Alltag & Lebensführung

Wahrheiten für Nachdenker

Andrä Christ

Wahrheiten für Nachdenker

Das Leid der Menschen aus der Wahrheit Gottes

Leseprobe:

Was macht der Mensch in dieser Welt? Wozu? (15)

Wer in seinem innersten Empfinden die Erschaffung des Menschen Gott nicht zutraut, oder wer den Glauben an Gott in seinem Lebens-Wirrwarr nicht mehr auffindet, sollte hier mit diesem Thema seine Zeit nicht vertun. Die Begierden zerren ihn ohnehin schon weg.
Das Thema muss Interesse erwecken. Ohne Interesse kein Wille, ohne Wille kein Erfolg. Diese aufgeworfene Frage und deren Beantwortung standen noch kaum auf dem Prüfstand der höchst intelligenten Wissenschaft. Deshalb nicht, weil diese Frage in der Geschichte der Menschheit noch nie offiziell gestellt wurde, daher auch keine Antwort gefordert. Alle Intelligenz bemüht sich nur, die Frage zu klären: Wie entstand das Universum und daraus der Mensch? Die wissenschaftliche Beantwortung, wenn es die einmal gäbe, würde im Prinzip nur die Neugierde befriedigen. Für den Menschen selbst, für sein Tun und Lassen hätte diese Antwort, ob richtig oder falsch, keinen Einfluss, lediglich ein „Aha“. Vielleicht wurde diese Kernfrage, deren Beantwortung die Wahrheit über den Sinn des menschlichen Lebens beinhaltet, schon einmal gestellt. Zumindest blieb diese Antwort ein absolutes Geheimnis. Die Macht der Mächtigen, die „Scheiterhaufen“ der Kirche, sie sorgten dafür, dass dieses Geheimnis ein solches blieb. Ich lebe in der „glücklichen“ Zeit von neuen Generationen, in welcher Gott kaum noch einen Wahrheitsgehalt besitzt, also kann ich vorderhand noch mit diesem Thema sorglos der Gesellschaft gegenüber umgehen. Woher ich das Wissen und den Mut habe, dieses gewaltige Thema zu erforschen, das werde ich Ihnen später erklären.
Der Glaube, dass Gott den Menschen erschuf, ist jetzt eine Annahme, welche die „geistlose“ Wissenschaft ohne Beweise niemals anerkennt. Beweise kann nur jemand einfordern, der in der Lage ist, seine Forschung nur mit den menschlichen Sinnen auszuführen, denn deren Sterblichkeit verwehrt den Blick in die Unsterblichkeit des Geistes, und der ist sich selbst Beweis genug. Die Erschaffung des Menschen war eine Idee Gottes und entstammt aus der Notwendigkeit einer Hilfestellung der Welt des Geistig-Kosmischen gegenüber. Diese Welt erlebt sich in der unvorstellbaren Kraft der Energie des Geistes in seiner Unendlichkeit.
Der heutige Mensch in seiner endlichen Sterblichkeit, in seinem angstvollen Leben voll Leid, dem auch der Tod in Wahrheit kein Ende bereiten kann, erlebt sich gefangen in der Macht seiner Begierden. Der Restgeist des heutigen Menschen erlebt sich wie ein Wasser in einer Rohrleitung, welches ständig im Kreis gepumpt wird und niemals einen Zustrom von Frischwasser erhält. Diese richtige Ansage werde ich im Laufe späterer Erklärungen ins wahre Licht rücken. Es musste dieses Thema kurz vorweggenommen werden, um die gewaltige Differenz zwischen der menschlich geistlosen Energie in ihrer materiellen Endlichkeit gegenüber der Energie der höchsten Geistigkeit in ihrer unendlichen Wahrheit Gottes aufzuzeigen. Der heutige immer wieder dem Tod preisgegebene Mensch wähnt sich in seiner Welt des materiellen Universums als geistiger Beherrscher dieser Materie, allerdings kennt er nicht einmal noch die Grenzen seines Universums, ganz zu schweigen das Wissen um die Entstehung desselben. Dieses Wissen hätte außer der Neugierde ansonsten keinerlei Befriedigung zu bieten als wieder dieses „Aha“. Das materielle Universum hat Grenzen gegenüber dem rein geistigen, unendlich seienden Kosmos und bildet in diesem einen winzigen Punkt seines Daseins, oder eigentlich geistig gesehen – ein Garnichts. Mit diesem Dasein der Materie erlebt sich die Erde nun ihrerseits im Universum nicht einmal als Punkt. Der Mensch auf Erden ist ebenfalls ein Nichts, ein geistloses Nichts.
Dass sich der materielle Anteil des Menschen aus dem Affen entwickelte, ist ja bekannt. Nun, dieser Mensch als Tier hätte wohl keinen Sinn ergeben, erst zusammen mit dem Geist und der Energie aus dem geistigen Kosmos ergab sich ein Produkt im Sinne Gottes. Das heißt, dem von Gott erschaffenen Menschen, sein Bestand, ergibt die Verbindung endliche Energie aus Materie, verbunden mit der unendlichen Energie des Geistes. Eine Kombination aus Universum und Kosmos. Zu diesem Verstehen ist ein reales, in die Fantasie gezogenes intuitives Denkempfinden nötig. Die nach Beweisen stöhnende Wissenschaft hat in diesem rein geistigen Geschehen keine Chance, hier mit noch so einer großen Denkkraft fündig zu werden. Der Mensch besteht und ist geprägt aus Körper und Geist, der Körper endlich, der Geist unendlich. Unter so einem gewaltigen Aufwand an Vorbereitung steht er nun da, dieser Mensch, hineingestellt in eine paradiesische Natur. Wozu?
Der Kosmos in seiner Harmonie des Geistes benötigt eine Kraft, den Gegensatz. Wieder wozu? Dieser Gegensatz durfte niemals versuchen, seine kosmisch-geistige Harmonie zu durchbrechen. Die Energie des Geistes mit der Harmonie musste immer vorherrschend bleiben. Ein Konstrukt mit diesen großartigen Eigenschaften sollte der Mensch werden. Wer sonst könnte den Gegensatz innerhalb der Harmonie besser vorleben als eben der Mensch, dieser nach der Idee Gottes im irdenen Paradies. Dieser Mensch verkörperte durch seinen materiellen Anteil den Gegensatz und durch seinen geistigen Anteil die Energie der Harmonie. Also eine sichtbare Vorzeige von der Umsetzung innerhalb dieser Gesellschaft, von jedem einzelnen Menschen getragen. Jeder Einzelne bildete das Prinzip von Yin und Yang, der höchsten Weisheit. Das gegensätzlich endlich Materielle zusammen mit dem unendlichen Geistigen, in dieser großartigen Einheit lebte der Mensch nach der Idee Gottes. Die göttliche Seele des Menschen als Dritte im Bunde von Körper Geist und Seele. Sie erlebt im menschlichen „Ich“ diese großartige Möglichkeit, den gezähmten Gegensatz dem Kosmos einzuverweben.


Selbstbetrug (16)

Der heutige Mensch erlebt sich im Selbstbetrug, in der Wichtigkeit seines körperlichen Daseins. Aus diesem Selbstbetrug heraus sammelt er in seinem Leben Dinge, die in der Ablebenszeit seines Körpers für ihn vollkommen wertlos sind. Diese Dinge bringen auch keinen Nutzen, wenn er diese für seine Nachkommenschaft anhäuft. Auch die Nachkommen stehen eines Tages vor demselben Problem, und das spielt sich immer so weiter auf der Schiene des Selbstbetruges ab. Was glauben Sie, wie armselig so ein Mensch vor seinem Tod dasteht, wenn er nur von seinem „Gehabten“ erzählen kann und kein „Mitbringsel“ für ihn, seinen Richter, bei sich hat. Jetzt kommt noch dazu, dass dieser Mensch ja gar keinen Menschen im Sinne seines Lebens mehr darstellt. Sein Körper ist gestorben, und er selbst kann sein eigenes Begräbnis bestaunen. Ja, was ist denn „er selbst“ überhaupt noch? Ungewohnt körperlos, seines ganzen Stolzes seiner ehemaligen Schönheit beraubt. Er kann denken und seine Sinne funktionieren auch noch, nur selbst sehen kann er sich nicht mehr. Er ist ein „Nichts“ geworden, ein geistiges, vor Angst schlotterndes Nichts, getrieben von der gewaltigen Sehnsucht, wieder seinen so geliebten Körper zu tragen und es sich wohlergehen lassen zu können.
Die Menschheit trug in ihrem Wunschdenken immer ihren Körper mit in die Welt des Todes hinein. Der fehlende Geist im Menschen lässt es nicht zu, die Wahrheit des Sterbens zu erkennen, und so ist der Selbstbetrug vorprogrammiert, solange die Wahrheit nicht erkannt wird.


Die Evolution des Denkens (17)

Die Evolution des menschlichen Denkens wurde zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte und der jeweiligen Gesellschaftsform von Begierden getragen. Die gewaltigen Möglichkeiten unserer heutigen Machbarkeiten auf allen erdenklichen Gebieten hatten niemals eine Besserung der Menschheit bewirkt, sondern nur die Befriedigung ihrer Begierden im Sinn gehabt. Die meisten Ziele solcher Begierden sehen sich schon als ausgereizt.
Was denkt der Mensch eigentlich über sich und seine 7 Milliarden gleichartiger Wesen? Das, was er über sich denkt, lässt kaum Platz für anderes. Da steht ganz obenauf: Was muss ich denken, damit es mir besser bzw. noch besser ergeht? Die anderen sind meist nur als Hilfskräfte für dieses „Bessergehen“ interessant. Milliardenfaches Denken ist an die menschlichen Begierden geheftet, ein gewaltiges, eigentlich sinnloses Energiepotenzial, denn diese Energie, vom Denken gesteuert, hat ein falsches Ziel. Es ist ein niemals erreichbares Ziel, somit stellt es gar keines dar. Dieses Denken lässt Milliarden erfüllte Begierden als Denkleichen auf seinem Lebensweg liegen. Verschleuderte Energie und wertlos für den Tod.


Die wahre Liebe (18)

Was geschieht eigentlich mit Verliebten? Ein Verwöhnungskurs für die Sinne wird beidseitig angesteuert, bis das Ziel, die sexuelle Befriedigung, erreicht ist. All das Geschehen spielt sich im materiellen Bereich ab. Das Vorspiel, die Ausführung, beides kennen wir genau aus dem Leben der Tierwelt. Wenn sich beim Menschen nicht noch etwas anderes, welches mit geistiger Liebe im Zusammenhang steht, entwickelt, dann ist das Ganze, was hier mit Liebe gehandelt wird und mit Sucht endet, ein rein tierisches Geschehen, und so wird es mehr oder weniger auch praktiziert. Wobei der Tierwelt meistens ein besseres fühlendes Empfinden in Bezug auf die von der Natur gegebene Zeiteinteilung besitzt. Für den Menschen stellt das Ganze aber eine Suchtmaximierung, jederzeit abhandelbar, dar. Das, was der heutige Mensch in seinem Gefühlstrieb bzw. Sinnensammelsurium glaubt Liebe nennen zu müssen, ist an sich seiner Gegensätzlichkeit der Begierden Untertan. Die zarten Harmoniebestrebungen weichen bald den aufflammenden Gegensätzen, die in der Materie, im körperlichen Menschen, seine Natürlichkeit besitzen. Ohne Einbeziehung der hohen geistigen Welt der Harmonie muss jede sogenannte Liebesbeziehung heraus aus ihrem eigenen Gegensatz zerbrechen. Wahre Liebesfähigkeit kann man nicht vorschreiben, gar erzwingen, diese ist abhängig vom Grad der vorhandenen geistig-kosmischen Harmonie, welche die Stärke besitzt, den Gegensatz in seine Grenzen zu weisen. Diese Fähigkeit müssen beide Partner in sich tragen.
Die wahre Liebe in den zwischenmenschlichen Beziehungen ist eine Rarität geworden. Diese Liebes-Wechselbeziehung, die aus der paradiesischen Zeit ihr heute verloren gegangenes Vorbild hatte. Die treibende Kraft in dieser liebenden Wechselbeziehung war Gott. Er liebte seine Menschen, und diese Gottesliebe in ihrer Großartigkeit strahlte der Mensch in seinem warmen Empfinden für den Herrn zurück. Zugleich fand diese Strahlung von Mensch zu Mensch ihren kleinen Umweg in diesem Kreislauf. Den nachparadiesischen Menschen ist noch etwas Wesentliches abhandengekommen, die Liebe Gottes. Der Liebe unter den heutigen Menschen geht es in dieser Hinsicht wie dem ehemaligen Geistigen im Menschen. Beide sind nur mehr in Restbeständen vorhanden, ohne Erneuerung aus der kosmischen Harmonie.


Der Mensch – ein Solist (19)

Dem Grunde nach lebt jeder Mensch mehr oder weniger sein ganzes Leben für sich alleine. Er bezieht sein Handeln immer nur aus seiner Bewusstheit, aus seinem „Ich“, und ausschließlich aus dieser Perspektive. Dieses ehemals hoch geistige „Ich“ des Menschen ist heute nur mehr, durch die nicht mehr stattfindende Zufuhr geistiger Energie, ein geistiger Restposten. Der Mensch musste sich auf Grund seines damaligen Tat-Geschehens nur mehr mit seinem endlichen ungeistig seienden Denken zurechtfinden. Dieses geringe geistlose „Ich“ ist allerdings auch von seinen Begierden beherrscht. Das ist der Grund seines wahren alleingelassenen Seins von seiner Umwelt. Die gesamte menschliche Kommunikation untereinander erfolgt ausschließlich über die Bewusstseins-Schiene. Das ergibt aber nicht das wahre Bild des Menschen. Das wahre Gesamtbild ist aus dem Jetzigen so wie auch aus den vergangenen Lebenszeiten im Unbewussten gespeichert. Zu diesem aber hat das „Ich-Bewusstsein“ keinen Zugang, und die Begierden scheuen davor, denn dort ist die Wahrheit zu Hause. Damit wird das Unbewusste mit dem unheimlichen Wahrheitsgehalt verdeckt in Ruhe gelassen, und jeder Mensch bleibt für sich alleine in dieser Welt.
Dieses ehemalige stolze „Ich bin“ bei der Bewusstwerdung des Menschen (damals gab es noch keine Teilung von bewusst und unbewusst) war mit seiner göttlichen Seele in Freundschaft verbunden und beide hatten zusammen das Sagen. Heute ist dieselbe göttliche Seele in das Unbewusste von ihrem „Ich“, der Begierde zuliebe, degradiert worden. Ein geistlos gewordenes gieriges „Ich“ regiert heute seinen Partner, seinen tierisch endlichen Körper, und das nennt man das heutige Bewusstsein, welches einen riesigen intuitiven Respekt vor dem Unbewussten empfindet. Die Angst ist begründet, denn im Falle einer Bewusstwerdung des Unbewussten könnte es sich umgekehrt verhalten. Das harmonisch Geistige in sich als göttliche Seele könnte nun dieses gegensätzlich Chaotische mit einem Geistesblitz töten. Deshalb die so schmalbrüstigen Versuche der Psychologen, ja nicht zu viel Unbewusstes ihrer Patienten freizusetzen, daher können diese „Faserschmeichler-Therapien“ auch nur zu oberflächlichen Erfolgen führen. Wie immer, Behandler und Patient können sich ihrer Sache niemals sicher sein, dass das in den Tiefen der Seele lagernde Taten-Gerümpel ans Licht kommt. Keine Sorge, die Begierden sind mit ihren Ablenkungsmanövern immer zur Stelle, um dies rechtzeitig zu verhindern. Solange der Mensch sein Unbewusstes nicht lückenlos kennt und seine göttliche Seele vom „Ich“ wieder gerne angenommen wird, ist jeder Mensch über sein wahres „Ich“, sein Wesen und seinen Sinn ahnungslos gegenüber sich selbst. Und so lebt dieser sich niemals ganz erkennende Mensch im Chaos dieser Welt mit seinen Ängsten, Sorgen und Leiden weiter, so lange, bis das „Ich“ seiner Seele die Bereitschaft zeigt, ihr Unbewusstes zu öffnen, egal was da ans Tageslicht gerät. Dann erst kann ein Aufstieg zur Freiheit unter dem wahrlichen Beistand der göttlichen Seele gesetzt werden. Ab da lebt der Mensch nicht mehr alleine. Sein Unbewusstes ist aufgelöst, die Seele ist wieder eins im geistigen „Ich“ in inniger Freundschaft, im Leben wie auch im Sterben. Erst dann erkennt der Mensch, was wahre Freiheit bedeutet. Genau diese Beschreibung in ihrer Tatsache ist der wahre Grund, weshalb der Mensch vor dem Sterben sich so ängstigt. Würde er sich in seiner Gesamtheit vorher erkennen, so würde der Tod seinen Schrecken verlieren.
So aber lebt jeder Mensch für sich allein, bewaffnet nur mit seinem Bewusstsein, und das bedeutet Gegensatz, der meist eine harmonische Gemeinschaft verhindert. Deshalb kann der Mensch seine Freiheit nur in sich selbst finden, wenn er genug Mut hat, sein Unbewusstes zu erforschen.


Der Mörder sieht seine Gefahr nicht (20)

Täglich sehen Sie es im Fernsehen, lesen die Zeitung, studieren vielleicht aus Interesse auch die Geschichte der Menschheit. Durchgehend ist seit der Vergangenheit eine Spirale nach abwärts erkennbar. Das Töten der eigenen Spezies aus Gier, aus Rache, aus Mordlust. Diese wohl hohlköpfigen Täter denken, wenn man den materiellen endlichen Anteil des menschlichen Körpers tötet, dann sei das erledigt. Der tote Körper kann keine wie auch immer geartete Reaktion auslösen, genau wie wenn Sie einen Hund oder sonst ein Tier abtun. Für den Täter stellt also der menschliche Körper genau dasselbe dar wie ein Tierkörper. Materiell gesehen ist es auch richtig, der menschliche Körper ist rein tierischer Natur, er verbreitet auch Gestank, und früher oder später wäre dieser Körper ja ohnehin gestorben, jeder Körper, auch der des Täters. Am Ende des Lebens jedes Einzelnen ist es ziemlich egal, ob früh oder spät gestorben wurde. Ein beseitigter toter Körper, ob Tier oder Mensch, ist in jedem Fall in den Augen des Täters unschädlich gemacht. Angesichts dieser Tatsache taucht da schon die berechtigte Frage auf, worin liegt nun der Unterschied zwischen Mensch und Tier im Tot-Zustand?
Der Mensch wird meist bekleidet in seine Verwesung befördert, das Tier nackt. Die Todesursachen haben dazu nichts zu sagen. Leiche ist Leiche. Beide wurden von ihrer Lebensenergie verlassen. Der Mensch im Allgemeinen und auch im Besonderen ist über die tatsächliche Konstruktion seiner Spezies mehr oder weniger ahnungslos. Nun, nicht ganz, der materielle Anteil ist ziemlich erforscht, ebenfalls der des „Säugers“. Schon wieder diese Parallelität Tier-Mensch. Ab da, wo man Geistiges vermutet, scheiden sich die Geister, in diesem Bereich fällt das Tier ab. Dem Menschen wird von ihm selbst Geist angedichtet, nicht so dem Tier. Die körperlichen konstruktiven Zusammenhänge sind ziemlich klar aufgelistet, und die „Reparaturerfolge“ können sich auch sehen lassen. Mit den geistigen Zusammenhängen im Wechselspiel Körper-Geist sind diese leider gegenüber der Wahrheit weit abgeschlagen, befinden sich in einer nebeligen Grauzone.
Wer liefert die Lebensenergie? Woher kommen geniale Gedanken? Wer bestimmt den Todeszeitpunkt? Weshalb ist der Mensch überhaupt da? Da wird es haarig. Also woraus besteht nun der Mensch wirklich? Antwort: Körper, Geist und Seele.
Der Körper ist bekannt, da Materie. Was ist Geist? Ist Geist ident mit Denken? Ist es ein guter oder böser Geist? Gibt es über den Geist eine klare einhellig wissenschaftliche Meinung? Kann der Geist auch sterben und verwesen? Können Gedanken aus dem Gehirn sterben? Haben Tiere auch einen Geist? Kann man Geist messen? Ist Geist eine Substanz? Weiß man etwas Genaues über die Seele? Wird die Seele auch sterben, oder ist sie unsterblich? Was heißt unsterblich? Kann die Seele leiden? Kann auch der Geist leiden? Wie stehen jetzt Geist und Seele im Zusammenhang mit dem tierisch menschlichen Körper wirklich zueinander? Führen diese beiden vielleicht ein für uns unerkennbares Eigenleben, wenn ja wozu? Wenn nein, weshalb wird dann ständig über Seele und Geist geredet, geschrieben oder fabuliert? Wissen die Geisteswissenschaften mehr darüber? Wenn sie sich so nennen, müsste doch der Geist bei ihnen zuhause sein, oder gibt es hier selbst ernannte Wahrheiten, die gar keine sind? Gibt es eine Seelenwissenschaft? Über diese wird ja auf das Heftigste „geschaftelt“, allerdings ohne greifbaren Erfolg, außer bei den Urlaubsseelen-Baumlern. Was ist jetzt eigentlich Sache? Fangen wir von vorne an.
Der Mensch besteht aus seinem fleischlich materiellen tierischen Körper, dessen Leben der Tod beendet. Wenn ich jetzt einen Menschen loswerden möchte, brauche ich diesen nur zu „beseitigen“, und ich habe das Problem für mich erledigt. Diese Rechnung ist nur dann von Erfolg gekrönt, wenn dieser Mensch genau wie das Tier eben nur aus Stofflichkeit bestehen würde und an diesem Menschen keinerlei sonstige Anhaftungen, möglicherweise sogar die aus dem geistigen Lager, vorhanden sind. Also bevor Sie die Idee umsetzen, einen ihrer Widersacher in den Tod zu schicken, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie nur den Fleischkörper töten würden, aber nicht das, was daran unsterblich ist und nicht getötet werden kann. Dieses Unsterbliche könnte sich am Mörder rächen und dieser würde diesem Angriff vollkommen schutzlos gegenüberstehen. Ein doch beunruhigender fataler Gedanke, wenn das wirklich so wäre. Ist es so? Wie sollte das prüfbar sein? Allgemein bekannt ist darüber nichts, einige Religionen erwähnen in diese Richtung Schwieriges, aber die Allgemeinheit weiß nichts, worüber sich so ein Mörder beunruhigen sollte. So läuft das seit Menschengedenken.

Format: 13,5 x 21,5 cm
Seitenanzahl: 420
ISBN: 978-3-99048-655-9
Erscheinungsdatum: 28.09.2016
EUR 27,90
EUR 16,99

Halloween-Tipps