Cover: Luzispheroik

Luzispheroik
Randerscheinung


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 276
ISBN: 978-3-99130-846-1
Erscheinungsdatum: 27.11.2025
Breit gestreut ruht in der Saat menschlicher Natur ein unnatürliches Übel, dem im Bestand seiner Art das Überschreiten jeglichen Horizonts, als unaufhaltsames Vorgehen gegen sich selbst vorherbestimmt.
1
Für mich dein Leben


Deutschland, irgendwo im nördlichen Bereich der Bundesrepublik, aus der seit jeher Unmengen an wirkungsstarken Charakteren hervorgingen, stand in einer seiner stark verbauten Metropole ein großer Gebäudekomplex aus einer vergangenen Zeit des Aufstrebens. Auswegslos gefangen zwischen dem Aufbruch in eine moderne Welt und dem unaufhaltsamen Rückfall in den natürlichen Ursprung. Während die Datenströme in immer höheren Frequenzen über ihn hinwegrasten, fraß sich die Vergänglichkeit in sein Fundament. Sie unterwanderte die Ver- und Entsorgungsleitungen, ließ Asphalt aufbrechen und Stahl ergrauen – ein makelloser, gnadenloser Prozess des Zerfalls, den die digitale Welt nur noch aus der Ferne dokumentierte. Über veraltete Strecken erreichten die höchsten Zielsetzungen auch diesen verdammten Ort, dessen verwinkelte Struktur die verkümmerten Gefühle der Nächstenliebe als den letzten Rest der herzlichen Menschlichkeit versteckt hielt. Eigentlich sollte hier eine Stadt in einer Stadt entstehen, die einen komfortablen Lebensraum für jede Art von Mensch hätte gewährleisten können. Jedoch wurde keineswegs ein Ziel erreicht, das irgendeinen Wunsch aus Arbeit mit Freizeit, Erholung mit Familie und Freunden, aus Jung und Alt, irgendwie sichern konnte. Weiter als bis zu der architektonischen Form eines bedrückenden Labyrinths, in dem die Sehnsüchte im inneren Kern den abstrakten Verlust ihrer selbst fanden, folgte nur ein Aus, aus dem die ehemalige Euphorie des Aufbaus wich und ein gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Abbau einhergingen. Die anfänglichen Fortschritte stagnierten, während der Glanz der Hoffnungen in den Seelen der Bewohner als auch Betreiber verblasste. Übrig blieb eine dystopische Betonwelt, die verschiedener Erosionen unterlag, unter denen der Schutz in und um diesen Lebensraum unaufhaltsam abbröckelte und der nasskalte oder staubige Wind durch zerbrochene Fensterhöhlen pfiff.
Fassungslos entfernt und entfremdet von einer bedeutsamen Mitte, bestand die letzte Hoffnung oftmals nur noch in dem senkrechten Ausweg über dem Rande der steilen Hochhausklippen. Doch bei all den lebensfeindlichen Bedingungen war ein gefallener Mitmensch immer nur einer von vielen und fiel nicht weiter auf, womit das Auflesen lebloser Körper und deren Überreste längst als alltäglicher Standard zu den Aufgaben der staatlich Bediensteten gehörte. Gespeist aus den niedersten Trieben, die auch der unmittelbare Fluss nicht fortspülen konnte, entsprangen dementsprechend auch diesem künstlichen Gebirge nur noch leidvolle sowie hasserfüllte Individuen. Unaufhaltsam trieb dieser Abschaum mit all seinem Wirken völlig offensichtlich auf der Strömung des Verlaufs, wobei die sichtbaren Spitzen tiefgehender Gewalten seinen Kurs vorbestimmten und die größten Teile ihrer gesamten Reichweite unterhalb der Oberfläche verborgen blieben, auf der eine Vielzahl grotesker Gestalten ihrem selbstsüchtigen Treiben nachging. Geilph Gryhilialier war eine äußerst spezielle Sorte davon. Er war wie ein Lebewesen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen der menschlichen Spezies, Anfang vierzig. Stark hustend kam er nach einer durchzechten Nacht wieder langsam zu seinen Sinnen. Wie üblich gingen seine verklebten Augenlider gemäß zweier vernähter Wunden auseinander, deren Nähte die ineinander verfangenen Wimpern waren. Danach suchte sein trüber Blick erst mal die kostenlose Lichtquelle des Tages. Schwerfällig unter enormen Rückenschmerzen setzte er sich schnaufend mit langsamen Bewegungen aufrecht hin. Bei einem kräftigen Atemstoß stieß er den vorwegfliegenden Klümpchen verhärteter Rotze und Teer aus seinen mitgenommenen Atemwegen sein erstes bewusstes Lachen an diesem neuen Tag hinterher. Die Qual, die er dabei unter Atemnot durchlebte, war ihm deutlich anzusehen, die Freude, welche er in dem geübten Übergang von der Erstickungsgefahr in sein geliebtes Lachen empfand, jedoch umso mehr. Sein kontinuierliches Lachen glich für ihn einer unverzichtbaren Körperfunktion, die er zusammen mit seiner Atmung als Lebensnotwendigkeit nahezu gleichsetzte. Selbst im Schlaf arbeitete seine Luftröhre bei fast jedem Ausatmen, auch als effektive Lachröhre, die mit zunehmendem Geschnarche auch immer lauter lachte. Mühselig koordinierte er seinen verkommenen Körper durch den von ihm abgedunkelten Raum, dessen Zustand mit dem seiner selbst vergleichbar war, während er wiederholt sein psychotisches Gelache von sich gab, nur dieses Mal etwas lauter und erbärmlicher, weil er wieder registrierte, dass ihm all das im Leben fehlte, was ein lebenswertes Leben lebenswert machte. Im Taumel begab er sich über extrem viel Unrat, der sowohl aus jahrzehntealtem Elektroschrott, lumpigen Textilien, zertrümmerten Möbeln als auch unterschiedlichstem Hausmüll bestand, zum Fenster, damit er die mit Nikotinrauch verunreinigte Jalousie betätigen konnte. Um und aus den Verpackungen wie Dosen, Flaschen, Folien, Tüten, Blistern waren verschiedenste Überreste organischer Substanzen dem vermüllten Wohnraum beigemengt. In den dortigen Verwesungsprozessen hätte er nachhaltigere Nährstoffe vorgefunden, als es das vorherige Fastfood jemals enthalten konnte. All jene letzten Reste, von denen herkömmliche Menschen tiefsten Ekel zum Selbstschutz empfanden, klebten flächendeckend in diesem Loch und selbst diese wirkten fröhlicher, als es der offizielle Bewohner jemals selbst hätte sein können. Eine Vielzahl an Geräuschen begleitete dabei jeden seiner Schritte. Nach einem Knistern kam ein Knirschen, danach ein Kratzen, darauf folgte ein lautes Zischen sowie sein erschöpftes Keuchen während eines unangenehmen Knackens. Von seinen ewigen Schmerzen dachte er, es seien seine einzig treuen Begleiter, die ihn niemals alleine ließen, doch diese hätte er am liebsten schon vor Ewigkeiten selbst verlassen. Den Winkel der Lamellen veränderte er nur leicht, denn zu viel Licht würde ihm auch wieder zu viel von seiner persönlich miserablen Wahrheit präsentieren, immerhin benötigte er gerade genug Licht, um den Weg in sein schimmeliges Badezimmer zu finden. Dort gab es kein Fenster und die Abzugshaube hatte er damals vor fünfzehn Jahren direkt bei seinem Einzug in einem Wutanfall zerschlagen. Sein zerstörerisches Verhalten war für ihn genauso typisch, wie immer nur so viel wie dringend nötig zu tun, oder gar weniger, also quasi nichts. Als er endlich den Spiegelschrank erreicht hatte, betrachtete er sein verlebtes Gesicht. Es war gezeichnet von jahrzehntelangem unkontrolliertem Rauschmittelkonsum, wobei die landschaftsartigen Furchen seines Antlitzes eine Sprache für sich waren. Doch diese Sprache, mit der er sich jeden Tag immer wieder auf ein Neues freiwillig konfrontierte, sollte für ihn auf ewig eine unbekannte Fremdsprache bleiben. Mit einem lauten Lachen strich er sein hellbraunes fettiges, zotteliges sowie sehr lichtes Haar über seine schuppige Halbglatze für eine kleine Schlaufe nach hinten. Die vielen Transpirationsöffnungen seiner grobporigen Haut pulsierten durch dieses extreme Gelächter so stark, dass sie den Kontraktionen kleiner Schließmuskeln mit Eiterfluss glichen. Nachdem er seine letzten äußerlich absterbenden Überreste mit großem Stolz für die Öffentlichkeit hergerichtet hatte, schaute er voller Trauer in seine aufgequollenen Augen, aus deren Drüsen der Schlaf in durchfallähnlicher Flüssigkeit ausgeschwemmt wurde. Nur seine eigenen Tränen, die er sich täglich herauszwängte, gaben ihm immer wieder die Bestätigung, dass sein unnatürliches Selbstmitleid etwas völlig Normales sei. Durch diese Einbildung fühlte er sich mit seinem konträren Verhalten als besonders begabt. Gern hätte er erst mal etwas Frühsport gemacht, doch dafür war es viel zu spät. Die Muskulatur aus seinen jüngeren Lebensjahren gehörte längst der Vergangenheit an, zudem hatte er im Selbsterhaltungsdrang nahezu gänzlich resigniert. Für Frauen brauchte er sich generell nicht mehr fit halten, denn diese bekam er, wenn auch nur sehr selten, zum reinen Konsumieren mit seiner schlecht durchklügelten Heuchelei manchmal zu sich. Denn hin und wieder gab es welche, die auf sein dummes Geschleime hereinfielen. Darum machte er sich nun erst mal auf den Weg zu einem Metzger, um für seine vorübergehende Geisel Schlachtabfälle zu erbetteln. Als er von der sechzehnten Etage aus mit dem Fahrstuhl das Erdgeschoss erreichte, öffnete ihm nach dem Verlassen der Haustür direkt die erste Windböe seine Haarschlaufe. Daraufhin ertönte ein lautes unkontrolliertes Lachen aus seinem maulartigen Schlund, fast so, als würde er um Hilfe rufen, dabei verschwand der Straßenlärm fast gänzlich für diesen Moment. Passanten schauten ihn verdutzt und fragend an, doch er fühlte sich wie auf einer einsamen Insel, wobei er nur sich in seiner eigenen Welt vernahm. Energisch schmierte er die wenigen fettigen, feuchten sowie viel zu kurzen Strähnen wie Kleister wieder nach hinten über seine kahle Schädeldecke, um sich vergeblich eine neue Haarbindung zurechtzufummeln. Er ignorierte es, dass diese Frisur nichts für ihn war und nur im geringsten Ansatz aufgrund seiner mangelhaften Körperhygiene hielt, weshalb sein klitzekleines Zöpfchen allein aus den etwas längeren Strähnen seines Hinterkopfes gebunden war. Danach holte er ungeduldig seinen elektrischen Smoker aus der Hose, um nach dem von ihm begehrten Qualm zu saugen. Voller Staunen beobachtete er, wie die von ihm mit seiner Suchtmaschine produzierten Rauchwolken seine Atemöffnungen verließen, so als ob er wieder mit Seifenblasen spielte. Lüstern begaffte er auf seinem Weg alle möglichen Damen, jeden Alters und jeden Typs, wobei er nur verachtende Blicke als Resonanz erhielt oder ignoriert wurde. Diese Verachtung verdankte er allein schon seiner bewussten Körperhaltung, mit der er möglichst animalisch als agiles Wesen auf sein Umfeld wirken wollte. Krampfhaft zog er seine Schultern immer zu seinem Hinterkopf, drückte seine schwabbelige Brust raus und zog seinen dicken Bierbauch ein. Daher war es ganz offensichtlich, dass er seinen Trapezius mit seinem Latissimus verwechselte. Nach seiner Rückkehr betrat er das erste Mal an diesem Tag das mit Eierpappe schallisolierte Zimmer, in dem seine von ihm eingesperrte Geisel lag. Hoch erfreut über ihre aussichtslose Lage konnte er sich mit ihrer Hilflosigkeit wenigstens etwas lebendiger fühlen und dieses Gefühl gab ihm offensichtlich diese stark drangsalierte Frau. Sie lag auf dicken alten Matratzen, die den gesamten Boden bedeckten, damit auch die Nachbarn unter Geilphs Wohnung nicht alles von seinem abartigen Treiben hören konnten. Wimmernd flehte die Frau ausgehungert und angestrengt immer wieder: „Niemand erfährt etwas, bitte! Niemand erfährt etwas, bitte! Bitte! Bit …“ Lachend voller Stolz antwortete er: „Wuhuhehehehehehe … Ihihihehehe. Ich, ihihihich weiß! Eheheheheh.“ Als sein Lachen wieder schlagartig aufhörte, redete er leise und leiernd auf sie ein: „Ich, ihihihich weiß dohohohoch. Meine liebste Eule, wihihihier werden bahahald eine richtige Fahahahamilie sein und für immer vereint. Ehehehehehe.“ Hektisch setzte er sich voller Vorfreude zu ihr, um die ersten Kadaverreste aus einer verschmierten Mülltüte hervorzuwühlen. Mit seinen ungewaschenen Händen stopfte er die ersten Happen der sterblichen Überreste des Schlachtviehs in seinen Schlund. Genüsslich schmatzend kaute er die Nahrung aus Innereien vor, wobei er den Haarschopf an ihrem Hinterkopf kräftig in ihren Nacken zog, um mit seiner tropfenden Zunge ihre spröden Lippen als Schlüssel zu passieren. Teilnahmslos akzeptierte sie dieses menschenunwürdige Prozedere, um ihren ausgezehrten Körper instinktiv nur noch für ihren ungeborenen Nachwuchs am Leben zu erhalten. Angewidert, aber ohne den früheren Brechreiz, würgte sie die zähe Masse in ihrem Mund herunter und sehnte sich vergeblich nach Erlösung, jeglicher Art. Nach einem begehrenden Lachanfall begann er, ihren Hals zu liebkosen, um eifrig den nächsten Happen für sie vorzubereiten. Denn für ihn ist es ein kulinarischer Orgasmus, seine Eule, wie er sie nannte, mehrmals täglich zu füttern. Diesmal legte er ihr seine linke Hand auf ihren Hals, damit er ihr Schlucken prüfen konnte. Mit triumphierendem Gelächter jubelte er lauthals über jeden einzelnen von ihr vertilgten Happen. Anschließend forderte Geilph sie hechelnd dazu auf, ihm mit ihrem Mundwerkzeug seine Zahnlücken von der zähen Masse aus Adern, Knorpeln, Gefäßen und vielem mehr von der jüngsten Fütterung zu säubern. Dieser widerliche Vorgang erregte ihn so sehr, dass seine Erektion ihm dermaßen viel Freude bescherte, weshalb er vor Lachen kaum atmen konnte. Triebgesteuert legte er sein von strohig verfilzten Schamhaaren geziertes Geschlechtsteil zur Stimulation frei. Mit eifrigen Handbewegungen begann dieser Triebtäter zu onanieren, am liebsten hätte er seine Eule penetriert, aber der Nachwuchs in ihrem Unterleib hinderte ihn daran. Also verließ er aufgeregt mit der Hose in den Kniekehlen bei eifrigen Reibebewegungen ihr Gefängnis, um sich seiner klassischen Befriedigung aus längst vergangenen Tagen zu widmen, den Tauben. Schnellstmöglich eilte er dabei zu seiner ebenfalls fensterlosen Kochnische, um aus dem Vorratsschrank die Sämereien für seine alternativen Sexobjekte zu holen. Abermals mit lautem Gelächter stolperte er hibbelig auf seinen Balkon, seinem zweiten Schlafzimmer, seiner Spielwiese, seinem Lusthimmel. Sodomie mit den Ratten der Lüfte war für Geilph Gryhilialier eine fröhliche Erinnerung aus der Vergangenheit, in der ihm die zuverlässige Möglichkeit der normalen Pollution mit Spaß zu umgehen gegeben war. Es erfreute ihn, wie diese gefiederten, fast treuen Tiere sich gurrend über das Lockfutter zu ihm, in ihr Verderben pickten. Eine Hand streute die Saat, die andere Hand hielt den Schaft aufrecht. Ahnungslos gurrten die Tauben beim Picken immer mehr und wurden auch immer mehr. Bei diesem Überangebot reizvoller Objekte fühlte er sich wie im Paradies, durch das er in Höchstgeschwindigkeit zu seinem ersehnten Höhepunkt eilte, als ihm nach wenigen Sekunden seine Ejakulation ein sofortiges Ende bereitete. Im Kontrollverlust ertönte aufgrund seines Höhepunkts ein ohrenbetäubendes Gelächter aus seinem Rachen, wodurch der gesamte Schwarm an Tauben schlagartig wie eine Rauchbombe in die Luft ging. So stand dieser ungehobelte Unhold mit seinem klebrigen Geschlechtsteil in der Hand, zwischen Hunderten flatternden Tauben, lärmend auf seinem Balkon. Angespornt von dem Klangeffekt des schallenden Echos durch die Hochhausschluchten setzte er seine Stimmenbänder daraufhin bewusst noch stärker ein, um seinem lästigen Lachlärm so weit wie möglich Gehör zu verschaffen. Auch wenn er manchmal von diversen Anwohnern bei seinem kranken Treiben registriert wurde, war in dieser verkommenen Gesellschaft kein Mensch mehr an solch alltäglichen Ereignissen ernsthaft interessiert. Belastende Probleme gab es nämlich mehr als genug und weiteres Interesse an irgendeiner Randerscheinung wäre vielleicht sogar ein persönlicher Betrug. Tief frustriert mit völliger Verausgabung trampelte Geilph schnaufend in seine lebensfeindliche Unterkunft zurück. Sein persönlicher Ärger ließ ihm nicht einmal mehr genug Kraft, um richtig sauer zu werden. Verheult unter Tränen und Rotz öffnete er verzweifelt die Tür zu dem Gefängnis seiner gefangenen Eule, um vor ihr auf die Knie zu sinken. Schluchzend mit einem langen niederträchtigen Lachen bettelte er um trostvolle Geborgenheit. „Eheheheheheheheheh heule, heule, meine kostbarste Eule, heule, ich … ich“, stammelte er, „Ich, i ic i icki, ich liebe dich, meine Eule! Ich werde mich für uns aufgeben, denn ich bin für mich dein lehehehehe, dein hehehehe heben, Leben!“




2
Zum trüben Licht der Welt


Während Geilph Gryhilialier seine eingesperrte Eule wie jeden Morgen auf diese Art von Mund zu Mund fütterte, bemerkte er plötzlich einen feuchten Fleck zwischen ihren abgemagerten Schenkeln, darum packte er sie am Schritt. Als er seine Pranke vor seinem Mund hielt, schnupperte er an ihr und leckte sie aufgeregt ab. Diese zu klare Flüssigkeit war kein Urin. Erst jetzt hörte er auch, wie das von ihm gegeißelte Opfer leise wimmerte, dass das Baby komme, die Fruchtblase sei geplatzt und sie brauche dringend einen Arzt, da sie zu schwach sei. Doch Geilph fing nur laut an zu lachen, mit idiotischer Vorfreude auf die bevorstehende Niederkunft. Er fuhr ihr durchs dünne Haupthaar. Fast all ihre Haare waren ausgefallen und er versuchte, ihr beruhigend zu erklären, dass sie doch bald eine richtige kleine Familie sein werden. Die ersten Wehen durchfuhren den weiblichen Körper, sie wand sich wie ein Wurm, Schweiß stand auf ihrer Stirn, auch ihr Stöhnen wurde von Wehenwelle zu Wehenwelle etwas lauter. Obwohl ihr Leib ausgemergelt war, wollte sie ihr Kind an diesem menschenunwürdigen Ort zur Welt bringen, eine andere Wahl hatte sie leider nicht. Nur dieses abscheuliche Wesen von Geilph war bei ihr, und nicht ihre Freundin, zu der sie eigentlich ziehen wollte. Doch am letzten Tag vor ihrem Umzug lief sie ihrem Verderben in die Arme. Eine erneute Welle der Wehen rollte durch ihren Unterleib, ein Schrei löste sich aus ihrer trockenen Kehle und bereitete ihr genauso Schmerzen. Sie bemerkte auch, wie dieses perverse Wesen, das sie Tag und Nacht erniedrigte, nervös und vorfreudig einzelne Selbstlaute stotterte. Die Wehen wurden stärker bei immer kürzeren Intervallen. Schreiend Wand sie sich unter ihren Schmerzen. Darauf hob Geilph seine rechte Hand, an der noch Reste von Pansen klebten, die er dann mit voller Wucht auf ihre linke Gesichtshälfte fahren ließ. Sie sollte ruhig sein, befahl er ihr. Flehend wollte sie etwas mitteilen, doch ihr Geiselnehmer hatte sein verschmutztes, mit Bier besudeltes Shirt ausgezogen und stopfte es in ihren Mund. Der Gestank des Knebels, ekelhaft und säuerlich zugleich, ließ die Tränen unter ihren Lidern überquellen. Unterdessen machte sich Geilph mit lautem Wiehern an der Hose seiner Gefangenen zu schaffen, um diese und anschließend den Slip auszuziehen. Eine Geburt hatte er real noch nie miterlebt, doch von einigen Vorgehensweisen hatte er schon mal gehört. Mit einem durchbohrenden Blick bei lästigem Lachen wollte er Vertrauen erwecken, ballte eine Faust und drang in sie ein. Verzweifelt begann die Schwangere, leidvoll zu jammern, und versuchte, ihn wegzutreten. Gefühllos riss er seine geschlossene Hand wieder aus ihr heraus und warf seine Arme rüpelhaft um sie. Die Gebärende spürte Blut an ihren Schenkeln, sie schrie so laut, wie es das Kleidungsstück zwischen ihren Zähnen zuließ. Darauf zog Geilph ihren Kopf nach hinten, befahl ihr, still zu sein, um sich gemeinsam mit ihm auf das Kind zu freuen, mit diesen Worten drückte er ihren Kopf an seine schmierige Brust. So verharrten die beiden, keiner von ihnen wusste, wie lange. Dabei durchzogen immer mehr Wellen von Wehen die abgemagerte Gebärende. Mit einem ungeduldigen Lachen stand Geilph irgendwann auf und spreizte die Beine seiner ihm weit unterlegenen Geisel. Genau wie beim ersten Mal stieß er seine Faust erneut in ihren Unterleib. Wieder spürte er Blut an seiner Hand, es erregte ihn, er streckte seinen Zeigefinger aus, wonach er eine kleine Öffnung ertastete und dort schob er seinen rechten Zeigefinger hinein, es war der Muttermund. In Verborgenheit sprach ihn dieser Mund direkt fühlbar mit einer unsichtbaren Gebärdensprache an, die er besessen als eine Einladung für seinen Phallus verstand. Das Gefühl mit seinem Finger in diesem engen Loch erregte ihn noch mehr und in seiner Hose entstand wieder einmal eine Erektion. Genüsslich zog er seine rechte Hand aus ihrer Vagina heraus, damit er das Gemisch aus Blut zusammen mit ihren weiblichen Säften schmecken konnte. Zitternd lachte er laut vor lauter Erregung, zog seine Hose aus und kniete sich mit seinem erigierten Geschlechtsteil über das sich weiter windende Opfer. Derweil begann er, seinen verformten Penis zu massieren, und gaffte dabei lustvoll auf die Hilflose herunter. Angeekelt kniff sein Opfer die Augen zu, doch mit der linken Hand hielt er dessen Kopf in seine Richtung. Mit rechts drückte und zog er an seinem Glied, es flutschte nur so durch seine blutgetränkte Hand. Immer lauter lachend begann er zu stöhnen, es erschütterte die gesamte Wohnung, aber niemanden der Nachbarn schien es ernsthaft zu interessieren. Immer schneller sowie hektischer glitt nun sein Geschlechtsteil durch seine Hand, ein Zittern überkam ihn, wobei er sich im Gesicht der werdenden Mutter ergoss, das brachte ihm ein fieses schadenfrohes Lachen. Mit Sperma an der Hand erhob er sich und ging mit seinem typischen Gang zur Tür, bevor er diese öffnete, blickte er auf seine Eule zurück, wie sie sich so bildschön mit ihrem Kind im Leib quälte, was er jetzt haben wollte. Die Wehen folgten jetzt Schlag auf Schlag, die Geburt stand kurz bevor. Ein Kaiserschnitt, schnellte es der Schwangeren durch ihren benebelten Kopf, und in diesem Moment war Geilph mit einem Teppichmesser zurück. Angst schoss durch ihren Körper, Panik, Entsetzen. Mit dem alten Messer zerschnitt dieses Scheusal ihre Hose, um damit erst ihre Beine und dann mit einem Lachen ihre Arme über ihrem Kopf zusammenzubinden, wobei er sie wässrig küsste. Resignation machte sich in ihrem Körper breit, sie begann, bittere Tränen zu weinen, während seine Hand durch ihr mit Sperma besudeltes Gesicht fuhr. Mit einem zuversichtlichen Lachen versicherte ihr Geilph, dass er sie immer bei sich behalten und er sich auch mit ihrem Nachwuchs beschäftigen werde. Voller Tränen des Kummers einer Mutter schloss sie ihre Augen und spürte die kalte, rostige und stumpfe Klinge an ihrem Unterleib. Vergleichbar mit einem ungelernten Schlachter zu Beginn seiner Ausbildung riss er sich durch ihr Fleischgewebe, Blut floss heraus und der Geruch von Eisen legte sich in das abgedunkelte Zimmer. Seine Hände glitten in den offenen Unterleib der schwach atmenden Frau und versuchten, etwas zu erfühlen. Plötzlich ertastete er etwas, einen kleinen Fuß, den er frei von jeglichem Feingefühl an einem Bein herauszog. Mit lautem Gelächter voller Vaterfreude betrachtete er das kleine Mädchen. Zum Durchtrennen der Nabelschnur verwendete er das alte Handwerkzeug, wobei der Säugling zu weinen begann. Vorsichtig drückte er das frisch Geborene an die linke Brust der frisch gebackenen Mutter, er selbst legte seinen Kopf an die rechte und betrachtete ihr Neugeborenes bei seinen ersten zaghaften Versuchen zu trinken.
...
5 Sterne
Spannend! Abartig! Genial! - 19.01.2026
Nicole F.

Normalerweise bin ich keine Leseratte.Die Zeiten, wo ich mir Horrorfilme angesehen habe sind eigentlich vorbei, da die Handlung oft sehr platt ist und es nur darum geht um möglichst viele in kurzer Zeit abzuschlachten, ohne Sinn.Dich dieses Buch ist komplett anders und fällt völlig aus dem Rahmen."Luzispheroik" hat mich sofort gefesselt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.Die außergewöhnliche Handlung und Schreibweise ist einzigartig, die vielen Anspielungen bereiteten mir ein wahnsinns Kopfkino und ein unglaubliches Leseerlebnis.Von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung.

5 Sterne
Spannend! Abartig! Genial! - 19.01.2026
Nicole F.

Normalerweise bin ich keine Leseratte.Die Zeiten, wo ich mir Horrorfilme angesehen habe sind eigentlich vorbei, da die Handlung oft sehr platt ist und es nur darum geht um möglichst viele in kurzer Zeit abzuschlachten, ohne Sinn.Dich dieses Buch ist komplett anders und fällt völlig aus dem Rahmen."Luzispheroik" hat mich sofort gefesselt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.Die außergewöhnliche Handlung und Schreibweise ist einzigartig, die vielen Anspielungen bereiteten mir ein wahnsinns Kopfkino und ein unglaubliches Leseerlebnis.Von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung.

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