Cover: Die scheinheilige Liebe der Maria Eucharia

Die scheinheilige Liebe der Maria Eucharia
Geliebt? Getäuscht? Ausgenutzt. Verleumdet. – Beziehung ohne Partnerschaft Die Liebe in Zeiten der Corona


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 262
ISBN: 978-3-7116-0325-8
Erscheinungsdatum: 02.09.2025
„Gerade wenn es zu Ende geht, wirkt vieles paradox, verletzend, unfassbar, desillusionierend. Alfred H. Frage nimmt uns mit auf seinen Abschiedsweg, Fiktion einer finalen Liebe. War das nur eine einseitige Romanze? Die Liebe als ein seltsames biografisches Spiel?
Manchmal schlendere ich durch den Garten meiner Träume, meines langen Lebens, fühle mich als Gärtner, der mit den Rosen spricht, sie gießt und die Lavendelbüsche streichelt. Drei Viertel eines Jahrhunderts inzwischen. So war ich im subalpinen Seeklima in ihrem Garten unterwegs, habe gegossen, gemäht, Unkraut entfernt, vor allem Löwenzahn, 1000 Löwenzähne, wenn auch vergeblich. Ob es 2 oder 20 Jahre her ist, weiß ich nicht genau. Doch je größer der Abstand wird, geht es mir wie allen Erzählern, dass die Gewissheit zwischen Erinnerung und erinnerte Fiktion verschwimmt. Was bleibt, sind das unerträgliche Unrecht, das unfaire Verhalten und die maßlose Diffamierung. Ein zu tiefer biografischer Stachel in meiner Seele, untherapierbar vielleicht.

Manchmal blicke ich aus dem Fenster meines Hauses, sehe sie davonlaufen, leicht und musikalisch wie ein Vogel, und merke, dass ich noch einmal auf sie hereinfallen würde, dass meine Liebe, eine besonders schmerzhafte Liebe, wie zu einer meiner früheren Partnerinnen, plötzlich wieder aufflammen könnte. Mit lustiger Melancholie spüre ich dieser irrealen, eigentlich surrealen Fiktion nach, denn ich bin längst an einer anderen Bergstation meiner Jahre angekommen mit neuer Liebe und neuem Leben. Blicke schweifen ins Tal der unsäglichen Erinnerung, und meine guten Augen mit Fernblick und Durchblick fördern immer noch leidvolle schöne Bilder hervor, viele Bergwanderungen mit Maria in den Alpen, den Bergen, den Nächten. Trotz meiner späten Jahre benötige ich bis heute keine Brille. Durchblick pur.

Dabei hätte ein Wort des Abschieds, der Dankbarkeit, eine finale Verständigungsgeste genügt. Was ich nun am Ende meines mühevollen Schreibens lese, entspricht der erlebten Wirklichkeit und meine Betroffenheit über das egomanische, arrogante Verhalten dieser Frau, dieses Menschen ist virulent wie zu Beginn. Wenn nur diese Empörung verblassen wollte. So habe ich wohl einen heiteren Klageroman verfasst, den zwar das Leben mir diktierte, den ich aber selbst in der Reflexion nicht leicht verstehe. So ist es wohl. Zum Glück sind mir tröstlich Tom Waits und andere begegnet, dessen Zeilen meine täglichen Begleiter sind und ich höre und singe dann „…
and it’s time, time, time, that you love …“ Ich meine die Melodie, die Stimmung, seine Stimme, die so ist wie dieser Herbsttag 2023, wo man vor lauter Regen kaum die grauen Wolken erkennen mag. Oder sind Erinnerungen wie Wellen im Ozean, verwirbelt, gefühlt, verloren. Im nieselnden Regen scharf-verschwommen dieses Bild von einer Frau, ein Model für Maler und touristische Werbebroschüren.

Warum Maria – die Schein-Heilige – als Buchtitel? Als kleiner katholischer Junge habe ich auf Bildern und in Skulpturen die Heiligenschein-Maria kennengelernt, eine wundervolle ewigjunge Frau mit langen dunklen Haaren, die ohne Sex einen süßen Jungen auf die Welt brachte durch eine spirituelle Befruchtung mit einem surrealen Gott, von dem man sich kein Bild machen darf. Sie sah ein bisschen aus wie meine Mama und ich „glaube“ fest, dass dies mein Ur-Frauenbild geprägt hat. Sie hatte vermutlich schöne Brüste, so wie die damals gleichalten Mädchen in der ersten Reihe der Kirchenbank. Jeder Mann fragt sich ja, wie entstand eigentlich mein Idealtypus einer liebenswerten Frau, ihrer Figur und ihres Charmes – und tatsächlich war dieses Frauenbild permanent präsent in meinen erotischen und realen Vorstellungen. Das Buchcover hat weniger einen religiösen Impetus, sondern soll ein Hinweis sein auf das erstaunte Wundern über das Wunder meines Lebens, die Verwunderung eines Mannes.

Genau weiß ich nicht mehr, was ich mit neugierigen Augen suchte, wenn ich als Ministrant auf den Frauenbänken Ausschau hielt, die damals getrennt wie heute in Moscheen auf der von oben rechten Seite saßen, wo ich am liebsten ministrierte, als naiver pubertärer und verklemmter Kirchendiener. Sex als Sünde, surreale Fantasien, Masturbation als Beichtgeheimnis unter dem Marienbild, ein großes Lügenpotential. Und als „Sündenkompensation“ sollte ich dann drei „Ave Maria voll der Gnade“ beten. Der Herr ist mit dir. Verwirrter Jüngling. Wie gnädig.

Wer ist also diese leibhaftige Marienfigur meines Buches? Wie war das mit diesem Alter Ego einer Romanfigur? So nennt man doch ein künstlich erschaffenes Pendant einer realen Person, quasi eine Art kastanienblonde Kunstfigur oder Avatar mit Bezug zu einem Menschen, eine literarische Figur, eine Rolle in einem Videospiel oder eine Filmfigur? Ich spreche oft über eine zweite Reinkarnation in meiner Biografie. Welche Episode, welche Entwicklungsstufe hat Maria erklommen? Damals, heute? Von Beginn an hat es mich unabhängig von meinen damals überwältigenden Gefühlen quasi wissenschaftlich interessiert, was für ein Mensch sie ist. Sie kennen das bestimmt: eine sympathische Neugier, ein unerklärliches Interesse an bestimmten Individuen.

Ach ja. Determination ist die erste Eigenschaft eines Menschen – aller Menschen. Determination kann bedeuten eine Form von vorgegebener „Begrenztheit“, Vorherbestimmung – kann aber auch bedeuten die innere Grenze, das Gefangensein eines Menschen in dem Wesen, das er so geworden ist. Eine Mauer wie im Höhlengleichnis von Platon steht zwischen Welt und Auge. Die Wahrnehmung des Schattens gilt als Realität, eine anthropologische innere unüberwindbare Erkenntnisgrenze vielleicht? Der radikale Konstruktivismus ermöglicht jede Willkür der Kommunikation. Konstruktivismus als Lebens-Philosophie ist nach Watzlawick immer eine Konstruktion der Realität und der Grad der Inter-Subjektivierbarkeit ist als Wirklichkeit zweiter Ordnung das Ergebnis verschiedener Bedeutungszuweisungen. Ich war 30 Jahre Philosophielehrer. Also eine Ebene der Wert- und Sinnzuschreibung, d. h. der unterschiedlichen Weltbilder, die nicht objektiv und final eindeutig beschrieben sind. Daher gibt es auch für mich theoretisch keine absolute letztgültige Wahrheit, sondern nur Konstruktionen bzw. Bilder dessen, was man erlebt hat, gerade für einen Suchenden und Romantiker das große Rätsel des eigenen Lebens. Vor allem bei großer einseitiger Liebe scheint dies so zu sein.

Für die kluge und schöne Maria trifft das mühevoll Skizzierte gerade wegen ihrer unnachahmlichen Talente in besonderer Weise zu. Insofern und deshalb sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen undenkbar und könnten entstanden sein beim Erzählen, beim Schwanken zwischen Fiktion, Satire und Leben. In gequälter Wahrnehmung, Leidenschaft. Ob das in der Literatur eine wichtige Frage ist? Später werde ich Max Frisch befragen. Das Ganze ist doch typisch sowohl für reale als auch rein literarische Biografien, wo sich einseitige Liebe und poröse Freundschaft und mysteriöse Leidenschaft vermischen.

Als teilweise belesener Literaturlehrer sagte ich manchmal zu Schülern oder Freundinnen, bei meinem intensiven vollen Leben habe ich oft nicht die Zeit viele Romane zu lesen – ich lebe Romane. Ich wusste nicht, dass es so kommen würde. Diese Beziehung ist qualvoll gescheitert. Jahre davor war meine Ehefrau gestorben, eine qualvolle Zeit voller Tragik und Trauer. Auch das könnte sich in irgendeinem realen Leben so ereignet haben.

Am Ende meines Textes habe ich meine Trauer, meine tiefe emotionale Betroffenheit angedeutet, denn ich bin zeitlebens ein Bauchmensch, ein von Gefühlen dominierter radikaler Denker und ein Gerechtigkeitswesen, ein Fragender, ein Suchender. Empathisch verseucht, Euphorie-süchtig, extrovertiert, sozialisiert in einer großen Familie. Da lernt man Liebe und Schmerz und vielfältige Biografien kennen von Menschen, die aus demselben Stamm getrieben wurden.

Wenn man sie nur anblickte, ihre Stimme hörte, ihren Gang und ihre Haltung beobachtete – jeder Mann war verzaubert von ihrer Ausstrahlung, Schönheit und ihrem Charme. Wie konnte man erahnen, welche Eigenschaften noch in ihr steckten? Es war einmal eine zauberhafte Frau in den besten Jahren aus einem fiktiven Orient, die sich in einer ihrer biografischen Krisen einen weiteren Partner suchte. Sie lebte gut und abwechslungsreich auf der Welt, auf den Kontinenten, auf der Suche nach sich selbst. Sie war gerade in einer kleinen finanziellen Krise, ohne Partnerschaft und Liebesbeziehung – da traf sie einen feinen älteren Herrn mit blonden Haaren, der sich verliebte und den sie erwählte – und den sie am Ende beliebig beherrschte. Mit Ehemännern und Freundschaften hatte sie gute Jahrzehnte und Beziehungen erlebt. Sie war attraktiv, und sie ist es noch – ich war hin und weg. Yoga am Morgen war Alltag, Hinwendung zu Carpe Diem Normalität, ihr Risotto war fantastisch, meditative Hörfolgen über Gewaltfreie Kommunikation gehörten zum Morgenritual. Leider oft ohne praktische Anwendung bei ihr selbst. Es ist so wie mit Religion oder Werbung, je weniger Praxis, desto mehr in Geist und Mund.

Es ist bemerkenswert, wie sie sie sich durch ihren Lebensweg kämpfte, durch Krisen und Konflikte. Sie entschied in unserem Kasus final viele Episoden zu ihrem Vorteil, im aktuellen Beispiel nutzte sie seine totale und großzügige Liebe aus und nach gerade mal vier Jahren warf sie ihn raus, behielt einen größeren Betrag entgegen der Absprache und bedankte sich nicht einmal. Ob sie einen Begriff hatte von Liebe in einem gewissen Sinn, will dieser kleine Roman ergründen. Auf ihrer Facebookseite glänzt sie voll Schönheit, eine Faszination.

Nach dem Abbruch: Sie stilisierte sich entgegen der Wahrheit zum Opfer, weil sie ihr eigenes Scheitern und ihren Egoismus verschleiern wollte – und alle glaubten ihr, klar, ein weißer Mann mit Power, dem ist eine quasi exotische Frau ausgeliefert und da hat sie natürlich nur die Wahl, die Partnerschaft zu dominieren und nach Bedarf zu beenden. Dass im Rückspiegel vieles von ihr konstruiert und halbwegs manipuliert wurde – wer würde dem älteren Herrn glauben? Auch das wusste sie und ließ ihm keine Chance. Narrative, das heißt geglaubte Erzählungen, beherrschen die Welt, in der Politik – und in einer Beziehung. Und die Stärkere in einer Be-Ziehung, vor allem wenn es keine paritätische Partnerschaft war, bestimmt am Ende das für sie nützliche, finale Narrativ. Eine Herrschaftstechnik, gewiss. Eine Kommunikationsform der nicht Gewaltfreien Kommunikation. In diesem Fall wage ich die Hypothese, dass ihr Kalkül mit meiner Ohnmacht Teil ihres Drehbuchs war. Oder nur ein böses „Spiel“ auf ihrer Bühne.

Keine Antworten auf meine Fragen – das war ein Teil des Machtspiels, das Maria „spielte“. „Wann habe ich dich bedroht? Wo habe ich dich belästigt? Warum erfindest du diese Vorwürfe, die eine Lüge sind? Weshalb beantwortest du seit langer Zeit nicht meine Fragen?“ – KEINE Reaktion, KEINE Antwort: Schon die Frage wurde von Maria als Bedrohung gewertet.

„Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Worauf darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ So fragte der große Philosoph Kant. Der kleine Ethikprofessor Pseudonius „AHA“ fragte seine Schülerinnen: „Was soll man tun, wenn ein Mensch, der einem sehr nahesteht, oder nahestand, für den man alles gegeben hat, plötzlich und willkürlich sich abwendet und dabei alle Regeln des menschlichen Zusammenlebens verletzt? Wenn er oder sie die Formen der Höflichkeit, einer normal-menschlichen Kommunikation ignoriert? Dabei alle Kontakte abbricht, nichts mehr von der Verantwortung für das Vergangene wissen möchte und abkassiert? Wer bin ich?“ Schweigend blickte sie ihn an. Blickte Maria mich an. Was meint er? Was könnten seine romantischen Gedankenflüge bedeuten? Sie saß dabei auf der weißen Bank auf dem Balkon über dem Tal, der Stadt. Er spielte Beethovens Choralfantasie Nr. 80 in dieser unnachahmlichen Interpretation von Marta Argerich. Idealistische Klänge, stimmungsvolle Zeilen der Weltliebe, eines Menschheitstraums. Oft sang er, also ich, ein aktiver Sänger, kräftig mit.

„Schmeichelnd hold und lieblich klingen unsers Lebens Harmonien. Fried und Freude gleiten freundlich wie der Wellen Wechselspiel. Was sich drängte rau und feindlich, ordnet sich zu Hochgefühl. Wenn der Töne Zauber walten und des Wortes Weihe spricht, muss sich Herrliches gestalten, Nacht und Stürme werden Licht. Äuß’re Ruhe, inn’re Wonne, herrschen für den Glücklichen, Doch der Künste Frühlingssonne lässt aus Leiden Licht entstehn.“ Diese Melodien im Stile der Freuden-Ode Beethovens habe ich Maria wirklich vorgesungen, sie entspricht meinem riskanten Pathos. Dass der Text von dem Dichter Christoph Kuttner stammt, hier nur als Hinweis. Jedenfalls ein Inbegriff hoher Romantik, das schien mir passend zu unserem, richtiger meinem Zustand, den ich damals in der Morgensonne des Frühlings leidenschaftlich empfand, dazu spielte Martha Argerich Klavier. Maria äußerte sich, soweit ich erinnere, nicht dazu. Vielleicht dachte sie, was ist los mit dem.

Ich weiß nicht, ob das alles zu-große-Fragen sind für einen Kasus, der täglich sich ereignet und viele betrifft; sollte man nicht besser nach vorne blicken und die Beleidigungen sowie Verletzungen ignorieren? Das rieten mir Freunde, meine erwachsenen Kinder. Dies zumal in dem Fall, wo dieser Mensch seine Macht in egomanischer Weise benutzt und dabei teilweise menschlichen Grundwerte beiseiteschiebt. Und es insofern keine Chance auf Aufklärung oder Dialog gibt. Kontaktverweigerung als höchste Aggressionsstufe. Ich wiederhole mich schon wieder. Dabei hat sie Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) missachtet, die sie vom Partner stets eingefordert hat. „Flüchten oder standhalten“, so der Titel eines H. E. Richter-Buches, weggehen oder Widerstand leisten gegen diese Form der „Miss-Handlung“? Wenn ich da schreibe, muss ich fast schmunzeln, denn es ist zu absurd.

Allgemein menschliche moralische Normen und Verhaltensweisen sind durch die Gesprächszivilisation und die Goldene Regel kodiert. Gerade bei einem Konflikt ist das unverzichtbar. Behandle jeden Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst. Sprich mit ihm so achtsam, wie du willst, dass er mit dir spricht. Kaum denkbar, dass in diesem Fall die Betroffene so behandelt werden möchte, wie sie es mit ihrem Partner getan hat. Ohne Stil und Rücksicht alle Zelte abbrechen, einreißen, die zwischen ihnen standen.

Im rechtlichen Rahmen gibt es in meinem Land ein Bürgerliches Gesetzbuch, das Grundlage der ethischen und rechtlichen Beziehungen zwischen allen Menschen ist. Ist eine Beziehung, eine Liebesbeziehung ein Geschäft, ein biografisches Geschäftsmodell? War das in diesem wiederholten Falle etwa so?

Im Paragraf 138 BGB steht, dass Rechtsgeschäfte, die gegen die guten Sitten verstoßen, nichtig sind. In der Rechtsprechung wird etwas als sittenwidrig bezeichnet, wenn es gegen das Anstandsgefühl eines jeden Menschen verstößt, der billig und gerecht denkt. Man merkt schon, auch das ist dehnbar, denn die Anstandsgefühle der Menschen, der Kulturen sind unterschiedlich ausgeprägt. Was bedeutet es, wenn man zu einem Kind, einem Erwachsenen sagt, sei anständig? Was bedeutet Anstand?

Interessant ist der zweite Absatz, dessen Normhaftigkeit ich in diesem Romanfragment prüfen werde. „Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung … der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.“ Wenn also ein Partner oder eine Partnerin die Ohnmacht und Willensschwäche ausnutzt, ihn nur noch als Nützling versteht und mit erheblichen einseitigen Vorteilen den anderen übers Ohr haut, wäre das eventuell sittenwidrig. Ein moralischer Parameter wird zur juristischen Figur. Wir werden sehen, was das taugt. Führt Liebe gar zur Willensschwäche? Wirklich reine Rhetorik. Oder nur Literatur?

Sollte Maria nicht nur als Fiktion existieren, könnte sie das lesen, was als Dichtung und Wahrheit, als biografisches Sediment heraufgespült wird. Frage und These. Ich könnte nicht anders als zu sagen, dass ich mich fremdschäme für die Form ihrer Beziehungs-Exekution, für die herzlose Trennung und die irritierende Bilanz. Klar, Fremdschämen ist ein merkwürdiger Begriff für unser Spiegelneuron. Die literarische Fiktionalität tröstet. Hier im Roman bin ich nicht sauer auf sie, in meiner realen Welt wäre ich es auch nicht, denn die Liebe schwebt über allem.
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