Sie wollen den Kreis Ihrer Leser*innen erweitern? So vermarkten Sie Ihr Buch im internationalen Raum.
„Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingesteckt, dass es die Professoren Jahrhunderte lang in Streit darüber halten wird, was ich wohl gemeint habe. Nur so sichert man sich seine Unsterblichkeit“, soll James Joyce einst über sein Meisterwerk „Ulysses“ gesagt haben. Und der Ire sollte recht behalten: Auch mehr als 100 Jahre nach seinem Erscheinen bietet „Ulysses“ reichlich Stoff zum Diskutieren. Das Monumentalwerk gilt in seiner undurchdringlichen Dichte als eines der kompliziertesten Bücher der Weltliteratur. Um es zu verstehen, müssen Leser*innen ein großes Ausmaß an Ausdauer mitbringen. Nur noch eines ist schwieriger, als „Ulysses“ zu lesen: „Ulysses“ zu übersetzen. Doch wer ein Buch international publizieren will, kommt an der akribischen Übersetzungsarbeit nicht vorbei. An die Übersetzung des Klassikers haben sich nur wenige gewagt. Doch das Genie Hans Wollschläger schaffte es schließlich, die Sprachgewalt James Joyce zu bändigen. Zwar gibt es immer noch philologisches Verbesserungspotential. Doch was Joyce auch immer sagen wollte, Wollschläger gab uns wenigstens eine Ahnung davon.
Will man ein Buch genuin übersetzen, braucht man viel Geduld, Zeit und vor allem Gespür für Sprache. Wichtiger als Orthographie und Grammatik ist aber die sogenannte Wirkungstreue: Nicht nur Wörter und Inhalt, sondern auch die Wirkung soll übersetzt werden. Leichter gesagt, als getan. Viele Schriftsteller*innen suchen ein Leben lang nach ihrem Stil – die Aufgabe von guten Übersetzer*innen ist es, ihn nicht zu verfälschen.
Warum Sie Ihr Buch international publizieren sollten
Doch warum sollten wir Bücher übersetzen? Ist der Buchmarkt nicht schon übersättigt? Nicht, was den Markt für internationale Literatur betrifft. In einem Interview mit der Zeit sagte Kultursoziologin Gisèle Sapiro , dass der Lizenzhandel mit dem Ausland wachse. Rund 9 % aller Übersetzungen am Weltmarkt stammen aus dem Deutschen. Danach folgen die Sprachen Italienisch, Spanisch und Französisch. In Deutschland ist Englisch – dicht gefolgt von Japanisch – der Marktführer. Das Potential am internationalen Buchmarkt, allen voran am englischen, ist enorm: Die Bücher sind schließlich in mehreren Ländern wie USA, Kanada, Australien oder England erhältlich. Entsprechend groß ist auch das Publikum. Um den Kulturtransfer zu unterstützen, wurden darüber hinaus unzählige Preise, Festivals und Veranstaltungen rund um Literaturübersetzungen initiiert. Und auch Amazon springt auf den Markt auf und hat unter dem Titel AmazonCrossing einen weiteren Markt für Übersetzungen eröffnet.
Wer mehr Leser*innen ansprechen will, sollte sein Buch international publizieren. Denn auch bei Autor*innen ist wirtschaftliches Geschick gefragt. Was bei einer Veröffentlichung über die Ländergrenzen hinaus zu beachten ist, verrät Ihnen unsere Checkliste.

Checkliste: Das müssen Sie beachten, wenn Sie Ihr Buch international publizieren wollen:
Übersetzen
Sparen Sie beim Übersetzen nicht an der falschen Stelle. Das beste Buch lässt sich nicht verkaufen, wenn es vor Fehlern nur strotzt. Setzen Sie auf Qualität. Begnadete Übersetzer*innen finden Sie zum Beispiel in Verlagshäusern. Bei uns im novum Verlag haben schon zahlreiche Autor*innen wie Stan Wolf oder Sylva Kanderal ihre Bücher ins Englische übersetzen lassen.
Markterfahrung
Für eine Publikation am Weltmarkt sollten Sie auf einen Verlag mit internationaler Ausrichtung bauen. Auf anderen Märkten herrschen auch andere Spielregeln – Wettbewerb, Lizenzhandel und Interessensgruppen sind von Land zu Land verschieden. Bedenken Sie auch, dass die Buchmessen im englischsprachigen Raum beträchtlichen Einfluss haben – weshalb wir vom novum Verlag auf allen großen Buchmessen vertreten sind.
Offenheit
Auch, wenn Sie exakte Vorstellungen von Titel- und Coverdesign haben, vertrauen Sie bei der Marktexpansion auf Profis. Nicht nur der Markt, sondern auch das Verständnis von Sprache und Ästhetik variieren im Ausland. Setzen Sie für Publikationen im Ausland auf die Expertise von Grafiker*innen und Lektor*innen und bleiben Sie offen für Gegenvorschläge.
Spracherwerb
Lernen Sie eine neue Sprache! So können Sie bei der Übersetzung Ihres Buchs enger mit Ihren Ansprechpartner*innen zusammenarbeiten. Für manche Literaturgattungen, wie zum Beispiel bei Gedichten, ist der Spracherwerb sogar Voraussetzung – hier sollten Sie selbstständig als Übersetzer*in agieren und das Werk nachher nur noch auf Orthografie und Grammatik prüfen lassen.
Genre
Recherchieren Sie Angebot und Nachfrage! Vor allem bei Sachbüchern variiert das Interesse von Zielgruppe zu Zielgruppe. Richten Sie Zeitpunkt und Ort Ihrer Übersetzung nach der internationalen Nachfrage. Am englischen Markt floriert übrigens das Übersetzungsgeschäft mit Kinderbüchern.
Vermarktung
Zeigen Sie Eigeninitiative. Social Media ermöglicht kostenloses Marketing auf der ganzen Welt. Lernen Sie die Techniken und Prinzipien Sozialer Medien kennen und profitieren Sie von einem erweiterten Kommunikationsspielraum.
Sie wollen Ihr Buch international publizieren? Setzen Sie sich hier mit uns in Verbindung! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Buchvorhaben!



