Unsere Autoren im Interview

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Ein Kinderbuch darf zum Träumen einladen

Porträtfoto der Autorin Berit Keller

Berit Keller

Was hat Sie inspiriert, ein Kinderbuch zu schreiben?
Als Mutter, Großmutter und Kindergärtnerin habe ich viel Zeit mit Vorlesen und Geschichtenerzählen verbracht. Bücher sind etwas Wunderbares, und ich wünsche mir, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, ihre Welt kennenzulernen. Die Liebe zu Büchern beginnt bereits in der frühen Kindheit. Den Impuls, selbst einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, erhielt ich von den Kindern, bei denen ich erleben durfte, wie sie sich in Bücher verliebten.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Mir ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Altersstufen zu unterscheiden. Ein Buch kann seine Wirkung verlieren, wenn es zu früh vorgelesen wird. Zum richtigen Zeitpunkt gelesen, kann es ein Kind tief berühren.

Im Kindergartenalter ist eine stimmige Verbindung von Text und Bild besonders wichtig. Auch Format und Haptik spielen eine Rolle. Ich mag Illustrationen, die Kinder zum Träumen einladen und ihrer Fantasie Raum lassen.

Auch die Geschichte muss nicht besonders spannend sein. Sie darf ruhig und erzählerisch sein, sodass Kinder sich ganz auf sie einlassen können. Die klare Gegenüberstellung von Gut und Böse passt meiner Ansicht nach noch nicht ins Kindergartenalter. Stattdessen wünsche ich mir Geschichten voller Freundlichkeit, Neugier und gegenseitiger Hilfsbereitschaft. Kindergartenkinder stehen oft schon unter Spannung – das müssen Bücher nicht verstärken.

Ein gutes Buch wächst mit dem Kind mit. Während Dreijährige vor allem die Bilder betrachten, verfolgen Vier- und Fünfjährige die Handlung aufmerksam, identifizieren sich mit den Figuren und entwickeln später daraus eigene Rollenspiele.

Was erzählt die Geschichte? Hatten Sie eine bestimmte Intention bei der Auswahl der Protagonisten und der Inhalte?
Ich wollte aus der Perspektive eines Kindes erzählen, ohne die Geschichte zu konkret werden zu lassen. Kinder lieben Tiere und können sich gut mit ihnen identifizieren. Da junge Eichhörnchen nach ihrer Geburt noch einige Zeit bei ihrer Mutter bleiben, eigneten sie sich, um die Situation einer alleinerziehenden Mutter darzustellen. In der Nachbarin sehe ich die Unterstützung, die besonders Alleinerziehende brauchen.

Die Geschichte erzählt vom Familienalltag und von den kleinen Ereignissen, die ihn immer wieder durcheinanderbringen – so, wie es jede Familie erlebt.

 

 

Knickknack
Hardcover | 42 Seiten
ISBN 978-3-99185-198-1
EUR(A) 23,90
EUR(D) 23,20
CHF 34.50

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