Die Welt der 33 Planeten

Die Welt der 33 Planeten

Brigitta Frank-Weinelt


EUR 19,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 178
ISBN: 978-3-99107-618-6
Erscheinungsdatum: 22.07.2021

Leseprobe:

1. Buch
DIE WELT DER SIEBEN HINDERNISSE

1. KAPITEL

Als Weltensucher und Entdecker neuer Galaxien bin ich im Auftrag der Erde auf einer Reise im Weltraum unterwegs. Und das schon sehr lange und seit Monaten ohne besondere Ereignisse!
Aber heute lief der Tag doch einmal völlig anders und sehr überraschend ab!
An Bord meiner Raumstation war gerade ein gehöriger Tumult ausgebrochen!
Es fiepte, blinkte, brummte und summte auf sämtlichen Computern, Schalttafeln, Bildschirmen und Manualen.
Alle Systeme spielten verrückt! Hektisch versuchte ich, die Ursache dafür zu finden und begann mit einem kompletten Systemcheck.
Dabei wurde mir immer wieder bestätigt, dass mein Raumschiff von einer fremden Energiequelle gestört wurde, die intensiv versuchte, mit mir Kontakt aufzunehmen!
Rein äußerlich war zunächst nichts erkennbar, was auf diese fremde Energie schließen ließ.
Also würde ich nachsehen müssen! Und zwar außen am Schiff, direkt im Weltraum.
Ich zog daher den Raumanzug für die Außenarbeiten an und glitt durch die Luftschleuse in den Orbit hinaus.
Entlang der Außenhaut der Rakete hangelte ich mich vorwärts und bemerkte eine lange, lange, leuchtende Schnur, die sich um das ganze Schiff gewickelt hatte.
Ähnlich der Laichschnüre von Kröten hingen winzig kleine Leuchtkörper zu Millionen seilartig aneinander und wanden sich funkelnd um die Station.
Sobald ich das Ding berührte, verspürte ich ein leichtes stromartiges Kribbeln, sogar durch den Anzug. Gleichzeitig empfing ich Gedanken wie Sprachsignale, die um Hilfe riefen?
Das wollte ich sofort klären und kehrte in meine Raumstation zurück.
Der eingeschaltete Sprachdecoder versuchte, Kontakt zu bekommen und schlussendlich hatte ich Erfolg.
Folgende Nachricht konnte ich entschlüsseln:

WIR SIND ARIADNE UND HABEN EIN PROBLEM


2. KAPITEL

Das war eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese Leuchtschnur war ein Alien und ich sollte diesem merkwürdigen Wesen helfen?
Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf: Wie gefährlich ist das Ding? Wie soll man sich verständigen, wenn es keine Hilfsmittel gibt? Was passiert, wenn ich nichts tun kann und es aggressiv wird? Kann ich überhaupt etwas tun?
Vielleicht sollte ich doch erst einmal herausfinden, was los war, und warum ausgerechnet ich um Hilfe gebeten wurde?
Meine Antwort lautete daher:

WIE KANN ICH HELFEN?

Einige Zeit rührte sich gar nichts.
Nach etwa zwei Minuten erschien auf meinem großen Wandschirm endlich ein Bild!
Es zeigte eine Galaxie im Weltraum. Die darin schwebenden Planeten waren, ähnlich wie mein Raumschiff, von einem Gitter aus Schnüren überzogen, die aber nicht leuchteten und an manchen Stellen sogar gerissen waren.
Darunter stand in Leuchtschrift:

DIE WELT DER 33 PLANETEN.

Folgende Erklärung wurde gleichzeitig dazu übermittelt: Wir sind Ariadne. Unsere Schnüre sollen das Planetensystem verbinden, um den Energiefluss zu erhalten.
Aber das gesamte System zerfällt gerade! Weil der Verbindungsweg zum Planeten mit dem BLÜHENDEN BAUM an mehreren Stellen schwer beschädigt wurde, wollten wir die Leitung reparieren. Wir vergaßen aber die Reihenfolge, in der sie wiederhergestellt werden muss, um zu funktionieren.
Alle unsere Welten sind darüber in Streit geraten und können sich auf keine Strategie einigen. Meine Aufgabe war stets, den Anfang von allem zu finden. In unserem Streit liegt er beim Tempel des verdorrten Baumes. Hier darf aber nur jemand hinein, der völlig frei von den Versuchungen der Welt geworden ist. In unserer Gemeinschaft gibt es aber niemanden mehr, der diesen Hindernissen widerstanden hätte. Deshalb bitten wir dich um Hilfe.


3. KAPITEL

Das alles hörte sich mehr als verwirrend und schwierig an und ich zweifelte sehr, dass ich dafür der richtige Mensch sein könnte.
Andererseits konnte eine Abwechslung während der langen Zeit meiner Weltensuche auch nicht schaden. Neue Welten sollte ich ja im Auftrag meines Heimatplaneten Erde sowieso finden und hier bot sich doch eine besondere, wenn auch verzwickte Gelegenheit an. Also gab ich meine Zustimmung und wollte wissen, wie es jetzt weitergehen würde.
Ariadne seufzte erleichtert in millionenfachem Blinken und Glucksen hörbar auf.

„Zunächst musst du

„die sieben Planeten der Hindernisse“

besuchen und deren Vertreter überzeugen, dass du der richtige Auserwählte für diese Aufgabe bist!“, ließ sie mich wissen.
Weiters teilte sie mir mit, dass sie meine Raumstation sofort zum

Planeten der Treulosigkeit


bringen und dort landen lassen würde.
Auf ihm, wurde mir erklärt, würden alle gegebenen Versprechen, alle ausgehandelten und nicht eingehaltenen Verträge oder Verletzungen von Geheimnissen durch Verräter und auch das Wissen um unredlich erschlichene Ämter für alle Zeiten aufbewahrt. Damit konnten sie als Verfehlungen sichtbar gemacht und erhalten werden. Nur das Wasser des ewigen Lebens, das durch den Heiligen Baum genährt wird, konnte diese Treulosigkeiten und den Verrat an Aufgaben und Ämtern wieder auslöschen und dann mit neuem Leben erfüllen.

Als die Rakete zur Landung ansetzte, blickte ich erstaunt auf die Oberfläche des Planeten der Treulosigkeit. Überall lagen wie ausgespuckt riesengroße Worte, die sich zu undurchdringlichen Satzwäldern verbanden. Einige tropften ölig vor sich hin, andere schienen vor Schleim wie ein laufender Gletscher dahin zu gleiten. Sätze aus stählernen Lettern und riesige Wortkaskaden versperrten die Sicht. Dazwischen fand ich, nachdem ich ausgestiegen war, große Orden aus Blech, Metall und manchmal auch aus Gold und Edelsteinen haufenweise verstreut auf dem Boden liegen. Ebenso waren da Schreiben mit dubiosen Auszeichnungen, verliehenen Titeln und eine riesige Menge an Zeugnissen aller Art zu finden. Sie schienen achtlos weggeworfen, als hätten sie keine Gültigkeit mehr.
Meinen Weg suchte ich mit der Hilfe Ariadnes, deren leuchtendes Band aus Glitzerkugeln sich vor mir ausrollte und mich führte, sodass ich mich nicht im Wörterwald und dem Wust aus Sätzen verirren konnte.
Nur was genau war eigentlich mein Ziel?
Ein riesiger Berg aus Buchstaben, Worten und Sätzen türmte sich bald vor mir auf wie eine unendlich große Müllhalde und wurde zum unüberwindlichen Hindernis.
In der Luft lag ein unverständliches Dauergemurmel, das sich plötzlich zu einer Stimme verdichtete, die theatralisch rief: „Werke und Zeit sind nicht ewig! Nur der Geist, aus dem sie wurden, lebt weiter!“
Was sollte mir das nun wieder sagen? Und was sollte ich damit anfangen? In meinem Kopf stapelten sich lauter Fragezeichen, weil ich absolut nicht wusste, was damit gemeint war.
Daher sagte ich einfach in Richtung der Stimme: „Ich bin hier, weil Ariadne mich um Hilfe bat! Das will ich gerne tun, so gut ich eben kann! Mein Versprechen werde ich aber nur erfüllen, wenn ihr Unsichtbaren eure Probleme beim Namen nennt. Wenn ich aber nicht erkennen kann, wobei ihr Hilfe braucht, dann bleiben nur die Hindernisse übrig und damit werdet ihr dann leben und leider auch untergehen müssen.“

Wie durch Zauberhand öffnete sich ein Durchgang in dem Riesenberg aus Worten und gab mir den Blick frei auf einen wunderschönen Kelch aus Gold und Silber, verziert mit Edelsteinen.
Dieser war aber umgefallen und aus seinem Becher ergoss sich eine glänzende, hell strahlende Flüssigkeit. Sie rann über eine dicht beschriebene Pergamentrolle und durch die Feuchtigkeit begannen sich die darauf geschriebenen Worte aufzulösen. Der Anfang des Textes war noch gut erkennbar. Hier stand: „Ich gelobe, meine Aufgabe der Rettung der 33 Welten nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen und mit…“ Ab hier sahen alle Buchstaben schon sehr verschwommen aus. Ich begriff plötzlich, dass sich soeben ein wichtiges Dokument für meine Aufgabe in Luft aufzulösen begann!
„Dies ist der Kelch mit dem Trank der Unsterblichkeit! Die Prüfung der Wahrheit und Selbsterkenntnis wird deine Seele stärken, wenn du deinem Wort treu bleibst!“, ertönte die Stimme erneut.
Da zögerte ich nicht mehr lange! Ich sprang hinzu und stellte den Kelch wieder auf, sodass nichts mehr von der kostbaren Flüssigkeit auslaufen konnte. Und sie füllte sich auch sofort wieder bis zum Rand auf!
Und siehe da! Die bereits verlöscht geglaubten Worte wurden wieder sichtbar, das Pergament mit meinem Versprechen als Inhalt rollte sich auf und verschloss sich selbst mit einem roten Siegel, wie es früher die Könige auf ihre Schriftstücke aufdrückten. So bekam auch dieses Pergament Gültigkeit und wurde zu einem unauflöslichen Vertrag, weil ich es gerettet hatte.
Und dann? Dann schwebte diese Rolle mit meinem Namen darauf direkt in meine Hände!

Ariadne brach ihr atemloses Schweigen und gratulierte mir freudig, weil ich die Aufgabe auf dem Planeten der Treulosigkeit so hervorragend bestanden hatte. Indem ich die Auslöschung verhinderte und zu meinem gegebenen Versprechen stand, wurde ein Vertrag gültig, der mich zum Finder des richtigen Weges machte.

Und das ebenfalls mit einem Gitter aus Ariadnes Fäden überspannte Firmament über dem Planeten der Treulosigkeit begann, leicht flackernd und ganz zart, wieder zu leuchten.


4. KAPITEL

Noch immer völlig gefangen von den Vorkommnissen und in der Hand meine Pergamentrolle haltend, saß ich wieder in meinem Raumgleiter. Ich war mir der riesigen Verantwortung bewusst, die ich als alleiniger ‚Finder des richtigen Weges‘ übernommen hatte.
Jetzt mussten mir nur die Verantwortlichen der übrigen sechs Planeten der Hindernisse auch noch ihren Sanctus erteilen, damit ich ihnen allen helfen konnte.
Durch Ariadne wusste ich, dass die nächste Aufgabe schon auf mich wartete. Und sie würde kaum einfacher werden als die bereits gemeisterte.
Wir befanden und schon auf dem Weg zum

Planeten der Zerstörung!

Meine neuen Informationen lauteten:
Von den Planetenbewohnern vollbrachte Bau- oder Kunstwerke und sämtliche anderen kreativen Arbeiten in ihrer Welt wurden ständig von ihnen mutwillig zerstört oder ruiniert.
Dieser ungezügelte Zerstörungswille zeigte sich bei den Bewohnern seit dem unterbrochenen Kontakt zum Blühenden Baum besonders heftig. Durch ihre endlose, bösartige Kritiksucht erstickten sie jede Freude am Tun. Daraus entstand bei allen die Unfähigkeit, ihre Vorhaben durchzuhalten. Es kam, aus Angst, dafür verlacht zu werden, zur Verweigerung aller Veränderungen. Die daraus entstandene innere Leere und Mutlosigkeit brachte jeden dazu, sein wertvollstes Instrument, das ihm eigene Selbstbewusstsein, dem Zorngott Ira zu opfern. Ein tief verankertes Wissen um das Gute, Wahre und Schöne, das sich in der Seele aller Dinge, aller kreativen Werke spiegelt, wurde von diesem Anführer Ira systematisch geleugnet und jegliches kreatives Bewusstsein auf dem Altar des Zornes geopfert.
Einfach alles wurde zunichte gemacht, seit die endlose Geduld der Göttin Patientia erschöpft war. Diese hatte früher einmal die Kraft gehabt, den Herrscher der Welt der Zerstörung, Gott Ira, zu besänftigen.
Ohne die belebende Kraft der Früchte und des Duftes vom Lebensbaum siechte sie aber dahin und war bereits sterbenskrank.
Auch den zornkranken Bewohnern fehlte der Blühende Baum. Dieser besänftigte sie, sodass ihr Herrscher dann kaum noch Macht über sie hatte.
So zeigte sich mir die Situation, als ich auf dem Planeten der Zerstörung landete.
Was ich da sah, muss man sich erst einmal vorstellen können. Wir alle kennen die schrecklichen Bilder aus den Kriegsgebieten zur Genüge, aber welcher Anblick sich mir hier bot, schlug an Eindrücklichkeit alles, was ich bisher gesehen hatte. Totale Zerstörung!
Kein Stein war durch das Wüten der Bewohner und des Zornherrschers auf dem anderen geblieben. Alle noch Lebenden waren verzweifelt und zornig bis zum Äußersten. Das kleinste Fünkchen konnte eine Explosion von ungeheuren Dimensionen und der Stärke einer Atombombe auslösen.
Selbst Ariadnes Faden leuchtete blass vor Sorge darüber, was uns erwarten würde.
Ich überlegte mir, dass es das Beste wäre, nach Patientia, der Göttin der Geduld zu suchen.
Sie war vermutlich noch am ehesten imstande, mir einen vernünftigen Rat in diesem schrecklichen Chaos zu geben.
Ariadne rollte vorsichtig ihre Fadenkette aus und wies mir den Weg, wobei ich penibel darauf achtete, nichts falsch zu machen und möglichst niemandem zu begegnen. Keinesfalls sollte mich der grenzenlose Zorn der Bewohner treffen, für die ich bloß ein willkommenes neues Opfer wäre.
Mein Wegweiser Ariadne rollte unauffällig und zart leuchtend durch diese grauenhafte Welt der Zerstörung und des Zerfalls.
Immer weiter drangen wir in die Ruinen ein und der Weg führte tief unter die Oberfläche, in kellerartige Gewölbe und Krater. Je tiefer ich hinabstieg, desto weniger Chaos herrschte. Endlich erreichten wir eine hohe Mauer. Darin befand sich ein großes, verschlossenes Tor. Als Ariadnes Leuchtkugelschnur sich daran lehnte, öffnete es sich langsam und wir konnten
eintreten.
Welch unglaublicher und gegensätzlicher Anblick mich hier erwartete, ist kaum zu schildern. Eine Landschaft von absoluter Schönheit, Ordnung und Ruhe tat sich auf. Pflanzen, Gebäude, Gärten, Skulpturen und Wandreliefs oder auch Bilder voller Anmut und Perfektion reihten sich aneinander, so weit meine Augen sehen konnten.
Ariadne rollte sich erschöpft wie eine Schlange ein und meinte müde: „Von nun an bist du auf dich allein gestellt!“
In dieser wunderbaren Welt hatte ich ohnehin nur geringe Bedenken und marschierte getrost weiter, weil ich in der Ferne eine Art Vergnügungspark erkannte. Da wollte ich fragen, ob mir jemand den Weg zu Patientia zeigen könnte. Auf einem Rollband als Gehweg gelangte ich auch in kürzester Zeit durch das herrliche Tal bis zu besagtem Park.
Vorbei an noch nie gesehenen Attraktionen führte der Weg bis zu einem beeindruckenden Zirkuszelt. Ein kleiner Roboter begrüßte mich mit metallischer Stimme und brachte mich ohne Umschweife zum Mittelpunkt des Zeltes, das sich wie von Zauberhand in einen Saal verwandelte.
Auf einem herrlichen, handgeschnitzten und vergoldeten Thron saß eine kostbar gekleidete Dame, die sehr zerbrechlich wirkte. Zu ihren Füßen lagen Löwen, Tiger und Jaguare und schnurrten zufrieden.
Der Roboter verkündete mir, dass die Herrin Patientia sehr erfreut über mein Erscheinen sei und ich ihr mein Anliegen vortragen solle. Ohne Umschweife kam ich zur Sache, weil ich die zarte Dame nicht noch mehr strapazieren wollte.
Ich sagte daher: „Wie Euch ja sicherlich bekannt ist, haben die Welten den Kontakt zum Planeten des Blühenden Baumes verloren. Mittlerweile geht alles drunter und drüber und gerade euer eigener Planet steht vor der kompletten Verwüstung. Mir wurde die Aufgabe des Finders des richtigen Weges übertragen. In dieser Funktion ersuche ich Euch um Rat. Weil ich von allen sieben Planeten der Hindernisse die Erlaubnis brauche, dass ich für die Reparatur der Neuronalen Verbindung zwischen den Planeten sorgen darf, möchte ich den Herren des Zorns auch umstimmen. Nur wie ich das erreichen soll, weiß ich noch nicht. Dazu brauche ich Eure Hilfe.“

Müde, aber hoffnungsvoll sah sie mich an. Leise meinte sie: „Die entfesselte Wut ist immer ihr eigener Feind! Sie tötet sich selbst durch ihre Raserei. Sie kann niemals eine Lösung anbieten und stirbt durch ihre eigenen Waffen! Wenn du die Last unserer Welt tragen willst, dann hilf mir, einen Spiegel zu errichten. Dieser muss genau in dem Augenblick das Bild von Ira einfangen, wenn er auf dem Höhepunkt seiner Wut sein wird. Bei seinem erbärmlichen Anblick wird er sich hassen, weil er seine Hilflosigkeit erkennen kann. Er weiß ja keine andere Taktik als die Vernebelung der Wahrheit durch Zerstörung und Terror! Die Scham darüber, dass alle seine große Schwäche erkennen können, wird ihn veranlassen, sich für lange Zeit zu verstecken. Die Erlaubnis für dein eigentliches Vorhaben aber bekommst du von mir zum Dank für den schweren Weg, den du für uns alle gehen wirst.“

1. Buch
DIE WELT DER SIEBEN HINDERNISSE

1. KAPITEL

Als Weltensucher und Entdecker neuer Galaxien bin ich im Auftrag der Erde auf einer Reise im Weltraum unterwegs. Und das schon sehr lange und seit Monaten ohne besondere Ereignisse!
Aber heute lief der Tag doch einmal völlig anders und sehr überraschend ab!
An Bord meiner Raumstation war gerade ein gehöriger Tumult ausgebrochen!
Es fiepte, blinkte, brummte und summte auf sämtlichen Computern, Schalttafeln, Bildschirmen und Manualen.
Alle Systeme spielten verrückt! Hektisch versuchte ich, die Ursache dafür zu finden und begann mit einem kompletten Systemcheck.
Dabei wurde mir immer wieder bestätigt, dass mein Raumschiff von einer fremden Energiequelle gestört wurde, die intensiv versuchte, mit mir Kontakt aufzunehmen!
Rein äußerlich war zunächst nichts erkennbar, was auf diese fremde Energie schließen ließ.
Also würde ich nachsehen müssen! Und zwar außen am Schiff, direkt im Weltraum.
Ich zog daher den Raumanzug für die Außenarbeiten an und glitt durch die Luftschleuse in den Orbit hinaus.
Entlang der Außenhaut der Rakete hangelte ich mich vorwärts und bemerkte eine lange, lange, leuchtende Schnur, die sich um das ganze Schiff gewickelt hatte.
Ähnlich der Laichschnüre von Kröten hingen winzig kleine Leuchtkörper zu Millionen seilartig aneinander und wanden sich funkelnd um die Station.
Sobald ich das Ding berührte, verspürte ich ein leichtes stromartiges Kribbeln, sogar durch den Anzug. Gleichzeitig empfing ich Gedanken wie Sprachsignale, die um Hilfe riefen?
Das wollte ich sofort klären und kehrte in meine Raumstation zurück.
Der eingeschaltete Sprachdecoder versuchte, Kontakt zu bekommen und schlussendlich hatte ich Erfolg.
Folgende Nachricht konnte ich entschlüsseln:

WIR SIND ARIADNE UND HABEN EIN PROBLEM


2. KAPITEL

Das war eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Diese Leuchtschnur war ein Alien und ich sollte diesem merkwürdigen Wesen helfen?
Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf: Wie gefährlich ist das Ding? Wie soll man sich verständigen, wenn es keine Hilfsmittel gibt? Was passiert, wenn ich nichts tun kann und es aggressiv wird? Kann ich überhaupt etwas tun?
Vielleicht sollte ich doch erst einmal herausfinden, was los war, und warum ausgerechnet ich um Hilfe gebeten wurde?
Meine Antwort lautete daher:

WIE KANN ICH HELFEN?

Einige Zeit rührte sich gar nichts.
Nach etwa zwei Minuten erschien auf meinem großen Wandschirm endlich ein Bild!
Es zeigte eine Galaxie im Weltraum. Die darin schwebenden Planeten waren, ähnlich wie mein Raumschiff, von einem Gitter aus Schnüren überzogen, die aber nicht leuchteten und an manchen Stellen sogar gerissen waren.
Darunter stand in Leuchtschrift:

DIE WELT DER 33 PLANETEN.

Folgende Erklärung wurde gleichzeitig dazu übermittelt: Wir sind Ariadne. Unsere Schnüre sollen das Planetensystem verbinden, um den Energiefluss zu erhalten.
Aber das gesamte System zerfällt gerade! Weil der Verbindungsweg zum Planeten mit dem BLÜHENDEN BAUM an mehreren Stellen schwer beschädigt wurde, wollten wir die Leitung reparieren. Wir vergaßen aber die Reihenfolge, in der sie wiederhergestellt werden muss, um zu funktionieren.
Alle unsere Welten sind darüber in Streit geraten und können sich auf keine Strategie einigen. Meine Aufgabe war stets, den Anfang von allem zu finden. In unserem Streit liegt er beim Tempel des verdorrten Baumes. Hier darf aber nur jemand hinein, der völlig frei von den Versuchungen der Welt geworden ist. In unserer Gemeinschaft gibt es aber niemanden mehr, der diesen Hindernissen widerstanden hätte. Deshalb bitten wir dich um Hilfe.


3. KAPITEL

Das alles hörte sich mehr als verwirrend und schwierig an und ich zweifelte sehr, dass ich dafür der richtige Mensch sein könnte.
Andererseits konnte eine Abwechslung während der langen Zeit meiner Weltensuche auch nicht schaden. Neue Welten sollte ich ja im Auftrag meines Heimatplaneten Erde sowieso finden und hier bot sich doch eine besondere, wenn auch verzwickte Gelegenheit an. Also gab ich meine Zustimmung und wollte wissen, wie es jetzt weitergehen würde.
Ariadne seufzte erleichtert in millionenfachem Blinken und Glucksen hörbar auf.

„Zunächst musst du

„die sieben Planeten der Hindernisse“

besuchen und deren Vertreter überzeugen, dass du der richtige Auserwählte für diese Aufgabe bist!“, ließ sie mich wissen.
Weiters teilte sie mir mit, dass sie meine Raumstation sofort zum

Planeten der Treulosigkeit


bringen und dort landen lassen würde.
Auf ihm, wurde mir erklärt, würden alle gegebenen Versprechen, alle ausgehandelten und nicht eingehaltenen Verträge oder Verletzungen von Geheimnissen durch Verräter und auch das Wissen um unredlich erschlichene Ämter für alle Zeiten aufbewahrt. Damit konnten sie als Verfehlungen sichtbar gemacht und erhalten werden. Nur das Wasser des ewigen Lebens, das durch den Heiligen Baum genährt wird, konnte diese Treulosigkeiten und den Verrat an Aufgaben und Ämtern wieder auslöschen und dann mit neuem Leben erfüllen.

Als die Rakete zur Landung ansetzte, blickte ich erstaunt auf die Oberfläche des Planeten der Treulosigkeit. Überall lagen wie ausgespuckt riesengroße Worte, die sich zu undurchdringlichen Satzwäldern verbanden. Einige tropften ölig vor sich hin, andere schienen vor Schleim wie ein laufender Gletscher dahin zu gleiten. Sätze aus stählernen Lettern und riesige Wortkaskaden versperrten die Sicht. Dazwischen fand ich, nachdem ich ausgestiegen war, große Orden aus Blech, Metall und manchmal auch aus Gold und Edelsteinen haufenweise verstreut auf dem Boden liegen. Ebenso waren da Schreiben mit dubiosen Auszeichnungen, verliehenen Titeln und eine riesige Menge an Zeugnissen aller Art zu finden. Sie schienen achtlos weggeworfen, als hätten sie keine Gültigkeit mehr.
Meinen Weg suchte ich mit der Hilfe Ariadnes, deren leuchtendes Band aus Glitzerkugeln sich vor mir ausrollte und mich führte, sodass ich mich nicht im Wörterwald und dem Wust aus Sätzen verirren konnte.
Nur was genau war eigentlich mein Ziel?
Ein riesiger Berg aus Buchstaben, Worten und Sätzen türmte sich bald vor mir auf wie eine unendlich große Müllhalde und wurde zum unüberwindlichen Hindernis.
In der Luft lag ein unverständliches Dauergemurmel, das sich plötzlich zu einer Stimme verdichtete, die theatralisch rief: „Werke und Zeit sind nicht ewig! Nur der Geist, aus dem sie wurden, lebt weiter!“
Was sollte mir das nun wieder sagen? Und was sollte ich damit anfangen? In meinem Kopf stapelten sich lauter Fragezeichen, weil ich absolut nicht wusste, was damit gemeint war.
Daher sagte ich einfach in Richtung der Stimme: „Ich bin hier, weil Ariadne mich um Hilfe bat! Das will ich gerne tun, so gut ich eben kann! Mein Versprechen werde ich aber nur erfüllen, wenn ihr Unsichtbaren eure Probleme beim Namen nennt. Wenn ich aber nicht erkennen kann, wobei ihr Hilfe braucht, dann bleiben nur die Hindernisse übrig und damit werdet ihr dann leben und leider auch untergehen müssen.“

Wie durch Zauberhand öffnete sich ein Durchgang in dem Riesenberg aus Worten und gab mir den Blick frei auf einen wunderschönen Kelch aus Gold und Silber, verziert mit Edelsteinen.
Dieser war aber umgefallen und aus seinem Becher ergoss sich eine glänzende, hell strahlende Flüssigkeit. Sie rann über eine dicht beschriebene Pergamentrolle und durch die Feuchtigkeit begannen sich die darauf geschriebenen Worte aufzulösen. Der Anfang des Textes war noch gut erkennbar. Hier stand: „Ich gelobe, meine Aufgabe der Rettung der 33 Welten nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen und mit…“ Ab hier sahen alle Buchstaben schon sehr verschwommen aus. Ich begriff plötzlich, dass sich soeben ein wichtiges Dokument für meine Aufgabe in Luft aufzulösen begann!
„Dies ist der Kelch mit dem Trank der Unsterblichkeit! Die Prüfung der Wahrheit und Selbsterkenntnis wird deine Seele stärken, wenn du deinem Wort treu bleibst!“, ertönte die Stimme erneut.
Da zögerte ich nicht mehr lange! Ich sprang hinzu und stellte den Kelch wieder auf, sodass nichts mehr von der kostbaren Flüssigkeit auslaufen konnte. Und sie füllte sich auch sofort wieder bis zum Rand auf!
Und siehe da! Die bereits verlöscht geglaubten Worte wurden wieder sichtbar, das Pergament mit meinem Versprechen als Inhalt rollte sich auf und verschloss sich selbst mit einem roten Siegel, wie es früher die Könige auf ihre Schriftstücke aufdrückten. So bekam auch dieses Pergament Gültigkeit und wurde zu einem unauflöslichen Vertrag, weil ich es gerettet hatte.
Und dann? Dann schwebte diese Rolle mit meinem Namen darauf direkt in meine Hände!

Ariadne brach ihr atemloses Schweigen und gratulierte mir freudig, weil ich die Aufgabe auf dem Planeten der Treulosigkeit so hervorragend bestanden hatte. Indem ich die Auslöschung verhinderte und zu meinem gegebenen Versprechen stand, wurde ein Vertrag gültig, der mich zum Finder des richtigen Weges machte.

Und das ebenfalls mit einem Gitter aus Ariadnes Fäden überspannte Firmament über dem Planeten der Treulosigkeit begann, leicht flackernd und ganz zart, wieder zu leuchten.


4. KAPITEL

Noch immer völlig gefangen von den Vorkommnissen und in der Hand meine Pergamentrolle haltend, saß ich wieder in meinem Raumgleiter. Ich war mir der riesigen Verantwortung bewusst, die ich als alleiniger ‚Finder des richtigen Weges‘ übernommen hatte.
Jetzt mussten mir nur die Verantwortlichen der übrigen sechs Planeten der Hindernisse auch noch ihren Sanctus erteilen, damit ich ihnen allen helfen konnte.
Durch Ariadne wusste ich, dass die nächste Aufgabe schon auf mich wartete. Und sie würde kaum einfacher werden als die bereits gemeisterte.
Wir befanden und schon auf dem Weg zum

Planeten der Zerstörung!

Meine neuen Informationen lauteten:
Von den Planetenbewohnern vollbrachte Bau- oder Kunstwerke und sämtliche anderen kreativen Arbeiten in ihrer Welt wurden ständig von ihnen mutwillig zerstört oder ruiniert.
Dieser ungezügelte Zerstörungswille zeigte sich bei den Bewohnern seit dem unterbrochenen Kontakt zum Blühenden Baum besonders heftig. Durch ihre endlose, bösartige Kritiksucht erstickten sie jede Freude am Tun. Daraus entstand bei allen die Unfähigkeit, ihre Vorhaben durchzuhalten. Es kam, aus Angst, dafür verlacht zu werden, zur Verweigerung aller Veränderungen. Die daraus entstandene innere Leere und Mutlosigkeit brachte jeden dazu, sein wertvollstes Instrument, das ihm eigene Selbstbewusstsein, dem Zorngott Ira zu opfern. Ein tief verankertes Wissen um das Gute, Wahre und Schöne, das sich in der Seele aller Dinge, aller kreativen Werke spiegelt, wurde von diesem Anführer Ira systematisch geleugnet und jegliches kreatives Bewusstsein auf dem Altar des Zornes geopfert.
Einfach alles wurde zunichte gemacht, seit die endlose Geduld der Göttin Patientia erschöpft war. Diese hatte früher einmal die Kraft gehabt, den Herrscher der Welt der Zerstörung, Gott Ira, zu besänftigen.
Ohne die belebende Kraft der Früchte und des Duftes vom Lebensbaum siechte sie aber dahin und war bereits sterbenskrank.
Auch den zornkranken Bewohnern fehlte der Blühende Baum. Dieser besänftigte sie, sodass ihr Herrscher dann kaum noch Macht über sie hatte.
So zeigte sich mir die Situation, als ich auf dem Planeten der Zerstörung landete.
Was ich da sah, muss man sich erst einmal vorstellen können. Wir alle kennen die schrecklichen Bilder aus den Kriegsgebieten zur Genüge, aber welcher Anblick sich mir hier bot, schlug an Eindrücklichkeit alles, was ich bisher gesehen hatte. Totale Zerstörung!
Kein Stein war durch das Wüten der Bewohner und des Zornherrschers auf dem anderen geblieben. Alle noch Lebenden waren verzweifelt und zornig bis zum Äußersten. Das kleinste Fünkchen konnte eine Explosion von ungeheuren Dimensionen und der Stärke einer Atombombe auslösen.
Selbst Ariadnes Faden leuchtete blass vor Sorge darüber, was uns erwarten würde.
Ich überlegte mir, dass es das Beste wäre, nach Patientia, der Göttin der Geduld zu suchen.
Sie war vermutlich noch am ehesten imstande, mir einen vernünftigen Rat in diesem schrecklichen Chaos zu geben.
Ariadne rollte vorsichtig ihre Fadenkette aus und wies mir den Weg, wobei ich penibel darauf achtete, nichts falsch zu machen und möglichst niemandem zu begegnen. Keinesfalls sollte mich der grenzenlose Zorn der Bewohner treffen, für die ich bloß ein willkommenes neues Opfer wäre.
Mein Wegweiser Ariadne rollte unauffällig und zart leuchtend durch diese grauenhafte Welt der Zerstörung und des Zerfalls.
Immer weiter drangen wir in die Ruinen ein und der Weg führte tief unter die Oberfläche, in kellerartige Gewölbe und Krater. Je tiefer ich hinabstieg, desto weniger Chaos herrschte. Endlich erreichten wir eine hohe Mauer. Darin befand sich ein großes, verschlossenes Tor. Als Ariadnes Leuchtkugelschnur sich daran lehnte, öffnete es sich langsam und wir konnten
eintreten.
Welch unglaublicher und gegensätzlicher Anblick mich hier erwartete, ist kaum zu schildern. Eine Landschaft von absoluter Schönheit, Ordnung und Ruhe tat sich auf. Pflanzen, Gebäude, Gärten, Skulpturen und Wandreliefs oder auch Bilder voller Anmut und Perfektion reihten sich aneinander, so weit meine Augen sehen konnten.
Ariadne rollte sich erschöpft wie eine Schlange ein und meinte müde: „Von nun an bist du auf dich allein gestellt!“
In dieser wunderbaren Welt hatte ich ohnehin nur geringe Bedenken und marschierte getrost weiter, weil ich in der Ferne eine Art Vergnügungspark erkannte. Da wollte ich fragen, ob mir jemand den Weg zu Patientia zeigen könnte. Auf einem Rollband als Gehweg gelangte ich auch in kürzester Zeit durch das herrliche Tal bis zu besagtem Park.
Vorbei an noch nie gesehenen Attraktionen führte der Weg bis zu einem beeindruckenden Zirkuszelt. Ein kleiner Roboter begrüßte mich mit metallischer Stimme und brachte mich ohne Umschweife zum Mittelpunkt des Zeltes, das sich wie von Zauberhand in einen Saal verwandelte.
Auf einem herrlichen, handgeschnitzten und vergoldeten Thron saß eine kostbar gekleidete Dame, die sehr zerbrechlich wirkte. Zu ihren Füßen lagen Löwen, Tiger und Jaguare und schnurrten zufrieden.
Der Roboter verkündete mir, dass die Herrin Patientia sehr erfreut über mein Erscheinen sei und ich ihr mein Anliegen vortragen solle. Ohne Umschweife kam ich zur Sache, weil ich die zarte Dame nicht noch mehr strapazieren wollte.
Ich sagte daher: „Wie Euch ja sicherlich bekannt ist, haben die Welten den Kontakt zum Planeten des Blühenden Baumes verloren. Mittlerweile geht alles drunter und drüber und gerade euer eigener Planet steht vor der kompletten Verwüstung. Mir wurde die Aufgabe des Finders des richtigen Weges übertragen. In dieser Funktion ersuche ich Euch um Rat. Weil ich von allen sieben Planeten der Hindernisse die Erlaubnis brauche, dass ich für die Reparatur der Neuronalen Verbindung zwischen den Planeten sorgen darf, möchte ich den Herren des Zorns auch umstimmen. Nur wie ich das erreichen soll, weiß ich noch nicht. Dazu brauche ich Eure Hilfe.“

Müde, aber hoffnungsvoll sah sie mich an. Leise meinte sie: „Die entfesselte Wut ist immer ihr eigener Feind! Sie tötet sich selbst durch ihre Raserei. Sie kann niemals eine Lösung anbieten und stirbt durch ihre eigenen Waffen! Wenn du die Last unserer Welt tragen willst, dann hilf mir, einen Spiegel zu errichten. Dieser muss genau in dem Augenblick das Bild von Ira einfangen, wenn er auf dem Höhepunkt seiner Wut sein wird. Bei seinem erbärmlichen Anblick wird er sich hassen, weil er seine Hilflosigkeit erkennen kann. Er weiß ja keine andere Taktik als die Vernebelung der Wahrheit durch Zerstörung und Terror! Die Scham darüber, dass alle seine große Schwäche erkennen können, wird ihn veranlassen, sich für lange Zeit zu verstecken. Die Erlaubnis für dein eigentliches Vorhaben aber bekommst du von mir zum Dank für den schweren Weg, den du für uns alle gehen wirst.“
5 Sterne
Die Welt der 33 Planeten - 15.08.2021
Heidi Surrer

Wirklich ein tolles Buch es hat mich total gefesselt und es ist mystisch phantastisch und lehrreich zugleich.

5 Sterne
Einfach fantastisch! - 28.07.2021
Andrea Keil

Das Werk „Die Welt der 33 Planeten“ fasziniert durch eine Mischung aus Philosophie, Göttermythen, Bilderbuch, Abenteuer, Tiersymbolen und Werthaltungen, die über Jahrhunderte aus den verschiedensten alten Kulturen bis in die Neuzeit mit ihren oft geheimen Inhalten überlebt haben. Im Mittelalter als Geheimwissen weitergegeben, sind sie in Skulpturen im Dom von Metz als einziger vollständiger Weg zur Initiation der Zunft der Baumeister in Stein gehauen von der Autorin Brigitte Frank – Weinelt zum Leben erweckt worden. Der Weg des Sonnenmenschen enthält Abenteuer zum Staunen, zum Fürchten, zum Nachdenken und auch zum Lernen und wird durch Bilder aus der Hand der Autorin veranschaulicht. Hier wird der Leser nicht zum Verstehen, sondern zum Erfühlen der Inhalte angeregt und erlebt mit seinem „inneren Kind“ eine spannende und atemlose Reise durch die Zeit.

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