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CO2-Schummel - Beginnt die neue Eiszeit?

Guido Schumy

CO2-Schummel - Beginnt die neue Eiszeit?

Leseprobe:

Vorwort

Zu Ehren der von mir sehr verehrten umweltinteressierten und umweltbewussten Leserschaft habe ich mich entschlossen und bemüht, ein in Umfang und Form leicht verständliches Buch über das uns täglich berührende Wetter mit seinem „Klimawandel“ zu verfassen. Die EU in Brüssel sowie auch die meisten anderen Wirtschaftsmächte bekämpfen das „satanische“ CO2, also das Kohlendioxid, mit allen Mitteln und fürchten ES wie der Teufel das Weihwasser. CO2 soll auch schuld sein am Klimawandel und Treibhauseffekt, an steigenden Oberflächentemperaturen und somit Austrocknung der Fauna und Flora mitsamt unserer Landwirtschaft. D. h., „Klimaschutz“ bedeutet, auf eine Umweltkurzformel gebracht: CO2-Vermeidung um jeden Preis.
Der Zusammenhang zwischen CO2, Leben auf Erden, Treibhauseffekt oder Eiskeller, globaler Erdklimaerwärmung oder neuer Eiszeit soll in diesem Buch behandelt werden. Es ist der Versuch, eine plausible Erklärung der Auswirkungen des Wettergeschehens von jetzt und morgen meinem Leser, meiner Leserin näherzubringen.
Schlussendlich hängt für uns alle das Überleben davon ab, welche Umweltschritte wir setzen – oder nicht. Man möge mir verzeihen, dass ich – schwerpunktartig aus einzelnen Gebieten – nur realpolitische praktische Beispiele von Wetter- und Klimaschutzzuständen anführe. Eine detailliertere Aufzählung aller Länder würde den Rahmen dieses Buches wohl sprengen.

Guido Schumy



1. Kapitel
Klimawandel und ewiger Sommer
Keine Winter und Niederschläge mehr?
In Wahrheit werden die Sommer kürzer, die Winter länger.


Die Zeiten, in denen ich als Kind in Berlin oder Wien an sogenannten „Hundstagen“, das sind wochenlange Hitzeperioden mit bis zu vierzig Grad Celsius und darüber, jauchzend am 1. Mai-Feiertag mit meinen Freunden die kommunalen Freibäder gestürmt habe, um Abkühlung zu finden, sind lange vorbei. Damals wurden aus Wassermangel Autowaschen und Rasengießen verboten. Mensch, Tier und Pflanze verbrannten fast unter der sengenden Sonne. Teerbeläge auf Gehsteigen und Fahrbahnen lösten sich. Auf den Autobahnen stellten sich Betonplatten auf, was auch zu tödlichen Unfällen führte.
Wie es am 1. Mai-Feiertag 2010 in einem kommunalen Freibad in Österreich aussah, mag als Beispiel für viele andere gelten. Das Baden fiel sprichwörtlich ins Wasser. Es regnete nämlich in Strömen und es war saukalt. Außer mir waren doch ein paar andere Badegäste anwesend. Sie gehörten offensichtlich dem Verein „Verkühle dich täglich“ an. Freunde, welche das Bad betreuen, empfingen mich bleich und bibbernd, und dies nicht nur, weil sie die Wetten über das – nicht vorhandene – Badewetter verloren hatten, sondern weil die Umsätze ebenso fielen wie das Barometer.
Summa summarum füllte sich mein Kellerstüberl in diesem Jahr mit Sektflaschenwetten zum Thema Wettervorhersage bis zur Decke. Ich hatte, gemeinsam mit Freunden und Gästen, hart zu kämpfen, um Platz für Neues zu schaffen. Am meisten freute es mich, wenn bekannte Meteorologen mit ihren Prognosen zur Wettervorschau unrecht hatten. Dieser Sekt schmeckte mir am besten.

Ich kann meiner verehrten Leserschaft nur wärmstens empfehlen, ebenfalls Temperaturwetten abzuschließen, da es glücklicherweise immer noch einige Menschen gibt, die an steigende Temperaturen, Austrocknung und Verdorren der Landwirtschaft und sogar an den Treibhauseffekt glauben. Im Übrigen war der Sommer 2010 im Großen und Ganzen in fast ganz Europa – bis auf Spanien – kalt und verregnet. In den Touristenzentren mit Badeseen sah es ebenfalls traurig aus. In den Bergregionen schneite es manchmal bis ins Tal hinab und man hätte glauben können, die Wintersaison sei schon angebrochen. Natürlich zur Freude der Skifahrer und Snowboarder, die aber mit ihrem Glück allein blieben. Von einem Niederschlagsmangel im Alpenbereich konnte also keine Rede sein.
In Wien hatte nämlich vor Beginn der Urlaubs- und Reisezeit 2010 ein Krisenstab im Umweltbundesamt getagt, der allen Ernstes beschloss, Pflanzensorten in den Gebirgsgebieten anzubauen, die Trockenheit vertragen. Denn die natürlich gewachsenen Pflanzen würden durch Niederschlagsmangel verdorren. Ähnliche Horrorszenarien wurden für landwirtschaftliche Produkte, zum Beispiel Getreidesorten, in den Medien posaunt und Wassermangel durch keinerlei Niederschläge prophezeit.

Wie sah es in Wirklichkeit aus? Ein befreundeter Großbauer, der einige bedeutende Landwirtschaftsflächen in Europa bewirtschaftet, auch Weinanbaugebiete, erklärte mir verärgert und hilflos, jede zweite Tonne Getreide würde ihm bei Auslieferung an die zuständigen Genossenschaften nach Prüfung wegen Schimmels zurückgeschickt. Bei den Weinrebsorten gleicher Horror. In der Kausalitätsfolge Ursache – Wirkung ist die nicht genügende Sonneneinstrahlung mit zu viel Regen und Kälte schuld. Die Schimmelpilzentstehung und Bekämpfung werde ich im Kapitel 3 noch genauestens schildern und unter die Lupe nehmen.
Länder wie zum Beispiel Polen und Tschechien hatten Anfang des Jahres verzweifelt nach Brüssel gefunkt, sie würden voraussichtlich durch Niederschlagsmangel verdorren. Nur kurze Zeit später gingen sie jedoch in den Regenfluten unter. Wie wir leidvoll und verwundert zur Kenntnis nehmen mussten, gingen die Temperaturen auf fast allen Kontinenten zurück und alles versank in Regen und Kälte.
Der ungefähre geschätzte Verlust in der Gesamtwirtschaft wird bei dreißig Prozent minus liegen. Die Preise für Obst und Gemüse steigen in astronomische Höhen und machen diese Waren für den Durchschnittsverdiener immer unerschwinglicher.
Eine erschreckende Bilanz aus 2010 bleibt übrig: Jeder Buchhalter würde – im übertragenen Sinn – bei einem Jahressaldo von knapp fünf Wochen Sommer in zwölf Monaten den „Wetterbankrott“ erklären.
Aber allen Realitäten und Fakten zum Hohn kehrt man offiziell dieses Witterungsdilemma unter den Teppich, nach dem Motto: Was nicht sein kann, darf nicht sein. Presseberichte, Radio, Fernsehen und auch das so heiß geliebte Internet, bei dem nachweislich nur die Hälfte aller Veröffentlichungen stimmt, stoßen ebenfalls in das CO2-Horn: Der Klimawandel durch CO2, also der sogenannte Treibhauseffekt, sei an dem Desaster schuld und daher zu verdammen.
Unermüdlich wird aufgerufen, Verfahren zu ersinnen, das CO2 zu senken und einzusparen, das uns so viel Leid durch „Vertrocknung“ beschere. Ideen hiezu werden durch Umweltschutzpreise gekrönt und belobigt.

Sehr geehrte Damen und Herren, an dieser Stelle kann ich mir nicht verkneifen, die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu erwähnen: Während der Fußballspiele herrschte des Öfteren Schneetreiben und bei Minusgraden froren nicht nur die armen Spieler. Auch die Zuschauer klapperten trotz ihrer Winterbekleidung nicht nur mit ihren Vuvuzelas, sondern auch mit den Zähnen. Nun, es war zu diesem Zeitpunkt Winter in Afrika. Den allerdings kann und darf es laut internationalen Wetterforschungsinstituten und Klimatologen weltweit gar nicht mehr geben.
Zur realistischen Beleuchtung des globalen Wettergeschehens möge Ihnen eine lustige „Treibhauseffekt-Story“ aus meinem Freundeskreis dienen: Ein Freund, Großwildjäger aus Leidenschaft, weilte einige Wochen, wie immer zur Sommerzeit, in Südafrika. Seine Safari fand 2010 in seinem gewohnten Jagdgebiet statt. Er erzählte mir: „Seit Jahren fahre ich zu dieser Zeit schon hierher zur Großwildjagd. Aber so viel Regen und Kälte habe ich noch nie erlebt! Ich habe bitterlich bereut, dass ich nicht lange Unterhosen eingepackt habe, sondern nur kurze …“ Er schilderte, teils fluchend und bei mir eine Gänsehaut erzeugend, wie die südafrikanischen Eingeborenen, zumeist Schwarzafrikaner, durch die rätselhafte und ungewohnte Kälte und den Regen gleichsam zu „Weißafrikanern“ mutierten. Ihre Gesichter wirkten, so seine Darstellung, optisch wie die von mit weißem Mehl gepuderten Außerirdischen. Ein anderer Freund, ein Professor, der aus Mali, vormals Französisch-Sudan, von einer Tagung kam, berichtete sogar von vereisten Regenpfützen.

Liebe Leser und Leserinnen, gestatten Sie mir, an dieser Stelle meines Buches noch ein grundsätzliches Beispiel von der Trockenheitslegende einer der heißesten, gnadenlosesten Gegenden des „Schwarzen Kontinents“ vorzubringen, nämlich der namibischen Wüste in Südwestafrika. Es hat dort seit urdenklicher Zeit nicht mehr geregnet, im Jahr 2010 jedoch wochenlang.
Der Kontinent Afrika sollte mit diesen beängstigenden Wetterereignissen nicht allein bleiben: Südamerika, Asien und Europa sind ebenfalls mit ungeheuren Regenmengen und Kälte gefolgt. Anscheinend schlägt der Klimawandel, die globale Erderwärmung also, eine gänzlich entgegengesetzte Richtung ein. Es wird kälter und kälter. Die Jahresdurchschnittstemperaturen in diesen Ländern fielen um einige Grade.

Aber nun wieder zurück nach Afrika: Walt Disney wäre verblüfft gewesen und hätte auch seine helle Freude über diese neue und fantastische „Die Wüste lebt“-Vorstellung bekundet. Die Namibier selbst, wie auch Besucher aus aller Welt, waren baff. Seit Urgedenken hat sich in der unwirtlichen, heißen namibischen Wüste ein solches Wunder vor ihren Augen nicht mehr ereignet. Staunend registrieren sie, wie nach dem großen Regen unbekannte Tiere auftauchten und nie gesehene Pflanzen aus dem Wüstenboden schossen. Ein Phänomen besonderer Art in diesem Glutofen Afrikas.
Vielleicht an dieser Stelle noch zwei wichtige Gesundheitshinweise für Afrikareisende: Erstens: Moskitos, Mücken, Gelsen mögen kein Menthol. Schmieren Sie sich mit einer starken Mentholcreme ein, zum Beispiel Diana mit Menthol Sportcreme, und Sie sollten Ihre Ruhe haben. Zweitens: Die hygienischen Bedingungen, zum Beispiel bei Lebensmitteln, sind nicht immer optimal. Rotwein ist antibakterieller als alles Hochprozentige wie zum Beispiel Whiskey und Wodka, und zwar durch die Gerbsäure-Tannin-Verbindungen im roten Wein. Die Israelis haben gegenüber den arabischen Völkern den Vorteil, dass sie Rotwein trinken und lieben. Die Araber dürfen – unter angeblicher Bezugnahme auf den Koran – keinen Alkohol trinken. Wasser jedoch enthält, vor allem in manchen Ländern, sehr viele Bakterien. Und im Koran, Sure 83, 76 und 47 zum Beispiel, wird der Gläubige sogar mit Wein belohnt!

Natürlich gibt es auch andere bemerkenswerte Beispiele, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, um auch menschliche Fehlerhaftigkeit ohne „Treibhauseffekt“, den es nicht gibt, zu beschreiben. Ich hoffe, Sie verzeihen mir diesen geistigen Seitensprung, der aber in der Gesamtbeurteilung der Zusammenhänge von Niederschlägen, Trockenheit und Dürre, also der globalen Klimasituation, einen Überblick über Witterung und Politik geben soll und mir sehr wichtig erscheint. Es wird als interessantes Beispiel menschlicher Fehlerhaftigkeit der Jemen, Südwestarabien, der seit Jahrhunderten unter Wassermangel leidet, weil kaum nennenswerte Niederschläge vorkommen, beleuchtet. Der Mangel an Wasser resultiert nicht nur aus rein geografischen Gründen, sondern aus einer sehr bedenklichen Wasserverteilungspolitik des Staates Jemen. Die größten Wasserzuteilungen erhalten in den wenig fruchtbaren Anbaugebieten die Plantagen der „Kauanpflanzungen“, deren Produkte einen wohligen Zustand bewirken. Diese besonderen Anbau-Arten stellen den Hauptträger der jemenitischen Landwirtschaft dar. Dieses zweifelhafte landwirtschaftliche Konzept hat allerdings einen großen Schönheitsfehler für die Menschen im Jemen: Dieses „Spezialbonbon“ frisst und saugt nämlich fast alles Wasser, welches zur Verfügung steht, den Menschen, Tieren und Pflanzen weg. Deshalb muss der verbleibende Anteil Wasser für die Jemeniten notrationiert werden. Also ein Beispiel, wie der Mensch durch selbst verschuldete Misswirtschaft die Wasserressourcen des Landes verplempert. Aber in diesem leider nicht unbekannten Einzelfall kann es – bei richtiger Verteilung des wenigen zur Verfügung stehenden Wassers durch die Regierung des Jemen ohne Bevorzugung der „Kauanpflanzungen“ – möglich sein, Mensch, Tier und Pflanze vor dem Abgrund des Todes durch Verdursten zu retten.

Zusammenfassend ist zu sagen: Hundstage mit bis zu vierzig Grad und darüber gibt es schon lange nicht mehr. Die Durchschnittstemperaturen der meisten Länder in zum Beispiel Europa, Afrika, Asien, Südamerika befinden sich im freien Fall. Vielleicht bilden manche Wüstenstaaten da eine Ausnahme.
Regenfluten und Kälte dominieren. Schimmelpilzkulturen vernichten infolge der zu großen Feuchte und des zu geringen Sonnenscheins fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Erträge. Und das ist erst der Anfang. „Land unter“ in Europa und dem Rest der Welt ist keine Seltenheit.
Die Frage, ob wir jemals wieder Winter haben, in allen Medien seit Jahren herausposaunt, ist leicht beantwortet: Höchstwahrscheinlich gibt es in der Zukunft nur mehr winterähnliche Jahresmonate. Also: Viel pelzwarme Kleidung horten. Dies als mein persönlicher Ratschlag. Natürlich kann es einmal einen etwas wärmeren Winter geben, aber bekanntlich bestätigen ja die Ausnahmen die Regel. Sollte die Sonne tatsächlich „krank“ sein, würde sie sich ähnlich verhalten wie bei einer Malaria-Erkrankung: Die Fieberkurve steigt in regelmäßigen Abständen an und sinkt danach wieder ab. Dies kann bei einem an Malaria erkrankten Menschen tödlich sein. Eine Fieberkurve dieser Art könnte auch die Sonne betreffen.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 168
ISBN: 978-3-99026-797-4
Erscheinungsdatum: 07.03.2013
Durchschnittliche Kundenbewertung: 5
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