Cover: CO₂ Fluch oder Segen

CO₂ Fluch oder Segen
Möglichkeiten, um die Klimaziele zu erreichen


EUR 22,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 212
ISBN: 978-3-7116-0290-9
Erscheinungsdatum: 11.02.2025
Entdecken Sie die Geheimnisse des Kohlendioxids – vielleicht werden Sie es bald als „Gas des Lebens“ ansehen!
Der Klimawandel

Seit Bestehen der Erde hat es schon viele Klimaperioden gegeben. Jedes Erdzeitalter hatte sein bestimmendes Klima.

Durch die Plattentektonik, wo sich die Kontinente vor Milliarden von Jahren verschoben haben und wiederum zusammengestoßen sind, entstanden durch Anhebung riesige Gebirgszüge, wie die Alpen und der Himalaja. Durch die Verschiebung der Platten kommt es auch jetzt noch zu verheerenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen. In Erinnerung ist ein Erdbeben zu Weihnachten 2004 vor Sumatra, wo das Epizentrum im Meer lag und einen gewaltigen „Tsunami“ auslöste. Dieser Tsunami löste eine Sturmflut aus, welche hunderttausenden Menschen das Leben kostete. Erst nach Wochen kam diese Sturmflut im Westen an den Küsten des indischen Ozeans an und niemand war darauf vorbereitet. Deshalb waren auch auf Sri Lanka viele Tote.

Es gab ein Zeitalter, in dem Österreich südlich des Äquators lag. Man kann dies im Naturhistorischen Museum in einem Film ansehen. Durch die Wanderung der Erdteile entstand überall ein anderes Klima. Ein Beweis dafür ist der Streit um die Gebiete um den Nordpol, weil jeder Staat dort die Erdöl- und Erdgaslager für sich in Anspruch nehmen will.

Wie wir aus dem Geschichtsunterricht wissen, lag Karthago zur Römerzeit in einem fruchtbaren Gebiet, südlich von Tunis, doch jetzt ist dort eine Wüste.

Es gibt jedoch auch in Wüstengebieten in größeren Tiefen Grundwasser, welches zur Bewässerung der Felder genutzt wird. Ich habe gelesen, dass in Libyen große Kartoffelfelder angelegt wurden, welche mit diesem Grundwasser beregnet werden, um Europa jederzeit mit Frühkartoffeln versorgen zu können.
Es gibt viele Faktoren, welche das Klima bilden. Dies sind hauptsächlich die Jahres-Durchschnittstemperatur und die Verteilung der Niederschläge. Weiters beeinflusst die Höhenlage, die geografische Breite, die Geländeausformung, wie Süd- oder Nordhang, und auch die Entfernung zum Meer unser Klima.

Es gibt überall auf der Welt ein anderes Klima. Auf Sizilien ist es wärmer als in Südtirol. Es können sich die Leute in der Mongolei auch nicht beschweren, weil es bei ihnen nicht so warm ist, wie in Indien. Überall leben Menschen und es wachsen dort klimaangepasste Bäume, Pflanzen und Feldfrüchte.

Dass sich unser Klima in den letzten Jahrzehnten verändert hat, haben wir alle erlebt und verspürt. Es wird kaum jemanden geben, der gegen eine Reduktion der Treibhausgase ist und für den Klimawandel eintritt.

Die Debatte darüber, muss ohne Einfluss von wirtschaftlichen und politischen Interessen oder Wichtigtuerei erfolgen. Man kann nicht die Bevölkerung in Geiselhaft und der Wirtschaft die Grundlagen nehmen, sodass diese nicht mehr konkurrenzfähig ist und die Arbeitsplätze verloren gehen.

Am 25. oder 26. März wurde im ORF-Teletext geschrieben, dass das Heizen mit Pellets umweltfreundlicher sei als das Heizen mit Brennholz. Diese Aussage ist derart falsch und kann nur von der Pellets-Industrie bezahlt worden sein.

Laub-Brennholz stammt ausschließlich aus Pflegemaßnahmen, hauptsächlich von der Durchforstung und den starken Ästen, krummen oder hohlen Stämmen von der Schlägerung. Um daraus Pellets zu erzeugen, muss dieses zuerst zu kleinen Spänen geraspelt werden, welche dann mit einem beigemischten Bindemittel (weil Laubholz keinen Harzanteil hat) gepresst werden können. Niemand weiß, welchen Ausstoß an CO₂ dieses Bindemittel emittiert.
Im Wienerwald gibt es einen Biosphärenpark, in dessen Kernzone kein Holz entnommen werden darf. Sogar von Windwürfen wird das Blochholz im Wald belassen. Beim Verfaulen des Holzes entweicht die gleiche Menge CO₂, welche darin gespeichert wurde. Beim Verheizen des Holzes würde die gleiche Menge CO₂ entstehen.
Es sollen die Fakten ehrlich aufgezeigt werden, wie die Emissionen reduziert werden können und wie man auf vernünftiger Basis die unvermeidlichen Treibhausgase aus der Atmosphäre wieder entfernen kann.
Vorgänge in der Natur
Das Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum.

Oftmals werden die Begriffe ‚Klima‘ und ‚Wetter‘ als gleichwertig gebraucht.
Mit Wetter meinen wir, was heute oder morgen draußen passiert: scheint die Sonne, gibt es Regen oder ist es stürmisch?
Mit Klima ist das gesamte Wetter über eine längere Zeit in einem bestimmten Gebiet gemeint.
Wasserdampf (Wolken und Nebel) hat den größten Einfluss auf unser Wetter.

Klimabestimmende Faktoren
Klimaelemente sind Temperatur, Niederschlag und Bewölkung.
Die wesentlichen, natürlichen Klimafaktoren sind geographische Breite, topographische Höhe und Exposition (Gebirgszüge), Entfernung vom Meer und anderen größeren Wasserflächen, Bodenart und Bodenbedeckung.
Einen wesentlichen Einfluss auf das Klima hat die Hauptwindrichtung. Hier wiederum sind die Hoch- und Tiefdruckgebiete entscheidend.

Man unterscheidet zwischen fünf großen Klimazonen: Polarzone, Subpolarzone, Gemäßigte Zone, Subtropen und Tropen.

Die wichtigsten Klimaelemente sind Temperatur, Luftdruck, Wind, Niederschlag, Bewölkung, Sicht, Sonnenscheindauer und Strahlung (http://www.dwd.de).

Das Klima wird aus den langjährigen Mittelwerten der Klimaelemente (Temperatur, Niederschlag, Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit, Sonnenscheindauer, Bewölkung) ermittelt.
Durch den Treibhauseffekt ändert sich das Klima vor allem durch die Sonnenstrahlen, die auf die Erde treffen. Diese werden von natürlichen Gasen und Wolken aufgenommen und zu einem Teil auf die Erde zurückgestrahlt. Dadurch tritt eine Erwärmung der Atmosphäre ein. Die wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit halten und trocknet daher durch die Luftbewegung den Boden aus.
Klimaunterschiede gibt es in den Vegetationszonen.

Tundra (Dauerfrost), borealer (nördlicher) Nadelwald/Taiga, Laub- und Mischwald, Steppe, Hartlaubgehölze, Wüste, Savanne und tropischer Regenwald.
Die Klimazonen in Europa haben einen Anteil an drei großen Klimazonen: der subpolaren Zone mit borealem und Tundren-Klima im Norden, den Mittelbreiten mit gemäßigtem Klima sowie den südlich angrenzenden Subtropen.

Die Einflüsse vom Atlantik nehmen von Westen nach Osten ab und man spricht deshalb davon, dass das Klima zunehmend kontinentaler geprägt ist.
Die Niederschlagsmengen und Temperaturen sind teilweise durch die Geländeausformung abhängig. Bei einer Südströmung kann es im Winter in den Staulagen der Alpen zu enormen Schneefällen kommen, während nördlich der Alpen durch den Föhn verhältnismäßig hohe Temperaturen herrschen und durch Regen die Landschaft schneefrei ist.
Die Treibhausgase

Treibhausgase sind diejenigen Gase in der Erdatmosphäre, die den sogenannten Treibhauseffekt produzieren.
Treibhausgase sind Verbindungen von einzelnen Elementen, hauptsächlich von Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff.
Die meisten Treibhausgase können einen natürlichen, aber auch einen anthropogenen (menschengemachten) Ursprung haben.
Die bekanntesten Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO₂) 407 ppm, Methan (CH₄) 1800 ppb und Lachgas (N₂O) 320 ppb (In milliardstel Teilen) sind von Natur aus in geringeren Mengen in der Atmosphäre vorhanden.
Neben diesen Spurengasen, die nur in sehr geringen Konzentrationen in der Atmosphäre zu finden sind, ist Wasserdampf (Nebel oder Wolken) mit bis zu 60 % das wohl wichtigste Treibhausgas.
Bei dem menschengemachten Klimawandel können wir auf den Wasserdampf (Bewölkung) keinen Einfluss nehmen.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre unterliegt immer wieder Schwankungen als Folge verschiedener Prozesse (z. B. dem natürlichen Wechsel von Kalt- und Warmzeit, Vulkanismus, etc.). Für die letzten 800.000 Jahre konnten CO₂-Konzentrationen zwischen 180 und 300 ppm (parts per million) aus arktischen Eisbohrkernen und Sedimentbohrungen rekonstruiert werden.
Die einzelnen Elemente und deren Verbindungen werden in eigenen Kapiteln beschrieben.
Nach einer Studie verursacht ein Mensch pro Jahr 11 Tonnen Treibhausgase. Bei 9 Milliarden Menschen sind dies ungefähr 100 Milliarden Tonnen.

In Österreich (lt. Statistik Austria 2024) wurden 2023 69 Millionen Tonnen Treibhausgase emittiert.

Unerklärlich ist mir die Höhe der Emissionen in der Land- und Forstwirtschaft. Wieso wird die Entwaldung in fernen Ländern bei Österreich als Emission gerechnet, obwohl die Waldfläche jährlich zunimmt?
Als Begründung dafür wird auch die Emissionen der Tierhaltung, dem Wirtschaftsdünger (Mist, Gülle) dem

Stickstoffdünger (notwendig für Chlorophyll- und Eiweißbildung in den Früchten).
Klimagase entstehen in landwirtschaftlichen Böden bei der Verrottung der eingeackerten Gründüngung.
Dies sind ganz natürliche Vorgänge, welche notwendig sind, um gesunde Pflanzen zu bekommen, welche über das Chlorophyll mit der Photosynthese das CO₂ aus der Atmosphäre entnehmen und für uns Nahrungsmittel bilden können.
Wenn man den geringen Anteil an Treibstoff für die Bearbeitung anführen will, könnte ich dies noch verstehen.
Frage an Chat-GPT: Wie viele Motorräder gibt es in Österreich und wieviel CO₂ emittieren diese?
Gesamt für alle Motorräder in Österreich: pro 100 km verbraucht ein Motorrad im Durchschnitt 5,- Liter Benzin, das sind 200 Liter pro Stück und Jahr. Das sind 464 kg CO₂ x 550.000 Motorräder ergibt 255.000 Tonnen pro Jahr.
1 Liter Benzin hat eine Emission von 2.32 kg CO₂. 1 Liter Diedel von 2,64 kg CO₂.

Ebenso wird nicht angeführt,
wie viele Treibhausgase bei der Kompostierung, in Kläranlagen, bei den Biogasanlagen, wo Methan – CH₄, Lachgas – N₂O und Kohlenstoffdioxid – CO₂ entsteht.
wie viel Methan in den Mooren entsteht.
wie viel CO₂ bei der Gärung von Wein und Most entsteht.

Österreich hat einen Anteil von 0,22 % (ca. ¼ Prozent) der weltweiten Treibhausgas-Emission.


Entnahme der Treibhausgase aus der Luft

Es wird niemand bestreiten, dass wir den Ausstoß von CO₂ verringern oder der Atmosphäre entnehmen müssen.
Ich wollte genauere Daten haben und verwendete ChatGPT, um von der „Künstlichen Intelligenz“ mehr zu erfahren.

Dabei bekam ich folgende Meldung:


CO₂-Sequestrierung durch die Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Fläche: 2,4 Millionen Hektar
Durchschnittliche CO₂-Sequestrierung pro Hektar: 13 Tonnen CO₂ (angenommen, basierend auf Körnermais) (13 Tonnen ist die negative Emission)
Gesamte CO₂-Sequestrierung durch Landwirtschaft: 2,4 Millionen Hektar * 13 Tonnen CO₂/Hektar = 31,2 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr Gesamte CO₂-Sequestrierung durch Land- und Forstwirtschaft
Gesamte CO₂-Sequestrierung durch Land- und Forstwirtschaft: 30 Millionen Tonnen CO₂ (Wälder) + 31,2 Millionen Tonnen CO₂ (Landwirtschaft) = 61,2 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.

Dies würde für 2023, bei einer Emission von 69,– Mio Tonnen ein Defizit von 7,8 Mio. Tonnen ergeben.
Auf die Frage, ob Photosynthese und Sequestrierung gleiche Begriffe sind, wurde dies bejaht, doch bedeutet Sequestrierung eine endgültige Speicherung.
Ich antwortete, dass dies ein Taschenspielertrick sei und bekam nachfolgende Antwort:
Realistische Einschätzung: Die Berechnung der Sequestrierung und die Berücksichtigung aller CO₂-Flüsse ist notwendig, um realistische und umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln.
Ohne diese umfassende Betrachtung könnte man die Herausforderungen unterschätzen und ineffektive oder unzureichende Maßnahmen ergreifen.
Ich verstehe dies folgendermaßen, dass man ein kompliziertes Wort erfindet, um einen negativeren Wert zu erreichen.

Der Wald leistet mit seinem Zuwachs, (jährl. Zuwachs 30 Mill. Vfm) ca. 30 Mio. Tonnen und die Landwirtschaft mit seinen Produkten u. Begrünungen, lt. Chat-GPT, ca. 31,2 Mio. Tonnen.
So wären insgesamt nur mehr 7,8 Mio. Tonnen einzusparen. Diese Daten stammen aus 2023 und durch die bereits durchgeführten Klimaschutzmaßnahmen konnten die Emissionen von 2019 mit 78 Mio. Tonnen auf ca. 69 Mio. Tonnen reduziert werden. Dies sind die letzten Daten von Statistik Austria, welche ich gefunden habe.
Interessant wäre der Eintrag von Treibhausgasen, welche durch Wind und Stürme mit dem Saharastaub zu uns kommen.
Auch wäre vielleicht zu erwähnen, wie viel CO₂ von den Waldbränden in den Mittelmeerländern zu uns gelangt
sind.
Ich nehme nicht an, dass von den Bränden in Kanada im Vorjahr CO₂ zu uns verfrachtet wurde. Es wurde einmal im ORF ZIB gezeigt und gesagt, dass die Brände in Kanada so gewaltig waren und so viel Treibhausgase verursacht haben, als Österreich insgesamt in 15 Jahren emittiert.
Wie viel CO₂ verursachen der Krieg in der Ukraine und Israel? Bei der Erzeugung der Waffen und Munition wird sicher auch CO₂ an die Luft abgegeben.
Ich glaube, die Liste ließe sich noch erheblich fortsetzen.



Grundwissen

Um bei der Klimadebatte mitreden zu können, brauchen wir ein gewisses Grundwissen, um die Wissenschaft und die sogenannten „Experten“ zu verstehen. Diese werfen mit Fachausdrücken und Mengenangaben um sich, sodass wir diese auch den „selbsternannten Wissenschaftlern“ glauben müssen, weil wir den Mengenangaben nicht folgen können.
Da ich vom Beruf her vom Wetter (Kälte und Regen) betroffen war, haben mich diese Aussagen interessiert und ich bin diesen nachgegangen. Dabei bin ich auf viele Ungereimtheiten gestoßen. Diese machten mich erst recht neugierig, um gewisse Behauptungen besser zu verstehen und Wahrheit von Unwahrheit unterscheiden zu können.
Am häufigsten werden bei Schadstoffmengen die Ausdrücke von „ppm“ und „ppb“ verwendet.
Dabei handelt es sich aber nur um Steigerungen von Prozent und Promille.
Man muss sich diese mathematischen Fachausdrücke nur bildlich vor Augen zu führen.
Ich habe mich bemüht, in einigen Beispielen diese Bezeichnungen und deren Bedeutung darzustellen.

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Elisabeth Kappacher

Mein Maya Tagebuch

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