Cover: Unission

Unission
Reise bis an das Ende der Welt


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 438
ISBN: 978-3-99146-729-8
Erscheinungsdatum: 30.09.2024
Überbevölkerung, Ressourcen-Mangel, Naturkatastrophen – die Zukunft im Jahr 2199. Zwei US-amerikanische Raumschiffe starten eine Mission ins All. Ihr Ziel: Auf dem Weg zum Ende des Universums Planeten zu finden, auf denen menschliches Leben möglich ist.
Vorwort


Verehrte Leserinnen und Leser,

eine Reise tätigen ist eine immer wieder gerne unternommene Freizeitbeschäftigung, dann, wenn sie privat freiwillig ist, und auch die Erwartungen erfüllt werden; der Autor, ich, dieses Buches, das frei erfunden ist, will sie mitnehmen, gleichsam entführen, in eine Welt mitnehmen auf seiner ureigenen Gedankenwelt.

Reisen füllen mitunter nicht so oft den gewünschten Effekt: Unser Miteinander ist oftmals kompliziert, unsere Umwelt, die jeder Einzelne von uns von Kindheit an unterschiedlich erfährt, prägt uns für die Zukunft und für das zukünftige Denken mit dem entsprechenden Tun.

Es sind diese Egoismen, die uns von Urzeiten an in unserer Seele wirken lassen, das Leben um des Überlebens Willen; diese nachvollziehbare Maxime gilt für viele Menschen auf unserem Planeten Erde, und manch einer mag denken, die Zeiten seien rauer geworden.
Dabei wird oft vergessen, dass schon unsere Vorfahren mit zum Teil unmenschlichen Bedingungen fertig werden mussten mit den Pandemien wie u. a. der Pest oder Cholera oder mit vielen sinnlosen Kriegen, die uns bis in die Gegenwart begleitend verfolgen und uns sogar einholen, respektive überholen werden.

Der Mensch ist jedoch kreativ, um Lösungen nicht verlegen, Interessenkämpfe stören mitunter Lösungsabläufe auf ineffiziente Art und Weise.

Reisen Sie gedanklich mit in die Höhe: Heben Sie selbst ab, setzen sie sich imaginär in eine Drohne und schweben sie in nur 10 Metern Höhe über ihrem Wohnort.
Erleben Sie von dort oben bereits, wie schön unser Planet ist mit seiner Natur, seiner vom Menschen geschaffenen Infrastruktur der architektonischen Gebäude und der vielen gebauten Straßen, allen Widrigkeiten zum Trotz, und erleben Sie, wie belastbar in der Vergangenheit unser Planet immer wieder war; und wie belastbar wir als Menschen generell sind.


Unser blauer Planet ist eins mit uns, es ist diese nonverbale Verbundenheit, wir können nicht ohne unseren Planeten, und er braucht uns auch, um strahlend im Weltall zu leuchten, und dennoch spürt man Abschied, freundschaftlichen Abschied nicht für immer, eher entlastend für neue Reisen in das Weltall.
Auf unserer Erde gibt es diese negativen Momente, diese anderen Ungerechtigkeiten, die Menschen erleben, aber jeder trägt das Prinzip Hoffnung in sich und geht im Regelfall aus Niederlagen gestärkt hervor.

Auf unserer Erde gibt es diese wunderbaren Momente:
Nehmen Sie die unsagbaren Sonnenuntergänge an den Küsten, diese Synchronisation von Wasser und Land, dieses Einswerden in der Entfernung.

Die vielen vermeintlich großen Sorgen, die jeder in uns trägt, sei es die Sorge über die eigenen Kinder und deren Entwicklung und deren Gesundheit bis hin zur eigenen Gesundheit, sei es Unausgesprochenes, es relativiert sich immer.

Die Zeit relativiert Ereignisse.

Die Entwicklung des Menschen von der Geburt hin zur Schullaufbahn und den ersten beruflichen Schritten ist meist begleitet von Ehrgeiz und im besten Sinne Erfolg; es gibt auch diese Stehaufmännchen, die in unserer Gesellschaft mit dem Wort Versager titulierten Menschen, die oft über eine 2. Chance ihren Sinn des Lebens entdecken, das Glück bekommen, dankbar sind. Natürlich gibt es auch die sogenannten coolen abgebrühten, auf Erfolg durchtrainierten geneideten Menschen; allen Menschen gemeinsam ist, sich über das Tun zu definieren.

Das Bewusstsein, die Bedeutung des Lebens, wird im Alter entweder verdrängt, indem die Arbeit dies verdrängt oder es wird im Bewusstsein verankert, wie schön das Leben doch ist mit all seinen Kleinigkeiten und der Gewissheit, dass oft weniger eben mehr ist und das Bewusstsein, dass die Sonne eben genau in der richtigen Entfernung zur Erde steht, um Leben zu gewähren. Losgelöst von den vielen wunderschönen geschenkten Vollmondabenden betrachtend das im Zusammenspiel perfekte Sonnensystem, unser Sonnensystem, impliziert dies folgerichtig die perfekten vielen Sonnensysteme fernab unserer Galaxien, in denen immer Bewegung herrscht, Veränderung.

Sich bewusst zu sein, Gast dieses Planeten auf Zeit zu sein, impliziert diese Synchronisation, diese innere Verbundenheit, dieses Gleichgewicht in uns selbst.

Die Schönheit des Lebens zu begreifen in Zeiten der Krise, in Zeiten des Wandels – jede Zeit ist im Wandel –, in hektischen Zeiten gilt es freizuschaufeln, gleichsam den Sand freizuschaufeln, um unter ihm dieses Geschenk zu finden.

Jeder von uns leistet seinen Beitrag auf diesem Planeten in welcher Form auch immer.
Ein Teil zu sein von unserem Planeten Erde ist ein Geschenk, dieses Bewusstsein geht vielen verloren in hektischen Zeiten, Zeit also sich zurückzubesinnen, auch mit einer gewissen Demut sein eigenes Tun zu reflektieren, generell.

Der Lebenszyklus des Individuums Mensch ist seit jeher geprägt von Ups und Downs von Erfolgen und Niederlagen, sei es privater oder beruflicher Art, und selbst im größten Unglück gilt es, mittelfristig stark zu bleiben. Dieser Wille des Menschen, stark zu bleiben, Krisen zu bewältigen, selbstbewusst ohne Arroganz und authentisch seine Ziele unbeirrt zu verfolgen gepaart mit dem Faktor Glück, ist ein Geschenk.

Die Reise beginnt.




UNISSION ONE


Bis an das Ende der Welt

Roger, 38 Jahre, lag in seinem Formel 1 ähnlichen Cockpit und drückte auf die Power-Taste seines Antriebsfahrzeuges, Androy genannt.

Roger, Ingenieur für Raumfahrttechnik, war sehr erfolgreich in Forschung und Mission:
Die Menschen hatten gelernt, der Lichtgeschwindigkeit eine höhere Lichtgeschwindigkeit mit dem exponentiellen Faktor entgegenzusetzen, und so katapultierte ihn das Fahrzeug in wenigen Sekunden, Weltall-Müll über elektrische Felder abwehrend, in den Orbit.

Er avisierte sein Ziel, sein erstes Ziel auf dem Weg zu seiner Mission: Mars; nach etwa 1 Stunde war er schon am Zielerreichungsgrad angekommen, abgebremst und über effiziente Magneten auf dem Mars sicher gelandet.

Hier bestand die Erde fort mit den Menschen, die wohlhabend auf der Erde waren und hier auf dem Mars sesshaft wurden, mithilfe Ihres Reichtums erworben auf der Erde; und die Menschen züchteten hier insbesondere die Rohstoffe, die auf der Erde Mangelware geworden waren.

Die Projektassistentin von Burn Dunkerkamp mit Namen Amelie und 38 Jahre jung begrüßte Roger mit einem warmen Händedruck: Die Zeiten der Abstandsregeln waren Gott sei Dank vorbei. Die Medizin hatte ganze Arbeit geleistet, und der Mensch hatte gelernt, wieder respektvoller mit der Natur zu leben.

Roger stieg aus seinem Fahrzeug, welches nach einer kurzen Visitation in die freie Box gestellt wurde, und Roger lächelte Amelie an und meinte dabei: »Amelie, schön DICH zu sehen, was macht unser Projekt?!«

Es handelte sich um ein geheimes Projekt, nur wenigen ausgesuchten Menschen bekannt:
Roger, Amelie und Burn waren auch ausgesucht worden mit dem Ziel der Vermeidung von Ineffizienzen und Gruppenkonflikten, insofern reduziert auf diese 3 Menschen im Orbit.

»Lass uns zu Burn gehen, er hat die Einzelheiten, ich will dich nicht langweilen«, und sie lächelte ihn an mit ihrer typischen Handbewegung durch ihr lockiges Haar fahrend.

Roger schätzte ihre Klugheit und Schönheit und dennoch: Sie waren Profis für den Job, die Zuneigung musste ausgeblendet werden, dafür war das Projekt zu wichtig.

Über das Schienensystem gelangten sie in das Pulsion-Objekt, das Forschungszentrum: Dieses war hermetisch abgeriegelt und geschützt mit all seinen Fähigkeiten, insbesondere abgeriegelt über Magnete von allen äußeren Einflüssen, geschützt vor potentiellen Angriffen.

Allein der Weg dorthin war atemberaubend, ellipsenförmige Runden, dann wieder gerade Strecken mussten bewältigt werden in einem schnellen Tempo; die 500 km von der Basisstation waren in 5 Minuten erledigt; sie traten in die riesige mit Marmor verkleidete Eingangshalle, wo ein Fahrstuhl die 300 Stockwerke in 20 Sekunden bewältigte: Natürlich war der Treffpunkt im obersten Stockwerk, abhörsicher, mit 5 Meter dicken Mauern aus dehnbarem Kunststoffstahl und einer Rundterrasse in über 50 Metern Höhe mit einem fulminanten Blick auf den Mars und seine fantastischen Errungenschaften.

Doch kaum auf der Terrasse angekommen, erblickten sie Burn, einen sportlichen Enddreißiger, 38 Jahre, mit einem scharfen Verstand ausgestattet, der dieses Dreigestirn komplettierte: Ohne Worte, nur mit einem kurzen Blick und einem Nicken – sie kannten einander gut – setzten sie sich an eine große Bar und tranken jeder ein Glas Wasser: Und sie drehten sich um und schauten auf die Projektleinwand:

Hier stand in großen leuchtenden Worten: UNISSION.

Sie wussten, der Mensch als Individuum hatte schon seit Jahrtausenden Probleme in Ideen und Ideen in Lösungen fließen lassen, auch wenn mitunter die Lösungen neue Probleme involvierten mit der Folge, dass das Individuum Mensch die Probleme immer effizienter bewältigen musste und dank seiner Kreativität dies auch konnte.

Sie betrachteten schweigend die Leinwand und Burn war es, der als Erster sprach:

»Amelie, Roger. Ihr beide und ich sind nunmehr final für die Unission bestimmt worden; kein Mensch auf Erden wusste, warum wir schlussendlich die ganzen Auswahlverfahren und Tests über Jahre durchgeführt haben. Das Ganzheitliche an der Lösung war auch uns nie bekannt, außer einer weiteren, euch und auch mir unbekannten Person, die uns hier vorgestellt werden soll.«

Man konnte im Gesichtsausdruck insbesondere von Amelie die Überraschung über die Worte von Burn sehen, zumal sie leicht ihren Mund lasziv scheinbar öffnete, während Roger, wie immer profihaft, die neue Nachricht fast unmerklich zur Kenntnis nahm, lediglich sein Zucken am rechten Augenlid vermittelte seine Anspannung, gleichzeitig wurde sie reduziert durch den Blick auf Amelies Mund.

Und in dem gleichen Augenblick geschah es dann auch, dass aus der Projektleinwand die unbekannte Person den Raum mit ihrem typischen Antlitz betrat.

»Darf ich vorstellen«, sagte Burn, der die Nachricht der vierten Person im Bunde unmittelbar vor der Ankunft von Amelie und Roger über Lichtsignale erhalten hatte, und nicht überrascht davon war: »Die vierte Person, deren Namen ich nicht kenne.«

Roger hatte nun seinerseits den Mund leicht auf und mit dem Anblick war auch Burn nun doch zumindest ein wenig nach außen hin sichtbar – aufgrund des Übereinanderstellens seiner Beine – überrascht:

Die 4. Person stellte sich nun vor: »Gentlemen und Lady: Mein Name ist Vanessa Ruth Rowdentime, genannt VRR, die Initialen der Anfangsbuchstaben meiner Namen.
Ich bin 35 Jahre alt und Ihre Leiterin von dieser Unission, und unsere Zeit für die erste Unission ist denkbar knapp.«

Während sie sprach, gab sie jedem persönlich die Hand.
Aus der Sicht der Männer war sie eine absolut hübsche Frau, gepaart mit einer aparten Erscheinung und einem Charisma im Raum. Aus der Sicht von Amelie war sie eine Leaderin.
Die Tatsache, dass Sie mit 35 Jahren Projektleiterin war, machte keinen besonderen Eindruck auf die anderen drei, weil dies mittlerweile an der Tagesordnung in Unternehmenshierarchien war: Die Frauen dominierten die Führungsetagen, weil Durchsetzungsvermögen und Mut der Männer der Teamfähigkeit und Sozialkompetenz von Frauen unterlegen war, unabhängig von der Fachkompetenz; und insbesondere diese Teamfähigkeit wurde im Laufe der Managementzeit der wichtigste Baustein für erfolgreiches Unternehmertum.

»Für das Projekt UNISSION ist eine Halbwertzeit von genau 120 Monaten festgelegt: determiniert und festgesetzt von LIGURDIS, unserem interstellaren Projektprogramm:
Innerhalb dieses Zeitfensters gilt es dieses Projekt umzusetzen.

Seit genau der Ankunft von Roger auf dem Planeten MARS hat die Zeit begonnen, weil Roger über die Erde-MARS-Verbindung bereits wichtige Energie benötigt hat, die auch das Zeitfenster in Bewegung gesetzt hat.

Sie wurden im Vorfeld auf Ihre Unimission jahrelang konsequent vorbereitet; dass Sie keine Maschinen, sondern Menschen sind: Genau das macht Sie zu etwas Besonderem.

Maschinen können dieses Projekt nur unterstützend begleiten, die Fähigkeit des Menschen flexibel zu sein, reaktionsschnell, intuitiv, synapsenfähig, integrativ: All das werden Maschinen nicht dem Menschen nacheifern können, dennoch ist Ihre Dominanz in vielen Bereichen sinnvoll und gewünscht wie z. b. LIGURDIS, unser Roboterprogramm.

Fühlen Sie sich geehrt, und gleichzeitig nehmen Sie die Verantwortung an für einen weiteren Schritt der Menschheit in die Unendlichkeit des Seins.

Betrachten Sie sich als Resultat zweier Sterne im Weltraum, die sich küssten und den Weg Richtung Erde und auf die Erde niedergingen. Wir sind quasi Sternenkinder.«

Sie nahm sich ein Glas Wasser und beobachtete ihr Team: Sie kannte alle drei sehr genau, und umgekehrt war da natürlich der Umstand der Null-Information über VRR; dennoch herrschte eine ungezwungene Atmosphäre, irgendwie vertraut, und VRR sagte:

»Folgen Sie mir bitte«, und von der Rundterrasse wurde eine Plattform ausgefahren, die in den Massen und räumlichen Abmessungen mit denen eines Fahrstuhls vergleichbar war, und die vier betraten die Plattform.

»Stehen Sie bequem?«

Burn, Amelie und Roger nickten, und währenddessen wurden Ihre Schuhe über ein Magnetfeld fest auf die Platte gepresst, ihre Körper waren bewegungsunfähig; und dann sauste die Plattform durch den Mars-Mittelpunkt hindurch auf das andere Ende des Planeten in atemberaubender Geschwindigkeit, und das Magnetfeld wurde unmittelbar aufgelöst.

VRR sprach: »Wir hätten auch um den Mars fliegen können, um auf die andere Marsseite zu gelangen, dies ist aber der schnellere Weg und unsere neueste Errungenschaft.

Gekoppelt ist die endlose imaginäre Interferenz-Kraft vom Mars-Mittelpunkt hinauf auf den Marsboden und leicht unterirdisch an die einzelnen Haushalte ist diese Kraft gekoppelt für Heizung und Warmwasseraufbereitung kostenlos für die gesamten Haushalte; wir schreiben das Jahr 2199 und seit dem 19. Jahrhundert auf der Erde mit der Erfindung des Automobils ist die technische Entwicklung rasant verlaufen; wir haben es geschafft, die Atmosphäre des Mars mit einem Umfeld aus Sauerstoff auszustatten über eine Höhe von ca. 10 km, die Urbarmachung des Mars auch durch die Androy-Transporte, die eben alles sehr schnell in riesigen Transportern bewegten von der Erde, hat aus dem Mars nunmehr die schönere und effizientere Erde gemacht.«

Während VRR sprach, wurde die Plattform durch einen Wohnraum ersetzt und eine riesige Leinwand warf den wunderschönen Blick frei auf den blauen Planeten: Die unsere Erde.

Amelie, Roger und auch Burn waren von diesem Anblick sehr angetan, fast ehrfürchtig starrten sie auf das runde Objekt.

»Wunderschön«, meinte Burn spontan und Amelie schaute überrascht, während Roger diesen Anblick kannte, weil er oft zwischen Mars und Erde gependelt war, um vor Ort auf der Erde quasi aus erster Hand die wichtigen relevanten Informationen bestätigt zu sehen.
...

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