In Liebe, Cathi
Gedichtesammlung
EUR 17,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 34
ISBN: 978-3-7116-0099-8
Erscheinungsdatum: 29.07.2025
„Wann wache ich auf und höre?“Gedichte laden ein, einen neuen Blick auf die Realität zu werfen! Und egal, ob wir gerade Freude oder Schmerz empfinden, ein Perspektivenwechsel lohnt sich für jeden. Denn die Schönheit wartet überall auf uns …
Ich möchte diese Biene sein
Ich möchte diese Biene sein,
die durch den Fluss schwimmt
und die du so behutsam aus
dem Wasser geholt hast.
Nun kann ich die Wärme deiner Hand spüren
und auch deinen liebevollen Blick,
der ein Verständnis ausdrückt,
das mir nur wenige schenken.
Bei dir bin ich in Sicherheit,
aber du hältst mich nicht fest.
Du lässt mir Zeit, mich zu trocknen
und zu entscheiden, ob ich bleibe,
oder meine Flügel ausbreite, um
davonzufliegen.
Funken
Feuertrunkene Nacht,
die Bäume mit Gold behängt;
Mein Herz ist nun entbrannt,
unter funkelndem Firmament.
Musik wirbelt um mich her,
die Menge dreht sich immer schneller.
Niemand weiß noch wer,
oder was nun strahlet heller.
Bedrückung, Sorge, Angst und Pein,
doch auch Freude und Glück werden unverhofft
ertränkt in schwerem Wein
und vom Rhythmus mitgeklopft.
Von Ferne strahlest du mich an,
alles andere bleibt stehen.
Dein Blick zieht mich in den Bann,
kann nur noch dein Licht sehen.
Ich will
Heute will ich fröhlich sein,
will singen und will tanzen.
Möchte eine Perle sein,
die die Menschen fanden.
Ich will geben und nicht nehmen,
will lachen, ohne zu weinen.
Ich will schenken, ohne zu denken,
will, dass keine anderen leiden.
Ich will reisen mit dir, ganz weit fort,
wir wollen beide sehen, einen anderen Ort.
Ich will …
Die Straße im Winter
In der kleinen Stadt
liegt die Straße.
Die Kälte bringt die Häuser dazu,
sich zu ducken.
Sie frösteln.
Sie rücken dichter zueinander.
Es ist dunkel hier.
Nur die Sterne senden
ein Leuchten aus der Ferne.
In der Straße gibt es
einen einsamen Mann.
Er versucht, die Einsamkeit zu vertreiben.
Doch am meisten fürchtet er die Stille.
Sie drückt ihn zu Boden.
Die Bäume wispern.
Eine Vorahnung von Licht
bahnt sich ihren Weg.
In der Straße gibt es
den Hund.
Er liebt den Kirschbaum
vor seinem Fenster.
Dort sitzen die Vögel,
die für ihn singen.
Die Sonne wird geboren.
Ihre Strahlen verwandeln den Frost in
Glas.
In der Straße gibt es
die zerbrochene Frau.
Sie trägt die Scherben
ihres Herzens immer bei sich.
Sie schneiden die Frau. Erinnern sie.
Lichtstrahlen überfluten
die Häuser,
setzen die Farben in Brand.
In der Straße lebt
ein Träumer.
Er hat sich entschieden.
Er will beides.
Er will das Licht. Er will die Schatten.
Er weiß es.
Er schmeckt es.
Er hat gefühlt, dass er die Schatten genauso wollen muss,
wie das Licht.
Wenn er darin leben will.
Kraft
Nebelschwaden steigen auf,
müde Äste knarren leise;
In den Bergen, Tälern, Feldern auch,
heulen Winde ihre Weise.
Mein Leib wünscht zu schmelzen;
sucht Schutz in deinen Armen.
Doch wie zerreißt’s in meinem Herzen!
Dein Verrat kennt kein Erbarmen.
Mein Feind zerschneidet mich spiegelglatt;
sprengt mein Sein in Scherben.
Ich halte, fasse, klammre noch,
es muss doch Hilfe geben!
Ein Klagelaut, ein flüsternder Schrei
und auf einmal … vorbei.
Wärme dringt in meine Seele,
ruft Erinnerung hervor.
Welche Schmach, wenn ich fehle,
kam ich doch von hier empor!
Meine Seele lacht und weint,
wieder mit Dir, Gott, vereint!
Deine Liebe zog mich zu Dir;
Deine Wahrheit gibt mir Kraft.
Schatten dringen nicht mehr zu mir,
Deine Nähe Licht mir schafft!
Frage und Antwort
Mein Schritt klang gedämpft
in dem staubenen Gang.
Den Blick gesenkt,
bloß ein Wort in mir klang:
Großvater!
Noch seh’ ich ihn hier,
die Finger wie Schmetterlingsflügel
auf den Buchrücken liegend,
mich und die Worte wiegend,
erschuf er Träume und Feenhügel;
Welten ohne Gier.
Einst fragte ich ihn nach einer Welt,
deren unabhängiges Schicksal ich bestimme.
Nach einer Zeit, die ich mit Ketten von Zeichen binde.
Nach einer Existenz, die durch meine Verfügung zusammenhält.
Seine Antwort war folgende:
„Natürlich gibt es sie,
denn die Dame die Worte im Herzen hat.
Die Aufgabe ist jedoch nicht die,
sie dort einzusperren.
Du musst sie in andere Herzen brennen.
So brauchst du nur Stift und Blatt,
und machst Hungrige satt.“
Tag aus Glas
Ein Tag aus Glas,
in dem das Licht sich bricht.
Der Wind im Gras,
der das Leben verspricht.
Die Wolken so zart
wie ein Wintertraum.
Ein Ast, der knarrt,
schlägt an den Baum.
Die Sonne erwärmt
meine Sinne, mein Herz.
Sie lässt vergessen
so manchen Schmerz.
Der Blick ist klar,
kein Schleier davor.
Denn es ist wahr:
Frühling bricht hervor.
Das Gedicht der Atome
Wie sehr, ach –
wie ich wünsche
dich zu hören!
Wie sehne ich mich danach,
das Gedicht der Atome
zu schauen.
Noch bin ich getrieben
und treibe selbst,
doch ich träume von dir,
Gedicht der Atome.
In meiner Seele liegt die Karte,
die zu dir führt,
wie ein Schatz,
mal verschüttet,
mal ahnungsvolle Strahlen werfend,
doch nie vergessen.
Wann werde ich wohl
aufhören zu träumen-
und sehen?
Wann wache ich auf
und höre?
Ich möchte diese Biene sein,
die durch den Fluss schwimmt
und die du so behutsam aus
dem Wasser geholt hast.
Nun kann ich die Wärme deiner Hand spüren
und auch deinen liebevollen Blick,
der ein Verständnis ausdrückt,
das mir nur wenige schenken.
Bei dir bin ich in Sicherheit,
aber du hältst mich nicht fest.
Du lässt mir Zeit, mich zu trocknen
und zu entscheiden, ob ich bleibe,
oder meine Flügel ausbreite, um
davonzufliegen.
Funken
Feuertrunkene Nacht,
die Bäume mit Gold behängt;
Mein Herz ist nun entbrannt,
unter funkelndem Firmament.
Musik wirbelt um mich her,
die Menge dreht sich immer schneller.
Niemand weiß noch wer,
oder was nun strahlet heller.
Bedrückung, Sorge, Angst und Pein,
doch auch Freude und Glück werden unverhofft
ertränkt in schwerem Wein
und vom Rhythmus mitgeklopft.
Von Ferne strahlest du mich an,
alles andere bleibt stehen.
Dein Blick zieht mich in den Bann,
kann nur noch dein Licht sehen.
Ich will
Heute will ich fröhlich sein,
will singen und will tanzen.
Möchte eine Perle sein,
die die Menschen fanden.
Ich will geben und nicht nehmen,
will lachen, ohne zu weinen.
Ich will schenken, ohne zu denken,
will, dass keine anderen leiden.
Ich will reisen mit dir, ganz weit fort,
wir wollen beide sehen, einen anderen Ort.
Ich will …
Die Straße im Winter
In der kleinen Stadt
liegt die Straße.
Die Kälte bringt die Häuser dazu,
sich zu ducken.
Sie frösteln.
Sie rücken dichter zueinander.
Es ist dunkel hier.
Nur die Sterne senden
ein Leuchten aus der Ferne.
In der Straße gibt es
einen einsamen Mann.
Er versucht, die Einsamkeit zu vertreiben.
Doch am meisten fürchtet er die Stille.
Sie drückt ihn zu Boden.
Die Bäume wispern.
Eine Vorahnung von Licht
bahnt sich ihren Weg.
In der Straße gibt es
den Hund.
Er liebt den Kirschbaum
vor seinem Fenster.
Dort sitzen die Vögel,
die für ihn singen.
Die Sonne wird geboren.
Ihre Strahlen verwandeln den Frost in
Glas.
In der Straße gibt es
die zerbrochene Frau.
Sie trägt die Scherben
ihres Herzens immer bei sich.
Sie schneiden die Frau. Erinnern sie.
Lichtstrahlen überfluten
die Häuser,
setzen die Farben in Brand.
In der Straße lebt
ein Träumer.
Er hat sich entschieden.
Er will beides.
Er will das Licht. Er will die Schatten.
Er weiß es.
Er schmeckt es.
Er hat gefühlt, dass er die Schatten genauso wollen muss,
wie das Licht.
Wenn er darin leben will.
Kraft
Nebelschwaden steigen auf,
müde Äste knarren leise;
In den Bergen, Tälern, Feldern auch,
heulen Winde ihre Weise.
Mein Leib wünscht zu schmelzen;
sucht Schutz in deinen Armen.
Doch wie zerreißt’s in meinem Herzen!
Dein Verrat kennt kein Erbarmen.
Mein Feind zerschneidet mich spiegelglatt;
sprengt mein Sein in Scherben.
Ich halte, fasse, klammre noch,
es muss doch Hilfe geben!
Ein Klagelaut, ein flüsternder Schrei
und auf einmal … vorbei.
Wärme dringt in meine Seele,
ruft Erinnerung hervor.
Welche Schmach, wenn ich fehle,
kam ich doch von hier empor!
Meine Seele lacht und weint,
wieder mit Dir, Gott, vereint!
Deine Liebe zog mich zu Dir;
Deine Wahrheit gibt mir Kraft.
Schatten dringen nicht mehr zu mir,
Deine Nähe Licht mir schafft!
Frage und Antwort
Mein Schritt klang gedämpft
in dem staubenen Gang.
Den Blick gesenkt,
bloß ein Wort in mir klang:
Großvater!
Noch seh’ ich ihn hier,
die Finger wie Schmetterlingsflügel
auf den Buchrücken liegend,
mich und die Worte wiegend,
erschuf er Träume und Feenhügel;
Welten ohne Gier.
Einst fragte ich ihn nach einer Welt,
deren unabhängiges Schicksal ich bestimme.
Nach einer Zeit, die ich mit Ketten von Zeichen binde.
Nach einer Existenz, die durch meine Verfügung zusammenhält.
Seine Antwort war folgende:
„Natürlich gibt es sie,
denn die Dame die Worte im Herzen hat.
Die Aufgabe ist jedoch nicht die,
sie dort einzusperren.
Du musst sie in andere Herzen brennen.
So brauchst du nur Stift und Blatt,
und machst Hungrige satt.“
Tag aus Glas
Ein Tag aus Glas,
in dem das Licht sich bricht.
Der Wind im Gras,
der das Leben verspricht.
Die Wolken so zart
wie ein Wintertraum.
Ein Ast, der knarrt,
schlägt an den Baum.
Die Sonne erwärmt
meine Sinne, mein Herz.
Sie lässt vergessen
so manchen Schmerz.
Der Blick ist klar,
kein Schleier davor.
Denn es ist wahr:
Frühling bricht hervor.
Das Gedicht der Atome
Wie sehr, ach –
wie ich wünsche
dich zu hören!
Wie sehne ich mich danach,
das Gedicht der Atome
zu schauen.
Noch bin ich getrieben
und treibe selbst,
doch ich träume von dir,
Gedicht der Atome.
In meiner Seele liegt die Karte,
die zu dir führt,
wie ein Schatz,
mal verschüttet,
mal ahnungsvolle Strahlen werfend,
doch nie vergessen.
Wann werde ich wohl
aufhören zu träumen-
und sehen?
Wann wache ich auf
und höre?

