Cover: Menschenliebe

Menschenliebe


EUR 28,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 360
ISBN: 978-3-99130-904-8
Erscheinungsdatum: 20.10.2025
Zürich, Lausanne, New York, Paris, São Paolo, München, Mailand und eine Kleinstadt in Deutschland sind Stationen eines spannenden Lebens mit vielen unerwarteten Wendungen. Bis ein schwerer Schicksalsschlag alles infrage stellt und das Leben für immer verändert.
PROLOG

Zeit ist kostbar (frei nachHoraz).

Es gibt kein Leben ohne Zeit. Und es gibt keine Liebe ohne Zeit. Was nützt es einem, gesund und glücklich zu sein, wenn man keine Zeit hat, es zu genießen? Zeit ist die vierte Dimension. Sie umfasst und integriert alles. Im diffusen Nebel der Unendlichkeit scheint sie weder Anfang noch Ende zu haben. Das Nichts beginnt dort, wo die Zeit endet.

Wir können die Zeit nicht festhalten. Jede Sekunde schenkt uns in unserem Leben einen einzigartigen, letzten, nie wiederkehrenden Augenblick. Wir können später nicht sagen: Ich fange noch einmal von vorne an, aber diesmal mache ich alles ganz anders!

Es gibt kein Zurück. Es gibt kein zweites Mal.

Es ist ein Segen, dass wir uns dessen nicht in jedem Moment unseres Lebens bewusst sind. Wir hätten nicht die Muße, das kostbarste aller Güter bewusst, entspannt und manchmal sogar verschwenderisch zu genießen.

Weil die Zeit so kostbar ist, sollten wir sie so sinnvoll wie möglich nutzen. Was sinnvoll ist, entscheidet jede und jeder am besten für sich selbst. Das höchste Ziel ist vielleicht das dauerhafte Empfinden von Liebe, Glück und Zufriedenheit. Der Weg dorthin ist selten geradlinig. Kleine und größere Korrekturen sind im Laufe eines Lebens notwendig. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns immer wieder drei Fragen stellen:

Wer bin ich?
Was will ich?
Was hindert mich?



AM ANFANG WAR DAS MOTIV

In einer Pandemie sind öffentliche Auftritte, Theateraufführungen und Konzerte untersagt. Dreharbeiten zu neuen Filmen sind kompliziert und deshalb teuer. In solch schwierigen Zeiten rufen Künstleragenturen und Verlage ihre mehr oder weniger berühmten Schützlinge an und fragen diese, ob sie – gegen entsprechende Bezahlung – bereit wären, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Wenig Einkommen ist besser als kein Einkommen.

Mich rief niemand an.

Warten war sinnlos.

Ich war nicht wichtig.

Warum will einer, den niemand angerufen hat und der nicht wichtig ist, seine Geschichte erzählen? Eitelkeit? Sendungsbedürfnis? Literarische Erleuchtung? Geld? Langeweile?

Meine Frau Ava kannte – wie immer – die sehr einfache und plausible Antwort. Sie kam ohne Umschweife zum für sie Wesentlichen.

„Du hast Angst vor dem Tod!“

Sagte es und bügelte weiter.

Ich liebe meine Frau für ihre unbestechliche Ehrlichkeit und schlagfertige Intelligenz. Aber manchmal können ihre Worte im Bruchteil einer Sekunde Illusionen dermaßen nachhaltig zertrümmern, dass man ein paar Atemzüge braucht, um sich wieder zu sortieren.

Dazu muss man wissen, dass meine Frau im Veneto aufwuchs. In einem sehr kleinen, sehr konservativen und sehr katholischen Dorf. Die Menschen dort sind bekannt für ihren Fleiß und ihren Ehrgeiz. Viele dort schon ewig lebende und sehr erdverbundene Einheimische verdienen ihr Geld nach wie vor in der Landwirtschaft und in kleinen mittelständischen Unternehmen. Man hat dort nicht viel Zeit für Höflichkeiten und kommt deshalb gerne schnell zum Punkt. Das Veneto ist eine sehr wohlhabende Gegend. Und eine sehr bescheidene Gegend. Man zeigt nicht, was man hat. Millionäre fahren in alten Fiats 500 durch die Gegend. Und lassen den Service vom Nachbarn machen. Kostet weniger.

Ava führte das Bügeleisen gerade sehr elegant am Kragen eines meiner Hemden entlang, als sie mich auf meinen nahenden Tod aufmerksam machte. Das erinnerte mich an den Film Mondsüchtig mit Cher und Nicolas Cage in den Hauptrollen. Die Mutter von Cher, gespielt von Olympia Dukakis, fragte den Verlobten ihrer Tochter, warum so viele ältere Männer ihre Ehefrauen mit jüngeren Frauen betrügen. Der beantwortete ihre Frage ungefähr so:

„… vielleicht haben sie Angst vor dem Tod?“

Motive können komplex sein.

Wenn ich in einer Buchhandlung auf das Cover der Memoiren eines mehr oder minder bekannten Zeitgenossen schaue, frage ich mich jedes Mal: Warum hat sie oder er das wohl aufgeschrieben? Und von diesen Selbstgeschichten gibt es immer mehr. Muss man berühmt sein, um seine Memoiren veröffentlichen zu dürfen?

Nein, muss man nicht.

Vielleicht ist das Motiv aber auch der Spaß am Schreiben. Oder man möchte die Vergangenheit wieder lebendig werden lassen. Vielleicht ist man stolz auf seine Vergangenheit oder man meint, sie sei es wert, erzählt zu werden. Oder vielleicht erzählt jemand seine Geschichte, weil sie oder er sie erzählen muss, um nicht daran zu verzweifeln oder gar zu zerbrechen.
Eines steht jedenfalls fest: Biografien oder dokumentarische Geschichten sind immer sehr spannend. Nichts macht uns betroffener, nichts bewegt uns mehr als das tatsächlich Gelebte und Erlebte. Die Sternstunden und Tragödien der realen menschlichen Existenz beschleunigen bei Voyeuren die Herzfrequenz. Das ist das so einfache wie geniale Erfolgskonzept von etlichen Realityshows im Fernsehen und etlichen YouTube-Kanälen im Internet. Was ich als sehr spannend empfinde, ist, wie viel Geld manche Personen mit der Verwertung ihres Lebens und Privatlebens verdienen können. Noch spannender wird es, wenn dieselben Personen sich über den Verlust ihrer Privatsphäre und den Mangel an öffentlichem Respekt beschweren. Das ist, als ob sich ein Clown darüber beschwert, dass das Publikum lacht!

Nach langer und gründlicher Motivsuche entschlüsselte sich endlich auch mein Motiv. Das gesprochene Wort kann sehr mächtig sein. Wenn es gehört wird. Aber es verliert sich in der Zeit. Es verliert an Kontur, wird unscharf und irgendwann vergessen.

Das geschriebene Wort bleibt. Meine Familie und meine Nachkommen sollen wissen dürfen, wer ich bin oder war, wenn sie das interessiert. Weil mir bewusst geworden ist, wie wenig ich über meine Eltern und Großeltern weiß. Ich kenne kaum Geschichten aus ihrer Jugend. Welche Ereignisse haben ihr Leben geprägt? Was waren ihre Ziele? Wovon haben sie geträumt? Was war ihnen wirklich wichtig? Wovor hatten sie Angst? Was waren die schmerzhaftesten Momente ihres Lebens? Und wann waren sie am glücklichsten? Und warum?
Es kümmert mich nicht, ob ich damit zu Ruhm, Ehre oder Geld kommen kann. Ich möchte einen bleibenden Beitrag leisten. Ich möchte die Sternstunden und einsamsten und dunkelsten Stunden meines Lebens mit anderen Menschen teilen. Aufrichtig, nahezu schamlos, aber nie respektlos. Vielleicht wird irgendein Teil dieser Geschichten, vielleicht ein winziges Detail, einem Menschen helfen, das Richtige oder das Bessere zu tun. Dann würde ich mich freuen. Dann hätte ich mein Ziel erreicht, und die Arbeit hätte sich gelohnt.
Vieles in diesen Geschichten ist frei erfunden. Schauplätze, Namen und Ereignisse habe ich so sehr verändert, dass die wahre Identität der Protagonisten von Außenstehenden nicht zu entschlüsseln ist. Falls doch jemand, dem oder der ich nie begegnet bin, meint, sich erkannt zu haben, dann handelt es sich um einen Zufall.

Als ich begann zu schreiben, habe ich vor meinem geistigen Auge nur meine Familie als Leser dieser Niederschrift gesehen. In meiner Vorstellung spielte sich folgende Szene ab:

Ein Kind steht vor der Ahnentafel meiner Familie. Es hebt den Zeigefinger und zeigt auf meinen Namen.

„Wer war der da? War der wichtig?“

„Das ist dein Ur-Ur-Urgroßvater! Der hat mal ein Buch geschrieben. Da steht zum Beispiel drin, dass man, wenn man nur oft genug in den Wald schießt, auch irgendwann einen Hasen erlegt. Oder, dass Nichtstun und Glück sich gegenseitig ausschließen.“

Ein anderes Kind fragt:

„Warum hat er das aufgeschrieben?“

Pause. Schulterzucken. Bis jemand sagt:

„Für seine Kinder. Für uns. Hatte wohl Angst vor dem Tod!“

Meine Frau hatte also Recht.

Wie immer.



SÜDUFER

Das Licht der Welt erblickte ich im Zürcher Kantonsspital. Normale Geburt. Blut, Schleim, das Übliche. Mein Vater machte Aufnahmen, die er stark vergrößern und auf Holzplatten aufziehen ließ. Die hingen dann irgendwo an der Wand. Bis sie dort nicht mehr hingen. Getauft wurde ich in der christkatholischen Augustinerkirche, gleich neben der Bahnhofstraße in Zürich. Das war schon damals eine der exklusivsten Adressen der Stadt. Das war aber der Augustinerkirche egal. Sie taufte jeden mit Leidenschaft und Hingabe, egal ob arm oder reich. Also auch mich.

Ich war ein schüchterner Junge und hatte nur wenige Spielkameraden. Bis zu meinem sechsten Lebensjahr lebte ich mit meiner Familie in einer weniger exklusiven Gegend. Es war ein kleines, beschauliches Dorf am Südufer des Zürichsees. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees lag das Nordufer, die sogenannte Goldküste. Die Goldküste hieß Goldküste, weil sie teuer war. Alles war teuer. Wohnungen, Häuser und Mieten waren teuer. Sogar die Luft zum Atmen fühlte sich teuer an. Und das hatte einen Grund. Die Goldküste bedeutete feinste Südhanglage mit Blick über den See nach Süden. Und wo die Sonne stand und wie viel man von ihr abbekam, war nördlich der Alpen schon immer ein entscheidender Preisfaktor.

Das konnten sich nur sehr wenige leisten. Mein Schweizer Großvater väterlicherseits, der so hieß wie ich, konnte sich das leisten. Er hatte italienische Vorfahren, einen dicken Bauch, einen großen Schädel, eine Glatze und riesige, schwarze Augenbrauen. Und er war in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen. Er hatte sich und seiner Familie vor vielen Jahren in Zollikon ein Haus gekauft. Er hatte sich alles selbst erarbeitet und sehr große, sehr teure Maschinen verkauft. Und er war sehr streng gewesen und schimpfte viel. Wir Kinder hatten Angst vor ihm.
Zurück zur ärmeren Südseite. Wir wohnten in einem neuen und schlichten Mehrfamilienhaus. Direkt vor dem Haus begannen Wiesen und Kuhweiden. Im Frühling und im Sommer erfüllte ein süßlicher Duft nach Blüten und warmem Heu die Luft. Auf der Suche nach Abenteuern streifte ich von morgens bis abends durch diese Wiesen und pflückte und kaute Sauerampfer. Weil es nichts kostete. Weil meine Spielkameraden es auch taten. Und weil es mir meine Mutter verboten hatte. Etwas anderes, was sie mir auch verboten hatte, war, plattgetretene Kaugummis vom grob geteerten Bürgersteig abzukratzen, um sie dann weiterzukauen. Offensichtlich mochte ich den Geschmack vorgekauter Kaugummis. Selbst die regelmäßig und unvermeidlich während des Abkratzens vom Boden in die Kaumasse gelangenden kleinen Steinchen und anderen undefinierbaren Gegenstände konnten mich nicht davon abhalten. Manchmal knirschte es dann zwischen meinen Zähnen. Aber das war mir egal.

„Schon wieder!?“, fragte mich meine Mutter aufgebracht, als meine Schwester Danila wieder mal gepetzt hatte. Sie verzog angewidert das Gesicht.

Meine Mutter war Deutsche, mein Vater Schweizer. Meine Mutter bemühte sich redlich um Integration und versuchte, den Schweizer Dialekt zu imitieren. Was ihr nicht gelang. Sie hätte besser Hochdeutsch sprechen sollen, anstatt mit ihrem holprigen Deutsch-Schweizer-Möchte-Gern-Dialekt eine komische Figur zu machen. Ich hatte manchmal Mitleid mit ihr.

„Da hat schon ein Hund drauf gepinkelt!“, schimpfte sie auf Hochdeutsch. „Das ist widerlich! Das hatte schon ein anderer Mensch im Mund. Da klebt noch sein Speichel dran. Das darf ich deinem Vater nicht erzählen …“

Was sie dann auch nicht tat. Stattdessen schenkte sie mir eine Packung Kaugummis. Schon beim Kauen des ersten wurde mir so schlecht, dass ich es gleich wieder ausspuckte. Zu viel Menthol. Ich sah auf die feuchte, grüne Masse vor mir auf dem Bürgersteig und trat darauf. Jetzt war es so platt wie die anderen. Nur frischer und noch feucht.

Dann wurde ich eingeschult. Schon in der ersten Klasse musste ich mich einmal mit dem Rücken zur Klasse in die Ecke stellen. Das war mehr als peinlich. Ich hatte während des Unterrichts Doris leise etwas ins Ohr geflüstert. Doris war meine Geliebte. Aber sie wusste das nicht. Wie auch? Die Lehrerin hatte sich über mich lustig gemacht.

„Seid ihr nicht noch ein bisschen jung für Liebschaften!?“

Vor der Schule, einer alten Villa, stand ein riesiger Kastanienbaum. Dort, gleich hinter dem breiten Stamm, gab ich Doris den ersten Kuss. Auf die Wange. Es war der erste Kuss meines Lebens, der nicht in der Familie blieb. Jetzt wusste sie Bescheid. Sie sah mich nur an. Ich versuchte, in ihren Augen zu lesen. Sie sah mich aber einfach nur an. Als wartete sie auf etwas. Schließlich berührte ich mit meiner Hand ihr buntes Seidenkleid, das sich eng an ihren Körper schmiegte und die Sonnenstrahlen verführerisch reflektierte (wie eine Discokugel, unvergesslich). Ich spürte die Wärme ihres Körpers unter dem kühlen Stoff ihres Kleids. Und empfand etwas. Das war neu. Doris aber sah nur zu Boden. Dann nahm sie meine Hand und ging mit mir gemeinsam nach Hause. So wie an jedem Tag. Wir waren Nachbarn. Bald darauf zog sie mit ihren Eltern in eine andere Stadt. Sie hinterließ eine gewisse Leere in meinem Leben. Ich vermisste sie, bis ich sie nicht mehr vermisste.

Doch auch in meiner Familie sollte es große Veränderungen geben. Eines Tages, Ende der 60er-Jahre, saßen wir gemeinsam am Mittagstisch. Unser Vater sagte plötzlich:

„Wir werden nach Deutschland umziehen. Dorthin, wo man Hochdeutsch spricht.“

Er hatte gerade fertig gegessen und zündete sich eine seiner filterlosen Zigaretten an. Einmal pro Woche musste ich für ihn eine neue Stange im Tabakladen kaufen. Meine jüngere Schwester steckte ihren Zeigefinger in den Brei, der vor ihr stand. Meine ältere Schwester sah zuerst mich, dann unsere Mutter und schließlich unseren Vater an. Die Euphorie hielt sich in Grenzen. Auch, da wir keine Ahnung hatten, was das alles zu bedeuten hatte.

„Ja … aber warum denn?“, stellte meine ältere Schwester die einzig wichtige Frage.

„Wir werden die Firma von eurem deutschen Großvater Anton übernehmen. Er ist alt und kann nicht mehr arbeiten. Also haben wir uns entschieden, dorthin umzuziehen.“

Unser Vater schien überzeugt zu sein, dass das eine gute Idee war. Unsere Mutter lächelte etwas unsicher. Trotzdem fühlte es sich komisch an. Als ob es nicht die ganze Wahrheit war.



OSTERREUTH

Wir zogen nach Osterreuth in Süddeutschland. Wir Kinder fühlten uns verloren, deplatziert, entwurzelt. Die Menschen waren anders. Die Sprache war anders. Das Essen war anders. Sogar das Wetter war anders. Einfach alles war anders. Und nicht besser. Und dann gab es da etwas, das uns Angst bereitete.

Osterreuth lag in unmittelbarer Nähe der innerdeutschen Grenze. Und eines Tages erzählte man uns Kindern vom Todesstreifen. Unser Vater ging mit uns gern dorthin. Er fand das spannend. Wir fanden das nach dem ersten Mal nicht mehr spannend. Es war langweilig. Man stand dort und sah über Zäune und Stacheldraht sowie den Todesstreifen hinweg in ein fremdes Land. Wo sich nie etwas bewegte. Ein kleines Dorf mit alten und halb verfallenen Häusern ohne Menschen, Hunde oder sonst irgendeinem Lebewesen. Nur auf den Wachtürmen auf der anderen Seite bewegte sich manchmal etwas. Dann sah man einen Soldaten, der einen durch sein Fernglas anstarrte. Als Kinder schnitten wir Grimassen. Unser Vater fand das nicht komisch.

„Die können euch auch von dort hinten aus erschießen“, sagte er trocken.

Das sorgte für lange Gesichter. Dann sah er selbst durch sein Fernglas. Zwei, die sich gegenseitig anglotzten. Es gab also Gemeinsamkeiten.

Ich konnte kein Hochdeutsch. Oder mein Gehirn wollte es nicht können. Ich sprach weiter Schweizer Dialekt. Und war stolz darauf. Ich wollte auf keinen Fall so sein wie die anderen. Dann fing ich plötzlich an zu stottern. Andreas, mein neuer Freund, mit dem ich jeden Tag zur Schule ging, wunderte sich.

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