Cover: Ungeplant & Unperfekt

Ungeplant & Unperfekt
Das Leben einer Mutter, immer zart am Rande des Wahnsinns


EUR 19,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 200
ISBN: 978-3-7116-0682-2
Erscheinungsdatum: 27.05.2025
Als Mutter von vier Kindern ist Nathalie der Inbegriff verschiedener Vorurteile. Sie nimmt die Leser mit auf eine Reise durch ihr Leben. Sie will beweisen, dass Glück auch im zweiten Anlauf funktionieren kann und dass genug sein im Auge des Betrachters liegt.
Willkommen in meinem kleinen Universum.
Ich bin Nathalie, zum jetzigen Zeitpunkt 37 Jahre alt, gebürtige Düsseldorferin, Mutter von vier Kindern, Geschäftsführerin, Gründerin und seit Jahren ein mittelschweres, aber sehr glückliches Nervenbündel mit chronischem Schlafmangel.

Warum ich diese Zeilen schreibe?

Eigentlich gibt es mehrere Gründe.
Unter anderem möchte ich mit meiner nicht ganz unbewegten Geschichte Menschen, insbesondere Frauen wie vielleicht Dir, Mut machen. Ich möchte zeigen, dass es möglich ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, auch wenn es nicht immer einfach ist und einen enormen Kraftakt bedeuten kann.
Mit diesen sehr persönlichen und intimen Zeilen gebe ich viel preis. Es ist ein Wagnis, das ich für mich und auch für Dich eingehe. Ich gebe in diesem Buch Einblicke in mein Innerstes, in mein Seelenleben, um mit Vorurteilen aufzuräumen und gleichzeitig Hoffnung auf echte Liebe zu schenken.
Meine Geschichte zeigt, dass Großfamilien wunderbar und nicht asozial sind. Und dass eine Frau, die vier Kinder geboren hat, nicht die Kontrolle über ihre Verhütung verloren haben muss.
Ich möchte außerdem davon erzählen, dass Liebe im zweiten Anlauf funktionieren kann und dass Beziehungen auch auf Distanz und mit großem Altersunterschied (oder vielleicht gerade deswegen) funktionieren.

Kurzum, ich erzähle aus unserem bunten, chaotischen Universum. Und freue mich, wenn der eine oder die andere etwas aus meinen Erfahrungen mitnehmen kann. Oder sogar beruhigt ist, weil er oder sie merkt, dass die beige-braune Insta-Blase, die uns allen vorgegaukelt wird, eben nicht die Realität ist.
Dieses Buch ist keine Autobiografie, kein Ratgeber, sondern lediglich die Geschichte einer Frau, die auf dem Weg zum Glück viele Berge überwinden musste. Eine Geschichte, die zeigt, wie sehr der Wunsch nach Glück Wunden heilt. Doch vor der Heilung kommt der Schmerz. Ja, auch tiefste Verletzungen können heilen. Was aber bleibt, sind die Narben und damit die Angst, die uns immer und immer wieder hemmt.
Diese Zeilen, die verdammt lange auf sich warten ließen, sollen dir Mut machen. Mut, zu dem zu stehen, was du willst. Zu dem zu werden, was oder wer du sein möchtest – auch wenn das bedeutet, erstmal schwere Zeiten zu durchleben. Manchmal heißt gegen den Strom zu schwimmen genau das. Aber so viel kann ich schon mal verraten:

Es lohnt sich.

Am Anfang von allem steht der Wille. Ein starker Wille. Dieser wurde mir schon früh bescheinigt. Schon als Kind hatte ich einen Dickkopf und wusste genau, was ich wollte und was nicht. Das war sicher nicht immer einfach, aber gleichzeitig interessant. Vor allem für meine Mitmenschen. Meine Mutter hatte oft mit mir zu kämpfen. Eben weil ich genau wusste, was ich wollte.

Ich glaube, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können, muss man wissen, was man will. Punkt. Eine Larifari-lass-mal-gucken-vielleicht-und-irgendwann-Einstellung bringt dich nicht zur Erfüllung deiner Lebenswünsche. In meinem Freundeskreis tun sich einige Frauen mit Entscheidungen schwer. Für mich unvorstellbar. Doch als tolerante Frau und Freundin akzeptiere ich natürlich auch diese Form der Unentschlossenheit und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Ich aber folge dem Glauben, dass nur das geschehen kann und wird, was ich auch manifestiere und fest in meinen Gedanken verankert habe.

Das Glück findet uns nicht einfach. Wir machen unser Glück selbst.

Ich möchte dich mitnehmen auf die Reise zu meinem kleinen, unperfekten Glück. Möchte dir erzählen, wie sich meine Definition von Glück und Zufriedenheit im Laufe der Jahre (sehr) verändert hat. Und ganz vielleicht keimt in dir dadurch die Idee, wie sich dein perfektes Glück anfühlt und wie du es erreichst.




Kapitel 1


Da ist er. Der Anfang. Irgendwann fängt alles an. Lange habe ich ihn im Kopf gehabt. Hundertmal habe ich mir mögliche Anfänge diktiert und Notizen gemacht.
Bevor man mit dem Schreiben eines Buches beginnt, sollte man sich darüber im Klaren sein, worüber man schreiben will und wie das Buch aufgebaut sein soll. Ich bin keine Schriftstellerin, keine ausgebildete Journalistin und habe auch nicht Literatur studiert.
Eigentlich hat mich eine Leidenschaft zu diesem Buch gebracht. Die Leidenschaft für Texte. Texte sind so vielfältig. Sie geben uns die Möglichkeit, Botschaften zu vermitteln. Botschaften, die aufklären, Botschaften, die berühren, Botschaften, die informieren. Was man aus einem Text macht, hängt davon ab, wie viel Leidenschaft man mitbringt.
Das ist wie beim Kochen. Entweder man kocht nach Rezept, stur und stupide, oder man kocht mit Leidenschaft, mit einem Auge für die Zutaten und einem Gespür für die richtige Menge von allem. Beides führt sicher zum Ziel. Beides erfüllt seinen Zweck. Was am Ende besser schmeckt, ist Geschmackssache.

Genauso verhält es sich mit Texten, Büchern und Publikationen. Der eine mag gefühlvolle, emotionale Texte, der andere bevorzugt klare, kurze Texte mit nichts als Fakten als „Zutaten“. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Das ist es, was mir am Schreiben so gefällt. Die Möglichkeit, sich zu entfalten. Andere Menschen zu berühren. Eine Botschaft zu vermitteln.

So sitze ich hier an einem Samstagabend, ein dickes Kissen auf dem Schoß, meinen Mac darauf und tippe die ersten Seiten meines Buches. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, ob es jemals jemand außerhalb dieses Hauses lesen wird. Solltest du dieses Buch gerade in der Hand halten, dann ist der Fall der Veröffentlichung eingetroffen und ich freue mich sehr darüber. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, denn es ist seit der ersten Sekunde ein Teil von mir. Es wird ein Puzzlestück meines Lebens sein. Ein bisschen Offenbarung, ein bisschen Tagebuch, ein bisschen Therapie. Vielleicht inspiriert es den einen oder anderen oder sogar dich.
Vielleicht ist es aber auch ein abschreckendes Beispiel dafür, wie man sein Leben nicht leben sollte. Im Grunde ist aber auch das völlig egal.
Das berühmteste Buch der Welt ist das beste Beispiel: Die Bibel.
Je nach Auslegung ist es entweder ein Geschenk, oder nur ein mit vielen Wörtern gefülltes Buch, das für den einen oder anderen unnütz ist. Was du aus diesem Buch mitnimmst oder nicht liegt also in deinem Ermessen.

Wen auch immer diese Zeilen irgendwann erreichen, es war gut, sie zu schreiben. Vielleicht lesen sie meine Kinder, wenn ich nicht mehr da bin. Vielleicht auch nicht. Eigentlich ist es auch egal. Wichtig ist, dass ich schreibe. Es hat mir schon als Kind viel Spaß gemacht, Geschichten, Aufsätze und Texte zu schreiben. In gewisser Weise lebe ich das auch heute noch in meinem Bürojob aus. Leider nicht so ausführlich, wie ich es gerne hätte. Ein emotional gestalteter Brief an einen Lieferanten wäre wohl etwas unpassend. Die Reaktion wäre jedoch sicher interessant. Zum Glück gibt es neben der Arbeit noch viele andere Möglichkeiten, Worte aneinander zu reihen und in die Welt zu tragen. Wichtig ist, dass man alles mit dem Herzen macht. Genau das treibt mich an. Mir brennt so viel auf der Seele, das muss irgendwann raus. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt. Jetzt fühlt es sich gut an. Das ist richtig. Im Volksmund heißt es ja immer, dass es für nichts den richtigen Zeitpunkt gibt. Ich glaube aber, dass ich dies widerlegen kann. Es gibt ihn. Ich habe schwere Jahre hinter mir. Nicht, dass die letzten Jahre meines Lebens leicht und locker gewesen wären, aber gefühlt war dieses Jahr nur die Spitze des Eisbergs.
Seit einigen Wochen bin ich in Therapie. Ich, ja, ich gehe zur Therapie. Ich, der abgeklärte, selbstbestimmte und nach außen hin selbstbewusste Mensch. Die Menschen in meinem Umfeld werden denken „Nathalie geht zur Therapie? Niemals.“ Tue ich aber. Und vielleicht hätte ich das schon viel früher tun sollen.

Aus reiner Neugier habe ich auf meinem Facebook-Profil eine kleine Aufgabe für meine „Freunde“ hinterlassen. Sie sollten mich mit drei Eigenschaften, die ihnen spontan einfielen, beschreiben. Abgesehen von denen, die die Aufgabe nicht verstanden haben (die muss es ja auch geben), war ich wirklich überrascht. Vielleicht wollten mir alle nur schmeicheln. Keiner nannte auch nur eine meiner negativen Eigenschaften. Das meistgenannte Wort war ehrlich.

Das hat mich beeindruckt. Ja, es stimmt. Die Menschen, die mich wirklich länger und tiefer kennen, wissen, dass ich mit meiner Meinung selten hinter dem Berg halte. Manchmal ist das angemessen, manchmal nicht. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Gefallen vortäuschen, wenn sie es nicht wirklich empfinden. So mussten meine Freundinnen schon einiges einstecken, meine Lebenspartner die (berechtigte) Kritik an ihren Frisuren ertragen oder die Kunden, die ich bediente, damit leben, dass ich ihnen sagte, dass die Hose, die sie trugen, zwei Nummern zu klein war. Im ersten Moment trifft es die Menschen sicher. Vielleicht bin ich nicht immer die Einfühlsamste, aber – und das ist ein großes Aber – am Ende des Tages tue ich ihnen damit einen Gefallen.

Wir leben in einer oberflächlichen, schnelllebigen Welt. Auf wen können wir uns noch verlassen, wenn selbst die Menschen, die uns am nächsten stehen, uns anlügen, nur um uns nicht zu verletzen? Liebevoll und fürsorglich wurden noch genannt. Außerdem: warmherzig, hilfsbereit und sympathisch. Ja, diese Eigenschaften treffen sicher auch auf mich zu.
Wenn ich mich beschreiben müsste, würde ich aus Scham, mich nicht selbst loben zu müssen, diese Worte sicher nicht als erstes wählen, aber ja, sie treffen auf mich zu.

Hast du dir schon einmal die Mühe gemacht und versucht, dich selbst zu beschreiben?
Jetzt fragst du dich sicher, warum du das tun solltest. Ganz einfach: um dich selbst besser kennenzulernen. Vor 5 Jahren hätte ich gesagt „Warum sollte ich mich kennenlernen? Ich schaue jeden Tag in den Spiegel und lebe schon mein ganzes Leben mit mir.“ Aber das ist völlig falsch. Ich glaube, ich musste erst dreißig Jahre alt werden, um überhaupt zu verstehen, wer und was ich bin und wo ich in meinem Leben gerade stehe, was mir guttut, was mir nicht guttut und welche Lügen mich mein Leben lang begleitet haben.

Wenn wir uns mit uns selbst auseinandersetzen, bedeutet das zwangsläufig auch, dass wir uns mit den Dingen beschäftigen müssen, die uns weniger gefallen oder gar missfallen. Angefangen von den kleinen Macken, die wohl jeder irgendwie hat, bis hin zu schlimmen traumatischen Ereignissen. Traumatische Ereignisse gibt es viele. Sie alle kommen unerwartet und ungeplant und lassen sich selten aufhalten. Bis man merkt, dass einem ein solches Ereignis widerfahren ist, ist es schon längst geschehen. Solche Erfahrungen verändern einen Menschen schneller als man denkt Und ob man will oder nicht. Je mehr man sich dagegen wehrt, desto mehr trifft es einen im Unterbewusstsein. Genau aufgrund dieser Abwehrreaktion. Es manifestiert sich und beißt sich fest an dir wie eine Zecke nach einem Waldspaziergang.
Die Frage ist: Wird sie entdeckt? Wenn ja, früh genug? Ohne Folgeschäden zu hinterlassen?
Die einen ziehen Kraft aus einer solchen Erfahrung und ändern ihr Leben grundlegend. Die anderen verstecken sich dahinter. Nehmen es als Ausrede. Als Entschuldigung für Versagen, für Lustlosigkeit, für alles, was in ihrem Leben schiefläuft. Was der Einzelne daraus macht, bleibt ihm überlassen. Wichtig ist nur, zu erkennen, dass man sich in solch einer Situation befindet.
Ich für meinen Teil habe das erkannt und genau deshalb gehe ich zur Therapie. Genau aus diesem Grund schreibe ich diese Zeilen. Ich versuche zu verarbeiten, zu verstehen und stärker denn je aus dieser Situation herauszukommen. Nur wenn ich mich damit auseinandersetze, kann ich es verarbeiten und nur wenn ich es verarbeite, kann ich auch aufhören, dieser Situation und den damit verbundenen Ängsten, Albträumen und Mustern die Kraft zu geben, mein Leben zu bestimmen.

Ich möchte Dir und allen, die diese Zeilen lesen, Mut machen. Mut zur Ehrlichkeit zu sich selbst. Mut zur Selbstreflexion. Nur eine gesunde Seele ist eine glückliche Seele. Viel zu viele Menschen leben unglücklich. Leider kenne ich auch viel zu viele Menschen, die gefangen in Beziehungen oder Lebensmustern vor sich hinvegetieren. Dies müsste nicht so sein. Doch dies erfordert eine große Portion Mut.

Ich bin heute, zwei Jahre nachdem ich diese Einleitung geschrieben habe, an einem Punkt, an dem ich reflektierter bin als je zuvor. Ich kenne meine Schwächen, meine Fehler, die Situationen und Momente, die mich auslösen. Ich weiß, wie ich aus einem Tief wieder herauskomme. Manchmal dauert es etwas länger, aber bisher habe ich es immer geschafft. „Die Kurve gekriegt“, würde man in Düsseldorf sagen. Den Lebensmut habe ich nie verloren. Die Verantwortung für meine Kinder hat auch die Verantwortung für meine eigene körperliche und seelische Gesundheit mit sich gebracht. Denn was wäre, wenn ich nicht mehr „funktionieren“ würde?
Ich mag mir das nicht vorstellen. Schon beim Gedanken daran wird mir schlecht.

Wenn du dich schlecht fühlst, sollte der erste Schritt sein, dich zu fragen, warum du dich schlecht fühlst. Was ist der Auslöser? Ist es eine Person oder eine Situation?
Manchmal ist es nicht einfach, Dinge zu ändern. Viele Umstände sind komplex und festgefahren. Raus aus der Komfortzone ist leichter gesagt als getan. Meistens bekommt man diesen Rat von Menschen, die selbst in ihrer Komfortzone verharren. Das bringt uns in ein emotionales Dilemma. So hat mich die zerrüttete und nicht mehr existente Beziehung zu meinem Erzeuger jahrelang blockiert. Sie beschäftigte mich unbewusst. Ein Grund, warum mein Wunsch nach einer funktionierenden Vater-Kind-Beziehung für meine Kinder umso größer war. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum ich in meiner ersten Ehe viel zu lange ausgeharrt habe. Doch wenn du erkennst, dass du dich in so einer Situation befindest, dann kannst du eins tun: die Richtung wechseln.
Was in dieser Zeit dein Kompass ist, entscheidest du. Manchmal sind es Menschen, die einen durch ihre lebensbejahende Art positiv beeinflussen. Manchmal sind diese positiven Menschen unsere Wegweiser.

Wenn man versucht, den Ursprung zu finden, ist das schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Der erste Schritt, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Nur wenn man sich seinen Problemen und Ängsten stellt, kann man versuchen, sie zu lösen.

Dabei ist es nicht immer wichtig, das Problem sofort endgültig zu lösen. Ich habe bis heute keinen Kontakt zu meinem Erzeuger und das ist auch gut so. Es gibt für mich auch kein Zurück mehr. Ich habe alle Enttäuschungen aufgeschrieben und verarbeitet. Ich habe verstanden, dass es nicht meine Schuld war und ich nur auf seine Taten reagiert habe. Das hat mir geholfen, mit dem Problem und den Folgen umzugehen. Es belastet mich nicht mehr. Ich habe ihm einen Brief geschrieben. Er wird ihn nie lesen, aber in diesem Brief stand alles, was mir seit Jahren auf der Seele brannte. Danach fühlte ich mich befreit. Losgelöst. Diesen Brief zu schreiben hat mir geholfen, Dinge, die in meinem tiefsten Inneren verborgen waren und mich gequält haben, zu verarbeiten. Erst als ich nochmal durch diesen Schmerz gegangen bin, habe ich im Anschluss gespürt, wie ich heile.

Ich will keine Antworten, keine Erklärungen. Eine so zerstörte Beziehung, seelisch und zwischenmenschlich, kann nie wieder repariert werden. Jeder Versuch wäre Zeitverschwendung. Auch das weiß ich heute. Denn die Seele ist wie die Haut. Wenn da ein Schnitt ist, ist er sichtbar. Man klebt ein Pflaster drauf, vielleicht heilt die Zeit die Wunde, aber was bleibt, ist eine Narbe. Viele Hautschichten wachsen über die verheilte Wunde, alten Schichten werden abgetragen, die Narbe wird mit den Jahren heller, aber sie ist da und bleibt für immer. Wenn man das versteht, ergeben sich ganz neue Perspektiven.

Die meisten Menschen machen sich Sorgen um ihren Körper. Um ihre Haare, ihre Figur, ihre Augen, ihre Knochen. Aber nur wenige kümmern sich um ihre Seele. Das Verletzlichste, was wir Menschen haben. Daraus entstehen so viele alltägliche Probleme, die dann eben andere Dinge nach sich ziehen. So ist das eigentliche Problem unserer Menschheit fehlende Selbstreflexion und Verarbeitung von Traumata.

Die Mutter aus der Nachbarschaft, die mit ihrem Kind schroff und mürrisch umgeht, die nicht lächelt und gleichzeitig in sich gekehrt ist, ist nicht als diese Art Mutter, nicht als diese Art Mensch geboren. Vielleicht erlebt sie zu Hause, wenn alles schläft, häusliche Gewalt oder sie hat in ihrer Kindheit Dinge erlebt, die sie nie verarbeitet hat. Bestimmte (Stress-)Situationen rufen Erinnerungen hervor, die sie dann genau so handeln lassen. Aber was machen wir mit „solchen“ Menschen in unserer heutigen Welt? Wir grenzen sie aus. Mit so jemandem wollen wir, will man nichts zu tun haben.

Soziale Ausgrenzung verändert Menschen und löst etwas in ihnen aus. Irgendwann entsteht eine Traurigkeit, die unbehandelt gefährlich sein kann. Lebensgefährlich. Das jetzt zu erklären wäre Kaffeesatzleserei. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, was ich meine. Aber nicht nur der emotionale Zustand der Mutter in unserem Beispiel ist höchst bedenklich. Was bewirken das Verhalten und die unverarbeiteten Traumata der Mutter bei ihren Kindern? Die Kinder werden geprägt. Sie übernehmen Verhaltensweisen und emotionale Muster, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weitergeben. Wenn nicht bereits diese emotionalen Probleme es dem Kind unmöglich machen, eine gesunde Beziehung zu führen.
...
5 Sterne
Eine Geschichte, die bewegt ✨ - 19.10.2025
Janice & Sandra L.

Dieses Buch ist eine emotionale Geschichte voller Höhen und Tiefen. Nach dem Lesen sieht man als Frau manche Dinge aus einer anderen Perspektive. Wir würden das Buch zu 100% weiterempfehlen.

5 Sterne
„Ein ehrliches Buch über das echte Leben – mutig, nahbar und voller Herz.“ - 27.06.2025
Veronika Oppermann

Ich habe dieses Buch gelesen und war ab der ersten Seite tief bewegt. Nicht, weil es sehr gut geschrieben ist – sondern weil es echt ist. Weil es ungefiltert zeigt, was es heißt, Mutter zu sein, Frau zu sein, Mensch zu sein – mit all der Kraft, der Zerbrechlichkeit und der Liebe, die dazugehört.Nathalie hat mit ihrem Buch nicht einfach nur ihre Geschichte erzählt – sie hat vielen von uns eine Stimme gegeben. Eine Stimme für all die, die sich manchmal zu viel fühlen oder zu wenig. Für alle, die kämpfen – leise oder laut – und trotzdem weitermachen.Diese tolle Buch ist ein Geschenk. Für alle Mütter, für alle Frauen, für alle, die wissen wollen, wie stark echte Liebe und Lebenswille sein kann!

5 Sterne
Herzergreifend und absolut lesenswert  - 17.06.2025
Ann-Kathrin S.

Wunderbar geschrieben. Eine Erzählung, wie aus einem jungen Mädchen die starke Frau, 4-fach-Mutter und (wie ich finde) erfolgreiche und nahbare Unternehmerin wurde.Eine beeindruckende Reise, die trotz aller Widrigkeiten zum Happy-End geführt hat.Besonders rührend sind die Kapitel, die ihren Kindern und der Familie gewidmet sind: liebevolle Worte und herzergreifende Passagen. Es hat mich zu Tränen gerührt.Diese Buch hat mich sehr berührt und ich kann jedem nur wärmstens empfehlen es zu lesen.Ich freue mich auf das nächste Buch!

5 Sterne
Eine Lebensbejahende und sehr bewegende Reise - 10.06.2025
Katja

Ich bin beeindruckt! Wie kann eine Frau so lebensbejahend und voller Freude sein, die schon mehr als nur einmal durch die Hölle gegangen ist??!! Ich als Frau erkenne mich in vielen Situationen wieder und bin froh, damit nicht allein zu sein. Es schenkt mir Mut und zeigt auch mögliche Auswege auf. Ich danke der Autorin Nathalie Fortmann für ihren Mut, ihre bewegte Reise durch viele ihrer Lebensabschnitte mit uns Leserinnen und Lesern zu teilen! Ich freue mich auf die Fortsetzung!!

5 Sterne
Einfach super - 09.06.2025
Jana

Habe das Buch aufgesaugt konnte nicht aufhören zu lesen:)

5 Sterne
Ungeplant & Unperfekt - 07.06.2025
Sandra

So ein wunderschönes Buch. An einem Tag gelesen…dabei gelacht und auch geweint. Ich hab mich so oft angesprochen gefühlt. Es ist einfach wunderschön real…

5 Sterne
Durchgesuchtet, konnte nicht aufhören. - 05.06.2025
Linda

Ganz ehrlich? Ich hab das Buch gekauft, weil der Titel mich angesprungen hat wie mein Kind, wenn’s wieder keinen Bock auf Schuhe hat. Ungeplant & Unperfekt – das bin ich quasi in Buchform.Und was soll ich sagen? Ich hab’s geliebt. Durchgesuchtet. Dafür hab ich heute einen Tag Kopfschmerzen in Kauf genommen. Endlich mal keine Instagram-Mutter-Scheinwelt, kein Hochglanz-Gelaber. Stattdessen: echtes Leben, echtes Chaos, echte Gefühle. Wie bei so vielen Frauen. Zwischen Windeln, Tränen, zu wenig Schlaf und zu viel Verantwortung steckt da so viel Wahrheit drin, dass ich manchmal laut lachen und kurz darauf heulen musste. Doch das tat gut. Emotionen geben uns das Gefühl zu leben und dieses Buch hat ausreichend Emotionen für alle.

5 Sterne
Balsam für die Schuldgefühle  - 05.06.2025
Simone

Dieses Buch hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich habe gelacht, geschluckt, gestaunt – und mich an vielen Stellen wiedererkannt. Nathalie Fortmann schreibt so ehrlich und mutig, dass man das Gefühl hat, mit einer guten Freundin auf dem Sofa zu sitzen und Geschichten auszutauschen, die sonst keiner ausspricht.Es geht nicht nur ums Muttersein, sondern ums Frau-Sein in all seiner Überforderung, Tiefe, Widersprüchlichkeit und Schönheit. Zwischen Alltagschaos, Selbstzweifeln und großen Gefühlen bleibt immer dieser leise Humor und eine starke Botschaft: Du darfst unperfekt sein – und trotzdem (oder gerade deshalb) genug.Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen und war danach ein bisschen versöhnt – mit meinem eigenen Chaos, mit dem Leben, und mit mir selbst.Ein Muss für jede Frau, die manchmal das Gefühl hat, am Rand des Wahnsinns zu stehen. Und gleichzeitig genau weiß: Da gehört auch ganz viel Liebe hin.

5 Sterne
Authentisch, offen und ehrlich - 04.06.2025
Kate

Ein sehr ergreifende, ehrliches und toll geschriebenes Buch einer beeindruckenden Frau.

5 Sterne
Authentisch, offen und ehrlich - 04.06.2025
Kate

Ein sehr ergreifende, ehrliches und till geschriebenes Buch einer beeindruckenden Frau.

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