Cover: Mit Stress zur Gelassenheit

Mit Stress zur Gelassenheit
Positiviere dein Leben


EUR 31,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 264
ISBN: 978-3-99185-147-9
Erscheinungsdatum: 10.06.2026
Stress ist der wahre Schlüssel zu Gelassenheit. Mit Bewusstsein, Wissen und Selbstvertrauen findest du zu innerer Ruhe, Energie und Lebensfreude – ganzheitlich, inspirierend und alltagstauglich. Ein Buch, das dein Denken wandelt.
Einführung

Grundsatz

Bevor wir beide starten, gibt es einen Grundsatz:

Glaube mir kein Wort, sondern mache deine eigenen Erfahrungen!

Das ist nicht einfach ein Geplänkel, was einige mit Unwissenheit einfach so rausposaunen. Ich meine das ernst und aus tiefstem Herzen. Denn du beginnst hiermit eine Reise, mit welcher auch etablierte Weltanschauungen erschüttert werden können. Deswegen ist mein Wunsch für dich:
Hinterfrage alles, was du bislang gehört, gelernt oder geglaubt hast. Mache deine eigenen Erfahrungen und bilde dir deine eigene Meinung, mache dir dein eigenes Bild. Denke deine eigene Wahrheit.
Denn eines weiß ich in der Zwischenzeit durch meine eigene Reise – durch das, was ich erlebt, hinterfragt, verworfen und für mich als wirksam erfahren habe:

DU bist weitaus mehr, als DU denkst.
DU bist großartig.
DU bist einzigartig.
DU hast Gelassenheit und Fülle verdient.


Voraussetzung

Um Gelassenheit zu etablieren, ist es wichtig, zu verstehen, was dieser Stress eigentlich ist und was in unserem Körper dadurch angestellt wird. Hinzu kommt, dass Gesundheit sehr individuell und in einem ganzheitlichen Blickwinkel zu betrachten ist. Beginnen wir also kurz und knackig …


Kurz und knackig: Deine Gesundheit

Klarheit ist Macht und deswegen spreche ich gleich zu Beginn Klartext. Egal, was du tust oder tun willst, deine Gesundheit ist die Basis für alles und von allem. Ohne deine Gesundheit kannst du weder arbeiten, zu deiner Familie schauen, deinem Herzensprojekt nachgehen, unglaublichen Spaß haben, noch kannst du eine außergewöhnliche Beziehung führen. Du hast lediglich eine Gesundheit, also 1. NICHT 2 oder 3. Sondern eins. Aus diesem Grund gilt: Achte auf deine Gesundheit, verbessere sie oder tue alles, um sie zu erhalten. Und dabei ist die ganzheitliche Sichtweise für dich essenziell – was du in den folgenden Kapiteln erfährst.

Aber was ist eigentlich Gesundheit? Hast du dir schon einmal überlegt, was du persönlich unter Gesundheit verstehst?
Gesundheit ist viel mehr als lediglich die Abwesenheit von Krankheit. Eine mögliche Definition ist:
Das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele.
Auch andere Definitionen schließen neben dem Körper weitere Elemente ein. Findest du das nicht auch spannend? Wird doch so oft bei Krankheit lediglich vom Körper gesprochen oder fast ausschließlich der Körper betrachtet.
Trotz einer geläufigen Definition, bestehend aus mehreren Teilen, wird in unserer Gesellschaft hauptsächlich von einem gesprochen: körperliche Symptome. Da wage ich die provokative Aussage, dass wir Menschen in der heutigen Zeit eher verzogen statt erzogen, verbildet statt gebildet worden sind. Wir kämpfen eher mit fiktiven Dingen statt mit Tatsachen. Wir orientieren uns eher an Problemen statt an Lösungen oder suchen Lösungen für unsere Probleme eher im Außen statt im Innen. Wir stellen uns Szenarien vor und erzählen uns selber Geschichten, nur, um uns nicht bewegen zu müssen. Scheitern ist heute eher angesehen als das Erfolgreichsein. Und entsprechend orientieren sich die meisten Menschen auch eher am Scheitern. Wir sprechen in Negativ- statt in Positivlogik; sagen wir doch mehrheitlich, was wir nicht wollen statt was wir wollen. Wir vergleichen uns mit anderen Menschen, aber mit völlig unterschiedlichem Maßstab – wir sehen deren Stärken und vergleichen diese mit unseren Schwächen, statt uns unserer Stärken selbst bewusst zu werden.
Ist das nicht eine verkehrte Welt? Wie könnte sich dein Gesundheitszustand bereits ändern, wenn alleine das alles umgekehrt wäre?

Wie bei der Mathematik gibt es auch für das Leben gewisse Grundlagen. Das Leben folgt universellen Gesetzen. Kennst und verstehst du diese Gesetze, kannst du bei deren Anwendung weitaus mehr erreichen, als du es dir bis heute vorgestellt hast. Keine Sorge, wir tauchen im entsprechenden Kapitel in diese universellen Gesetze ein. Leider wird dieses Wissen in Schulen und Ausbildungsstätten kaum behandelt. Leben heißt Wachstum, heißt Bewegung, heißt auch jeder in seiner eigenen Geschwindigkeit – seiner eigenen „Pace“ – und in seinem eigenen Interessensgebiet. Wenn sich nichts mehr bewegt, ist das meist dem Tod gleichzustellen (ja, ich weiß, das klingt etwas krass). Wir haben es verlernt, diese Grundlagen anzuwenden. Wir müssen wieder lernen, unser Gedankengut darauf auszurichten, dass wir leben, jeder von uns einzigartig ist und diese kurze Zeit des Lebens genießen.

Nehmen wir eine Seerose, die in der Dunkelheit eines Teiches Richtung Sonne emporwächst. Sie könnte in dieser Dunkelheit aufgeben, nörgeln oder die Dunkelheit hinterfragen. Sie könnte sich mit einer anderen Pflanze außerhalb des Teiches vergleichen. Das tut sie jedoch nicht. Die Seerose ist eine Seerose und keine Tulpe. Sie vertraut dem Fluss des Lebens und weiß instinktiv, dass sie ankommen wird – das sogenannte Urvertrauen. Ist die Seerose angekommen, entfaltet sie ihre Blüte und Schönheit. Der Weg war vielleicht herausfordernd, jedoch mit diesem Anblick sicherlich gehenswert. Du verstehst, was ich meine, oder?

Mir ist es wichtig, das bereits am Anfang zu platzieren, und mit den kommenden Kapiteln wirst du mehr und mehr verstehen, weshalb das so ist.
Doch wie beim Sport musst du deinen Weg selber gehen. Es ist dein Leben, also Attacke.



Was ist Stress eigentlich?

Hierbei ist der destruktive, negative Stress gemeint. Das ist etwas anderes als der Druck, den du benötigst, um deine Höchstleistung erbringen zu können.

In uns wohnt nach wie vor ein sehr alter Mechanismus aus den „Zeiten der Säbelzahntiger“. Bei einer Begegnung mit so einem Tier geht es um das reine Überleben und unser Körper zeigt darauf drei Reaktionsarten:
Angriff
Flucht
Todstellen

In diesen Stressreaktionsarten reagiert unser Körper auf eine ganz bestimmte Art und Weise (Details folgen im nächsten Abschnitt). In keiner der drei Reaktionsarten ist unsere Energie im Kopf. Wir benötigen die Energie in unseren Extremitäten, um eben zu flüchten oder zu kämpfen. Auch beim Todstellen wollen wir sicherlich keinen zartrosa Teint im Gesicht haben.
In der heutigen Zeit gibt es zwar keine „Säbelzahntiger“ mehr, doch die Reaktionsarten sind immer noch die gleichen. Sie äußern sich heutzutage lediglich anders. Wenn wir Menschen in diesen negativen Stress geraten, engt sich unser Blickwinkel ein und wir kriegen den sogenannten Tunnelblick. Wir sind in so einem Zustand unfähig, das große Ganze zu sehen oder den Blickwinkel zu ändern. Wir sind in diesem Zustand problemorientiert, das heißt, der Fokus liegt auf dem Problem – auf dem „Säbelzahntiger“ – und nicht auf einer möglichen Lösung. Resultat daraus in der heutigen Zeit: Wir schmeißen unüberlegt verbal um uns, machen Schuldzuweisungen, nörgeln, beklagen, rechtfertigen uns oder handeln auf eine eher destruktive Weise, beispielsweise mit Trotz, aus der Wut oder aus der emotionalen Verletzung heraus.
Anders gesagt: Wir reagieren in diesem Stresszustand, um überleben zu können.


Was passiert bei destruktivem Stress in deinem Körper?

Gemäß unserem medizinischen Wissen aktiviert sich bei destruktivem Stress in deinem Körper deine sogenannte H-H-N-Achse. Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde setzen in dir Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol frei. Cortisol, um dir enorm viel Energie für die Stressreaktion bereitzustellen. Adrenalin und Noradrenalin für die nach außen gerichtete Leistung (Angriff oder Flucht). Ein grober Abriss, was damit passiert:
Dein Blutzuckerspiegel steigt = Transport der Energie.
Fettdepots werden vorerst abgebaut, um Energie zur Verfügung zu stellen.
Deswegen nimmst du bei Stress zuerst sehr schnell ab.
Entzündungshemmung wird aktiviert = Schwächung des Immunsystems.
Was kümmern dich Bakterien oder Viren, wenn du sowieso sterben könntest (das Überleben bei der Attacke des „Säbelzahntigers“ hat schlichtweg Vorrang)?
Deine Herzfrequenz steigt.
Sauerstoff und Energie sollen während der Flucht schließlich lange zur Verfügung stehen, deswegen beginnt das Herz, schneller zu pumpen.
Hemmung des Magen-Darm-Trakts
Ein Gang zur Toilette wäre während der Flucht oder des Kampfes dein Tod (das Überleben bei der Attacke des „Säbelzahntigers“ hat schlichtweg Vorrang).
Dein Denken wird gehemmt durch die Ausrichtung auf Flucht/Angriff = Reduktion der Lern- & Konzentrationsfähigkeit.
Während der Flucht oder des Kampfes interessiert dich beispielsweise der Satz von Pythagoras sehr wenig (das Überleben bei der Attacke des „Säbelzahntigers“ hat schlichtweg Vorrang).

Dein Körper ist in diesem Ausnahmezustand in vollster Alarmbereitschaft. Dein Blick ist gestochen scharf auf das Detail gerichtet. Also auf das, was dich in den Tod führen könnte und somit auf das Problem.
Nun kommt eine entscheidende Frage:
Wo benötigst du in der heutigen Zeit diese massive Energie und diesen Ausnahmezustand in deinem Körper?

Meistens sitzt du doch an einem Tisch, vor dem Computer oder bist mit Menschen in Kontakt. Es gibt jedoch keine „Säbelzahntiger“ oder Ähnliches mehr, was dich fressen will. Und trotzdem gilt der Grundsatz: Überleben.



Der große Unterschied von heute zur Zeit der „Säbelzahntiger“

War früher nach einer erfolgreichen Flucht oder einem Angriff die Gefahr vorbei, regulierte sich das Körpersystem wieder zurück und der Ausnahmezustand war beendet. Was ist heute? Heute ist unsere Gesellschaft in permanentem Stress, doch diese Energie bleibt ungenutzt im Körper. Die Folgen davon sind:
Innere Unruhe, die sich breitmacht.
Angespannte oder verspannte Muskeln – zuerst im Schulter- und Gesäßbereich.
Störung des Schlafs.
Ein- und Durchschlafstörungen.
Gedankenkarussell bis hin zu Ängsten.
Erhöhte Insulinausschüttung, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.
Erneutes Anlegen von Fettdepots, deswegen nimmst du bei länger anhaltendem Stress zu.
Der Körper beginnt, eine Insulinresistenz zu bilden, was zu Diabetes führt.
Übersäuern des Körpermilieus.
Die Regulierung des Körpermilieus, also die Balancierung des Säure-Basen-Haushalts, benötigt Mineralien. Eine Übersäuerung hat entsprechend weitreichende Folgen:
Durch die Übersäuerung benötigt der Körper mehr Mineralien wie Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium.
Eine Übersäuerung führt zu Muskelschwäche und Leistungsabfall, weil sich in den Muskelzellen Milchsäure (Laktat) ansammelt. Verspannungen, Krämpfe, Müdigkeit und Erschöpfung sind Folgen davon und die Regenerierung ist gehindert.
Prozesse in deinem Körper benötigen einen bestimmten pH-Wert (ein bestimmtes Säure-Base-Verhältnis), um richtig zu funktionieren. Eine Übersäuerung hemmt diese Prozesse, wodurch sie verlangsamt und/oder gestört werden (Stoffwechselstörung).
Dies führt zu einer Gewichtszunahme (Fettverbrennung langsamer, wodurch der Körper überschüssige Energie in Fett einlagert) sowie Verdauungsproblemen (Enzyme im Magen und Darm sind gestört, was zu Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall führt).
Viele Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel können nicht schnell genug abgebaut werden, was Entzündungsprozesse fördert.
Das Immunsystem wird aktiviert und versucht, die Schäden zu reparieren, wodurch chronische Entzündungen entstehen können.
Ein saures Milieu begünstigt Infektionen, weil Pilze und Bakterien besser gedeihen.

Nun verstehst du vielleicht auch, weshalb Diabetes, Burnout und Depressionen zu Volkskrankheitsformen geworden sind. Hierzu gäbe es noch viel zu berichten und in Frage zu stellen. Wichtig ist, dass du den Mechanismus erkennst und verstehst, weshalb Entspannung und Erholung in unserer heutigen Zeit so wichtig sind. Und du kannst damit entsprechende Erkenntnisse erlangen, die dich bezüglich des Stressabbaus weiterbringen.



Stressor und Stresspegel

Mit den obigen Kapiteln hast du erfahren, was destruktiver Stress in einem Menschen auslöst. Gerne möchte ich dir noch die Unterscheidung von Stressor und Stresspegel zeigen, weil es dir möglicherweise hilft, den Weg zu deiner Gelassenheit zu gestalten.
Wie du nun sicher verstanden hast, löst ein Reiz deinen Stressausnahmezustand aus – beispielsweise das Treffen auf einen „Säbelzahntiger“. Der Reiz ist der Stressor und dieser erhöht den Stresspegel – so wie ein Tropfen Wasser den Pegel in einem Glas erhöht.
Weiter hast du auch verstanden, dass sich das Körpersystem zurückreguliert, sobald die Gefahr des Stressors vorbei ist – der Stresspegel sinkt wieder. So weit, so gut.
Was denkst du, passiert mit deinem Stresspegel, wenn du vielen Stressoren ausgesetzt bist? Und das immer wieder? Genau, dein Stresspegel kann nicht sinken. Im Gegenteil, er wird steigen. Denn dein Stresspegel ergibt sich durch die Summe all deiner Stressoren:

Stresspegel = Stressor 1 + Stressor 2 + Stressor 3 + …

Vereinfacht gesagt: Eliminiere deine Stressoren und du reduzierst deinen Stresspegel.

In unserer heutigen hektischen Gesellschaft gibt es Unmengen an Stressoren. Deswegen sind Entspannung und Erholung so wichtig. Wie verschiedene Statistiken zeigen, scheint das eine große Herausforderung zu sein. Darum tauchen wir zusammen in die Tiefe und betrachten im folgenden Kapitel die zusammenhängenden Elemente.



Zusammenhängende Elemente

Um eine ganzheitliche Gesundheit und Gelassenheit zu erlangen, ist es hilfreich, die Zusammenhänge zu verstehen. So wie das Verständnis, was in deinem Körper bei Stress abläuft.
Dein Leben besteht aus verschiedenen Bereichen und jeder Bereich beeinflusst den anderen. Folgendes Bild ist eine Abstraktion von diesen Bereichen. Dir wird beim Betrachten des Bildes völlig klar sein, dass der dreibeinige Hocker lediglich dann stabil steht, wenn alle drei Beine vorhanden sind und entsprechend stützen.

Zusammenhänge für Stabilität

Alle Beine zusammen erbringen die nötige Stabilität. Instabil wird der Hocker, sobald eines der Beine anfängt zu schwächeln. Machen wir ein, zwei Beispiele und fangen dabei mit dem „Bein des Berufes“ an:
Stell dir vor, du hattest bei der Arbeit einen richtig „verschissenen“ Tag. Kunden haben sich beklagt, die Stimmung im Team war unterdurchschnittlich, der Chef hat seinen Frust an dir und/oder deinem Team ausgelassen, ein super Deal ging dir durch die Lappen usw. Nun gehst du mit all diesen Ereignissen nach Hause.

Überlege dir einmal, mit welcher Energie, mit welchem Gemütszustand du deiner Familie, deinem sozialen Umfeld begegnest.

Umgekehrt ist das ebenfalls so:
Stell dir vor, hinter dir liegt gerade eine heftige Auseinandersetzung in deiner Paarbeziehung und du gehst mit diesem Zustand zur Arbeit.

Überlege dir einmal, welche Laune du an diesem Tag bei der Arbeit hast.

Und so trägt jeder Lebensbereich zur Stabilität bei. Sowie jeder Lebensbereich den anderen beeinflusst und auch umgekehrt die anderen Lebensbereiche den einen beeinflussen.

Wie du siehst, hat die Definition zu Beginn des Buches bezüglich Gesundheit einen weiter reichenden Charakter als lediglich der Körper selbst. Ganzheitlich gesund sein heißt, die verschiedenen Lebensbereiche in Balance zu halten, zu pflegen und auch entsprechend einzubeziehen, wenn die (körperliche) Gesundheit angeschlagen ist.

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