Dem Krimi auf der Spur

glass gebrochen krimi

Sie wollen richtig gute Krimis schreiben? Wir verraten Ihnen die fünf Merkmale für Krimis mit Suchtpotenzial.

Krimis zählen zu den beliebtesten Genres am Buchmarkt. Aus den Buchläden sind sie längst nicht mehr wegzudenken. Doch das war nicht immer so. Die ersten Krimis wurden im 19. Jahrhundert veröffentlicht und brachten kaum Absatz. Vom belesenen Publikum wurden sie als Trivialliteratur verschmäht. Zunächst versuchten sich britische Anwälte am Krimis schreiben. Sie verarbeiteten primär ihre eigenen Fälle und Erfahrungen und appellierten mit ihren Krimis an das Gewissen der Gesellschaft. Doch auch Polizisten und Kriminalbeamte versuchten sich an dem Genre. Als einer der ersten Krimiautoren gilt der Franzose Eugène François Vidocq, der nicht nur Kriminalbeamter, sondern auch Krimineller war. Zwar schrieb er nur Memoiren, diese jedoch avancierten rasch zum Bestseller und brachten den Stein ins Rollen. Nicht nur erschienen ab Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Kriminalromane, wie etwa „Die Affäre Lerouge“ von Émile Gaboirau oder „Der Monddiamant“ von William WilkieCollins, sondern auch der Detektivroman als eigene Gattung entwickelte sich. Dem Genre gelang spätestens mit Großmeister Edgar Allan Poe der Durchbruch. Heute beweist eine reiche Dichte an Gattungen und Untergattungen die Beliebtheit des Genres.

Die Bandbreite reicht von Detektiv-, Polit- und Spionagekrimis bis zum Krimi Noir, wo grenzenlose Gewalt, Korruption und Gesetzlosigkeit herrschen. Bestsellerautor*innen wie Agatha Christie, Patricia Highsmith, Simon Beckett oder Donna Leon werden auf der ganzen Welt gelesen. Die Psychologie des Krimis haben sie alle durchschaut, als wären sie selbst Forensiker*innen. Doch was macht einen packenden Krimi aus? Wir vom novum Verlag verraten Ihnen 5 Merkmale von Krimis, die unter die Haut gehen.

Fünf Merkmale von richtig guten Krimis

1. Schlüssige Struktur: Krimis schreiben ist eine Kunst für sich.In der Grundstruktur gleicht ein Krimi dem anderen: Am Anfang steht ein Gewaltverbrechen. Hauptteil und Schluss beschäftigen sich mit dessen Auflösung. Die Struktur ist einfach, die Ausführung so schwierig wie das perfekte Verbrechen. Denn beim Schreiben müssen Sie – wie die Verbrecher*innen den Ermittelnden – Ihrem Publikum immer einen Schritt voraus sein.
Damit der Coup gelingt, müssen Sie Komplexität schaffen. Arbeiten Sie mit mehreren Handlungssträngen und führen Sie Ihr Publikum bewusst auf die falsche Fährte. Die komplexe Struktur eines Krimis verpflichtet praktisch zum Plotten. Gehen Sie nicht ohne Plan ans Werk und entwerfen Sie außerdem einen Zeitstrahl für jede Ihrer Figuren, damit die Handlung chronologisch und in sich schlüssig erscheint.  
 

2. Gute Recherche: Die Authentizität des Kriminalromans beginnt mit der Recherche. Ein*e Krimiautor*innen sollte mit den Grundbegriffen der Kriminalistik vertraut sein. Beschäftigen Sie sich auf professioneller Ebene mit den Methoden der Tatortuntersuchung oder der Spurensicherung. Kriminologische Felder wie Ballistik oder Blutspurenanalyse beruhen auf wissenschaftlichen Fakten, nicht auf Fantasie. Halten Sie sich an die Fakten, sonst verliert Ihr Kriminalroman seine Glaubwürdigkeit. Ziehen Sie für Ihre Recherche jedes Mittel in Erwägung. Sie wollen mehr über den Arbeitsalltag eines*einer Polizist*in erfahren? Wie wäre es mit einem Praktikum bei der Polizei? Besuchen Sie Vorlesungen zur Kriminologie oder ein Kriminalmuseum. Bei der Recherche entstehen oft die besten Ideen.
 

3. Interessante Figuren: Agatha Christies schrulliger Hercule Poirot ist eine Kultfigur. Donna Leons Guido Brunetti besticht mit Intelligenz und Feingefühl. Und Mikael Blomkvist ist der unnahbare, unterkühlte Klischeedetektiv aus Stieg Larssons Feder. Manchmal ist es aber auch der Bösewicht, der einen Kriminalroman erst interessant macht. In Kriminalromanen nimmt das personifizierte Böse in Figuren wie Professor Moriarty, dem Erzfeind von Sherlock Holmes, Gestalt an. Manchmal wird der Schurke aber auch selbst zur Hauptfigur, wie es etwa bei Dr. Mabuse, dem Verbrechergenie von Autor Norbert Jacques, der Fall ist. Grundsätzlich sollten Krimifiguren alle Kriterien guter, dreidimensionaler Romanfiguren erfüllen. Auffallend oft sind Prota- und Antagonist*innen aber Antiheld*innen. Antiheld*innen verkörpern das Gegenbild gesellschaftlicher Normen und sind vielschichtige Charaktere. Interessante Figuren tragen immer innere Konflikte aus, im Krimi wird dieses Prinzip aber gekonnt zur Spitze getrieben.
 

4. Starke Emotionen: Warum packen uns Krimis? Weil sie unsere Primärtriebe ansprechen. In Krimis kommen gleich mehrere psychologische Prinzipien zum Tragen. Lebens- und Todestrieb sind laut Sigmund Freud unsere beiden Primärtriebe. Beide werden beim Lesen von Krimis stimuliert. Außerdem wirkt in Krimis die Anziehungskraft des Unheimlichen, der wir uns nicht entziehen können. Wir müssen wissen, wer das Verbrechen verübt hat, bevor wir zur Ruhe finden. Das lässt uns auch bei schlechten Krimis bis zur letzten Seite weiterlesen. Nutzen Sie diese Prinzipien, um Spannung und starke Emotionen aufzubauen. Im Idealfall hält die Atmosphäre des Unheimlichen sich bis zum Ende durch.
 

5. Gelungenes Ende: Für das Ende eines Krimis gilt der Grundsatz: Kein Fall ohne Lösung. Ein offenes Ende mag bei Romanen ein eleganter Kniff sein, bei Krimis jedoch ist es verpönt. Gönnen Sie Ihrem Publikum ein Ende, das logisch und doch überraschend ist, dann sind Ihnen die Leser*innen auch für Ihren Fortsetzungsroman sicher.


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