
Was war der Ursprung von „Lu und Susi“?
Am Anfang stand keine konkrete Handlung, sondern ein Gefühl: eine Mischung aus Einsamkeit, schwarzem Humor, Überforderung und jener besonderen Liebe, die manche Menschen zu Tieren entwickeln. Irgendwann waren Lu und Susi einfach da. Und plötzlich tauchten auch Engel, Dämonen, Depressionen, kosmische Bürokratie, göttlicher Wahnsinn und philosophischer Unsinn auf.
Ihr Buch verbindet sehr ernste Themen mit absurdem Humor. Warum war Ihnen diese Mischung wichtig?
Weil das Leben genauso funktioniert. Menschen machen dumme Witze auf Beerdigungen und streiten über Belanglosigkeiten, während innerlich alles zusammenbricht. Mich interessiert genau diese Gleichzeitigkeit. Humor ist in meinem Buch keine Flucht vor dem Schmerz, sondern vielmehr eine andere Sprache dafür.
Welche Rolle spielt Susi für die Geschichte?
Susi steht für Loyalität, Trost, Würde und vor allem für Liebe. Manchmal ist sie vermutlich sogar die intelligenteste Figur im ganzen Buch. Während viele Wesen sich in ihrer eigenen Bedeutung verlieren, liebt sie einfach kompromisslos. Das macht sie mächtiger als die meisten anderen Figuren.
Viele Passagen wirken sehr persönlich. Wie viel von Ihnen steckt in Lu?
Wahrscheinlich mehr, als gesund wäre. Dennoch ist Lu keine Kopie von mir. Sie ist eher eine überzeichnete Resonanz aus Erfahrungen, Gedanken, Ängsten und Beobachtungen. Mich interessiert weniger das autobiografische Erzählen als vielmehr emotionale Wahrhaftigkeit.
Was wünschen Sie sich für Ihre Leser?
Ich hoffe, dass manche lachen müssen, obwohl sie es eigentlich nicht sollten. Und ich wünsche mir, dass Menschen, die sich oft fremd oder kaputt fühlen, sich durch das Buch ein kleines bisschen weniger einsam fühlen.

Lu und Susi
Hardcover | 160 Seiten
ISBN 978-3-99185-091-5
EUR(A) 23,90
EUR(D) 23,20
CHF 34.50
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