Cover: Leben und Forschen im Elbtal 7300 n. Chr.

Leben und Forschen im Elbtal 7300 n. Chr.
Mein Name ist Aaron


EUR 21,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 298
ISBN: 978-3-7116-0785-0
Erscheinungsdatum: 22.05.2025
Nach zwei Weltkatastrophen gibt es kaum Überlebende. Aaron lebt 5000 Jahre danach in Elbtal, er absolviert ein Studium zum Forscher. Aufgabe der Gesellschaft ist Gesundheit und Ernährung zu sichern. Gemeinschaft und Freundschaft sind wichtig.
1


Die Brüder

„Mach schneller, Strähne, du verschlechterst unsere Zeit bei der Wochenprüfung“, schreit Kater, vor Wut ganz rot im Gesicht. Er ist der Ungeduldigste in unserem Brüderkreis. Dabei kontrolliere ich nur, ob wir auch die optimale Strecke durch das Dickicht der Bäume und Sträucher nehmen und nicht ständig die falsche Route zum wiederholten Male laufen. Aber dafür ist Kater zu stur. „Nur vorwärtsstürmen und dann lange Hindernisse beiseiteräumen kostet uns zu viel Zeit“, sage ich und bleibe stehen. Locke, unser Geselle, gibt mir recht. Er schaut auf die Skizze, die wir vor der Geländewanderung erhielten. „Wir sollten einen anderen Weg nehmen. Wir müssen durch den Fluss, sonst kommen wir nicht auf den anderen Abschnitt der Route. Das wird der außergewöhnliche Teil der Prüfung sein. Das Wasser ist warm und nicht besonders tief. Wozu haben wir sonst die ganze Ausrüstung mitgeschleppt?“ Das passt Kater überhaupt nicht, seinen Spitznamen hat er nicht umsonst bekommen. Er scheut das Wasser wie die Katzen. Nase geht am Ufer voran, er ist der Größte und der Stärkste der Gruppe. Mit seinen 1,65 Metern überragt er uns alle um fast 20 Zentimeter. Er bringt das Seil sicher durch das schnell dahinfließende, brusttiefe Gewässer zum anderen Ufer. Wir ziehen uns teils schwimmend, teils gehend mit unserer Ausrüstung hinüber, dabei das Gezeter vom Kater lächelnd erduldend. Geduld und Denken sind nicht seine Stärke, doch leider folgen einige Brüder ihm oft kommentarlos, nur aus Furcht vor seinen hinterhältigen Angriffen. Denken und Kombinieren sind nicht seine Stärke, deshalb ist auch er nicht der Geselle unseres Brüderkreises, sondern Locke.
In meinem Brüderkreis werde ich Strähne genannt, weil ich schon immer eine helle Strähne in meinem sonst dunklen Haar habe. Meine Namensnummer ist die B 621.3.4. B für Bruderschaft, 621 für das Jahr des Bestehens des Zentrums, 3 für das Viertel im Geburtsjahr und 4 die Nummer in der Bruderschaft. Jeder Brüderkreis besteht meist aus zehn bis zwölf Kameraden, es gibt vier Brüderkreise pro Jahrgang. Pro Jahr gibt es vier Viertel, Spring, Summer, Herfst und Winter.
Jeder Saal hat bis zu 15 Brüder, die zwischen dem ersten und zweiten Geburtstag ins Brüderzentrum kommen und bis zum Beginn des 18. Lebensjahres alle Aufgaben und Probleme miteinander teilen. Nach der Abschlussprüfung startet jeder in sein Berufsleben. Die Brüder bleiben danach die meiste Zeit ihres Lebens in einer Wohngemeinschaft verbunden.
Locke ist am Ende des Prüfungstages sauer, er ist der Klügste unter den Brüdern und mit dem Ergebnis der Abschlusstests aus körperlichen und geistigen Aufgaben nicht zufrieden. Die vermeintliche Stärke bei den körperlichen Aufgaben unserer Gruppe hat sich nicht bewahrheitet. Kater hat mit seiner Dickköpfigkeit für Zeit- und Teamstrafen gesorgt und bei den geistigen Aufgaben, wie erwartet, total versagt. Im Grunde ist es ihm egal, er möchte nach der allgemeinen Ausbildung in der Bruderschaft zu den Beschützern, bei denen der Intellekt nicht das Wichtigste ist.
Locke hingegen möchte zu den Wissenschaftlern. Nach der geringen Punktzahl der Bruderschaft muss er dafür in eine Extraprüfung.
Meine Stärke ist die Kombinationsgabe, ich bin neugierig und überlege gründlich, bis ich mich zu einer Aktion entschließe.
Ausbildung und Sport füllten die Tage und Jahre. Die Freizeit war knapp, jeder sollte sie jedoch nach seinen Interessen möglichst sinnvoll verbringen. Meine Wege führten mich oft in die Bücherei, die nur an wenigen Tagen in der Woche für mich zugänglich war. Es gibt nicht mehr viele Bücher, aus denen ich erfahren habe, was in der Vergangenheit auf der Erde passierte und wie es zu dem jetzigen Zustand und Leben kam. Diese Informationen führten zum Wunsch, eine Ausbildung zum Forscher zu machen. Die Ausbildung dauert zwar fast so lange wie bei den Wissenschaftlern, jedoch darf man die Stadt regelmäßig verlassen und lernt gelegentlich ferne Regionen und Städte kennen.
Wir leben im Jahr 1729 nach der letzten Weltkatastrophe in der Stadtregion Elbland, die sich von den Sandsteinfelsen im Süden bis zur Küste des Wattenmeeres im Norden erstreckt. Die zentrale Stadt mit nur wenigen sehr alten Gebäuderesten liegt im Tal des Flusses Elbe unter einer gigantischen Glocke aus Glasfasern, die uns vor Sturm, Regen und Hitze schützt. Die meisten Menschen leben unter der Erde in Tausenden Hohlräumen, die mit Wohnkammern versehen sind. Rund 2500 Individuen der Bruderschaften, Erzieher, Mediziner, Trainer und Ausbilder, wohnen bis zum Ende der Ausbildungszeit in einem unterirdischen Komplex mit Schulräumen, Sportzentren und Schlafsälen. Neben der Bruderschaft existieren die Schwestern, diese werden ebenso erzogen und ausgebildet wie die Brüder. Unter der Kuppel leben und wohnen rund 150.000 Menschen. Es ist das Technologiezentrum des nördlichen Europas und besitzt einen wichtigen Hafen für den Wirtschafts- und Personenverkehr.




2


Die erste Katastrophe

Vor rund 2500 Jahren explodierten nach einem gewaltigen Erdbeben an der Westküste Amerikas etliche scheinbar ruhende Vulkane.
Das Erdbeben und die folgenden Tsunamis verursachten enorme Zerstörungen, die Explosionen der Vulkane machten das Ausmaß der Katastrophe jedoch noch gewaltiger. Die Aschewolken dehnten sich über Tausende Kilometer aus. Ein paar Wochen nach den Ausbrüchen waren fast ganz Süd- und Nordamerika dick von Asche bedeckt. Das Stromnetz brach zusammen, die Wasserversorgung fiel aus, Plünderungen und Gewalt sorgten für Chaos, Millionen von Menschen starben durch die Aschewolken, verdursteten oder verloren ihr Leben durch Chaos und Gewalt.
Überlebende berichteten, dass die Menschen versuchten nach Norden, in die weniger betroffenen Gebiete Kanadas und Alaskas, zu fliehen. Rettung gab es für wenige Hunderttausende, die es bis dahin schafften, oder Glückliche, die auf Schiffen schnell das offene Meer erreichten und sich nach Europa oder Asien retten konnten.
Die Ausbrüche traten im Jahr 2481 nach der alten Zeitrechnung auf, in einer hochtechnisierten, friedlichen, von künstlicher Intelligenz und Robotern abhängigen, vernetzten Welt mit 5 Milliarden Menschen. Es gab Satellitensysteme, die die Menschheit weltweit mit Informationen versorgten. In Stützpunkten auf dem Mond und Mars lebten Tausende Menschen. Die Kontakte zu den Satelliten und Stützpunkten brachen wenige Stunden nach den Ausbrüchen komplett zusammen. Die Mondstationen konnten noch Informationen an den Mars senden, bevor sie sich auf die Erde zurückbegaben. Was aus den Marsstützpunkten geworden ist, blieb unbekannt. Durch den Ausfall von Satelliten war die weltweite Kommunikation gestört und Informationen über die fernen Ereignisse in kurzer Zeit nicht mehr zugänglich. Durch den Verlust unendlich vieler Daten brach die Technisierung in fast allen Lebensbereichen zusammen, und die einfachsten Sachen in privaten Bereichen und in zahlreichen zum Teil lebensnotwendigen Dingen konnten nicht mehr realisiert werden.
Wenige Wochen nach den Eruptionen machten sich direkte Auswirkungen in aller Welt bemerkbar. Die Sonne zeigte sich nur noch selten. Die Aschewolken verteilten sich über die Erde. Es kam für einige Jahrzehnte zu einer starken Abkühlung der Temperaturen in allen Ländern, mit drastischen Folgen auch für die Landwirtschaft.
Da kein Luftverkehr mehr möglich war, starteten einige Jahre nach der Katastrophe Expeditionsschiffe in Richtung Amerika. Sie fuhren von Europa und Asien die Küsten des Kontinents von Kanada bis nach Argentinien und Chile ab, um diese zu erkunden. In vielen Teilen Nord- und Mittelamerikas trafen sie keine Menschen mehr an. Nach ihrer Rückkehr berichteten die Schiffsbesatzungen von Geisterstädten, die meterhoch von Asche und Gestein bedeckt waren. Nur im äußersten Norden Amerikas und im Osten Südamerikas fanden sie Überlebende der Naturgewalt.




3


Die zweite Katastrophe

Durch die Abkühlung wuchsen die Eismassen an den Polen und die Gletscher. Die Meere kühlten sich ab, was zusätzlich zu global starken Belastungen führte. Schwierige Jahre, mit weltweiten Missernten, sorgten für Hungersnöte, Aufstände gegen Regierungen und Fluchten in Regionen oder Länder mit scheinbar besseren Lebensbedingungen.
Es dauerte über vierhundert Jahre, bis sich die Situation allmählich stabilisierte und Regierungen mit geschlossenen Grenzen und Militäraktionen für Sicherheit in ihren Ländern sorgten. Vor allem in Ländern, in denen sich die Landwirtschaft besser und schneller an die Abkühlung anpassen konnte. Die Länder Mittel- und Südeuropas konnten dank fortschrittlicher Agrarwirtschaft die stark reduzierte Bevölkerung relativ stabil versorgen. Flüchtlinge aus Afrika und Asien wurden mit Gewalt am Eindringen in diese Zone gehindert.
Diese Informationen waren Teil unseres Unterrichts, sie führten jedoch nicht zu dem Leben und der Realität, in der wir jetzt leben. Das, was wir vor allem erzählt und gelehrt bekamen, passierte rund 800 Jahre nach den Vulkanausbrüchen in Süd- und Nordamerika.
Zwischen Asien und Australien entlang der indonesischen Inselkette brachen am Meeresboden eine Reihe von Vulkanen aus, die sich in den folgenden Jahrhunderten über den Wasserspiegel erhoben und Asien und Australien mit einer Landbrücke verbanden. Wurden die einzelnen Ausbrüche anfangs noch als recht harmlos registriert, sorgten die Zunahme der Ausbrüche und das Aufsteigen der Vulkane im Meer für Panik und weltweite Massenfluchten aus den Ländern der Küstenregionen. Länder und Städte wurden evakuiert und umgesiedelt. Höherliegende Staaten öffneten ihre Grenzen und versuchten Nachbarn und die eigene Bevölkerung unterzubringen. Am Ende der Ausbrüche war der Meeresspiegel fast 120 Meter höher als zu Beginn der Ausbrüche. So ist der aktuelle Stand seit über 1000 Jahren.
Das alte Europa liegt heute fast komplett unter Wasser. Ganze Regionen sind entvölkert, Städte und Dörfer wurden aufgegeben. England und Irland sind kleine Inseln mit geringer Bevölkerung und ebenso wie Skandinavien bergige Inseln im Ozean. Das Mittelmeer ist Teil des Atlantiks, dieser bedeckt große Landflächen Europas und Asiens bis ins ehemals Schwarze Meer. Ebenso sind weite Gebiete Afrikas vom Wasser überschwemmt. Der Pazifik ist durch die Landbrücke zwischen Asien und Australien vom Indischen Ozean getrennt und hat Japan, Neuseeland und Australien sowie die Küstenländer weit überflutet. Aus diesem Teil der Erde gibt es nur wenige Informationen, Warenaustausch über das Meer existiert kaum noch.
Große Metropolen und Länder verschwanden unter dem steigenden Wasserspiegel, Binnenstädte wurden zu Häfen für den Schiffsverkehr. Von diesen wird heute der überregionale Waren- und Personenverkehr gesichert. Der Hafen von Elbland ist somit ein wichtiges Zentrum für den Kontakt mit an Flüssen gelegenen Städten im Erzland oder im Energiebezirk an der Elster. Der Warenaustausch mit den nordischen Inseln Scan und Britannia sowie zu den östlichen slawischen Küsten erfolgt über den Hafen.
Bei Ebbe zieht sich das Wasser aus dem ehemaligen fruchtbaren Ackerland zurück und wird zum sächsischen Wattenmeer. Nur bewaldete Bergrücken erheben sich als grüne, spärlich besiedelte Inseln im flachen Meer.




4


Mein Name ist Aaron

Zum Start eines neuen Jahres, das am Springvollmond, rund drei Monde nach der Wintersonnenwende beginnt, dürfen alle Brüder, welche im kommenden Jahr 18 werden, sich selbst einen Namen geben. Zusammen mit dem Geburtsjahr 621 haben wir dann unseren individuellen Rufnamen. Jeder bekommt die Möglichkeit, seinen Namen zu finden, er sucht sich diesen nach einem Vorbild aus oder einen, den er als wohlklingend empfindet. Kater findet Alexandros toll. Locke, unser Geselle, will in der Zukunft als Wissenschaftler arbeiten, Aksel ist seine Wahl. Als Forscher werde ich auf Erkundungen gehen und andere Regionen kennenlernen. „Mein Name ist Aaron“, verkündete ich vor unserer Bruderschaft bei der Namenszeremonie.
Nach der Zeremonie lernen wir unsere Ausbilder, Professoren, Meister und Teams kennen. Kater wird sogleich in seinem Trupp lautstark begrüßt. Die Beschützer sind militärisch organisiert, und ihnen obliegt die Aufgabe, das Zentrum und die Verkehrswege vor Wetterunbilden und technischen Ausfällen zu sichern.
Alle, die eine Ausbildung in den verschiedenen Wissenschaftszweigen absolvieren möchten, müssen sich in den nächsten Wochen verschiedensten Tests und Prüfungen stellen. Erst danach wird entschieden, in welche Richtung die Ausbildung geht. Zur Auswahl stehen Medizin, Erziehung, Forschung oder Konstruktion.
Ein großer Teil der Brüder sammelt sich bei den Handwerkern, Seeleuten und Pflegern, sie werden Monteure, Lebensmitteltechniker, Fischer, Matrosen, Kinder-, Kranken- oder Altenpfleger.
Eine kleine Gruppe formiert sich unter dem Banner „Forscher“. Ein Junge aus meiner Bruderschaft und vier weitere Brüder wollen ebenso Forscher werden. Ein älterer, muskulöser Mann stellt sich uns vor. „Ich bin für die nächsten fünf Jahre euer Meister. Mein Name ist Antes 599. Ihr werdet in den nächsten Jahren je einem erfahrenen Forscher zugeteilt, dieser wird euer Mentor sein. Ihr werdet ihn heute Abend ebenso im Forscherzentrum kennenlernen wie die Schwestern, die mit euch die Ausbildung beginnen“, überrascht er uns mit einer Neuigkeit. Bisher hatten wir noch nie Kontakt mit Schwestern jedweden Alters. Die ersten Monate unseres Lebens, in denen wir mit unseren Müttern lebten, sind nicht in unserer Erinnerung haften geblieben.




5


Im Forscherzentrum

Zu zweit gingen wir zu unserer Wohnkammer zurück, um uns umzuziehen und Schreibsachen für die Einweisung am Abend zu packen. „Ich bin so aufgeregt! Zum einen, weil wir Mentoren bekommen, und zum andern, weil wir Schwestern kennenlernen werden“, spreche ich Eric an, der mit mir in einer Kammer wohnt. Er wird eine Ausbildung als Erzieher beginnen. „Wir haben unsere Mentoren und Schwestern schon begrüßen dürfen. Wir sind vier Brüder und zehn Schwestern, die ab morgen früh für einen Monat in ein Camp ziehen“, erläutert er. „Zum ersten Mal nicht in der Bruderschaft schlafen. Du bist bestimmt sehr aufgeregt! Ich hoffe, du wirst dich nicht allzu einsam fühlen!“, freue ich mich für ihn.
Zusammen mit Bruder Haruki machen wir uns auf den Weg ins Forscherzentrum, es ist früh am Nachmittag, und die Sonne scheint durch die Kuppel. Es verspricht ein warmer Abend zu werden. Unterwegs reden wir aufgeregt darüber, was auf uns zukommt. Im Groben wissen wir zwar, was uns erwartet, aber wie schon die Überraschung mit den Schwestern, nicht im Detail.
Am Eingang erwartet uns schon Antes. „Folgt den Schildern mit der Aufschrift ‚Saal‘. Ich warte noch auf die anderen Schüler“, begrüßt er uns. Der teilweise unterirdisch befindliche Komplex liegt unscheinbar am Rand der Stadt. An einem Steilhang hängen Seile, und in einem Wasserbecken sind verschiedene Schwimmkörper, Boote und Balken befestigt. Die werden bestimmt für die Ausbildung benötigt. Wir folgen den Schildern und erreichen einen Saal, in dem einige Erwachsene und ein Mädchen in einem Kreis sitzen, in der Mitte ein Tisch mit einer alten Weltkarte. 21 Stühle zähle ich, von denen zehn schon durch Männer und Frauen besetzt sind. Jeweils ein Platz zwischen ihnen freibleibend. Wir stehen unschlüssig am Rand und warten ab, was auf uns zukommt. Zwei weitere Mädchen kommen in den Saal und stellen sich zu den anderen wartenden Mädchen. Kurz darauf kommt Antes in den Raum, gefolgt von einem Mädchen und vier weiteren Jungs.
...

Das könnte Ihnen auch gefallen :

Cover: Leben und Forschen im Elbtal 7300 n. Chr.

Erich Skopek

Mitternacht der Welt

Buchbewertung:
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder