Bunt wias Lebn
EUR 25,90
Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 84
ISBN: 978-3-7116-0269-5
Erscheinungsdatum: 11.02.2025
Eine direkte Botschaft aus dem Herzen des Autors. Darum auch in seiner Sprache.Gereimtes aus dem modernen Alltag, das erheitern und beglücken möchte oder auch nur ganz leise und liebevoll einlädt, kurz innezuhalten.
Buntes Herbstlaub
Im Herbst wünscht sich so mancher Mo,
ob ned doch a Sturm kumma ko,
der die bunten Blaadl vo seim Ahorn reißt
und zu seim Nachbarn gezielt nüber schmeißt.
Denn er bangt um seinen Rasen,
er muass sonst saiber des Laub wegblasen.
Dazu hat er ein Gerät,
wobei er den Motor auf dem Rückn trägt.
Kurz über der Backe …
das trockne Laub tanzt zicke-zacke …
Im Bann vom
Laubbläsergesang,
lauscht er verzückt
dem Sphärenklang.
Lustig iss’, wenns dröhnt und kracht,
weil nur oiwei „Stille“ alloa
traurig macht!
Drum muaß si bei uns oiwei wos rührn,
mit dem Rasenmäherkrach Freiheit spürn,
beim Heckenschneidn Glücksgefühle.
Herrschaftzeiten, es geht nix über
a Herbstidylle …
As Steh-auf-Mandl
Stehst do wia a Oach
Kraftvoll und stark
Ned zum Umschmeissn
Moanst!
Der Sturm naggelt an dir
Er reißt da d’Äst runta
Aba er verbiagt di ned
Wia lang?
Zoagst oiwei Flagge
Hängst nia s’Fahndl nachm Wind
Du woaßt wosd wuißt
Andere aa!
A schwachs Gros
Wiegt si im Wind
Des schmeißt koa Weda um
Es geht nia unta!
D’Oach is brocha
Im Orkan …
Du wackelst –
Host „runde Füaß“
Konn kumma wos mog
Bleibst aufrecht steh
As Zui erreicht ma nur aufrecht
Steh auf, Mandl!
Amtsdeitsch
Paragraph 1000, Absatz A,
scheißfreindli grüaßt d’Justitia.
Da Laie, der ned durch den Text geblickt,
is hoffnungslos im Gesetz verstrickt!
Er kennt zwar STGB, BGB und des Recht für d’Steier,
eam is zwar olles ned geheier!
Rote Büacher, dick und schwer,
regeln ned nur den Verkehr,
auch de Umweit. Aa beim Segeln
verstoßen vui Leit genga d’Regeln.
Benimm- und Höflichkeitsvorschriften
gengan sowieso scho stiftn!
Zu allen Gesetzen, Verordnungen und Entwürfen:
Ergänzungen, die der Erklärung bedürfen!!
De Sprach braucht wiederum a Übersetzung,
sunst erkennt da Sünder koa Verbotsverletzung!
De Aufklärung is meistens bitta,
besonders bei da Landung hinter Gitta!
D’Justitia, blind, schön und teuer,
aber meist ein Ungeheuer.
Domois z’Babel
Domois in Babel,
diese Gschicht,
hod in Wort und Schrift
ganz vui Verwirrung gstift
und ned bloß oa Chaos ogricht!
War aber technisch rentabel!
Da Oberste schreit durch sei Flüstertüte:
„Mann, höher! Arbatn!! Olle! Weiter! Schneller!“
Ach du meine Güte!
Jeda miassat buckeln, mächt ma moana,
aber wos der Chef wui, waoß im Moment koana.
Plötzlich redt jeda mit besonderen Worten,
im obern Stockwerk vom Turm
und an allen anderen Orten.
Da Ludwig, verstäht im Moment nua:
„Schlaf a Gsatzerl!“
Und des scho ganz in da Fruah!
Und glei drauf: „Glei kummt dei Schatzerl!“
In dem Durchanand mit dem unverständlichen Gred,
werkeln de oana wia bläd,
während a anderer faul in da Eckn loant,
und koana mehr woaß, wos da andere moant.
Drum muass jetz jeda in d’Schui.
Mit pädagogischem „Hoizhammer“ und vui Gfui
kriagt ma schnai und umfassend beigebracht,
dass nix mehr Verständigungsprobleme macht.
Domois und aa bis heit
büffeln de Schüler wia ned gscheit.
Heizudogs iss so praktisch wia nie!
Denn jetz gibt’s endli „KI“!
Einen Chip im Kopf tranplantiert,
lafft jede Verständigung wie geschmiert!
Der Welten gesammelte Weisheit,
gelagert auf ewig, hinter jedweder Stirn.
Abzruafa ganz einfach:
ma tippt sich drei moi ans Hirn.
Frau mit Stil
Oft frag ich mich ganz einfach so,
warum sind Falten immer im Gesicht, nicht am Popo?
Meine Haut ist nicht rosa, auch nicht zart!
Ich hab am falschen Ende gspart!
Ich habs versucht mit Quark und Honig,
darauf einen Zitronen-Tonic.
Aus Majo eine dicke Schicht
beruhigt die Haut dann im Gesicht.
Mit zwei duftenden Gurkenscheiben,
die unbeweglich auf den Augen bleiben,
bleib ich eine Stunde liegen,
bin dann schwerlich wach zu kriegen.
Ob ich das nicht auch mal nehm?
Die Dame auf „Creme Süperb“: umwerfend schön!
Ihre Haut ist rosarot und fein.
So schön möchte ich auch mal sein!
Sieh mal da, die Dame in meinem Alter!
Anti-Aging ist das Glück! Mein Gott, Walter!
Noch fünf Präparate – dann geh ich heim.
Der Kostenpunkt, der bleibt geheim.
Döschen, Fläschchen und ein paar Töpfchen …
alles für mein ramponiertes Köpfchen.
Glitzernd in leuchtendem Rot und Blau
Warten sie auf die hoffnungsfrohe Frau.
Eigentlich ists nicht mein Stil:
„Je mehr, je besser – viel hilft viel!“
Aber weil die Faltentiefe nach Hilfe schreit,
wird Schicht für Schicht auf dem Gesicht verteilt.
Jetzt gehts dem Feinde an den Kragen!
Man muss doch nicht immer klagen,
nicht verzweifelt die Augen schließen,
sondern mit Kanonen schießen!
Ab jetzt habe ich ein gutes Gefühl,
denn ich bin eine Frau mit „Stil“.
Die Geldbörse ist rank und schlank,
wenn das so weitergeht, bin ich bald blank.
Jedoch:
Nimmt er kein Ende, dieser Jammer,
wird mein Bad zur Dunkelkammer!
Der Außenseiter
Du gehst mit nix und neamd konform
Du entsprichst hoit ned der Norm
Oamoi ogschaugt! Scho entschieden:
Des Vorurteil ist dir geblieben.
„Der is stur ois wia a Bog
Koa Wunder, dass n koaner mog …
Wia er ozong is! Die Kleiderfrage
Fördert Tiefgründiges zutage …“
Am Liabsten „Oans“ mit der Natur
Steht a scho in oller Fruah
Draußd im Woid, schaugt nach de Baam
Nach de Bleamal am Waldessaam …
De ganze Technik interessiert eam ned
Weil er ois Mensch real am Bodn steht
Leit’, de so „leise schwächeln“
Beobachtet de Umwelt mit „leisem“ Lächeln …
Oaner, der soiche Signale sendt …
De andern moanen, dass man’ kennt …
Höflich gsogt: a wenig zerstreut
Mein Gott, so is und bleibt er hoit!
Schaugt ma platt auf an andern drauf:
A soiche Rechnung geht niaauf!
Gib’ nix drauf, auf dummes Gred …
Wiasd du säiba bist, woaßt du ja säiba ned
Warten …
Warten: dass die Zeit vergeht
warten: dass der Liebste endlich vor der Türe steht
warten: am Telefon in der Warteschlange
warten: dass endlich amoi Lösungen zugange
warten: dass jemand meine Leistungen anerkennt
warten: dass Mutters Essen nicht anbrennt
warten: dass mir irgendwer verzeiht
warten: dass sein Ohr mir jemand leiht
warten: auf den Omnibus
warten: wann ist endlich Arbeitsschluss
warten: auf die Lotto-Millionen
warten: ab wann kann ich mich ein bisschen schonen
warten: dass endlich Bayern München wieder siegt
warten: dass man die Gehaltserhöhung kriegt
warten: dass es für mich rote Rosen regnet
warten: dass mir das Glück auf Schritt und Tritt begegnet
warten: dass endlich kommt das ersehnte Wunder
warten: dass d’nimma flachliegst, wia a Flunder
warten: dass mia Politiker kriang,
de ned nur ihr eigenes Süpplein kochen
warten: dass sie endlich handeln wia versprochen
warten: dass er kommt, der Märchenprinz
warten: dass er endlich rinnt: der Flints
warten: dass mir endlich jemand schreibt
warten, dass mir die schöne Zeit erhalten bleibt
warten: auf die Prüfungsnoten
warten: auf die ersten Frühlingsboten
warten: dass endlich geht die große Not
warten: geduldig auf den Tod
Warten, warten, warten, warten …
Aber: was erwartest Du??
Wenn Du gar nichts dazua duast???
Im Herbst wünscht sich so mancher Mo,
ob ned doch a Sturm kumma ko,
der die bunten Blaadl vo seim Ahorn reißt
und zu seim Nachbarn gezielt nüber schmeißt.
Denn er bangt um seinen Rasen,
er muass sonst saiber des Laub wegblasen.
Dazu hat er ein Gerät,
wobei er den Motor auf dem Rückn trägt.
Kurz über der Backe …
das trockne Laub tanzt zicke-zacke …
Im Bann vom
Laubbläsergesang,
lauscht er verzückt
dem Sphärenklang.
Lustig iss’, wenns dröhnt und kracht,
weil nur oiwei „Stille“ alloa
traurig macht!
Drum muaß si bei uns oiwei wos rührn,
mit dem Rasenmäherkrach Freiheit spürn,
beim Heckenschneidn Glücksgefühle.
Herrschaftzeiten, es geht nix über
a Herbstidylle …
As Steh-auf-Mandl
Stehst do wia a Oach
Kraftvoll und stark
Ned zum Umschmeissn
Moanst!
Der Sturm naggelt an dir
Er reißt da d’Äst runta
Aba er verbiagt di ned
Wia lang?
Zoagst oiwei Flagge
Hängst nia s’Fahndl nachm Wind
Du woaßt wosd wuißt
Andere aa!
A schwachs Gros
Wiegt si im Wind
Des schmeißt koa Weda um
Es geht nia unta!
D’Oach is brocha
Im Orkan …
Du wackelst –
Host „runde Füaß“
Konn kumma wos mog
Bleibst aufrecht steh
As Zui erreicht ma nur aufrecht
Steh auf, Mandl!
Amtsdeitsch
Paragraph 1000, Absatz A,
scheißfreindli grüaßt d’Justitia.
Da Laie, der ned durch den Text geblickt,
is hoffnungslos im Gesetz verstrickt!
Er kennt zwar STGB, BGB und des Recht für d’Steier,
eam is zwar olles ned geheier!
Rote Büacher, dick und schwer,
regeln ned nur den Verkehr,
auch de Umweit. Aa beim Segeln
verstoßen vui Leit genga d’Regeln.
Benimm- und Höflichkeitsvorschriften
gengan sowieso scho stiftn!
Zu allen Gesetzen, Verordnungen und Entwürfen:
Ergänzungen, die der Erklärung bedürfen!!
De Sprach braucht wiederum a Übersetzung,
sunst erkennt da Sünder koa Verbotsverletzung!
De Aufklärung is meistens bitta,
besonders bei da Landung hinter Gitta!
D’Justitia, blind, schön und teuer,
aber meist ein Ungeheuer.
Domois z’Babel
Domois in Babel,
diese Gschicht,
hod in Wort und Schrift
ganz vui Verwirrung gstift
und ned bloß oa Chaos ogricht!
War aber technisch rentabel!
Da Oberste schreit durch sei Flüstertüte:
„Mann, höher! Arbatn!! Olle! Weiter! Schneller!“
Ach du meine Güte!
Jeda miassat buckeln, mächt ma moana,
aber wos der Chef wui, waoß im Moment koana.
Plötzlich redt jeda mit besonderen Worten,
im obern Stockwerk vom Turm
und an allen anderen Orten.
Da Ludwig, verstäht im Moment nua:
„Schlaf a Gsatzerl!“
Und des scho ganz in da Fruah!
Und glei drauf: „Glei kummt dei Schatzerl!“
In dem Durchanand mit dem unverständlichen Gred,
werkeln de oana wia bläd,
während a anderer faul in da Eckn loant,
und koana mehr woaß, wos da andere moant.
Drum muass jetz jeda in d’Schui.
Mit pädagogischem „Hoizhammer“ und vui Gfui
kriagt ma schnai und umfassend beigebracht,
dass nix mehr Verständigungsprobleme macht.
Domois und aa bis heit
büffeln de Schüler wia ned gscheit.
Heizudogs iss so praktisch wia nie!
Denn jetz gibt’s endli „KI“!
Einen Chip im Kopf tranplantiert,
lafft jede Verständigung wie geschmiert!
Der Welten gesammelte Weisheit,
gelagert auf ewig, hinter jedweder Stirn.
Abzruafa ganz einfach:
ma tippt sich drei moi ans Hirn.
Frau mit Stil
Oft frag ich mich ganz einfach so,
warum sind Falten immer im Gesicht, nicht am Popo?
Meine Haut ist nicht rosa, auch nicht zart!
Ich hab am falschen Ende gspart!
Ich habs versucht mit Quark und Honig,
darauf einen Zitronen-Tonic.
Aus Majo eine dicke Schicht
beruhigt die Haut dann im Gesicht.
Mit zwei duftenden Gurkenscheiben,
die unbeweglich auf den Augen bleiben,
bleib ich eine Stunde liegen,
bin dann schwerlich wach zu kriegen.
Ob ich das nicht auch mal nehm?
Die Dame auf „Creme Süperb“: umwerfend schön!
Ihre Haut ist rosarot und fein.
So schön möchte ich auch mal sein!
Sieh mal da, die Dame in meinem Alter!
Anti-Aging ist das Glück! Mein Gott, Walter!
Noch fünf Präparate – dann geh ich heim.
Der Kostenpunkt, der bleibt geheim.
Döschen, Fläschchen und ein paar Töpfchen …
alles für mein ramponiertes Köpfchen.
Glitzernd in leuchtendem Rot und Blau
Warten sie auf die hoffnungsfrohe Frau.
Eigentlich ists nicht mein Stil:
„Je mehr, je besser – viel hilft viel!“
Aber weil die Faltentiefe nach Hilfe schreit,
wird Schicht für Schicht auf dem Gesicht verteilt.
Jetzt gehts dem Feinde an den Kragen!
Man muss doch nicht immer klagen,
nicht verzweifelt die Augen schließen,
sondern mit Kanonen schießen!
Ab jetzt habe ich ein gutes Gefühl,
denn ich bin eine Frau mit „Stil“.
Die Geldbörse ist rank und schlank,
wenn das so weitergeht, bin ich bald blank.
Jedoch:
Nimmt er kein Ende, dieser Jammer,
wird mein Bad zur Dunkelkammer!
Der Außenseiter
Du gehst mit nix und neamd konform
Du entsprichst hoit ned der Norm
Oamoi ogschaugt! Scho entschieden:
Des Vorurteil ist dir geblieben.
„Der is stur ois wia a Bog
Koa Wunder, dass n koaner mog …
Wia er ozong is! Die Kleiderfrage
Fördert Tiefgründiges zutage …“
Am Liabsten „Oans“ mit der Natur
Steht a scho in oller Fruah
Draußd im Woid, schaugt nach de Baam
Nach de Bleamal am Waldessaam …
De ganze Technik interessiert eam ned
Weil er ois Mensch real am Bodn steht
Leit’, de so „leise schwächeln“
Beobachtet de Umwelt mit „leisem“ Lächeln …
Oaner, der soiche Signale sendt …
De andern moanen, dass man’ kennt …
Höflich gsogt: a wenig zerstreut
Mein Gott, so is und bleibt er hoit!
Schaugt ma platt auf an andern drauf:
A soiche Rechnung geht niaauf!
Gib’ nix drauf, auf dummes Gred …
Wiasd du säiba bist, woaßt du ja säiba ned
Warten …
Warten: dass die Zeit vergeht
warten: dass der Liebste endlich vor der Türe steht
warten: am Telefon in der Warteschlange
warten: dass endlich amoi Lösungen zugange
warten: dass jemand meine Leistungen anerkennt
warten: dass Mutters Essen nicht anbrennt
warten: dass mir irgendwer verzeiht
warten: dass sein Ohr mir jemand leiht
warten: auf den Omnibus
warten: wann ist endlich Arbeitsschluss
warten: auf die Lotto-Millionen
warten: ab wann kann ich mich ein bisschen schonen
warten: dass endlich Bayern München wieder siegt
warten: dass man die Gehaltserhöhung kriegt
warten: dass es für mich rote Rosen regnet
warten: dass mir das Glück auf Schritt und Tritt begegnet
warten: dass endlich kommt das ersehnte Wunder
warten: dass d’nimma flachliegst, wia a Flunder
warten: dass mia Politiker kriang,
de ned nur ihr eigenes Süpplein kochen
warten: dass sie endlich handeln wia versprochen
warten: dass er kommt, der Märchenprinz
warten: dass er endlich rinnt: der Flints
warten: dass mir endlich jemand schreibt
warten, dass mir die schöne Zeit erhalten bleibt
warten: auf die Prüfungsnoten
warten: auf die ersten Frühlingsboten
warten: dass endlich geht die große Not
warten: geduldig auf den Tod
Warten, warten, warten, warten …
Aber: was erwartest Du??
Wenn Du gar nichts dazua duast???


