Cover: Wer will schon gesund sein?

Wer will schon gesund sein?
Gesundheit ist möglich


EUR 20,90

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 96
ISBN: 978-3-7116-0749-2
Erscheinungsdatum: 23.07.2025
„Wer will schon gesund sein?“ Jeder, sollte man meinen – und doch tun wir vieles dafür, um krank zu werden. Wo Gefahren lauern und wie es ganzheitlich anders geht, erklärt Ursula Lauterbach in ihren umfassenden Erläuterungen, was uns die Gesundheit raubt
Einleitung

30 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich allein für Schmerzkrankheiten ausgegeben. D.h. die durch sonstige Krankheiten verursachten Kosten sind viel höher und belaufen sich laut dem Statistischen Bundesamt auf 432 Milliarden im Jahr 2022. Die Menschen sterben in Deutschland im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern früher – wir werden also nicht immer noch älter wie oft angenommen wird. Und werden wir gesund älter? Dies wiederum weniger.

Leider werden oft nur Symptome behandelt und wenige Ärzte beraten über einen gesunden Lebenswandel und Heilung. Können sie auch aufgrund unseres Systems nicht, das nur kurze Beratungszeiten vorsieht. Mir sagte ein Arzt, die Fragen die ich stellen würde, würden seine Patienten sonst nicht stellen. Sie wollten ein Rezept mit einem Medikament und sonst nichts. Wobei – und das möchte ich betonen – es Ärzte gibt, die heilen möchten. Diese Ärzte zitiere ich gerne und gebe Ihnen auch im Anhang entsprechende Buchempfehlungen. Einige finden Sie bei YouTube mit verschiedenen Themen.

Meines Erachtens müssen wir Eigenverantwortung übernehmen, auf unsere körperliche und seelische Gesundheit achten und liebevoll für uns sorgen. Das ist leider für viele Menschen unbequem, bedeutet es doch festsitzende Gewohnheiten abzulegen und sich zu ändern. Bringe ich eine mögliche Ernährungsumstellung ins Spiel, wurde mir u. a. gesagt: „dann verzichte ich ja auf Lebensfreude“. Aber hallo, nur weil ich keine Chips mehr esse, muss das nicht Lebensfreudeverzicht sein. Auch das schnelle Betonen: „Ausnahmen müssen sein“, bringt nicht wirklich weiter, weil Ausnahmen oft die Regel darstellen. Denken Sie daran: Ihr Körper ist keine Recyclinganstalt welcher Schrott in Qualität umwandelt. Ein Bauer sät Weizen und erwartet Weizen. Wir säen zu oft Fastfood und erwarten eine schlanke Taille, einen flachen Bauch und beispielsweise einen gesunden Blutzuckerspiegel bzw. Gesundheit.

Muss eine Ernährungsumstellung Verzicht auf Lebensfreude sein? Ist die Änderung von Gewohnheiten gleich Verzicht? Nein, keineswegs. Wenn man sich ein wenig Mühe gibt, findet man viele wunderbare gesunde Rezepte. So können Sie auch bei einer Umstellung weiterhin genießen und sich verstärkt Ihrer Gesundheit erfreuen.

Geht es nur um eine Ernährungsumstellung? Nein, es geht um Prävention. Denn Vorbeugen ist besser als Heilen.

Sie erhalten in diesem Büchlein Hinweise zu den Themen Atmen, Trinken, Essen, Stress sowie Denken und Fühlen. Gerne lade ich Sie zu einer kleinen Reise ein und würde mich freuen, wenn Sie am Ende sagen: „das war eine interessante Reise, ich habe wertvolle Impulse erhalten“.

Also: Raus aus der Komfortzone und auf zu einer kleinen Entdeckungsreise!

Ihre Reiseleiterin

Ursula




Atmen

Wieso ein Kapitel über Atmen? Das machen wir doch sowieso, von Geburt an. Es ist ein lebensnotwendiger Reflex. Rund 20.000 Atemzüge machen wir täglich.

Wie lange können wir überleben, ohne zu atmen? Nach zwei Minuten wird der „normale“ Mensch ohnmächtig, nach zwei bis drei Minuten drohen Gehirnschädigungen, nach fünf Minuten der Tod. Ich schreibe: der „normale“ Mensch. Taucher, Sportler, Yogis können die Luft bedeutend länger anhalten. Sie haben Übung darin. Ich gehöre nicht dazu und Sie?

Atmen ist ein Reflex. Doch atmen Sie richtig? Oder zu schnell und zu flach? Ob wir gestresst oder entspannt sind, beeinflusst unseren Atemrhythmus. Die unvorstellbare Menge von rund 15.000 Liter Luft fließt täglich in unseren Körper und versorgt alle Zellen mit lebensnotwendigem Sauerstoff.

Sie kennen das – ein spannender Film: Schafft es der Held, oder stürzt er ab? Wir halten die Luft an, um dann tief auszuatmen: „Alles nochmal gut gegangen“. Oder auf der Autobahn. Irgendein Rüpel fährt wieder zu dicht auf, obwohl vorne alles dicht ist. Wer hält da nicht vorübergehend die Luft an? Negative Gedanken sind auch nicht weit, die den Stress noch verstärken. Das Ganze erzählen wir dann spätestens abends: „Stell dir vor, was mir heute passiert ist …“ Dabei atmen Sie sicher nicht ruhig und entspannt. Und wieder aktivieren Sie die Stresshormone, indem Sie eine für Sie ärgerliche Situation aufleben lassen. Zu dieser Angewohnheit, Ärgerliches immer wieder zu beleuchten und zu erzählen, erfahren Sie mehr in dem Kapitel „Mentale Einstellung zu sich und anderen“.
Doch auch ohne Film oder Autobahn leben wir in herausfordernden Zeiten. Ob es nun negative Nachrichten sind oder beruflicher oder privater Stress oder auch der Stress, den wir uns in Gedanken machen – all das führt zu einem ungesunden Atemrhythmus. Dabei kann Atmen Stress reduzieren, unser Energielevel erhöhen und somit unsere Gesundheit stärken.

Doch wo können wir am besten tief und frei atmen? In den Städten ist die Feinstaubbelastung sehr hoch. Also verschließen wir unsere Fenster, um die schlechte Luft draußen zu lassen. Doch das ist eine Illusion. Schlechte Luft kann auch in Räumen herrschen. Rauchen, Putzmittel, Farben etc. können die Luft belasten. Also bitte lüften Sie und schaffen Sie sich Grünpflanzen an.


Der Bogenhanf ist die Zimmerpflanze für Vergessliche. Er verzeiht, wenn man vergisst ihn zu gießen oder zu düngen. Nur nasse Füße mag er nicht. Und er verbessert die Raumluft.

Empfehlenswert ist auch der Benjamin (Birkenfeige)

ebenso wie die Grünlilie.

Welche Pflanzen gefallen Ihnen?


Besuchen Sie so oft wie möglich einen Wald. Unsere Bäume nehmen Kohlendioxid auf und produzieren Sauerstoff. Danke liebe Bäume.

Atmen Sie im Wald tief ein und aus. Dies aktiviert den Parasympathikus. Dieser ist für Erholung und Regeneration verantwortlich und wirkt sich wohltuend auf Blutdruck und Herzfrequenz aus.
Sehr spannend finde ich die Arbeit von Prof. Loew, Chefarzt der psychosomatischen Abteilung der Klinik Donaustaufen. Er forscht seit 25 Jahren über die Art und Weise wie wir atmen und deren Auswirkung auf Herz-Kreislauf-System und unser Gehirn. Ich zitiere ihn: „Wir haben praktisch immer eine Apotheke dabei und wenn wir ausnützen was der Atem für uns an Potenzial bietet, kommen wir besser durchs Leben“. Besonders heilsam ist natürlich ein Waldspaziergang. Und das wissen wir doch: Die Öle der Nadelbäume stellen ein altes Hausmittel bei Atemwegserkrankungen dar.

Bei Stress atmen wir viel zu flach. Wenn dies zur Gewohnheit wird, fühlen wir uns schon morgens angespannt und das kann uns sogar in einen Burnout führen. Stresshormone, Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, das Herz pocht zu stark und der Blutdruck steigt. Hier ein Beispiel, das ich in der Sendung über Atmen und Dr. Thomas Loew sah: Ein Fliesenleger stellte fest, dass er bei der Arbeit zu Stoßatmung neigte. D.h. er hielt immer wieder die Luft an bevor er weiterarbeitete. Das wurde so schlimm, dass er kaum noch aufstehen und sich bewegen konnte. Er war in einer chronisch angespannten Atmung regelrecht gefangen. Resultat war eine Erschöpfungsdepression, ein Burnout.

Als selbstständiger Fliesenleger kamen natürlich Existenzängste hinzu. Er wurde in der Klinik von Thomas Loew behandelt und lernte die tiefe Bauchatmung, was ihm mehr als half.


Sechs Atemzüge pro Minute entsprechen dem Schlafrhythmus und wirken sich entspannend auf den Körper und somit auf alle Zellen aus. Bei sechs Atemzügen/Minute synchronisieren sich Atmung, Herzschlag und Gehirnwellen. Die Ausatmung sollte 1,5mal so lange sein wie das Einatmen. Also vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen.

Dreimal am Tag jeweils fünf Minuten üben: Herzschlag und Blutdruck werden reguliert. Das vegetative Nervensystem stellt eine Balance zwischen Spannung und Entspannung her und wird in späteren Stresssituationen flexibler reagieren können.


Die Übung – vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen – mache ich besonders am Nachmittag oder Abend aufgrund des entspannenden Effektes. Diese Atemübung stärkt auch die Herzkohärenz.

Wichtig ist es durch die Nase zu atmen – nicht durch den Mund. Das passiert leicht: z. B. bei Anstrengungen oder wenn wir reden. Wir nehmen uns oft nicht die Zeit langsam zu atmen oder langsam zu essen. Wenn wir bewusst atmen und mehr Sauerstoff haben, produzieren wir mehr ATP (s. Mitochondrien) und haben dadurch auch mehr Energie. Daher sind die Atemübungen so wichtig.

Wobei es Entspannungsübungen gibt, bei denen man durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmet, was in diesem Rahmen richtig und wichtig ist.


Mitochondrien – sagen Ihnen etwas?
Kennen Sie? Das sind die Kraftwerke in unseren Zellen. Sie versorgen unseren Körper mit Energie indem sie ATP (Adenosintriphosphat) bilden. Wir brauchen sie dringend und ohne sie sehen wir mehr als alt aus. Unser ganzer Organismus benötigt diese wunderbaren „Kraftwerke“. Wir brauchen diese Energie für den Auf- und Abbau von Strukturen und für alle anfallenden Arbeiten die unser Organismus so bewältigen muss. Es spielt eine Rolle welche Zellen welche Arbeit zu bewältigen haben und diese hängt von dem Stoffwechsel der Zellen ab. Knorpelzellen haben einen langsamen Stoffwechsel und daher weniger Mitochondrien. Herzmuskel-, Nerven- und Muskelzellen wiederum sehr viele. Vielleicht haben Sie schon einmal von Zellatmung gehört und der damit verbundenen Energie? Das geschieht durch die Arbeit der Mitochondrien. Haben wir zu wenig Energie, wird zu wenig ATP gebildet, fühlen wir uns müde und sind erschöpft. Die Energie brauchen wir nicht nur um uns wohlzufühlen, sondern um gesund zu sein bzw. auch um einen Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Dr. Koeppel sagt: „Wenn ATP ausgeht, haben wir noch fünf Sekunden zu leben“.

Das ist eine sehr kurze Fassung bzgl. Mitochondrien. Worauf ich aufmerksam machen möchte, ist: Auch hier spielen Ihre Art zu atmen, Ihre Ernährung und wie Sie Ihren Körper versorgen eine Rolle. Wenn Sie mehr über Mitochondrien wissen möchten, empfehle ich Ihnen Dr. Peter D. Koeppel (Biochemiker/Immunologe und Virologe).

In Gesprächen, die mich eher stressen und ich ruhig zuhören möchte, atme ich bewusst langsam ein und aus. Es gibt so viele Situationen in denen Sie etwas über die Atmung für sich tun können. Es lohnt sich. Mein Zahnarzt erzählte mir folgenden Tipp: einen grünen Punkt aufs Lenkrad kleben. Immer wenn man anfängt sich zu stressen, erinnert dieser Punkt daran tief und ruhig zu atmen.

Wie wichtig eine gute Atmung ist fand ich auch bei Prof. Dr. Qing Li (Immunologe an der Nippon Medical School, Tokio). Dieser ist überzeugt, dass Waldluft das Krebsrisiko senken kann. Hier sind natürlich eine gewisse Dauer im Wald und eine spezielle Atemübung erforderlich. Die positive Wirkung auf das Immunsystem und die Killerzellen soll bis zu einem Monat andauern. Prof. Dr. Qing Li gilt als einer der bekanntesten Waldmediziner der Welt.

Shinrin Yoku: das „Baden im Wald“ ist in Japan eine anerkannte Therapieform und Teil der staatlichen Gesundheitsvorsorge. Auch bei uns wird sie zunehmend bekannt. Also ab in den Wald und verwöhnen Sie Ihr Immunsystem.

Richtiges Atmen kann so viel bewirken. Wenn wir beim Sport außer Atem kommen und dann zu schnell atmen, also eher hecheln, passiert Folgendes: Der Kohlendioxidgehalt im Blut wird leicht erhöht und löst eine gefühlte Atemnot aus. Die Muskeln werden nicht mit mehr Sauerstoff versorgt, sondern das Gegenteil passiert. Das schnelle Atmen bewirkt, dass Kohlendioxid abgebaut wird, führt aber nicht zu einer stärkeren Sauerstoffaufnahme. Es gilt, langsam und tief zu atmen. Dabei sollte bewusst ausgeatmet werden. Allein das stärkt den Körper und wie wir vorher erfahren haben, auch die Psyche.

Fazit: Bedachtes, richtiges Atmen stärkt das Immunsystem, baut Stress ab, führt zu mehr Wohlbefinden. Atmen lernen – es lohnt sich. Weitere Atemübungen finden Sie u. a. in Büchern, im Yoga – Hauptsache Sie atmen, ruhig und tief.

Doch die Reise geht noch weiter. Haben Sie schon einmal von Herzkohärenz gehört?

Ich zitiere David O’Hare aus seinem Buch 3. 5. 6 Der Atem-Code: „Die Herzkohärenz wurde erstmals von Dr. David Servant-Schreiber in seinem Bestseller Die neue Medizin der Emotionen einem größeren Publikum präsentiert.“


Was ist eigentlich Herzkohärenz?
Wussten Sie, dass Gefühle bereits aktiviert werden bevor sich das Gehirn einschaltet? Es geschieht blitzschnell. Unser Herz besitzt ein eigenes Gehirn. Die „Herz-Nerven“ heißen sensorische Neuriten. Sie wurden 1991 entdeckt. Es gibt im Herzen 40.000 gehirnähnliche Zellen. Sie arbeiten und lernen unabhängig vom Gehirn und haben ein eigenes Gedächtnis. Sie senden mehr Impulse an das Gehirn als umgekehrt. Unsere Gedanken werden davon „eingefärbt“.

Warum erzähle ich Ihnen dies? Es geht um Kohärenz, also um eine möglichst optimale Synchronisierung zwischen Herz und Gehirn. Durch diese Form der Atmung werden Selbstheilungskräfte aktiviert, Stress abgebaut und wir werden wieder offener für neue Ideen. Diese Form der Atmung kann man wunderbar mit Mentaltraining verbinden. So mancher Spitzensportler wendet diese Techniken mit großem Erfolg an. Leider bleiben öfter wunderbare Erkenntnisse auf den Bereich des Sports beschränkt, wo sie doch in jeder Lebenslage so hilfreich wären oder nicht?

Herzkohärenz schult Ihre Selbstwahrnehmung, Ihre Achtsamkeit und bringt Sie in eine Balance und in den Flow. Es ist eine Methode um Ihre Gefühlsregulation zu unterstützen. Damit Sie auf Unvorhersehbares, bei Ihren täglichen Anforderungen sowie in Stresssituationen gesünder und gelassener reagieren können. Herzkohärenz kann die Selbstregulation Ihres autonomen Nervensystems, also das Zusammenspiel zwischen Herz, Gehirn und Emotionen positiv unterstützen.

In einem kohärenten Zustand können Herz und Verstand gut zusammenarbeiten und es stellt sich ein emotionales Gleichgewicht, eine Gelassenheit ein. Dabei wird auch das Hormon Oxytocin, auch bekannt als das Kuschelhormon oder das Bindungshormon ausgeschüttet.

Gefühle wie z. B. Wut, Ärger, Traurigkeit kosten Kraft und führen zu einer Inkohärenz. Mit der Herzkohärenz-Methode lernen Sie, wie Sie diese Gefühle positiv beeinflussen und dadurch Stress abbauen und sich „in Ihrer Haut wohlfühlen“ können. Sie gewinnen Zuversicht, innere Ruhe und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – auch in den herausfordernden Momenten im Leben.

Die Anwendung der Herzkohärenz basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und orientiert sich an östlichen Meditationspraktiken, Schulung von Körperwahrnehmung und Achtsamkeit, sowie dem Erlernen von Atemtechniken.

Studien zufolge wirkt sich die Kohärenz des Herzens auch unmittelbar auf die Leistung des Gehirns und seiner Funktionen aus. Das zeigt sich z. B. an schnelleren Reaktionen und besseren Leistungen unter Stress. Das Kohärenztraining führt bei regelmäßiger Anwendung zu innerer Ruhe. Es ist eine Verhaltensweise, die sich in allen Situationen des Alltagslebens anwenden lässt und langfristig Angst und Depression kontrollieren kann. Studien zu Herzkohärenz zeigen erste Erfolge bei Asthma und Erkrankungen des neurotischen Formenkreises. Sehr intensive Forschungen hierzu betreibt das HeartMath-Institut (https://www.heartmathdeutschland.de).

Hier die Übung von David O’Hare aus seinem Buch
„3. 5. 6 Der Atem-Code“.
Dreimal täglich, sechs Atemzüge in der Minute jeweils fünf Minuten lang.


Erkennen Sie diese Übung? Sie entspricht derjenigen von Prof. Thomas H. Loew.

Ich hatte die wunderbare Gelegenheit drei aufeinander aufbauende Seminare bei Dr. Joe Dispenza zu besuchen sowie Webinare bei Gregg Braden und Dawson Church zu erleben. Hier lernte ich eine vertiefende Form, die ich Ihnen gerne vorstelle.

Diese Übung baut Stress ab und verbindet Sie mit Ihrem Herzen. Wissenschaftler fanden heraus, dass es fünf Wörter gibt, die einen besonderen positiven Effekt auf das Herz und somit die Gefühle haben. Es sind: Dankbarkeit, Mitgefühl, Wertschätzung, Freude, Liebe.


Setzen Sie sich aufrecht hin und legen Sie Ihre Hand aufs Herz. (Die Aufmerksamkeit folgt der Hand).
Atmen Sie vier Sekunden ein und sechs Sekunden aus. Stellen Sie sich vor, dass Sie durch Ihr Herz atmen würden. Machen Sie dies einige Atemzüge lang.
Dann richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eines der folgenden Wörter: Dankbarkeit, Mitgefühl, Wertschätzung, Freude, Liebe.
Das kann in Verbindung mit einem Menschen oder einem Tier sein, eine Situation in der Sie sich sehr freuten. Ich denke gerne an einen wunderbaren Wald, in welchem ich tiefen inneren Frieden spüre.
Bleiben Sie bei Ihrer langsamen Atmung. Genießen Sie einige Zeit dieses Gefühl und kommen Sie dann sachte wieder zurück.

Mit etwas Übung werden Sie für Ihre Atmung sensibilisiert sein. Sie werden automatisch im Alltag merken, wann Sie zu flach atmen und sobald als möglich richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf eine langsamere und tiefere Atmung. Und wann ist es besonders hilfreich? Immer in stressigen Situationen.


Hier ein paar Beispiele:
Sie halten bei einer eher brenzligen Situation, z. B. beim Autofahren, die Luft an. Das geschieht völlig automatisch. Danach atmen Sie eine zeitlang langsam ein und aus. Ihr Stresslevel sinkt.
Bei Gesprächen, die für mich herausfordernd sind und ich geduldig zuhören möchte, atme ich bewusst langsam.
Es lohnt sich auch bei spannenden Filmen. Denn beobachten Sie sich selbst einmal: Die Heldin, der Held muss eine sehr bedrohliche Situation meistern – Sie halten automatisch die Luft an.
Jemand erzählt Ihnen etwas, das Sie berührt – achten Sie auf Ihren Atem.

Werden Sie sich und Ihrer Atmung bewusst. Sie haben es in der Hand – nein in der Atmung. Es lohnt sich. Atmen Sie auf. Atmen Sie durch.

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