Das Jahr 5025
EUR 21,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 328
ISBN: 978-3-7116-1508-4
Erscheinungsdatum: 04.03.2026
Das Buch führt uns eindeutig vor Augen, dass das Menschgeschlecht durch seine Dummheit nicht nur unsere Erde, sondern auch sich selbst zugrunde richten wird! Seine Habsucht wurde ihm leider zum Verhängnis. Daher konnte er nicht anders handeln ...
ERSTER TEIL
Der Untergang per Menschenhand
Die Dummheit des Menschen
Der Mensch, der als eine Laune der Natur auf der Erde erschienen ist, hat leider nicht die Reife und Weisheit erlangen können, ein bescheidenes und naturgemäßes Leben zu führen. Als er anfing, immer mehr zu besitzen und in seinem Mitmenschen seinen Rivalen, gar den Feind zu sehen, so stand es fest, dass er irgendwann die Mutter Erde unbewohnbar machen und dadurch auch sich selbst vernichten wird. Das heißt, in ferner Zukunft wird ihm die Erde mit allen Lebewesen darin zum Opfer fallen. Auch seine eigene Existenz. Er wird der alleinige Architekt der Auslöschung alles Lebens auf der Erde sein.
Letzten Endes wird der Mensch seiner eigenen Dummheit zum Opfer fallen. Allerdings war diese Entwicklung unvermeidlich, denn die Kreatur namens Mensch hat durch seine Habsucht im Verlauf der Jahrtausende, vor allem in den letzten Jahrhunderten, ein perverses System geschaffen, das den Menschen verblödet und in einen Konsumautomaten verwandelt hat. Und aufgrund dieser Entwicklung hat er sich eines Tages in virtuellen Welten verloren, bevor er zur Weisheit gelangen konnte, zu wissen, was das wahre Glück war und was das Menschsein auf der Erde überhaupt bedeutete.
In der Tat wurden dem Menschen das Privateigentum und dessen wichtigstes Derivat, nämlich das Geld, zum Verhängnis. Es ist so weit gekommen, dass das Geld zum obersten Gott der Menschheit wurde. Der Mensch hat keinen Gott dermaßen verehrt, wie er das Geld bzw. den Profit verehrt hat.
Also, die Vernichtung alles Lebens auf der Erde per Menschenhand wird unvermeidlich sein, denn was den Schutz des Lebens auf der Erde anbelangt, betrügt der Mensch nicht nur sich selbst. Er betrügt auch seine Mitmenschen. Dies wird er auch bis zum bitteren Ende tun.
Bei der sogenannten Globalisierung ging es nicht darum, der ganzen Welt die vermeintlich hohe westliche Zivilisation – denn die Lebensweise der armen Länder, z. B. in Afrika, wurde für primitiv erachtet – zu bringen, sondern es ging vor allem darum, die ganze Welt auszubeuten, indem die Massenprodukte der Industrieländer in jedem Dorf der armen Länder verkauft werden sollten. So hat dieses brutale System die Menschen in der Welt so geformt und so abgerichtet, dass sich dieses gierige Vorhaben in aller Welt durchsetzen konnte.
Einerseits gibt der Mensch an, für den Schutz der Mutter Natur zu sein, auf der anderen Seite aber lebt und handelt er dermaßen pervertiert, dass er der Natur mit allen Lebewesen darin großen Schaden zufügt. Natürlich weiß der Mensch nicht, dass er dabei auch seine eigene Existenz aufs Spiel setzt und das künftige Leben auf unserem Planeten Erde unmöglich machen wird. Daran ist eigentlich das brutale System, das nur den Profit im Auge hat, schuld, denn dieses System hat den Menschen mit allen Mitteln und Methoden verblödet und ihn in einen Konsumautomaten verwandelt, sodass er ohne Konsum zusammenbrechen würde. Daher ist der Mensch so weit gebracht worden, dass er alles, was er kaufen kann, was ihm unter die Hände kommt, mit Begeisterung und mit immer wachsendem Appetit konsumiert.
Einerseits ist der Mensch gegen die Vernichtung von seltenen und wertvollen Baumarten in fernen Ländern, auf der anderen Seite aber wechselt er seine Möbel alle paar Jahre, manche sogar jedes Jahr, die aus jenen gefährdeten Baumarten hergestellt werden. Einerseits ist der Mensch gegen die übermäßigen CO₂-Emissionen in die Luft, auf der anderen Seite aber fährt er zum Stadtzentrum oder zu seinem Arbeitsplatz, der vielleicht zwei Kilometer entfernt liegt, mit einer großen Karosse, anstatt zu Fuß zu gehen. Genauso werden die Schulkinder mit SUVs zur Schule gefahren, die von zu Hause vielleicht ein oder zwei Kilometer entfernt liegt, anstatt das Kind zu ermutigen, zu Fuß zur Schule zu gehen. Dass dies für das Kind gut und gesund ist, davon will der Mensch gar nichts wissen.
Obwohl man in den Städten und auf vielen Strecken ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Zug fahren kann, fährt der Mensch lieber mit dem Auto, weil es bequem ist. Dass es für die Natur schädlich ist, kommt ihm gar nicht in den Sinn.
Einerseits ist der Mensch angeblich für die Reduzierung der CO₂-Emissionen, auf der anderen Seite aber will er auf den Urlaub in fernen Ländern nicht verzichten, was lange, manchmal mehrere Flüge erfordert, durch die jedes Mal Unmengen CO₂ in die Luft gepustet werden. Denn der Mensch hat nicht nur die menschliche Orientierung verloren, sondern hat auch seine Denkfähigkeit eingebüßt.
Die Stille und Ruhe kann der Mensch nicht mehr ertragen; er muss ständig von Event zu Event, von Termin zu Termin laufen, um angeblich seinen Spaß zu haben. Er kann nicht allein sein, es sei denn, er hat den Schnuller namens Smartphone in der Hand und ist in virtuellen Welten unterwegs und beschäftigt sich mit den sogenannten „Sozialen Netzwerken“. Der uns gegenwärtig bekannte Mensch muss ständig in Bewegung sein, er muss immer beschäftigt sein, etwas unternehmen, auch wenn es schädlich ist und wenn es auch nur aus Internetmüll besteht.
Einerseits versucht der Mensch, den Eindruck zu erwecken, auf die materiellen Güter keinen Wert zu legen und für ein bescheidenes Leben zu sein, auf der anderen Seite aber besitzt er im Haushalt, abgesehen von notwendigen Aggregaten und Apparaten wie Kühlschrank, Waschmaschine und dergleichen, auch viele überflüssige Automaten, deren Herstellung der Natur gewisse Ressourcen abverlangt und ohne die man auch leben und zurechtkommen kann.
Diese Automaten bzw. Maschinen sollen ja angeblich die Lebensqualität erhöhen. Denn der gehirngewaschene Mensch sieht sein Glück, seine Lebensqualität in solchen materiellen Dingen, weil er nicht weiß, was das wahre Glück ist. Der moderne Mensch will davon gar nichts wissen, dass die Herstellung all dieser Dinge auf Kosten der Natur geht.
Selbst diejenigen, die sich als Naturschutzaktivisten einen Namen gemacht haben, betrügen ihre Mitmenschen und auch sich selbst. Nicht nur diejenigen, die im Schulkindalter mit jenen scheinheiligen Aktivisten mitlaufen, sondern auch viele andere Kinder werden jeden Tag mit großen Karossen zur Schule gefahren.
Jene verlogenen Aktivisten fliegen auch wie alle anderen in die fernen, exotischen Länder, um ihren Urlaub am Strand unter den Palmen zu verbringen, obwohl sie stets großmäulig verkünden, dass die Flüge der Mutter Natur großen Schaden zufügen. Die meisten von ihnen sind die gleichen Kinder und Jugendlichen, vor allem in den westlichen Industrieländern, die immer wieder neue Klamotten kaufen und alle fünfzehn Tage diese wegschmeißen und sich jedes Jahr ein neues Smartphone zulegen. Sie sind naiv und haben gar kein Bewusstsein, zu wissen, dass all dies auf Kosten der Natur geschieht. Wie diese Kinder und Jugendlichen leben, davon brauche ich hier gar nicht zu berichten.
Einerseits will der Mensch wissen, dass die CO₂-Emissionen der Natur und damit auch allen Lebewesen, die darin leben, große Schäden zufügen, auf der anderen Seite aber will er die Autofahrten nicht minimieren, geschweige denn darauf verzichten. Ganz im Gegenteil, wenn möglich, kauft er ein zweites, im Trend stehendes Auto – je größer und bekannter das Auto ist, umso stolzer ist der Besitzer –, weil das Auto Statussymbol ist. Der Mensch sieht seinen Wert in solchen toten Dingen, weil er sein Selbstwertgefühl schon längst verloren hat und innerlich keine Kraft mehr besitzt.
In den westlichen Industrieländern und auch in vielen Schwellenländern nimmt das Auto noch schädlichere Formen an: Hat man Töchter oder Söhne, welche das vorgesehene Alter erreicht und den Führerschein gemacht haben, so kauft man für sie auch Autos, anstatt zu versuchen, von dem vorhandenen Auto in der Familie gemeinsam Gebrauch zu machen oder das öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, soweit es machbar ist.
In Anbetracht dieser Tatsache kann man davon ausgehen, dass diese Lebensweise, die vom System mit allen Mitteln und Tricks gefördert wird, nicht nur dem Menschen, sondern auch der Mutter Natur zum Verhängnis wird. Denn das System basiert nur auf dem Konsum. Ohne Konsum würde das ganze System zusammenbrechen.
Seit mehreren Jahren werden keine gewöhnlichen, kleinen Autos mehr produziert, sondern große Karossen bzw. SUVs auf den Markt gebracht, die die Umwelt noch mehr verschmutzen und deren Herstellung der Natur noch mehr Ressourcen abverlangt.
Dass viele Autohersteller in letzter Zeit versuchen, E-Autos zu produzieren, bedeutet noch lange nicht, dass sie tatsächlich an die Umwelt bzw. Natur denken. Denen geht es nur darum, so viele Autos wie möglich zu verkaufen. Erstens, weil es im Trend ist, zweitens, weil viele Menschen daran glauben, dass sie etwas Gutes für den Schutz der Natur tun würden. Sie wollen davon gar nichts wissen, dass die Herstellung von E-Autos der Natur noch mehr Ressourcen abverlangt. Die E-Autos fallen ja nicht vom Himmel. Diejenigen, die mit ihren E-SUV stolz und prahlerisch herumdüsen, wollen gar nicht wissen, dass sie der Natur genauso viel schaden wie die anderen Autos. Anstatt aufs Auto zu verzichten und das öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen, wo es möglich ist, will man lieber mehr Autos besitzen.
Der moderne Mensch will nicht mehr in bescheidenen Häusern oder Wohnungen wohnen; die müssen entsprechend dem Trend mit allem Luxus ausgestattet sein. Solche Ausstattungen in diesen Luxushäusern erfordern hohe Ausgaben, die in der Tat nur den Konsum steigern, was wiederum vom System erwünscht und gefördert wird. Obwohl es möglich ist, in einer bescheidenen und funktionellen Wohnung in Ruhe leben zu können, macht man den Menschen glauben, die Luxusunterkünfte würden die Lebensqualität erhöhen und die Bewohner in jeder Hinsicht glücklich machen.
Da der moderne Mensch das wahre Glück nicht kennt, sieht er das Glück und die Freude in den materiellen Dingen. So wird der Konsumrausch und damit auch das System am Leben gehalten. Der gehirngewaschene Mensch weiß gar nicht oder will nicht wissen, dass er nicht sich selbst dient, sondern ein Spielzeug in der Hand des habgierigen Systems ist, für das der Mensch kein Subjekt, sondern ein Objekt beziehungsweise ein Instrument zum Konsumieren ist. Es geht ja um mehr und immer mehr Konsum, was in Wirklichkeit das System am Leben hält, aber der Natur und Menschenseele großen Schaden zufügt.
Dass es den Industrieländern und zum Teil den Schwellenländern nicht um den Schutz der Natur, sondern nur um das Geschäft geht, wird auf den alljährlichen Klimakonferenzen, die man COP nennt, ganz offen vor Augen geführt.
Industrieländer kaufen die Verschmutzungsrechte der armen Länder. Dafür gibt man ihnen eine gewisse Summe Geld, damit man in den eigenen Ländern ohne Bedenken jede Menge CO₂ in die Luft pusten darf, d. h. die Natur ohne Hemmung verschmutzen kann.
Perverser geht es wohl nicht mehr. Was nützt unserer Mutter Erde, wenn die CO₂-Emissionen nur in den armen Ländern niedrig bleiben? Auf der anderen Seite bringt das gegebene Geld in den armen Ländern noch mehr Konsum mit sich, was letzten Endes nur den westlichen Industrieländern zugutekommt, das bedeutet, dass sie den armen Ländern noch mehr verkaufen können. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. Das ist nichts als Trick: Profitabel für die Industrieländer, schlecht für die Natur, für die Erde.
Was die Konsumsteigerung anbetrifft, profitieren beide Seiten davon. Auf diese Weise wird der Konsum sowohl in Industrieländern als auch in den armen Ländern gefördert, wovon letzten Endes nur die Industrienationen profitieren.
Um den Konsum und dadurch auch den Profit gewisser Konzerne zu steigern, wird in gewissen Industrieländern Kernenergie als saubere Energie eingestuft. Es werden ohne Bedenken neue Kernkraftwerke gebaut. Diese Länder scheinen weder von Tschernobyl noch von anderen Katastrophen der Kernkraftwerke etwas gelernt zu haben. Man hat bis heute nicht einmal eine sichere Stelle gefunden, um darin den Atommüll zu lagern, die ewig halten soll. Also, wenn es um die Steigerung des Konsums geht, sind alle Perversitäten erlaubt. Der Zweck heiligt das Mittel.
Außerdem, wenn die Leute günstigen, gar billigen Strom bekommen, können sie mehr und immer mehr konsumieren. Dies macht also auf wundersame Weise die Kernenergie auf einmal grün. Die Politiker in diesen Ländern, die allerdings die Diener der Konzerne sind, scheinen nach dem Motto zu handeln: Nach mir die Sintflut! Klimawandel und Naturschutz sind für jene Politiker oder Staatsmänner Fremdwörter.
Was die Welt und das Leben betrifft, scheint der Homo sapiens, den ich seit Langem Homo Digitalis nenne, in einen Teufelskreis geraten zu sein. Die Smartphone-Generationen können ihre Gefühle ohne Emojis nicht mehr ausdrücken, weil sie nicht einmal richtig lesen und schreiben können. Auch die Erwachsenen, die glauben, das nötige Bewusstsein zu haben und sich selbst und das System zu kennen, befinden sich auch in diesem Teufelskreis. Sie bleiben lieber in der Herde, machen nur das, was alle anderen auch tun.
Einerseits stellt der Mensch seine vegetarische und vegane Vorliebe mit Stolz zur Schau, auf der anderen Seite aber kauft er für seine Katze, für seinen Hund das Futter aus bestem Fleisch. Jede Woche oder alle zwei Wochen schmeißt man eine üppige Grillparty, an deren Ende die Hälfte des kostbaren Lebensmittels im Müll landet.
Der Mensch geht mit seinen Freunden und Bekannten zu demselben Fitness- und Wellnesszentrum, konsumiert die gleichen Drogen, trinkt auch die gleichen Getränke und Alkoholsorten, weil die anderen auch das tun. Er trägt die gleichen Klamotten und wenn möglich denselben Markenartikel. Sonst fühlt er sich nicht wohl, wenn er nicht in der Herde bleibt und mit ihr mitläuft.
Selbst im Winter in der Kälte saust der dumme Mensch auf dem E-Scooter stehend durch die Straßen, statt zu Fuß zu gehen und für seine Gesundheit etwas Gutes zu tun. Er tut dies, weil viele andere auch das tun, weil es zu der Zeit „in“ und „cool“ ist. Wenn man bedenkt, aus welchem Motiv heraus das Outfit eines Radfahrers teurer ist als das Fahrrad selbst, kann man sehr gut verstehen, wie wichtig die Einstellung der Herde ist – der Schein ist wichtiger als das Sein. Natürlich steigert all dies den Konsum, was in der Tat vom System gesteuert wird.
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Der Untergang per Menschenhand
Die Dummheit des Menschen
Der Mensch, der als eine Laune der Natur auf der Erde erschienen ist, hat leider nicht die Reife und Weisheit erlangen können, ein bescheidenes und naturgemäßes Leben zu führen. Als er anfing, immer mehr zu besitzen und in seinem Mitmenschen seinen Rivalen, gar den Feind zu sehen, so stand es fest, dass er irgendwann die Mutter Erde unbewohnbar machen und dadurch auch sich selbst vernichten wird. Das heißt, in ferner Zukunft wird ihm die Erde mit allen Lebewesen darin zum Opfer fallen. Auch seine eigene Existenz. Er wird der alleinige Architekt der Auslöschung alles Lebens auf der Erde sein.
Letzten Endes wird der Mensch seiner eigenen Dummheit zum Opfer fallen. Allerdings war diese Entwicklung unvermeidlich, denn die Kreatur namens Mensch hat durch seine Habsucht im Verlauf der Jahrtausende, vor allem in den letzten Jahrhunderten, ein perverses System geschaffen, das den Menschen verblödet und in einen Konsumautomaten verwandelt hat. Und aufgrund dieser Entwicklung hat er sich eines Tages in virtuellen Welten verloren, bevor er zur Weisheit gelangen konnte, zu wissen, was das wahre Glück war und was das Menschsein auf der Erde überhaupt bedeutete.
In der Tat wurden dem Menschen das Privateigentum und dessen wichtigstes Derivat, nämlich das Geld, zum Verhängnis. Es ist so weit gekommen, dass das Geld zum obersten Gott der Menschheit wurde. Der Mensch hat keinen Gott dermaßen verehrt, wie er das Geld bzw. den Profit verehrt hat.
Also, die Vernichtung alles Lebens auf der Erde per Menschenhand wird unvermeidlich sein, denn was den Schutz des Lebens auf der Erde anbelangt, betrügt der Mensch nicht nur sich selbst. Er betrügt auch seine Mitmenschen. Dies wird er auch bis zum bitteren Ende tun.
Bei der sogenannten Globalisierung ging es nicht darum, der ganzen Welt die vermeintlich hohe westliche Zivilisation – denn die Lebensweise der armen Länder, z. B. in Afrika, wurde für primitiv erachtet – zu bringen, sondern es ging vor allem darum, die ganze Welt auszubeuten, indem die Massenprodukte der Industrieländer in jedem Dorf der armen Länder verkauft werden sollten. So hat dieses brutale System die Menschen in der Welt so geformt und so abgerichtet, dass sich dieses gierige Vorhaben in aller Welt durchsetzen konnte.
Einerseits gibt der Mensch an, für den Schutz der Mutter Natur zu sein, auf der anderen Seite aber lebt und handelt er dermaßen pervertiert, dass er der Natur mit allen Lebewesen darin großen Schaden zufügt. Natürlich weiß der Mensch nicht, dass er dabei auch seine eigene Existenz aufs Spiel setzt und das künftige Leben auf unserem Planeten Erde unmöglich machen wird. Daran ist eigentlich das brutale System, das nur den Profit im Auge hat, schuld, denn dieses System hat den Menschen mit allen Mitteln und Methoden verblödet und ihn in einen Konsumautomaten verwandelt, sodass er ohne Konsum zusammenbrechen würde. Daher ist der Mensch so weit gebracht worden, dass er alles, was er kaufen kann, was ihm unter die Hände kommt, mit Begeisterung und mit immer wachsendem Appetit konsumiert.
Einerseits ist der Mensch gegen die Vernichtung von seltenen und wertvollen Baumarten in fernen Ländern, auf der anderen Seite aber wechselt er seine Möbel alle paar Jahre, manche sogar jedes Jahr, die aus jenen gefährdeten Baumarten hergestellt werden. Einerseits ist der Mensch gegen die übermäßigen CO₂-Emissionen in die Luft, auf der anderen Seite aber fährt er zum Stadtzentrum oder zu seinem Arbeitsplatz, der vielleicht zwei Kilometer entfernt liegt, mit einer großen Karosse, anstatt zu Fuß zu gehen. Genauso werden die Schulkinder mit SUVs zur Schule gefahren, die von zu Hause vielleicht ein oder zwei Kilometer entfernt liegt, anstatt das Kind zu ermutigen, zu Fuß zur Schule zu gehen. Dass dies für das Kind gut und gesund ist, davon will der Mensch gar nichts wissen.
Obwohl man in den Städten und auf vielen Strecken ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Zug fahren kann, fährt der Mensch lieber mit dem Auto, weil es bequem ist. Dass es für die Natur schädlich ist, kommt ihm gar nicht in den Sinn.
Einerseits ist der Mensch angeblich für die Reduzierung der CO₂-Emissionen, auf der anderen Seite aber will er auf den Urlaub in fernen Ländern nicht verzichten, was lange, manchmal mehrere Flüge erfordert, durch die jedes Mal Unmengen CO₂ in die Luft gepustet werden. Denn der Mensch hat nicht nur die menschliche Orientierung verloren, sondern hat auch seine Denkfähigkeit eingebüßt.
Die Stille und Ruhe kann der Mensch nicht mehr ertragen; er muss ständig von Event zu Event, von Termin zu Termin laufen, um angeblich seinen Spaß zu haben. Er kann nicht allein sein, es sei denn, er hat den Schnuller namens Smartphone in der Hand und ist in virtuellen Welten unterwegs und beschäftigt sich mit den sogenannten „Sozialen Netzwerken“. Der uns gegenwärtig bekannte Mensch muss ständig in Bewegung sein, er muss immer beschäftigt sein, etwas unternehmen, auch wenn es schädlich ist und wenn es auch nur aus Internetmüll besteht.
Einerseits versucht der Mensch, den Eindruck zu erwecken, auf die materiellen Güter keinen Wert zu legen und für ein bescheidenes Leben zu sein, auf der anderen Seite aber besitzt er im Haushalt, abgesehen von notwendigen Aggregaten und Apparaten wie Kühlschrank, Waschmaschine und dergleichen, auch viele überflüssige Automaten, deren Herstellung der Natur gewisse Ressourcen abverlangt und ohne die man auch leben und zurechtkommen kann.
Diese Automaten bzw. Maschinen sollen ja angeblich die Lebensqualität erhöhen. Denn der gehirngewaschene Mensch sieht sein Glück, seine Lebensqualität in solchen materiellen Dingen, weil er nicht weiß, was das wahre Glück ist. Der moderne Mensch will davon gar nichts wissen, dass die Herstellung all dieser Dinge auf Kosten der Natur geht.
Selbst diejenigen, die sich als Naturschutzaktivisten einen Namen gemacht haben, betrügen ihre Mitmenschen und auch sich selbst. Nicht nur diejenigen, die im Schulkindalter mit jenen scheinheiligen Aktivisten mitlaufen, sondern auch viele andere Kinder werden jeden Tag mit großen Karossen zur Schule gefahren.
Jene verlogenen Aktivisten fliegen auch wie alle anderen in die fernen, exotischen Länder, um ihren Urlaub am Strand unter den Palmen zu verbringen, obwohl sie stets großmäulig verkünden, dass die Flüge der Mutter Natur großen Schaden zufügen. Die meisten von ihnen sind die gleichen Kinder und Jugendlichen, vor allem in den westlichen Industrieländern, die immer wieder neue Klamotten kaufen und alle fünfzehn Tage diese wegschmeißen und sich jedes Jahr ein neues Smartphone zulegen. Sie sind naiv und haben gar kein Bewusstsein, zu wissen, dass all dies auf Kosten der Natur geschieht. Wie diese Kinder und Jugendlichen leben, davon brauche ich hier gar nicht zu berichten.
Einerseits will der Mensch wissen, dass die CO₂-Emissionen der Natur und damit auch allen Lebewesen, die darin leben, große Schäden zufügen, auf der anderen Seite aber will er die Autofahrten nicht minimieren, geschweige denn darauf verzichten. Ganz im Gegenteil, wenn möglich, kauft er ein zweites, im Trend stehendes Auto – je größer und bekannter das Auto ist, umso stolzer ist der Besitzer –, weil das Auto Statussymbol ist. Der Mensch sieht seinen Wert in solchen toten Dingen, weil er sein Selbstwertgefühl schon längst verloren hat und innerlich keine Kraft mehr besitzt.
In den westlichen Industrieländern und auch in vielen Schwellenländern nimmt das Auto noch schädlichere Formen an: Hat man Töchter oder Söhne, welche das vorgesehene Alter erreicht und den Führerschein gemacht haben, so kauft man für sie auch Autos, anstatt zu versuchen, von dem vorhandenen Auto in der Familie gemeinsam Gebrauch zu machen oder das öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, soweit es machbar ist.
In Anbetracht dieser Tatsache kann man davon ausgehen, dass diese Lebensweise, die vom System mit allen Mitteln und Tricks gefördert wird, nicht nur dem Menschen, sondern auch der Mutter Natur zum Verhängnis wird. Denn das System basiert nur auf dem Konsum. Ohne Konsum würde das ganze System zusammenbrechen.
Seit mehreren Jahren werden keine gewöhnlichen, kleinen Autos mehr produziert, sondern große Karossen bzw. SUVs auf den Markt gebracht, die die Umwelt noch mehr verschmutzen und deren Herstellung der Natur noch mehr Ressourcen abverlangt.
Dass viele Autohersteller in letzter Zeit versuchen, E-Autos zu produzieren, bedeutet noch lange nicht, dass sie tatsächlich an die Umwelt bzw. Natur denken. Denen geht es nur darum, so viele Autos wie möglich zu verkaufen. Erstens, weil es im Trend ist, zweitens, weil viele Menschen daran glauben, dass sie etwas Gutes für den Schutz der Natur tun würden. Sie wollen davon gar nichts wissen, dass die Herstellung von E-Autos der Natur noch mehr Ressourcen abverlangt. Die E-Autos fallen ja nicht vom Himmel. Diejenigen, die mit ihren E-SUV stolz und prahlerisch herumdüsen, wollen gar nicht wissen, dass sie der Natur genauso viel schaden wie die anderen Autos. Anstatt aufs Auto zu verzichten und das öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen, wo es möglich ist, will man lieber mehr Autos besitzen.
Der moderne Mensch will nicht mehr in bescheidenen Häusern oder Wohnungen wohnen; die müssen entsprechend dem Trend mit allem Luxus ausgestattet sein. Solche Ausstattungen in diesen Luxushäusern erfordern hohe Ausgaben, die in der Tat nur den Konsum steigern, was wiederum vom System erwünscht und gefördert wird. Obwohl es möglich ist, in einer bescheidenen und funktionellen Wohnung in Ruhe leben zu können, macht man den Menschen glauben, die Luxusunterkünfte würden die Lebensqualität erhöhen und die Bewohner in jeder Hinsicht glücklich machen.
Da der moderne Mensch das wahre Glück nicht kennt, sieht er das Glück und die Freude in den materiellen Dingen. So wird der Konsumrausch und damit auch das System am Leben gehalten. Der gehirngewaschene Mensch weiß gar nicht oder will nicht wissen, dass er nicht sich selbst dient, sondern ein Spielzeug in der Hand des habgierigen Systems ist, für das der Mensch kein Subjekt, sondern ein Objekt beziehungsweise ein Instrument zum Konsumieren ist. Es geht ja um mehr und immer mehr Konsum, was in Wirklichkeit das System am Leben hält, aber der Natur und Menschenseele großen Schaden zufügt.
Dass es den Industrieländern und zum Teil den Schwellenländern nicht um den Schutz der Natur, sondern nur um das Geschäft geht, wird auf den alljährlichen Klimakonferenzen, die man COP nennt, ganz offen vor Augen geführt.
Industrieländer kaufen die Verschmutzungsrechte der armen Länder. Dafür gibt man ihnen eine gewisse Summe Geld, damit man in den eigenen Ländern ohne Bedenken jede Menge CO₂ in die Luft pusten darf, d. h. die Natur ohne Hemmung verschmutzen kann.
Perverser geht es wohl nicht mehr. Was nützt unserer Mutter Erde, wenn die CO₂-Emissionen nur in den armen Ländern niedrig bleiben? Auf der anderen Seite bringt das gegebene Geld in den armen Ländern noch mehr Konsum mit sich, was letzten Endes nur den westlichen Industrieländern zugutekommt, das bedeutet, dass sie den armen Ländern noch mehr verkaufen können. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. Das ist nichts als Trick: Profitabel für die Industrieländer, schlecht für die Natur, für die Erde.
Was die Konsumsteigerung anbetrifft, profitieren beide Seiten davon. Auf diese Weise wird der Konsum sowohl in Industrieländern als auch in den armen Ländern gefördert, wovon letzten Endes nur die Industrienationen profitieren.
Um den Konsum und dadurch auch den Profit gewisser Konzerne zu steigern, wird in gewissen Industrieländern Kernenergie als saubere Energie eingestuft. Es werden ohne Bedenken neue Kernkraftwerke gebaut. Diese Länder scheinen weder von Tschernobyl noch von anderen Katastrophen der Kernkraftwerke etwas gelernt zu haben. Man hat bis heute nicht einmal eine sichere Stelle gefunden, um darin den Atommüll zu lagern, die ewig halten soll. Also, wenn es um die Steigerung des Konsums geht, sind alle Perversitäten erlaubt. Der Zweck heiligt das Mittel.
Außerdem, wenn die Leute günstigen, gar billigen Strom bekommen, können sie mehr und immer mehr konsumieren. Dies macht also auf wundersame Weise die Kernenergie auf einmal grün. Die Politiker in diesen Ländern, die allerdings die Diener der Konzerne sind, scheinen nach dem Motto zu handeln: Nach mir die Sintflut! Klimawandel und Naturschutz sind für jene Politiker oder Staatsmänner Fremdwörter.
Was die Welt und das Leben betrifft, scheint der Homo sapiens, den ich seit Langem Homo Digitalis nenne, in einen Teufelskreis geraten zu sein. Die Smartphone-Generationen können ihre Gefühle ohne Emojis nicht mehr ausdrücken, weil sie nicht einmal richtig lesen und schreiben können. Auch die Erwachsenen, die glauben, das nötige Bewusstsein zu haben und sich selbst und das System zu kennen, befinden sich auch in diesem Teufelskreis. Sie bleiben lieber in der Herde, machen nur das, was alle anderen auch tun.
Einerseits stellt der Mensch seine vegetarische und vegane Vorliebe mit Stolz zur Schau, auf der anderen Seite aber kauft er für seine Katze, für seinen Hund das Futter aus bestem Fleisch. Jede Woche oder alle zwei Wochen schmeißt man eine üppige Grillparty, an deren Ende die Hälfte des kostbaren Lebensmittels im Müll landet.
Der Mensch geht mit seinen Freunden und Bekannten zu demselben Fitness- und Wellnesszentrum, konsumiert die gleichen Drogen, trinkt auch die gleichen Getränke und Alkoholsorten, weil die anderen auch das tun. Er trägt die gleichen Klamotten und wenn möglich denselben Markenartikel. Sonst fühlt er sich nicht wohl, wenn er nicht in der Herde bleibt und mit ihr mitläuft.
Selbst im Winter in der Kälte saust der dumme Mensch auf dem E-Scooter stehend durch die Straßen, statt zu Fuß zu gehen und für seine Gesundheit etwas Gutes zu tun. Er tut dies, weil viele andere auch das tun, weil es zu der Zeit „in“ und „cool“ ist. Wenn man bedenkt, aus welchem Motiv heraus das Outfit eines Radfahrers teurer ist als das Fahrrad selbst, kann man sehr gut verstehen, wie wichtig die Einstellung der Herde ist – der Schein ist wichtiger als das Sein. Natürlich steigert all dies den Konsum, was in der Tat vom System gesteuert wird.
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