Cover: Liebes-Mandala-Wunder

Liebes-Mandala-Wunder


EUR 17,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 62
ISBN: 978-3-7116-1995-2
Erscheinungsdatum: 19.10.2026
Nach dem Verlust ihres Seelenverwandten und vielen schmerzhaften Beziehungen erzählt Dorina Sonnensperger von der unerschütterlichen Kraft der Liebe. Ein poetischer Gedichtband über Sehnsucht, Hoffnung und den Glauben daran, dass Wunder möglich sind.
Schokoladenabsturz


Ein letztes Augenzwinkern
Ein letzter Gruß
Ein letztes Mal nach dir umdrehen
Du wendest dich von mir – drehst dich um
Und du schaust mir nie wieder in die Augen
Während ich mich in mein Schneckenhaus zurückziehe,
ziehst du um die Häuser
Du hast mir so vieles versprochen
und doch hast du nichts zu geben
Außer ein zerknirschtes Lächeln
Du in sicheren Händen, fällst in ein sicheres Netz
Doch ich falle tiefer, als man je graben könnte
Ich möchte nach all den zerzausten Monaten alles geben,
Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege
Du verkriechst dich ganz langsam,
bis du klein und unbedeutend
Für mich bist du die Eine, auch wenn du andere Lippen küsst
Trotzdem ist deine Seele fest in meinem Herzen verankert
Jetzt stürze ich mich in ein Buffet voller Schokolade
Und ertrinke darin, bis ich mich komplett
auflöse vor Schmerz




Universelles Wolkenmeer


Ein kurzes Aufblicken in den wolkenlosen Himmel
Der Himmel klar und voller unerklärlicher Fragen
Viele Fische schwimmen in Harmonie
in unruhigen Strömen dieser Zeit
In meiner Fantasie zähle ich keck und frech
die Augen aller bunten Exoten
Bei 10.000 Augen höre ich auf zu zählen,
weil ich viel zu müde geworden bin
Ausgelaugt und ohne Energie stelle ich fest –
kein einziger Fisch bleibt bei mir
Zu kurz der Aufenthalt – zu kurz die Freude
Doch die ganz besonderen Fische behalte ich
in meiner ewigen Erinnerung




Humus


Ich stampfe so sehr im Schlamm,
sodass mein Gesicht voll Dreck und Schlund
Ich fresse den Schmarren jeden Tag
Und schlucke ihn hinunter –
Bis ich selbst die ganz große Scheiße bin
Doch Dreck ist nicht gleich Dreck
Ich picke mir den schönsten hervor
Und mache eine Maske daraus
Bis ich voller Stolz vor dem Spiegel sagen kann:
Du bist wirklich schön – auch mit Schlamm
Ohne Schlamm wäre ich eine „Sauberfrau“,
die sich nicht die Finger schmutzig machen möchte
Lieber nicht perfekt, aber die Hände voller Dreck
Ich will die Läuse willkommen heißen – auf meinem Haar
Auch die unschönen, die hässlichen,
weil sie Heimat auf meinem Haupt finden können
Ich will die Hässlichkeit zulassen,
weil in ihr die Schönheit gedeihen kann
Ich will mir die Chance geben,
aus einer ganz großen Scheiße ein Kunstwerk zu machen
Lasst uns Scheiße bauen, damit wir daraus
etwas Schönes formen können




Brauchen wir das nicht alle?


Ich will jemanden,
der mir den letzten Joghurt vor der Nase wegfuttert
und sich dabei mit einem Kuss entschuldigt
Ich will jemanden, der mir nachts die Decke wegzieht
und mich dann in den Arm nimmt und mich wärmt
Ich will jemanden,
der mit mir mein misslungenes Essen isst
und mir sagt, dass es lecker ist
Ich brauche jemanden,
der in meine Augen schaut und sieht, was ich träume,
meine Worte hört und versteht, was ich sage,
meine Hand hält und erkennt, wovor ich mich fürchte,
meinem Herzen lauscht und spürt, was ich fühle




Die Herzen geteilt – die Seelen vereint


Ein Herzschlag wir beide – schlagen denselben Rhythmus
Und dennoch sind unsere Herzen gebrochen,
weil wir von nun an getrennt voneinander
Das Leben schreibt seine eigene Geschichte
Doch unsere verblasste Liebe bleibt Geschichte,
weil die Herzen auf ewig geteilt in andere Welten
Das Leid schlägt seinen eigenen Gong
Doch unsere verblasste Liebe bleibt Geschichte,
weil der Gong zu Ende ging – viel zu früh
Du gingst schon sehr lange verschwiegen und verschlossen
durch die Welt,
hast nichts und niemanden wissen lassen,
wie es wirklich um dich steht
Trotzdem liebten wir uns bis in die Ewigkeit,
bis dein stiller Gang verriet,
dass wir von nun an getrennte Wege gehen
Dein sicherer Tod trennte uns,
aber niemals unsere vereinten Seelen
...

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