mutter ganz eifrig.
Er plapperte die ganze Zeit, erzählte von seinen Freunden, den Spielen auf dem Schulhof und den Lehrern, die er mochte.
Plötzlich wurde er still. „Mama, hörst du das?“, fragte er mit weit aufgerissenen Augen. „Nein, mein Schatz“, antwortete sie. Beide lauschten in den Wald hinein. Ganz, ganz still waren sie und trauten sich kaum, zu atmen. Was Oskar hörte, war der Frühling … noch nicht ganz … aber …
Es raschelte, dröhnte, zischte, klapperte und ratterte.
Unter der Erde lief die kleine Frühlingsfabrik auf Hochtouren. Eilige Wichtel, umherflatternde Elfen, Kobolde und Zwerge, sie alle hatten noch viel zu tun. In der Abteilung LILA wurden noch schnell die letzten Krokusse bemalt, auf Paletten gestapelt und hastig in die Abteilung BLATTGRÜN gefahren. Dort hatten in den letzten Wochen alle ihr Bestes gegeben. Blätter bemalt und zusammengesteckt, die Ränder gezackt oder glatt gebügelt. Nun mussten die letzten Blüten kommen und dann könnten die ersten Krokusse ausgeliefert werden.
Emil, der Leiter der Abteilung BLATTGRÜN, ein kleiner, untersetzter und sehr fleißiger Kobold, immer darauf bedacht, den Frühling pünktlich auszuliefern, rannte aufgeregt auf und ab. Seit 341 Jahren leitete er diese Abteilung bereits und alle waren stets mit seiner Arbeit zufrieden. Die letzte Palette Krokusse rollte an. Emil läutete ein kleines Glöckchen, klatschte aufgeregt in die Hände und strahlte übers ganze Gesicht.
Über der Erde hörte Oskar das Glöckchen auch, nur wusste er gar nicht, was das zu bedeuten hatte. Er beobachtete ein paar Eichhörnchen, die von den Bäumen sprangen und anfingen, im Waldboden zu buddeln. „Was tun sie da?“, fragte Oskar seine Mutter. Sie hatte keine Antwort und schaute so ratlos wie Oskar selbst.
Was beide nicht ahnten, denn es war ein gut gehütetes Geheimnis: Auch die Eichhörnchen halfen dem Frühling in die Startlöcher und bereiteten den Boden für den Frühling vor. Einige Zeit später hallte ein quietschender Laut durch den Wald. Die Eichhörnchenfamilie hatte ihre Arbeit verrichtet und teilte auf diese Weise mit, dass es endlich losgehen konnte.
Emil lauschte aufmerksam. Das war das Zeichen. Ab jetzt konnten alle Krokusse durch die kleinen Öffnungen im Waldboden an die Oberfläche befördert werden, die von den fleißigen Eichhörnchen gebuddelt wurden.
Gesagt, getan, der kleine Kobold kletterte eine alte, quietschende Leiter hinauf, öffnete eine winzige Luke und schob den ersten Krokus des Jahres selbst, ganz sachte und voller Stolz durch die Decke seiner Fabrik.
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