Cover: Project Reckon

Project Reckon
Mission 1


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 236
ISBN: 978-3-99130-838-6
Erscheinungsdatum: 19.08.2025
In der Zukunft schützt der SARS-Geheimdienst die Vereinigten Staaten vor Feinden und Bedrohungen. Doch dann wird die SARS selbst angegriffen, und ein Agent im Ruhestand muss den Fall lösen. Doch der Feind kommt aus den eigenen Reihen und ist unschlagbar…
Prolog

»Hier lang, Sir!« Der Offizier neben der Tür salutiert vor Commander West. Aufmerksam blickt sich dieser in der Zentrale um, es hat sich viel verändert, seitdem er das letzte Mal hier war.
»Ich bin sehr froh, dich zu sehen!« An West heran tritt sein alter Kollege Colster, und sie schütteln sich die Hände. Statt Colsters Lächeln zu erwidern, nickt West nur kurz und wendet sich dann den Monitoren zu.
»Warum ich?«, fragt er leise und reibt sich nervös die Hände.
»Hätte es jemand anderen gegeben, hätte ich dich niemals zurückgeholt«, antwortet Colster und schaut West beschämt an.
»Also ist es so schlimm, wie alle sagen?«
Colster nickt langsam.
»Ich werde dich einweihen, komm mit.«
Auf den Monitoren sind schaurige Bilder gezeichnet. Zerstörte Häuser, leblose Körper, Frauen, Kinder …
West bekommt Gänsehaut, wendet seinen Blick ab und schließt seine Augen. Er hat sich geschworen, nie mehr zurückzukommen, nie mehr! Und doch ist er jetzt hier.
»Sir?«, fragt eine Stimme aus weiter Ferne, und West schlägt die Augen auf.
»Geht es Ihnen gut?«, fragt eine junge Frau aufmerksam. Sie hat blonde Haare, die sie zu einem Pferdeschwanz gebunden hat, und trägt eine runde Brille. West blickt ihr direkt in die blauen Augen, dann nickt er kaum merklich.
»Verzeihung, diese ganze Sache, ich … Es ist egal!« Er atmet tief durch und beugt sich dann über die digitale Karte, die unter ihm auf dem Tisch abgebildet ist.
»Seit mehr als drei Wochen sitzen wir nun an diesem Fall. Zuerst handelte es sich bloß um ein Delikt für die lokalen Behörden, doch wie Sie sicher schon erkannt haben –«
»Ist die Lage deutlich schlimmer geworden«, beendet West den Satz der jungen Frau. Sie nickt langsam und blickt dann wieder hinab auf den Monitor.
»Ja, es handelt sich um koordinierte Angriffe auf wichtige Institutionen des Establishments, darunter aber auch Kirchen und diverse Unternehmen, die vom Establishment gefördert werden.« Die junge Frau blickt kurz von der Karte auf und drückt sich die Brille wieder richtig auf die Nase.
»Und weiter?« West starrt aufmerksam auf den Monitor und seine Gedanken fangen an zu rasen.
»Die Angriffe folgen keinem Muster; es ist unmöglich vorherzusagen, wann der nächste Angriff stattfindet. Wir müssen es mit Profis zu tun haben. Sie kommen und gehen, zerstören und töten alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Niemand wird von ihnen verschont«, erklärt die junge Frau, und ihre Stimme bricht.
West blickt zu ihr auf und setzt zum ersten Mal eine freundliche Miene auf – ein Ausdruck von Verständnis und Mitgefühl. »Sie haben es gesehen, oder?«, fragt er aufmerksam, und die junge Frau nickt langsam.
»Das tut mir leid … Hier.« West zieht aus seiner Hosentasche ein Taschentuch hervor und reicht es der jungen Frau.
»Danke!« Sie tupft sich die Tränen von der Wange und streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Wests Blick wandert langsam zu Colster hinüber, welcher nur langsam den Kopf schüttelt.
»Sie ist ausgebildet, irgendwann sieht jeder schlimme Dinge, du weißt, dass es so ist«, entgegnet Colster. Sein Blick ist kühl und bohrt sich förmlich in den Kopf von West.
»Du kennst meine Meinung dazu«, zischt West und richtet seinen Blick wieder auf den Monitor nach unten.
»Nur wegen –«
»STOP!«, schreit West und schlägt seine Faust auf den Tisch. Colster sowie die junge Frau zucken zusammen. Seine Hände beginnen zu zittern, Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn, und ihm wird eiskalt. Um ihn herum ist es still geworden, und alle anderen Mitarbeiter in der Zentrale richten ihre Blicke auf West. »Habt ihr keine Befehle?«, blafft Colster laut und sieht sich ernst um.
»Doch, Sir!«, rufen einige und kehren schnell zu ihrer Arbeit zurück. Schuldbewusst und wütend zugleich schaut Colster zu West hinunter und ringt mit sich selbst, etwas zu sagen.
»Tut mir leid, Tom«, flüstert West und blickt langsam zu ihm auf.
»Ja … ehm … mir auch«, murmelt Colster.
»Entschuldigen Sie!«, sagt West zu der jungen Frau gerichtet, und sie nickt ihm verständnisvoll zu.
»Können Sie bitte fortfahren?«
»Natürlich!« Sie rückt die Brille erneut zurecht und wirft einen kurzen Blick auf den Monitor. »Wir wissen, dass gestohlene Militärausrüstung benutzt wird. Die Angreifer müssen Drähte und Kontakte zu den Generälen haben oder einen Informanten im Stab. Außerdem scheint die Gruppe eine militärische Ausbildung zu haben.«
»Haben wir die nötigen Berichte?«, fragt West.
»Berichte, Sir?«
»Ja, die Berichte über die gestohlene Militärausrüstung«, erwidert West wie selbstverständlich und verschränkt die Arme.
Der Blick der jungen Frau huscht kurz zu Colster hinüber, dann schüttelt sie perplex den Kopf.
»Uns liegen keine Berichte vor.«
»Dann können wir nicht davon ausgehen, dass die Ausrüstung gestohlen ist.« West streicht sich nachdenklich durch den Bart und wirft Colster einen Blick zu.
»Nicht gestohlen? Woher sollten sie sonst eine solche Ausrüstung haben?«, fragt Colster und starrt West aufmerksam an, während der den Kopf schüttelt.
»Ach, kommt schon. Ihr wisst genauso gut wie ich, dass es unmöglich ist, Ausrüstung – oder irgendetwas – zu stehlen. Alles ist mit Markern und Chips versehen. Ich kann euch noch nicht sagen, woher sie die Ausrüstung haben, aber das ist nur eine logische Feststellung meinerseits«, erklärt West. Colster verdreht die Augen.
»Was auch immer. Aber wie soll uns das weiterhelfen?«
»Es könnte sein, dass sie nicht von hier kommen. Möglicherweise sind es Spezialeinheiten aus einem anderen Land oder eine Söldnertruppe, die ausnahmsweise mehr Feuerkraft und Verstand besitzt als üblich.« West zuckt mit den Schultern und blickt sich im Raum um. Dann geht er mit großen Schritten auf einen Schreibtisch zu. »Perfekt«, murmelt er und greift nach einem Schreibblock und einem Stift. Er macht einen Schlenker nach rechts und zieht einen Stuhl heran.
Zurück bei Colster und der jungen Frau setzt er sich, schlägt die Beine übereinander und legt den Block vor sich hin.
»Fahren Sie bitte fort. Ich musste mich setzen – ich bin schließlich nicht mehr der Jüngste!«
»In Ihrer Akte steht, dass Sie einundfünfzig sind, Sir«, sagt die junge Frau perplex, und West hebt die Augenbrauen.
»Ja, und davon habe ich dreizehn Jahre aktiv gedient. Das hinterlässt Spuren«, antwortet er nachdenklich, dann fällt sein Blick an ihr vorbei auf einen Monitor.
Darauf läuft ein Video, gefilmt mit einer Drohne. Die Kamera blickt von oben auf das Rathaus im äußeren Ring. Immer wieder blitzen Explosionen im Gebäude auf und lassen das Bild erzittern. Die Perspektive wechselt. Fensterscheiben zerbersten in tausend Teile, und für einen kurzen Moment filmt die Kamera in das Gebäude hinein. Blut spritzt an die Wand, und kurz darauf fliegt ein lebloser Körper durch die Luft. Eine Silhouette tritt durch einen Türrahmen. Doch bevor die Kamera scharfstellen kann, entzündet sich eine Rauchgranate und die Gestalt verschwindet im Nebel.
»Das war vor zwei Wochen«, sagt Colster und blickt ebenfalls auf den Monitor.
»Wie lange dauern die Angriffe?«, fragt West nachdenklich.
»Nicht länger als zwanzig Minuten. Bei größeren Institutionen maximal fünfunddreißig Minuten.«
»Ich glaube nicht, dass es sich um eine Gruppe handelt.«
»Was willst du damit sagen? Dass das alles nur eine Person erledigt?«, höhnt Colster.
»Ist das so abwegig?«
»Ja, diese Effizienz, diese Gewalt und Erfolgsquote …«, stammelt Colster. West erhebt sich aus dem Stuhl.
»Denk mal darüber nach. Wer oder was könnte dazu in der Lage sein?« West schaut Colster aufmerksam an, und die Farbe weicht aus dessen Gesicht.
»Nein, niemals!«
»Wenn alles stimmt, was ihr mir gesagt habt, ist das die logischste Erklärung, die ich habe. Komm schon, Tom, wir haben sie erschaffen. Wir haben dabei geholfen, sie zu dem zu machen, was sie sind. Uns war klar, dass das Risiko besteht, dass sie sich gegen uns wenden!«
Colster schüttelt immer noch den Kopf und atmet dann tief durch.
»Na schön. Gehen wir mal davon aus, es wäre so. Dann bleibt immer noch die Frage, wie das möglich ist. Alle, die noch da sind, stehen unter unserem direkten Kommando und sind im ständigen Einsatz«, sagt Colster.
»Wie das möglich ist?«, lacht West und schüttelt den Kopf. »Tom, wir haben ihnen jeden Grund dazu gegeben. Spätestens nach dem Unfall.«
»Soll ich gehen?«, fragt die junge Frau.
»Ja, lass uns bitte allein, Amanda«, sagt Colster ernst. Sie nickt kurz, dreht sich um und verlässt den Raum.
»Du weißt, was zu tun ist?«, fragt Colster und sieht West an.
»Ja …«, murmelt West angespannt und wirft einen weiteren Blick auf den Monitor.




Kapitel 1

Vor einundzwanzig Jahren

Stingdurgh betrat das Büro von West. Er rümpfte die Nase und schüttelte langsam den Kopf, bevor er seinen Hut ablegte. West schloss die Tür hinter sich, ging um seinen Schreibtisch herum und ließ sich in seinen Stuhl sinken.
»Setzen Sie sich, General!«, sagte er und zeigte auf den vorgezogenen Stuhl vor seinem Schreibtisch.
»Die Höflichkeiten sind Ihnen seit Ihrer Versetzung wohl abhandengekommen, hm?«, murmelte Stingdurgh grimmig. West verschränkte die Arme und grinste.
»Nur seitdem ich nicht mehr unter Ihrem Kommando diene.«
»Es ist schön, Sie zu sehen, Junge!«, sagte Stingdurgh nun etwas gelassener, und West nickte langsam. Er senkte kurz den Kopf, versank in Erinnerungen, dann lehnte er sich etwas vor und blickte den General aufmerksam an. Er war niemals hier, um in alten Erinnerungen zu schwelgen – das war nicht seine Art.
»Lassen Sie mich gleich auf den Punkt kommen. Sicher haben Sie von dem schrecklichen Unfall außerhalb der Mauern gehört?«, fragte Stingdurgh aufmerksam.
»Natürlich, aber wenn ich mich nicht irre, war es ein Stützpunkt«, antwortete West, und Stingdurgh nickte widerwillig und legte dann seine Hände zusammen.
»Das haben Sie richtig in Erinnerung, deshalb herrscht auch gerade größter Aufruhr beim Establishment und SARS. Rund um die Uhr wird gearbeitet, denn der Stützpunkt war ein gut gehütetes Geheimnis der höchsten Sicherheitsfreigabe, und das kann nur eines bedeuten.«
West holte tief Luft:
»Eine Schwachstelle, ein Verräter womöglich.« Sein Blick schweifte nachdenklich durch den Raum. Dass es so schlimm war, hätte er nicht gedacht.
»Richtig, und das auf höchster Ebene. Sie können sich sicher vorstellen, was das für uns bedeutet, aber das spielt keine Rolle für Sie. Der eigentliche Grund, weshalb ich hier bin, ist, Ihnen die neuen Kinder anzuvertrauen.«
»Es waren Kinder involviert?«, fragte West angespannt und ballte wütend die Fäuste.
»Nicht direkt. Die Agenten, die ums Leben kamen, konnten ihre Kinder in den Schutzraum bringen, bevor die Angreifer zuschlugen und sie alle niederstreckten. Ein Glück, dass die Kinder im Schutzraum waren, sonst wären auch sie im gelegten Feuer verbrannt.«
»Also sind es mehrere?«, fragte West, und Stingdurgh nickte langsam.
»Und nicht irgendwelche, es sind die Kinder von Stealthwood, Wain und Zephryon.«
»Das kann nicht Ihr Ernst sein!«, entgegnete West schockiert, doch Stingdurgh nickte ernst.
»Ich fürchte doch.«
»Aber diese Familien waren Legenden, niemand, den man einfach so töten könnte! Beordern Sie mich wieder ein, ich werde Ihnen helfen!«, sagte West entschlossen, doch Stingdurgh schüttelte den Kopf.
»Ich bewundere Ihre Bereitschaft, aber Ihre Klasse braucht Sie – und die Kinder der verstorbenen Agenten ebenfalls!« Stingdurgh richtete sich langsam auf und griff nach seinem Hut.
»Und das ist alles? Müssen Sie schon aufbrechen?«
»Bedauerlicherweise ja. Ich werde in der Hauptstadt erwartet. Das Gremium wurde einberufen, aber wenn Sie mich nach draußen begleiten, werde ich Ihnen noch einige Informationen geben!«, antwortete Stingdurgh. West richtete sich auf und ging um seinen Schreibtisch herum.
Er öffnete die Tür für Stingdurgh, und gemeinsam verließen sie den Raum.
»Sie sagten, sie wurden niedergestreckt«, murmelte West.
»Ja, das ist richtig.«
»Demnach mussten es mehrere Angreifer gewesen sein. Wie konnten sie unbemerkt die Sicherheitsanlagen umgehen und das Grundstück betreten, ohne von den Wachen gesehen zu werden?«
»Nun, wer auch immer den Angreifern die Informationen über den Aufenthaltsort gegeben hat, wusste auch, wie sie die Sicherheitsvorkehrungen umgehen konnten und wo jede einzelne Wache postiert war«, antwortete Stingdurgh grimmig und holte schwer Luft. »Sie hatten keine Chance. Die Wachen waren schneller tot, als einer von ihnen Bericht erstatten konnte, und genauso schnell waren die Angreifer im Haus. Es ist wirklich bedauerlich und sehr erschreckend. Deshalb hoffe ich, dass wir dieses widerliche Verbrechen schnell aufklären können!«
Was für eine schreckliche Tat. Immerhin hatte West auch einiges gesehen, während er gedient hatte, aber so niedergeschlagen und angewidert hatte er den General noch nie gesehen.
»Ob es mit der Reckon-Operation zu tun hat?«, dachte West, als er Stingdurgh die Tür öffnete.
»Die Kinder werden gerade von meinen Leuten in die Schule gebracht. Da wir nicht wissen, ob die Kinder auch potenzielle Ziele sind, lassen wir die Schule in nächster Zeit intensiv überwachen«, erklärte Stingdurgh.
»Wenn Sie irgendwelche Hilfe brauchen – ich bin immer hier!«, sagte West, und Stingdurgh nickte ihm dankbar zu, bevor er nach draußen trat.
Ein kalter Windstoß fegte durch die offene Tür in den Korridor, und West ließ die Tür ins Schloss fallen.
Er blieb einige Momente stehen, dann läutete die Schulglocke. West zuckte zusammen und warf einen schnellen Blick auf seine Uhr.
»Verdammt!«, zischte er, machte auf der Stelle kehrt und begann zu laufen. Er stürmte in sein Büro, griff seine Aktentasche und warf einen kurzen Blick auf seine Waffe, die in der Vitrine auf seinem Schrank stand. Dann schüttelte er den Kopf und verließ das Büro.
Mit schnellen Schritten ging er den Korridor entlang, bog nach rechts ab und zog seine Zugangskarte durch den Scanner neben der Tür. Nachdem er sein Passwort eingegeben hatte, öffnete sich die Schiebetür.
»Guten Morgen!«, sagte Stella freundlich, und West huschte ein Lächeln über das Gesicht.
»Den wünsche ich dir auch!«, antwortete er, und Stella erwiderte das Lächeln, bevor sie weiterging.
»Guten Morgen, Herr West!«
»Guten Morgen, Felix. Solltest du nicht schon längst in der Klasse sein?«
»Wir haben das Trainingslager. Haben Sie das vergessen?«, fragte er perplex, und West schüttelte schnell den Kopf und hob entschuldigend die Hand.
»Natürlich, mein Fehler. Viel Erfolg!«, antwortete er, und Felix nickte im Vorbeigehen.
Am Ende des Ganges bog West nach links ab, passierte die zweite Tür und traf auf eine Gruppe Zweitklässler.
»Einen schönen Morgen, Herr Schulleiter!«, sagte ein kleines Mädchen freundlich und schaute zu ihm auf.
»Ihr könnt mich Herr West nennen. Ich wünsche euch auch einen guten Morgen!«, antwortete er und lächelte das Mädchen und die anderen Schüler an.
»Ich glaube, dafür werden sie noch einen Augenblick brauchen!«, sagte ihre Lehrerinn Marina scherzhaft, während West den Kleinen die Tür aufhielt.
»Hast du die Papiere für morgen schon fertig?«, fragte er, und sie rückte sich die Brille zurecht, bevor sie nickte.
»Ich werde sie dir gleich abgeben.«
West warf einen weiteren Blick auf seine Uhr. Als er wieder aufsah, bemerkte er drei Kinder vor seinem Klassenraum. Sie wurden von fünf SARS-Agenten bewacht.
»Kennungsnummern?«, fragte West laut. Die Agenten schauten zu ihm und salutierten.
»K.J-1224«, antwortete der Agent, der links von West stand. West nickte ihm kurz zu, dann lächelte er und beugte sich zu den drei Kindern hinunter.
»Hallo!«, sagte er und schaute die drei nacheinander an. Dann seufzte er leise und nickte nachdenklich.
»Ihr habt Angst, oder?« Die drei nickten, und West blickte sie verständnisvoll an.
»Das kann ich verstehen, aber ich verspreche euch, dass ihr jetzt keine Angst mehr haben müsst!«, sagte er mit Zuversicht in der Stimme. Die drei schauten sich ungläubig an.
»Aber woher wollen Sie das denn wissen?«, fragte das Mädchen ganz leise, sodass West ihre Worte fast nicht hören konnte. Sie blickte ihn dabei mit großen Augen an.
West lächelte die drei an und zeigte mit der rechten Hand aus dem Fenster auf den Garten im Innenhof.
»Alles, was sich hier bei uns befindet, ist sicher und steht unter meiner Aufsicht. Ich verspreche euch, dass ich mich persönlich um eure Sicherheit kümmern werde!«
Das Mädchen nickte langsam, und ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen.
»Wie heißt du eigentlich?«, fragte einer der Jungen neugierig, und West zog die Augenbrauen hoch.
»Wo sind denn nur meine Manieren hin? Ich bin Thomes West, und wie heißt ihr?«, fragte er neugierig.
»Mein Name ist Marvin, Marvin Stealthwood«, antwortete der Junge, der links neben dem Mädchen stand, das West immer noch mit großen Augen ansah. Er hatte kurze blonde Haare und strahlend grüne Augen.
»Ich bin Maria«, sagte das Mädchen mit den braunen Haaren schüchtern, und West lächelte sie an.
»Nur Maria, oder hast du auch noch einen Familiennamen?«, fragte er neugierig und zwinkerte ihr zu.
»Nein, natürlich nicht. Maria Zephryon!«, antwortete sie nachdrücklich, und West nickte verständnisvoll.
»Ich bin Theo Wain, aber ich weiß nicht, ob ich dir vertrauen kann«, entgegnete der kleine Junge mit den dunkelblonden Haaren misstrauisch, und West zog die Augenbrauen hoch.
»Darf ich fragen, wieso?«, fragte West nachdenklich, und der kleine Theo verschränkte die Arme.
»Du bist ein ehemaliger Agent der SARS. Mein Papa hat viel von dir erzählt. Wie kannst du uns beschützen, wenn du so bekannt bist?«, fragte der kleine Theo aufmerksam.
5 Sterne
Project Reckon  - 26.08.2025
Rosemarie Hosang

Das Buch habe ich tatsächlich in 3 Tagen ausgelesen . Es war so spannend das ich es kaum aus der Hand legen wollte. Es ist sehr gut verständlich geschrieben . Die Charaktere sind teilweise sehr Undurchsichtig , was natürlich die Spannung steigen lässt . Dieses Buch ist sowohl für Jugendliche aber auch für ältere sehr interessant . Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe die höchste Punktzahl . Ich freue mich schon wenn das nächste Buch von Finn- Christopher Jeck erscheint .

5 Sterne
Von Anfang an in den Bann gezogen - 26.08.2025
Jana

Eine Geschichte, die mich schon in den ersten Seiten überzeugt hat und mich in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte kaum abwarten weiterzulesen und bin mit jedem Kapitel weiter in die Tiefen des Buches eingetaucht. Eine unglaublich spannendes und fesselndes Buch, welches ich jedem empfehlen kann zu lesen, der gerne in eine Geschichte abtauchen möchte.

5 Sterne
Von Anfang an in den Bann gezogen - 26.08.2025
Jana

Ich bin direkt in die Geschichte versunken und konnte es kaum abwarten weiterzulesen. Eine unglaublich spannende Geschichte mit faszinierenden Charakter. Ich kann nur empfehlen es zu lesen und auch in die Tiefen der Geschichte abzutauchen.

5 Sterne
Von Anfang bis Ende überzeugend - 26.08.2025
Sarah

„Project Reckon – Mission 1“ von Finn-Christopher Jeck ist eine spannende Mischung aus Freundschaft, Verrat und Verwirrung. Die Geschichte um einen verletzten Commander, der nach langer Pause als letzte Hoffnung zurückkehrt, fesselt von der ersten Seite an. Die Figuren wirken lebendig und man fühlt sich sofort mitten unter ihnen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, sodass man komplett in die Handlung eintaucht. Besonders spannend ist das Miträtseln um den geheimnisvollen Attentäter. Eine mitreißende Reihe, die mich von Anfang bis Ende überzeugt hat.

5 Sterne
Eine absolute Überraschung (aber Positiv) - 26.08.2025
Jannik Ophey

„Project Reckon – Mission 1“ hat mich überrascht. Die Ausgangslage mit West, seiner Schuld und dem zerbrochenen Verhältnis zu den Schülern packt sofort. Das ist ein starkes Fundament, weil es nicht nur um Action geht, sondern auch um Vertrauen, Verrat und zweite Chancen. Die Dynamik im Team funktioniert, da ist viel Konflikt drin, ohne dass es künstlich wirkt.Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, man kommt gut durch und bleibt dran. Gerade der Antagonist, der … spezielle Mittel hat (ich will nicht Spoilern ;P), sorgt für Spannung, weil man direkt merkt: Hier läuft es nicht nach den üblichen Regeln. Das hält die Handlung frisch.Ich habe Finn bei der Erstellung dieses Romans hier und da begleitet und ich muss echt sagen: Der Junge hat sich Gedanken gemacht, was man deutlich merkt! Unterm Strich ist das ein sehr solider Auftakt, der zeigt, dass da noch einiges kommen wird. Ein Buch, das neugierig auf die nächste Mission macht.

5 Sterne
Bist du bereit für „die Wahrheit“? - 26.08.2025
Melanie

Wenn du dachtest, du kennst die Welt, dann täuschst du dich!Dieses Buch ist wie die Pille, die dich in die Matrix entführt. Es ist eine explosive Mischung aus purer Action und fesselnden Intrigen, die dich hinter die Fassade der Realität blicken lässt. Der Autor schafft es meisterhaft, eine Welt zu enthüllen, von der du dir nie hättest vorstellen können, dass sie existiert.Genau diese schockierende Aufdeckung macht das Buch so unglaublich spannend und interessant. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen!

5 Sterne
Ein Buch, das unter die Haut geht! - 25.08.2025
Anna

Man kennt das als Thriller-Fan: Man sehnt sich nach einer Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, nach einem Protagonisten, der mehr ist als nur eine Schablone, und nach einer so unglaublichen Verschwörung, die so tief reicht, dass man niemandem mehr traut. "Project Reckon" liefert genau das – und noch eine gewaltige Portion mehr.Was für mich dieses Buch sofort von anderen abhebt, ist der Protagonist, Commander West. Ohne zu viel zu verraten: Die Mischung daraus, dass er der Beste ist, aber innerlich von Dämonen und Panikattacken heimgesucht wird, ist eine wirklich gute Kombination . Diese Zerrissenheit zwischen Kompetenz und roher Verletzlichkeit macht ihn unglaublich greifbar und menschlich. Man fiebert und leidet mit ihm und hofft, dass er nicht nur den Fall löst, sondern auch seinen eigenen Frieden findet.Die Handlung selbst ist ein komplex gewobenes Netz aus Intrigen. Die Geschichte springt unteranderem gekonnt zwischen verschiedenen Zeitebenen, was aber mich aber nicht verwirrt hat, sondern die Puzzleteile der Katastrophe nach und nach zusammensetzt. Wer ist dieser phantomgleiche Attentäter, der scheinbar mühelos die sichersten Einrichtungen des Landes ausschaltet ? Die Paranoia ist wirklich mitreißend.Und dann ist da die Action… Ohne zu viel zu verraten: Es fühlt sich an, als würde ich einen Film schauen, statt ein Buch zu lesen.Mein Fazit: "Project Reckon" ist ein düsterer, rasanter und emotional packender Verschwörungsthriller, der mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Und da es auch das erste Buch von diesem Autor ist, bin ich wirklich gespannt, was er in der Zukunft noch bringen wird. (Bitte, es muss einen zweiten Teil geben...)

Das könnte Ihnen auch gefallen :

Cover: Project Reckon

Sven Langhein

Das unsichtbare Band der Gefährten

Buchbewertung:
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder