Die Wolken bleiben
Gedichte
EUR 13,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 70
ISBN: 978-3-7116-0505-4
Erscheinungsdatum: 11.03.2025
Hoffnung, Liebe, Freiheit ,,, die Dinge des Lebens sind in diesem lyrischen Band vereint. Humorige Elemente zaubern ein Schmunzeln in des Lesers Gesicht. Die Inhalte sind so vielfältig wie jene des Lebens und laden zum Entspannen oder zum Nachdenken ein.
Blumen im Winter
Wie Blumen im Winter
sind meine Haare
in deinem abwesenden Blick,
die Sterne rotieren
wie fehlgeschlagen und wie
verloren ohne Zahl,
die Träume vom Anderssein geraten abgeschmackt in deine Welt,
die karge,
und bringen Geschenke des wortlosen Undanks
wie Mehlstaub
von dir.
Blumen im Winter
sind meine Haare und
Gedanken an den Abschied.
02.02.2018
Schnee
Schnee bedeckt die Narben
und den lauernden Tod.
Glitzert wieder Wärme auf,
ertrinkt das Land an den Wasserströmen,
den aufkeimenden.
Wie die Ströme zu Babel fließen sie,
eilen dahin mit der Nachricht in ihrem Gefährt
vom Kommenden,
vom trüben Frühling,
dem unsteten.
Komm, Nacht,
erinnere einen jeden an das Lager,
das unter Tränen gehäuft worden ist
und niemals Frieden spendet,
erinnere an den Schnee.
Dein Name
zergeht
wie Schmetterlingsflügel,
die dahinwelken
im raunenden Wind.
Dein Haar
fällt
über deine Gedanken,
die sanften blaßblauen,
trägt sie durch Eis und Schnee.
Deine Hände
ringen
um den Segen,
den Ablass bringenden,
für deine verlorene Seele.
19.02.2018
Katze
Katzentatzen
sanfte Pratzen,
selten ein verletzender Hieb.
Katzennase
hinter der Vase.
Du kleiner Scherbendieb!
Katzengemaunze
sanftes Geraunze.
Wie, Futter wäre dir nun lieb?
Orakel
Die Welt ist
ein rundes Theater.
Nichts bleibt.
Der Zufall überlässt
seine Rolle
dem Spiel,
Lichter werden
angeknipst,
um
zeitnah
wieder zu vergehen.
Annehmen
Im Nebel
vom Durchblick
in
eine andere Dimension
getrennt.
Im Regen
vom Glauben daran,
dass bald ein Reh
kommen wird,
befreit.
In der Sonne
Gott
einen guten
Menschen
sein lassen.
23.02.18
Glück
Berauschendes Glück
fällt über die Steine
bringt
Ehrfurcht
vor dem Leben
lebt
wie das Streunen des Windes
zaubert
Strahlen der Sanftmut
auf mein Gesicht.
26.02.2018
Wenn ich ein Tropfen wär,
ich fiele ins Ungewisse,
spürte meine Höhenangst
und den dumpfen Aufschlag
nach dem Fall.
Wenn ich ein Blatt wär,
ich söge das Wissen der Bäume in mich,
lebte unbeschwert den Naturgewalten ausgesetzt
und dem Zauber des Fallens
vor dem endgültigen Vergessen.
Wenn ich ein Ozean wär,
ich schwebte sorglos durch meine Täler,
ganz dem Unendlichen ausgeliefert
dem kreisenden und wogenden,
das ich selber bin.
26.02.2018
Für dich
Die Freude
hüpft
auf wackeligen Beinen
durch
die Welt.
Dieses Mal
werde ich
sie
einladen
auf eine Taxifahrt.
Oder doch
besser
auf einen
gemütlichen Abend
bei dir.
Hier und dort
Andernorts ist
blankes Missverständnis
leeres Beistandsgefasel
sperriges Mitgefühl.
Dieserorts sind
Stimmen zu schmecken,
Düfte zu ergreifen
Wohltaten zu riechen
Berührungen zu verschenken.
Diese und der Andere
suchen wahllos,
bleiben unbegriffen,
teilen erzwungenerweise
und haften jeder nur an sich selber fest.
Elegie mit Kater
Garfield beklagt sein karges Mahl:
„Heute wieder nur ,Stuba‘ zu fressen?!“
Andernorts hungern Kinder ohne Zahl
mein Kater muss Spezialfutter essen –
gegen das Gekotze.
Aber Garfield gesundet, sein Fell ist schön.
Afrikas Kinder haben Augen voller Fliegen,
Mein Kater wird bald auf Mäusejagd gehn,
die Kleinen werden bald am Boden liegen –
mit leeren Mägen.
Mäuse würden diese Kinder wohl essen,
Wer weiß, sie würden’s wohl tun?!
Nein Kater, ich hab dich nicht vergessen.
Aber die Kleinen dort, die werden bald ruhn
in seinem Schoß.
...
Wie Blumen im Winter
sind meine Haare
in deinem abwesenden Blick,
die Sterne rotieren
wie fehlgeschlagen und wie
verloren ohne Zahl,
die Träume vom Anderssein geraten abgeschmackt in deine Welt,
die karge,
und bringen Geschenke des wortlosen Undanks
wie Mehlstaub
von dir.
Blumen im Winter
sind meine Haare und
Gedanken an den Abschied.
02.02.2018
Schnee
Schnee bedeckt die Narben
und den lauernden Tod.
Glitzert wieder Wärme auf,
ertrinkt das Land an den Wasserströmen,
den aufkeimenden.
Wie die Ströme zu Babel fließen sie,
eilen dahin mit der Nachricht in ihrem Gefährt
vom Kommenden,
vom trüben Frühling,
dem unsteten.
Komm, Nacht,
erinnere einen jeden an das Lager,
das unter Tränen gehäuft worden ist
und niemals Frieden spendet,
erinnere an den Schnee.
Dein Name
zergeht
wie Schmetterlingsflügel,
die dahinwelken
im raunenden Wind.
Dein Haar
fällt
über deine Gedanken,
die sanften blaßblauen,
trägt sie durch Eis und Schnee.
Deine Hände
ringen
um den Segen,
den Ablass bringenden,
für deine verlorene Seele.
19.02.2018
Katze
Katzentatzen
sanfte Pratzen,
selten ein verletzender Hieb.
Katzennase
hinter der Vase.
Du kleiner Scherbendieb!
Katzengemaunze
sanftes Geraunze.
Wie, Futter wäre dir nun lieb?
Orakel
Die Welt ist
ein rundes Theater.
Nichts bleibt.
Der Zufall überlässt
seine Rolle
dem Spiel,
Lichter werden
angeknipst,
um
zeitnah
wieder zu vergehen.
Annehmen
Im Nebel
vom Durchblick
in
eine andere Dimension
getrennt.
Im Regen
vom Glauben daran,
dass bald ein Reh
kommen wird,
befreit.
In der Sonne
Gott
einen guten
Menschen
sein lassen.
23.02.18
Glück
Berauschendes Glück
fällt über die Steine
bringt
Ehrfurcht
vor dem Leben
lebt
wie das Streunen des Windes
zaubert
Strahlen der Sanftmut
auf mein Gesicht.
26.02.2018
Wenn ich ein Tropfen wär,
ich fiele ins Ungewisse,
spürte meine Höhenangst
und den dumpfen Aufschlag
nach dem Fall.
Wenn ich ein Blatt wär,
ich söge das Wissen der Bäume in mich,
lebte unbeschwert den Naturgewalten ausgesetzt
und dem Zauber des Fallens
vor dem endgültigen Vergessen.
Wenn ich ein Ozean wär,
ich schwebte sorglos durch meine Täler,
ganz dem Unendlichen ausgeliefert
dem kreisenden und wogenden,
das ich selber bin.
26.02.2018
Für dich
Die Freude
hüpft
auf wackeligen Beinen
durch
die Welt.
Dieses Mal
werde ich
sie
einladen
auf eine Taxifahrt.
Oder doch
besser
auf einen
gemütlichen Abend
bei dir.
Hier und dort
Andernorts ist
blankes Missverständnis
leeres Beistandsgefasel
sperriges Mitgefühl.
Dieserorts sind
Stimmen zu schmecken,
Düfte zu ergreifen
Wohltaten zu riechen
Berührungen zu verschenken.
Diese und der Andere
suchen wahllos,
bleiben unbegriffen,
teilen erzwungenerweise
und haften jeder nur an sich selber fest.
Elegie mit Kater
Garfield beklagt sein karges Mahl:
„Heute wieder nur ,Stuba‘ zu fressen?!“
Andernorts hungern Kinder ohne Zahl
mein Kater muss Spezialfutter essen –
gegen das Gekotze.
Aber Garfield gesundet, sein Fell ist schön.
Afrikas Kinder haben Augen voller Fliegen,
Mein Kater wird bald auf Mäusejagd gehn,
die Kleinen werden bald am Boden liegen –
mit leeren Mägen.
Mäuse würden diese Kinder wohl essen,
Wer weiß, sie würden’s wohl tun?!
Nein Kater, ich hab dich nicht vergessen.
Aber die Kleinen dort, die werden bald ruhn
in seinem Schoß.
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