Feel Things
EUR 27,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 94
ISBN: 978-3-99185-109-7
Erscheinungsdatum: 26.05.2026
„Ohne Gefühle sind wir niemand. Allerdings lassen sich längst vergessene Emotionen immer wieder erwecken. Der Anfang dazu findet sich hinter der ersten Seite meines Buches.“ (Inga Fege)
Die Zeit verändert sich rasant. Neue Technologien, Software und künstliche Intelligenzen bestimmen unseren Alltag. Ohne online zu sein, geht nichts. Deshalb habe ich mich gefragt, wie wichtig es ist, dass Gefühle nicht in Vergessenheit geraten.
Denn es ist erstaunlich, wie viele Gefühle es tatsächlich gibt. Liebe, Hass, Freude, Angst, Glück sind nur die ganz großen Player. Oft sind es die „kleinen Situationen“, die uns quälen oder glücklich machen. Sie „fühlen“ sich an, sie sammeln sich still und leise am Tag. Wie an einer Perlenschnur reihen sie sich aneinander, um dann in einem Schwall über uns herzufallen. Aus manchen wird Panik, aus anderen Ärger, Kummer, Liebe oder das große Glück.
Ich wünsche mir, dass eine freundliche, sanfte Seele erhalten bleibt – eine, die voller Gefühle ist. Wo man sich von Intuitionen und überschwänglichen, bunten Fantasien leiten lassen darf und Gefühle immer Teil unseres Wesens bleiben.
Im Text finden sich drei Punkte – sie sollen zum Innehalten und Einfühlen anregen und eine kleine Pause entstehen lassen, um zu ergründen, um sich zu erinnern und sich einzufühlen.
Viel Freude dabei!
Schön
Manchmal ist es einfach nur schön. Nur schön – nichts Spezifisches, kein besonderer Anlass, kein besonderer Anblick. Nur der Augenblick und das, was gerade da ist. Alles ist gut, so wie es ist. Es ist schön, ohne genau zu wissen warum. Ist ja auch nicht nötig. Wenn man jetzt anfangen würde nachzudenken – warum ist es schön?
Dann ist alles vorbei. Dann wird aus schön: schade …
Pudelnass
… Fantastisch: 35 Grad mitten im Sommer – und es regnet! Nix wie raus und ab in den Regen. Es fühlt sich wunderbar an, nach der Hitze nass zu werden – und zwar so richtig nass. Die Klamotten sind patschnass und kleben an mir. Wie erfrischend …
Die ersten Tropfen auf meiner Haut sind verdunstet, und der nachlassende Regen kühlt den Körper endlich etwas runter – eine echte Wohltat. Ich geh barfuß auf der warmen Erde und dem Rasen spazieren und genieße die Atmosphäre, die feuchtwarme Luft hüllt mich ein. Eine Pfütze zwinkert mir zu. Ich kann’s mir nicht verkneifen: Ich spring rein – mitten in den Matsch. Herrlich! Die Luft riecht frisch und gereinigt. Dunst steigt auf … Ich habe matschige Füße – und alles atmet auf.
Strike
Yes! Yes! Yes! Geschafft! Ein unglaubliches Gefühl. Trotz Widerstand und Gerede. Der Tenor war: „Das schaffst du nie! Das klappt auf keinen Fall!“ Die bösen kleinen Geister, die alles verderben wollen, lassen mich einfach nicht in Ruhe. Also nehme ich meinen Dickkopf zur Hilfe – wenigstens einer, der an mich glaubt. Ich strenge mich an, kämpfe … und dann doch – trotz aller Widrigkeiten, Steine im Weg und Sturmböen: Es hat geklappt! Ziel erreicht! Glück gehabt? Nein – harte Arbeit und ein unbeirrbarer Wille haben das Unmögliche möglich gemacht. Was für ein berauschendes Gefühl! Wie tausend kleine Explosionen … Glücklich ist hier viel zu wenig … Euphorisch, fast wie in Ekstase, ist angemessen. Und dann kommt noch was nach – Stolz! Und das Gefühl: Ich hab’s euch allen gezeigt. Völlig verrückt, völlig abgehoben …
Wer würde dieses „Feeling“ ablehnen? Was würdest du geben, um ein einziges Mal dieses Gefühl zu haben?
Zäune
Ich möchte gerne weg! Reisen, die Welt sehen, fühlen, riechen, genießen, bewundern. Aber diese Zäune … Ich frage mich oft: „Warum kann ich nicht einfach alles machen, wonach mir so ist?“ Heute Lust auf Sonne. Ich fliege nach Hawaii … Morgen möchte ich die Berge sehen, klettern oder interessante Menschen aus anderen Kulturen kennenlernen. Einen Geschmack auf der Zunge haben, von etwas, was ich noch nie gegessen habe … Und außerdem, ich habe was Interessantes über Cornwall gesehen, etwas von Da Vinci gelesen und ein Tier entdeckt, dass es bei uns nicht gibt. Ein Spaziergang auf der Chinesischen Mauer – wie lange dauert das wohl? Das schau ich mir jetzt alles live an … Und dann werden mir plötzlich alle Zwänge bewusst, alle Zäune, die ich so um mich herum habe. Der Geldzaun ist oft hoch und der stacheligste, sogar mit Widerhaken! Es gibt aber auch soziale Zäune und Bürokratie, ein Flechtwerk wie Lianen …
Da kommt man auch nicht einfach so weg, nur mit der Machete, aber wer will schon Gewalt anwenden? Ich nicht. Und dann gibt es noch den persönlichen Erziehungszaun, unserer Kindheit entsprungen – Moral, Verpflichtung und Anstand. Er mahnt: „Das kann man doch nicht einfach so machen.“ Und die Angstzäune? „Das ist schwierig, ich trau mich nicht … Es könnte unterwegs etwas passieren oder ich werde krank …“ Und nun? Das war’s dann mit meinen Träumen – oder was? Nö, so einfach lasse ich mich nicht abhalten! Den imaginären Angstzaun kann man leicht überlisten: einfach mal machen … Erst klein anfangen und dann immer größer oder weiter … Es ist toll und fühlt sich gut an, kleine Erfolge einzuhamstern. Ich bin mutig. Schwieriger wird es, wenn man familiäre Verpflichtungen hat oder Menschen, die von einem abhängig sind. Dann helfen nur gute Organisation, ein paar hilfreiche Freunde oder ein gutes Gespräch … Ich bin ja nicht für immer weg. Das soziale Geflecht hält mich oft wie eine tiefe Wurzel fest. Ich muss schließlich mein Zuhause aufrechterhalten, arbeiten und Geld verdienen. Aber auch hier geht vieles mit guter Organisation und vielleicht einer Auszeit. Und der stacheligste Zaun mit den Widerhaken? Ich mache einfach ein „Stachel-Schwein“ zum Sammeln draus. Genau. Viele Dinge braucht man gar nicht oder sie sind einfach viel zu viel, also verkaufe ich oder konsumiere weniger. Das allein bringt das Stachel-Schwein zum Lächeln – und Träume in die Wirklichkeit.
Denn es ist erstaunlich, wie viele Gefühle es tatsächlich gibt. Liebe, Hass, Freude, Angst, Glück sind nur die ganz großen Player. Oft sind es die „kleinen Situationen“, die uns quälen oder glücklich machen. Sie „fühlen“ sich an, sie sammeln sich still und leise am Tag. Wie an einer Perlenschnur reihen sie sich aneinander, um dann in einem Schwall über uns herzufallen. Aus manchen wird Panik, aus anderen Ärger, Kummer, Liebe oder das große Glück.
Ich wünsche mir, dass eine freundliche, sanfte Seele erhalten bleibt – eine, die voller Gefühle ist. Wo man sich von Intuitionen und überschwänglichen, bunten Fantasien leiten lassen darf und Gefühle immer Teil unseres Wesens bleiben.
Im Text finden sich drei Punkte – sie sollen zum Innehalten und Einfühlen anregen und eine kleine Pause entstehen lassen, um zu ergründen, um sich zu erinnern und sich einzufühlen.
Viel Freude dabei!
Schön
Manchmal ist es einfach nur schön. Nur schön – nichts Spezifisches, kein besonderer Anlass, kein besonderer Anblick. Nur der Augenblick und das, was gerade da ist. Alles ist gut, so wie es ist. Es ist schön, ohne genau zu wissen warum. Ist ja auch nicht nötig. Wenn man jetzt anfangen würde nachzudenken – warum ist es schön?
Dann ist alles vorbei. Dann wird aus schön: schade …
Pudelnass
… Fantastisch: 35 Grad mitten im Sommer – und es regnet! Nix wie raus und ab in den Regen. Es fühlt sich wunderbar an, nach der Hitze nass zu werden – und zwar so richtig nass. Die Klamotten sind patschnass und kleben an mir. Wie erfrischend …
Die ersten Tropfen auf meiner Haut sind verdunstet, und der nachlassende Regen kühlt den Körper endlich etwas runter – eine echte Wohltat. Ich geh barfuß auf der warmen Erde und dem Rasen spazieren und genieße die Atmosphäre, die feuchtwarme Luft hüllt mich ein. Eine Pfütze zwinkert mir zu. Ich kann’s mir nicht verkneifen: Ich spring rein – mitten in den Matsch. Herrlich! Die Luft riecht frisch und gereinigt. Dunst steigt auf … Ich habe matschige Füße – und alles atmet auf.
Strike
Yes! Yes! Yes! Geschafft! Ein unglaubliches Gefühl. Trotz Widerstand und Gerede. Der Tenor war: „Das schaffst du nie! Das klappt auf keinen Fall!“ Die bösen kleinen Geister, die alles verderben wollen, lassen mich einfach nicht in Ruhe. Also nehme ich meinen Dickkopf zur Hilfe – wenigstens einer, der an mich glaubt. Ich strenge mich an, kämpfe … und dann doch – trotz aller Widrigkeiten, Steine im Weg und Sturmböen: Es hat geklappt! Ziel erreicht! Glück gehabt? Nein – harte Arbeit und ein unbeirrbarer Wille haben das Unmögliche möglich gemacht. Was für ein berauschendes Gefühl! Wie tausend kleine Explosionen … Glücklich ist hier viel zu wenig … Euphorisch, fast wie in Ekstase, ist angemessen. Und dann kommt noch was nach – Stolz! Und das Gefühl: Ich hab’s euch allen gezeigt. Völlig verrückt, völlig abgehoben …
Wer würde dieses „Feeling“ ablehnen? Was würdest du geben, um ein einziges Mal dieses Gefühl zu haben?
Zäune
Ich möchte gerne weg! Reisen, die Welt sehen, fühlen, riechen, genießen, bewundern. Aber diese Zäune … Ich frage mich oft: „Warum kann ich nicht einfach alles machen, wonach mir so ist?“ Heute Lust auf Sonne. Ich fliege nach Hawaii … Morgen möchte ich die Berge sehen, klettern oder interessante Menschen aus anderen Kulturen kennenlernen. Einen Geschmack auf der Zunge haben, von etwas, was ich noch nie gegessen habe … Und außerdem, ich habe was Interessantes über Cornwall gesehen, etwas von Da Vinci gelesen und ein Tier entdeckt, dass es bei uns nicht gibt. Ein Spaziergang auf der Chinesischen Mauer – wie lange dauert das wohl? Das schau ich mir jetzt alles live an … Und dann werden mir plötzlich alle Zwänge bewusst, alle Zäune, die ich so um mich herum habe. Der Geldzaun ist oft hoch und der stacheligste, sogar mit Widerhaken! Es gibt aber auch soziale Zäune und Bürokratie, ein Flechtwerk wie Lianen …
Da kommt man auch nicht einfach so weg, nur mit der Machete, aber wer will schon Gewalt anwenden? Ich nicht. Und dann gibt es noch den persönlichen Erziehungszaun, unserer Kindheit entsprungen – Moral, Verpflichtung und Anstand. Er mahnt: „Das kann man doch nicht einfach so machen.“ Und die Angstzäune? „Das ist schwierig, ich trau mich nicht … Es könnte unterwegs etwas passieren oder ich werde krank …“ Und nun? Das war’s dann mit meinen Träumen – oder was? Nö, so einfach lasse ich mich nicht abhalten! Den imaginären Angstzaun kann man leicht überlisten: einfach mal machen … Erst klein anfangen und dann immer größer oder weiter … Es ist toll und fühlt sich gut an, kleine Erfolge einzuhamstern. Ich bin mutig. Schwieriger wird es, wenn man familiäre Verpflichtungen hat oder Menschen, die von einem abhängig sind. Dann helfen nur gute Organisation, ein paar hilfreiche Freunde oder ein gutes Gespräch … Ich bin ja nicht für immer weg. Das soziale Geflecht hält mich oft wie eine tiefe Wurzel fest. Ich muss schließlich mein Zuhause aufrechterhalten, arbeiten und Geld verdienen. Aber auch hier geht vieles mit guter Organisation und vielleicht einer Auszeit. Und der stacheligste Zaun mit den Widerhaken? Ich mache einfach ein „Stachel-Schwein“ zum Sammeln draus. Genau. Viele Dinge braucht man gar nicht oder sie sind einfach viel zu viel, also verkaufe ich oder konsumiere weniger. Das allein bringt das Stachel-Schwein zum Lächeln – und Träume in die Wirklichkeit.

